Beiträge vom: März, 2008

Autor: Simon

Gerade eben habe ich noch in einem Kommentar zu Winter in Japan Teil 2 versprochen, noch ein wenig zum japanischen Winter zu schreiben. Immerhin habe ich das Yukimatsuri noch mit keinem Wort erwähnt und hier und da gibt es an kalten japanischen Wintertagen noch das ein oder andere nette Lichterfest, über das es sich lohnt, ein paar Worte zu verlieren. Doch aus aktuellem Anlass wird es jetzt erst einmal ein wenig frühlingshaft.

Am letzten Sonntag, während es hier hagelte und schneite, begann in Tokio ein wenig verfrüht der Frühling: Sechs Tage vor ihrem üblichen Termin begannen sich die Kirschbäume in Tokio und Shizuoka in ihrer pink-weißen Herrlichkeit zu zeigen. Erst zum vierten Mal seit der Wetteraufzeichnung beginnt die Kirschblüte damit in der Hauptstadt - meist sind es eher die südlicheren Gebiete, die sich zuerst im Blütenkleid zeigen. Schuld ist ein Hochdruckgebiet, welches Japan am Wochenende mildes Wetter und Sonnenschein bescherte. So öffneten sich die ersten Blüten zaghaft vor einer Woche - mittlerweile sieht es in Japan aus, wie in einem schmalzigen Shôjo-Manga. Wem das zuviel Romantik auf einmal ist, der kann es machen, wie die Japaner und sich mit Sake und Co. zuschütten. :P Im Übrigen wurden die Kirschblüten um den Yasukuni als Beispiel für die Nation auserwählt. Daher jetzt ein paar Bilder von der Kirschblüte am Yasukuni - freilich nicht aus diesem Jahr, aber das werdet ihr wohl verkraften können. ;)

Quelle: Japan Times




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Autor: Simon

Wie schon im letzten Monat (Tagebuch für Arme 4) versprochen, kommt hier nach dem Rezept für Shôga Gohan das Rezept für Aubergine in Miso. Das ganze sieht eher nach einem indischen Gericht (d.h. wie schon mal gegessen) aus, passt aber perfekt in jedes japanische Menü und ist auch noch leicht, schnell und kostengünstig herzustellen.

Aubergine in Miso

Zutaten:
- 1 Aubergine
- Salatöl (= was auch immer an Öl grad da is)
- 1 EL Miso
- 1 Tasse Dashi/ Brühe

1. Aubergine schneiden. Da die Stücke beim andünsten zusammenfallen, solltet ihr wie hier gezeigt etwas größere Stücke schneiden.

Aubergine schneiden 1

Aubergine schneiden 2

2. Die Aubergine eine Weile in eisigem Wasser ertränken und ca. 20 Minuten ignorieren. Da euer japanisches Festmahl idealerweise aus mehreren kleinen Gerichten besteht, ist dies der Zeitpunkt, sich erst mal um den Reis/ das Konyaku/ den Spinat oder sonstwas zu kümmern.

Stirb, du Gemüse, du!

3. Jetzt heißt es, den Auberginenstückchen Feuer unterm Hintern zu machen. Einfach in Öl anbraten (idealerweise soll das ganze frittieren - will sagen nehmt lieber zu viel Öl, als zu wenig, wenn ihr nicht grad auf Diät seid).

Ab in die Pfanne

4. Wenn die Auberginen schön angekokelt (oder auf Rezeptbuch-Deutsch “gold-braun”) sind, gebt die Tasse Dashi und das Miso dazu. Jetzt muss das ganze nur noch auf kleiner Flamme einziehen und fertig ist die Sättigungsbeilage. :>

Dashi zu den Auberginen geben

Miso an die Aubergine tun



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Autor: Simon

Lang, lang is’ her. Momentan bin ich grad ein wenig präokkupiert mit meinen neuen Videogames - wobei, eigentlich nicht denen, sondern meinem Star Ocean - First Departure für die PSP. Nachdem ich dort grad den Heldentod gestorben bin, habe ich mich dazu entschlossen, mal wieder ein wenig am realen Leben teilzuhaben.

Als erstes möchte ich euch mal darauf hinweisen, dass momentan von der Nintendo Seite umsonst Spiele heruntergeladen werden können. Natürlich nicht irgendwelche Spiele, sonderen die Kreationen eines Workshops, und das auch nur über den W-Lan Anschluss. 2007 hatte Ninty ein Seminar für junge Kreative in Tokio gehalten. Das Ziel des ganzen war es, unter Anwendung aller brav gepaukten Design-Prinzipien ein wirkliches Spiel zu erschaffen. Vier Teams haben jeweils ein Game fabriziert, die jetzt nach einander heruntergeladen werden können.

nandemo mokokoya-san

Als erstes ist vom 13.3. bis zum 26. ein rakugaki- bzw. ôkami-ähnliches Male-Adventure Nandemo Mokokoya-san zu bekommen. Der Rosa-Button der VorstellungsHP bringt euch zum Downloadcenter. Weiter habe ich das ganze auch noch nicht ausprobiert, weil ich erst mal in die Reichweite eines W-Lan Portes kommen muss. Aber was nicht is, kann baldig werden. Ich warte gespannt auf eure Spieleberichterstattungen. :)

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Autor: Simon

Oder zumindest können sie öfters. Schenkt man dem japanischen Online Magazin R25 Glauben (hier der entsprechende Artikel), sind die meisten Blogs der Welt in japanischer Sprache verfasst!

Zwar sind laut der UN ungefähr 80% aller Internetinhalte auf Englisch verfasst (und ja, ich zusammenfass-übersetze jetzt grad nur den japanischen Artikel :P), doch haben sich die Japaner beim Blogger-Kuchen ganze 37% abschneiden können. Man muss dazu sagen, dass diese Zahlen das Jahr 2006 betreffen - oh, und davon auch nur das vierte Quartel, *hm* und Englisch folgt mit 36% Prozent unserem liebsten Linguisten-Foltermittel auf dem Fuß. Trotzdem ist dies natürlich beeindruckend. Der liebe Herr von und zu Altfluss von SHOOTI (nein! Die stellen offenbar Blog-Artikel u.ä. vor) führt dies sogleich darauf zurück, dass Japan ja eine Tagebuch Kultur sei. Wie schön, dass ich auch einen Nikki Tag im diesem meinem Plock habe. Macht mich das zum Japaner?

Wie dem auch sei, sind rund 80% aller japanischer Blogs Tagebücher, während europäische Blogs eher auf amateur-journalistische Art und Weise die News wiederkäuen (also das, was ich grad hier mache :P). Dies würde gut zum japanischen Charakter passen, denn Japaner möchten zwar einerseits nichts von sich preisgeben, sich aber andererseits gerne mitteilen. Aus dem gleichen Grund sollen Japaner auch immer so fleißig Leserbriefe geschrieben haben (ich glaube, es liest wohl eher daran, dass die vorgedruckten Postkarten in Japan umsonst verschickt werden können und man dafür auch noch nette Preise einheimsen kann). Perfekt für das Internet, welches jedermanns Privatsphäre auf ein Millionenpublikum erweitert und einem ermöglicht, seine Anonymität genau soweit aufzugeben, wie man möchte. Ein weiterer Grund für den Posting-Wahn der Japaner sei auch die Verbreitung von mobilen Blogs, als jenen, die via Handy befüllt werden. Damit lässt sich prima die dreistündige Bahnfahrt zu Schule oder Arbeit überbrücken.

Japanisch die neue Weltsprache! Deutsch taucht in der Statistik übrigens gar nicht erst auf. Auch sehr schön. ^-^; Immerhin sind wir bei den Wikipedia Einträgen ganz vorn mit dabei.    [...mehr]


Autor: Simon

Yep, sorry, ich hab meine Gewürzwolf Phase immer noch nicht überwunden. Während Horo letztes Mal zum Wolf mutiert ist, geht es diesmal darum, wie sie neue Kleider bekommt.

Bisheriger Stand: Roman: 3 - Manga: 2 - Anime:1

Die Szene ist relativ simpel. Horo ist nun mal trotz aller Wolfigkeit doch nur ein Mädchen und so macht sie sich beim Fahrtantritt erst mal über Lorenz’ feinste Sonntagskleider her. Ein echter Shibuya Wolf, sozusagen. Modisch anpassen möchte sie die Klamotten am liebesten auch noch: Mit einem Loch für ihren Schwanz - doch da macht Lori nicht mit. Süß ist die Szene trotzdem. Im Roman wird noch erklärt, wie Lorenz eine Ewigkeit auf diese Kleider sparen musste und dann war’s das auch schon. Kurz und schmerzlos deswegen auch der Vergleich:

8. Des Wolfes neue Kleider
Roman
Roman Neue Kleider S.64Roman Neue Kleider S.65Roman Neue Kleider S.66
Manga
Manga Neue Kleider S.28Manga Neue Kleider S.29
Anime
Anime Neue Kleider Szene 1

Ja, im Anime, welches eigentlich _das_ visuelle Medium ist, bekommen wir keine sich fröhlich drehende Horo, nix süßes, nix lustiges, sondern einen schlichten Kamera-pan über ihre Klamotten. Ich bin vollends entgeistert. Buh! Mir ist klar, dass bei TV Animation gespart werden muss - normalerweise fällt es mir halt nur nicht auf, da ich kein Original daneben leg und vergleiche. Nicht schön. Der Roman bietet mehr Details und sogar eine nette Illu, während der Manga vom Chara-Design her zwar nur den Roman kopiert, aber durch die Wahl einer interessanteren Perspektive dasselbe Bild dynamischer gestaltet. Auch die Bildchen mit Horo und ihrem Schwänzchen geben dem ganzen noch eine gehörige Extra-Portion Kawaii-Faktor. Deshalb Punkt and Manga und Roman und für den Anime ein Tritt in den Allerwertesten.

Roman: 4 - Manga: 3 - Anime:1

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Autor: Simon

Tokio ist nicht nur Asiens wichtigste Metropole (falls sich jemand noch an den Plock Eintrag vom 4. Januar erinnern möge), sondern auch die größte. Und zwar nicht nur von Asien, sondern gleich von der ganzen Welt. Nicht kleckern, klotzen.

Wie uns der Spreeathlet im Kommentar zum Shinjuku Artikel informierte, soll die chinesische Stadt Chongging ja nunmehr die größte Stadt der Welt sein. Das liegt allerdings hauptsächlich daran, dass die Stadtverwaltung dort grad mal eben die Stadtgrenzen neu gezogen hat. ^-^; Mit ein bisschen über 30 Mio - evtl. sogar 35, ist es allerdings sowieso kleiner als der Großraum Tokio. Man mag zwar (besonders ick als Berliner, wo es soetwas wie einen Großraum gar nicht gibt) nun darauf hinweisen, dass Großräume nicht so richtig zählen, nur kann man in Japan bei Yokohama, Chiba und vor allem Orten wie Kawasaki wirklich nur bedingt von eigenständigen Städten sprechen. Tokio hat schlicht keine andere Möglichkeit, als auszuufern und die anderen Städte “aufzufressen”.    [...mehr]