Beiträge vom: Februar, 2008

Autor: Simon

Nachdem im Januar die Welt einfach gegen mich war, scheint’s jetzt bergauf zu gehen. Wieso? Ich habe Ferien, ich habe Arbeit und jetzt habe ich sogar jemanden, der mich bekocht und meine Videospiele, die ich schon im November bezahlt habe. *Fingerlaola*

Zunächst muss ich noch einmal angeben: Ich habe mich heute schon wieder an Washoku überfressen. Was schöneres hat’s nicht. :) Diesmal hat meine Freundin nicht wie beim letzten Mal einfach Essen mitgebracht, sondern mit mir zusammen gekocht. Wobei ich gestehen muss, dass ich die meiste Zeit so mit Fotografieren zu tun hatte, dass ich nicht zum Kochen gekommen bin. Egal, auch wenn man faul war, schmeckt’s. :P

Kyô no Washoku

Es handelt sich übrigens um Shôga Gohan (Reis mit Ingwer und Abura-Age), Tamago-Yaki (Eierrolle), Hôrensô no Goma-ae (Spinat mit Sesam), Kartoffelsalat mit Sesam, Nasu no Miso Hishôme Ni o_O (Augergine in Miso auf kleinem Feuer geköchelt), sowie *ähm* Gurkenüberreste erträngt in Sojasoße. ^-^; Natürlicht gibt es demnächst zu allen Rezepte, damit ihr nicht immerzu Nudeln essen müsst. ;)

Meine Lebensgeschichte erzähl ich euch morgen. Jetzt lass ich es mir erst mal schmecken und zieh mir dabei “Bubble e Go” rein, den Abe Hiroshi Schinken von 2007. Bericht gibt’s demnächst.    [...mehr]


Autor: Simon

“Kimi ga Yo” so heißt die japanische Nationalhymne und obwohl sie seit 1999 wieder offiziellen Status erlangt hat, geht die Kontroverse weiter. Der Grund ist natürlich derselbe wie in Deutschland auch, wie schon öfters in den News (KW52, 51 und 49) erwähnt und natürlich in unserer heißgeliebten Yasukuni Diskussion.

Und damit ihr auch wisst, worum es überhaupt geht, hier einmal die Nationalhymne von Japan (für die unter euch, die Janglisch mögen, schaut mal hier):

Jetzt zum eigentlichen Thema: Wie Kyodo, die japanische Nachrichtenagentur, verlautbahrte (hier le Link zur Breitbart Version), geht es den japanischen Lehrern doch um’s Prinzip. Aber rollen wir die Geschichtsrolle mal von vorne auf: In Tokio war einem 12-er Grüppchen Lehrer eine Wiedereinstellung nach ihrer Pensionierung verweigert worden, da sie während des gemeinsamen Nationalhymnisierens bei Schulzeremonien faul sitzen blieben, statt - wie es sich für einen echten kleinen Prachtjapaner gehört - mit Hand über’m Herzen stehenderweise laut dem Kaiser ein ewiges Reich zu brüllwünschen. Wir erinnern uns: Selbst Obama wurde wegen ähnlichem angepflaumt (und CNN verpasst es nicht, es jeden Tag noch einmal zu erwähnen). Am 7. Februar gab nun das tokioter Bildunsbrett *äh* -ausschuss der Klage der Gesangsfaulen statt und sprach ihnen je 2,1 Mio Yen zu. Damit handelte der Bildungsausschuss übrigens gegen seinen eigenen Beschluss von 2003 beziehungsweise 2006. Die allerdings wollen nun vor das Hohe Gericht ziehen, um einmal offiziell bestätigt zu bekommen, dass diese Art der Behandlung verfassungswidrig ist. Schaun mehr mal, was bei raus kommt.

Hier noch einmal der Text zum Mitgröhlen und eine spontane Übersetzung (wer Fehler findet, darf sie behalten). Mehr Infos gibt es logischerweise auf der Wiki, besonders wenn ihr denn auch noch Englisch könnt.

Kimi ga Yo wa
Chi Yo ni
Yachi Yo ni
Sazare Ishi no
Iwao to narite
Koke no musu made

Herr, deine Herrschaft (Reich, Generation, was auch immer) [soll bestehen]
für Tausend Generationen
für Achttausend Generationen
Bis aus Kieselsteinen
ein Fels entsteht und
darauf Moos wächst    [...mehr]


Autor: Simon

“Kumasaka erhält Preis auf Berlinale!” verlautbart die Japan Today. Naja, ganz so dramatisch ist’s zwar nicht, aber immerhin war die Berlinale trotz der eigens noch einmal in die Minusgrade abgestürzten Witterung kein kompletter Reinfall für Japanfans.

Ich spare mir jetzt das obligatorische, von flickr oder sonstwo geklaute Bild vom Bärchen oder irgendein Fotolein und linke lieber gleich, ohne jegliche kapitalistische Absicht, auf die Preisliste der Berlinale: Klickst du hier. Auf Seite drei erfahren wir dann, dass besagter Kumasaka Izuru zwar keinen Bären gleich welcher Couleur bekommen hat, doch 50.000 Euro Preisgeld sind wohl auch nicht zu verachten. Die hat er nämlich für sein Erstlingswerk “Asyl - Park and Love Hotel” erhalten. Die Hebamme des Films um die Besitzerin eines Love Hotels spielte die Nachwuchs-Förderung des Pia Film Festivals in Japan. Zwar konnten die Kreativen aus dem Land der Kirschblüten dieses Mal nicht an den Erfolg von Chihiro anknüpfen - es lief ja auch kein Anime mit Exotenthematik :P - doch flimmerten immerhin genug japanische Filme über die Leinwänder, als dass man sich beschweren hätte können. Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung des japanrelevanten Filmfutters.    [...mehr]


Autor: Simon

Na gut, diesmal hat Arjuna nicht mit einem Mochi des Grauens gekämpft, es war kein Weihnachten und mich wollte auch niemand mit Horror Schocki vergiften. Stattdessen hat mir meine Freundin japanisches Essen gekocht und vorbeigebracht. Und ich musste nicht mal “Oi meshi!” rufen. :P

Eigentlich geht es mir die ganze Zeit schon ziemlich mies. Nicht, dass ich krank wäre - und eigentlich ist der Uni Stress jetzt auch langsam vorbei und am Abebben. Doch irgendwie bin ich grad in einer post-klausuralen Null-Bock-uff-nix Phase. Wetter doof, Anime Season doof, Kontostand doof, alles doof. Genau da wurde ich von der Macht des Washoku (das ist Japanisch für … “japanisches Essen”) geheilt und zum Guten bekehrt. Nichts ist schöner, als nach getaner Arbeit (und ja, ich war sogar wirklich vorher arbeiten! So richtig, nicht in der Uni Kaffee Latte schlürfenderweise diskutieren) seine Füße in ein nettes, blubberiges Fußbad zu tauchen und dabei hausgemachtes japanisches Essen zu verzehren. Jetzt einfach mal die Fotos (beneidet mich gefälligst):



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Autor: Simon

Damit mein Spice and Wolf Vergleich (hier Teil 1 und Teil 2) einmal zügig zu Ende geht, hier gleich einmal kurz und schmerzlos die nächste Runde. Diesmal geht es um eine Szene während der aberwitzigen Diskussion zwischen Lorenz und Horo.

Gegenwärtiger Stand: Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

5. Trockenfleisch
Während Lorenz noch am Grübeln ist, erspäht Horo das Stück vormoderne BiFi auf dem Boden - unser bärtige Krämer hatte es vor Schreck fallen lassen, als er die nackte Verführung auf seinem Wagen entdeckte - hebt es auf und steckt es in den Mund. Interessant, dass die drei Versionen diese Szene so unterschiedlich interpretieren. Da es nur vier Bilder sind, teile ich sie nicht in Roman, Manga und Anime auf. Ihr seid bestimmt mit genügend Sehkraft ausgestattet, um den Unterschied auch selbst zu erkennen. :P

Roman Hoshiniku S.35Roman Hoshiniku S.36Manga Hoshiniku S.2 (Kapitel 2)Anime Hoshiniku Szene 1

Ich finde es offengestanden ein wenig schwer, sich hier zu entscheiden. Der Roman wittmet der Szene natürlich mehr Raum, sich zu entfalten, der Anime bleibt der Vorlage treu (und wie Horos Schwanz so lustig im Nachthimmel wedelt - einfach nur süß), während der Manga durch diese witzige Abwandlung Horos frechen Charakter eigentlich noch einmal gut betont. Da ich nicht so richtig weiß, was ich besser finde (O.K. ich mag die Animation nicht, aber wir wollen ja halbwegs fair bleiben), gibt es diesmal eine Nullrunde. Also, wie gehabt:

Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

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Autor: Simon

Momentan und gerade noch tobt die Berlinale durch die winterliche Hauptstadt der Kartoffelfresser-Republik und obwohl diesmal kein Ghibli Jagd auf goldige Bären macht, gibt es doch trotzdem einiges zu sehen für Japanfans.

Gesondert vorgestellt wird auf der Berlinale der Regisseur Wakamatsu Koji, will sagen neben seinem neuen Film “United Red Army” lauffen auch frühere Werke, angefangen mit dem 1965ger Schinken “Secrets Behind the Walls”, über die Berliner Leinwände - eigentlich eine gute Idee, denn gerade mit Filmemachern, die Abseits von Hollywood am Schaffen sind, weiß ein internationales Publikum oft überhaupt nichts anzufangen und so fehlt ihm oft nicht nur der kulturelle Zusammenhang, sondern auch der kreative Hintergrund zum brandneuen Hitstreifen. Von Interesse für unsereins war sicherlich auch “Eat and Run - 6 Beautiful Grifters” von Mamoru Oshii - ein Link auf die deutsche Wikipedia Seite wird ihm leider nicht gerecht, denn der Mann hat bei allen möglichen berühmt bis berüchtigten Projekten von “Urusei Yatsura” über “Angel’s Egg” hin zu “Ghost in the Shell” seine Finger mit ihm Spiel - und außerdem “KABEI - Our Mother” von Yamada Yoji (mit Yoshinaga Sayuri, so wurde mir gesagt). Letzteren werd ich einmal vorstellen, wenn ich ihn mir zu Gemüte geführt habe. Sicherlich hätte ich auch einfach letzte Woche ins Kino gehen können. Aber dann hätte ich ja bei der Kälte raus gehen müssen. Geht ja gar nicht an. ;)

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Autor: Simon

Vor einer ganzen Weile hatte ich angefangen, Spice and Wolf aus der Herbststaffel mit sich selbst zu vergleichen. Mein Hauptziel ist dabei übrigens, glaube ich, zu erklären, warum ich den Anime nicht schaue. :P

Gegenwärtiger Stand: Roman: 1 - Manga: 1 - Anime:1

Passend zum Valentinstag gibt es die Szene, in der sich unser 25-jähriger, wie mindestens 40 aussehender Krämer-Held, einen würzigen Wolf anlacht:

4. Das erste Date - Es geschah im sanften Lichte des Vollmondes
Lorenz zieht missmutig aus Pasroe ab und zeigt sich unzufrieden über sein Single-Dasein. Als er sich grad unter den Fellen verkriechen möchte, liegt unter dem Pelzberg ein Mädel, dass erstens schön ist und zweitens nackt. Kaum hat sich unser mittelalterlicher Händler gefragt, ob es sich wohl eher um eine Prostituierte oder doch um ein weggelaufenes Dorfmädel handelt, folgt Horo dem Ruf der Natur. Nein, sie geht nicht für kleine Wölfe, sondern heult den Mond an. Die Szene schreit gerade zu nach gekonntem Fanservice, den einem der Roman natürlich nicht bieten kann. Oder doch? Seht selbst:

Der Roman:
Roman Wolffinden S.31Roman Wolffinden S.32Roman Wolffinden S.33Roman Wolffinden S.34

Der Manga:
Manga Wolffinden S.27Manga Wolffinden S.28-29Manga Wolffinden S.30

Der Anime:
Anime Wolffinden Szene 1Anime Wolffinden Szene 2Anime Wolffinden Szene 3Anime Wolffinden Szene 4

Für mich, muss ich sagen, ist die Sache eindeutig. Der Anime nervt durch “gekonnt” eingesetzte Standbilder, Sparanimation und diesen Fokus - und ach ja, der Sound ging mir auch gegen den Strich. Der Roman hat an dieser Stelle einfach nicht die bunten Bilder, die ich mir für diese Szene gewünscht habe. Daher, und das obwohl ich das Chara-Design von Lorenz nicht mag:

Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

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Autor: Simon

O.K. Ich muss gestehen, ich habe momentan keine Lust. Keine Lust auf plocken, keine Lust auf schreiben generell und vor allem keine Lust auf Montag. Aber zum Glück gibt es ja ein wunderschönes Motivationsvideo: Das Ending Thema von Hataraki Man.

Leider habe ich keine untertitelte Version gefunden - und auf Übersetzen natürlich noch weniger Lust. Ungefährer Inhalt: Arbeite. Arbeit ist toll, beschwer dich nicht, mach einfach. Das perfekte Wort zum Montag.    [...mehr]


Autor: Simon

Japan, das ist das Land der Kirschblüten und des Momiji. Japan, da ist es fast immer schwül bis klebrig - und wenn man richtig Glück hat, nur unerträglich heiß. In Japan, da wachsen Palmen und die Temperaturen trauen sich beinah nicht unter Null. Trotzdem gibt es ihn trotzdem: Schnee in Japan.

Vor einigen Jahren und Jahrzehnten soll er selbst in der Millionenmetropole Tokio noch zur winterlichen Tagesordnung gehört haben, der Schnee. Mittlerweile wurde er größtenteils in die nördlichen Regionen Hokkaidôs oder ins Schneeland, also tief ins Reich der Berg-Götter auf der anderen Seite Japans, verbannt. Doch ein ums andere Mal, wird man selbst in Tokio vom kristallenen Niederschlag überrascht - meist dann freilich, wenn man weder Regenschirm noch Kaputze dabei hat. Da im Winter die Monsun-Saison vorbei ist, bietet sich einem meist ein recht beschauliches Bild, so dass man tatsächlich von leise rieselndem Schnee sprechen kann. Insbesondere auf besagter Nordinsel (Hokkaidô - dem Heimatland der Ramen) ist das Weiß eine Wohltat, denn im Gegensatz zu Deutschland muss man sich nicht mit strengen Minusgraden herumplagen. Da hat auch die Japan Times nur positives zu vermelden: Im Gegensatz zum wintergeplagten China spräche man in Japan von weißen Kirschblüten. Hier ein paar Impressionen:

Wintersport in JapanWinterliche Idylle mitten in JapanHello Kitty im Schnee

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Autor: Simon

Da ich im Winter die Arme verstaucht hatte - ich bekam mitten auf der Straße einen Schwächeanfall und hab mich hingepackt, und zwar nicht einmal, sondern dreimal - habe ich ziemlich lang nichts gekocht. Es sei denn natürlich, Dosen-Öffnen und Mikrowellenknöpfe drücken zählt als Kochen. Meine Genesung habe ich heute mit einer Nudelsuppe gefeiert. Nachdem ich den Plock mit einem Rezept zu Udon angefangen habe, kommt jetzt das asiatische Essen, mit dem wohl schon jeder Mal in Berührung gekommen ist: Ramen.

Ramen - die beliebteste asiatische Nudelsuppe

Ich zeige euch dieses Foto übrigens im vollen Bewusstsein seiner künstlerischen Unzulänglichkeiten und bitte um eure Nachsicht - einen Preis für Food-Design bekomme ich damit nicht. Egal. Wie meine Freundin Yuko immer sagte: “Naka ni haireba onaji.” (Wenn es im Magen ist, ist es gleich. Mein Vater hat einen ähnlichen Spruch drauf, der die Angelegenheit ein wenig später im Verdauungsprozess betrachtet. Aber das ist wohl in einem Rezept fehl am Platze.)

Natürlich gibt es viele Varianten von Ramensuppen. So kann man seine Nudeln in Misosuppe, klarer Brühe oder meinethalben auch in urteutscher Gemüsesuppe genießen - glaubt es oder nicht, letzteres mache ich des Öfteren. Die folgende Bastelanleitung basiert auf dem Rezept aus einem Kochbuch “Japanisch Kochen” von Emi Kazuko, geschickt angewandt auf den gegenwärtigen Inhalt meines Kühlschranks.

Zutaten

  • Ramen (ca. 80g pro Person)
  • Spinat
  • Bohnen (gekocht; Bambussprossen oder ähnliches machen sich natürlich auch sehr gut)
  • Frühlingszwiebeln (ca. 1 Stange pro Person, gehackt)
  • getrocknete Pilze
  • Tofu (ca 1/2 pro Person bzw. 2, wenn ihr Tofu so mögt, wie ich :P)

Suppe

  • ca. 1l Pilzwasser (wenn ihr mehr braucht, streckt das ganze mit Dashi oder Gemüsebrühe; wenn ihr “nur” frische Pilze habt, wird das mit dem Pilzwasser natürlich nix)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • Sojasoße (ca 6-7 EL)

Optional

  • Chillipulver
  • Austernsoße
  • Ei (pro Person eins)

Zubereitung

1. Pilze einweichen. Die Pilze in Wasser ertränken und mindestens eine Stunde ignorieren. Wie gesagt, mindestens - wenn ihr die Pilze einen Tag einweicht, werden sie nicht beleidigt wegrennen. Sprich: Wenn ihr morgens schon wisst, dass ihr zum Mittag- oder Abendessen eingeweichte Pilze braucht, schmeißt sie gleich morgens ins frisch-kalte Nass.

 

Bevor ihr loskocht, müsst ihr die Pilze abgießen (durch ein Sieb) und dabei das Wasser vorm Abguss retten (am besten mit einem Topf unter’m Sieb). Die Pilze sollten dann nach Möglichkeit ein wenig trocknen, während aus dem Wasser die Suppe wird.

Ramenrezept - Pilze abgießen (ja, unter dem Sieb ist ein Topf)

2. Nudeln kochen. Da die Nudeln beim obligatorischen Abspülen eh kalt werden, könnt ihr die ruhig als erstes kochen, während ihr die anderen Zutaten vorbereitet. Die vollständige Anleitung findet ihr beim Udonrezept (die genaue Kochzeit wird sich natürlich unterscheiden, also solltet ihr mal einen genaueren Blick auf die Verpackung schmeißen).

Ramen aus’m Asialaden - das hier ist das Billigste, was wo gibt. Frisch (?) aus China. Es steht euch natürlich frei, teure Ramen im Feinkostladen zu kaufen.Ramen - Nudeln in’ Topf schmeißenRamen fertig im Spaghettisieb (wenn ihr sowas nicht habt, tut’s auch ein stink-normales Plastesieb)

3. Für die Suppe müsst ihr den Knoblauch und den Ingwer schälen und dann “andrücken”, damit der Geschmack auch wirklich vom Stück Wurzel in die Suppe gelangt. Das ganze kommt dann in’s Pilzwasser (bzw. das Pilzwasser in den Topf, so wie bei mir auf den Fotos) und wird aufgekocht. Dann könnt ihr entweder ganz tolle Meisterköche sein und die Knoblauch- und Ingwerstücken wieder rausfischen, oder aber das ganze als weitere Suppenbeilage betrachten (da das ganze natürlich mitgekocht wird, schmeckt es eigentlich ganz gut). Dann fügt ihr noch die Sojasoße hinzu. Ich habe noch ein wenig mit Austernsoße (weniger japanisch geht’s nicht mehr, aber Ramen ist ja eigentlich auch chinesisch) und Mirin nachgeholfen. Vor dem Schaum braucht ihr übrigens keine Angst haben - das hat Pilzwasser so an sich.

Ramenrezept - Knoblauch und Ingwer schälenRamenrezept - Knoblauch andrückenRamenrezept - Knoblauch andrücken - perfekter Stressabbau *Attacke*
Ramenrezept - Brühe aufkochen
4. Die Pilze und die Bohnen ein wenig abtropfen lassen und anbraten - wenn die Suppe nachher wirklich schön aussehen soll, dann am besten getrennt, sonst ist das Resultat so einen Pott, wie auf dem ersten Foto. Die Pilze könnt ihr natürlich auch einkochen wie im Udonrezept. Wenn ihr frischen Tofu habt, schmeckt er auch nicht unbedingt schlechter, wenn ihr ihm auch noch eine Weile Feuer unterm Hintern macht. Da Gebratenes prinzipiell besser schmeckt, als Gekochtes, habe ich übrigens auch noch einmal die Nudeln mit in die Pfanne geworfen (das Resultat wäre dann wohl Yakisoba, bzw. -ramen, aber das Rezept gibt es im Sommer, zur Hanabi-Zeit).
Ramenrezept - Bohnen kochen und dann abtropfen lassenRamenrezept - Bohnen und Pilze anbraten (das ganze ist bei mir so braun, weil ich auch hier Austernsoße draufgetan hab)
5. Jetzt müsst ihr nur noch auf dem Tofu und den Zwiebeln ein wenig rumhacken. Ich hatte diesmal Dank einer Lebensmittelspende (thx @Lena :)) Räuchertofu und habe den Sojabohnenkäse deshalb nicht weiter misshandelt (ansonsten hilft Braten oder Frittieren immer). Da mein Spinat diesmal à la TK war, habe ich ihn mit der Brühe aufgekocht. Wie man’s richtig macht, steht im Udonrezept. Außerdem könnt ihr euch zusätzlich noch ein Ei antun: Entweder gekocht und halbiert, gebraten und in Streifen geschnitten wie im Udonrezept, oder aber in Streifen geschnittene Überreste einer Eierrolle (falls euch eine misglückt, machen sich die Eierfetzen immer gut als Ramenzusatz).

Ramenrezept - RäuchertofuRamenrezept - Räuchertofu getötet und zerstückeltRamenrezept - feingehackte Zwiebeln
6. Zum Schluss wird das ganze kombiniert, d.h. ihr gebt die Nudeln und dann die Suppe in einen Topf, bevor ihr das ganze mehr oder minder kunstfertig mit den restlichen Zutaten garniert. Darüber streut die Genießer noch ein wenig (oder je nach Geschmack ein wenig mehr) Chilli-pulver. Wenn die einzelnen Zutaten zu fad sind, kann man sich auch gut einzeln aus der Suppe fischen und in verdünnte Austernsoße (oder Sojasoße mit Chilli) dippen.

Ramenrezept - fertige Suppe (das ist auf meinem Fensterbrett, extra für’s Foto)
Und ja: Man kann auch Schweinesteaks, Saumägen und sonstige Leichenteile in die Suppe tun. In Ramen passt prinzipiell alles, was in eurer Küche so an Essbarem rumfleucht, so lange es nicht ausgerechnet süß ist. Guten Appetit.    [...mehr]


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