Beiträge vom: Juni, 2008

Autor: Simon

Nein. Wer bei Google “Camp Berlin” eingibt, stößt recht bald auf die Wegbeschreibung nach “Sachsenhausen” - und damit ist jetzt kein Kneipenviertel in hässlichen Mainkäffern gemeint. Hier allerdings ist die Rede von einer Ausstellung. Einer, über die ich bereits im Februar schreiben wollte, aber ihr wisst ja wie das ist: Das Leben, die liebe Arbeit, das Studium und die Katze … blabla. Hier jedenfalls der langersehnte (*hüstl*) Bericht:

CAMP Berlin

Das C.A.M.P. (Contemporary Art Migration Project) Berlin war, wie erwähnt, eine Ausstellung, die zwischen dem 2. und 10. Februar 2008 junge Künstler der Kunsthochschulen Hiroshima und Weißensee (Berlin) dem Proletenpublikum präsentierte. Proleten? Das ganze fand statt in der ehemaligen Zentralwerkstatt der BVG (Berliner Verkehrsge*äh*sellschaft oder so; zuständig für öffentlichen Verkehr. Nein. So mit Bussen und Bahnen), mitten im Wedding. Der Wedding aus “Der rote Wedding marschiert”, das größte türkische Ansiedlungsgebiet nach Izmir (und vorm Emirat Kreuzberg) und zufällig meine Klanheimat - und ja, Pfirsiche hat’s hier auch.

Das Contemporary Art Migration Project fand eigentlich ziemlich weit weg vom Brandenburger Tor statt.

Aber genug der Vorrede: Eine Übersicht der Künstler und eine (im Gegensatz zu meinem Freizeitgeschwafel) intelligente Vorstellung gibt es hier und für alle, die des Englischen mächtig sind, eine offizielle Homepage sowie ein nettes Review hier. Leider habe ich die Häppchenausgabe am Eröffnungstag verpasst, doch dafür hatte ich dann Futter für die Augen. Hier ein paar Impressionen, aufgeheitert durch mein beeindruckendes Kunstverständnis:

valise et cerise oder so

Camp = Zeltlager

Ein zentraler Punkt der Ausstellung waren die Reisetips. Die japanischen Künstler dachten ganz romantisch an eine Grasmatte unterm Kirschblütenbaum, während uns Wessis ganz praktisch Zelte mitbrachten.

Ich hab noch einen Koffer

Der Koffer ist wahrscheinlich in Berlin geblieben.    [...mehr]


Autor: Simon

Mittlerweile warte ich seit Freitag Mittag verzweifelt darauf, dass die nächste Episode von Around 40 … zugänglich wird. Aus purer Frustration ist mir aufgegangen, dass ich noch gar nichts über diese Serie geschrieben habe und das obwohl die Frühlingsstaffel 2008 sich dem Ende zuneigt (Toshokan Sensô, Itazura no Kiss, Allison und andere J-Dramen und Anime laufen natürlich weiter).

Around 40

Die 11-teilige Serie “Around 40″ wird jeden Freitag auf TBS ausgestrahlt. Wie der Titel schon sagt, geht es um Leute um die 40 und da es ein Drama ist, natürlich vor allem um Weibliche:

Die drei Herzdamen

Ogata Satoko (in der Mitte) ist 39, Psyaterin und zum Leidwesen ihrer Eltern und ihres jüngeren Bruders noch Single. Ihre Schulfreundin Takeuchi Mize (links) hingegen ist verheiratet mit Kind, hat dafür aber seit der Hochzeit das Haus nur zum Einkaufen verlassen (will sagen, sie ist Hausfrau). Morimura Nao ist mit 35 das Nesthäkchen des Trios und hat sich geschworen, nie zu heiraten - sie, ganz Karrierefrau, kann’s nämlich auch so packen. Glaubt sie zumindest. Mit von der Partie sind außerdem der Koch Ohashi “Ma-kun” Sadao, Mizues Alter, sowie der Ökofreak Okamura Keitaro.

Frauengespräche

Ganz abgesehen davon, dass es natürlich mal wieder darum geht, wer mit wem und wer nun nicht, stellt das Drama zwischendurch so einige wichtige Fragen: Was ist eigentlich Glück? Heiraten und Kinderkriegen? Erfolg im Beruf? Die Welt Verbessern? Allzu oft scheint das Urteil anderer wichtiger und so redet man sich oft das Unglück ein, wo keins ist. Es macht Spaß, den Damen und Herren dabei zuzusehen, “erst” um die 40 ihren Lebensweg zu finden. Schön auch der Opening Song, der einem rät: “Wenn der Rasen in Nachbars Garten grüner ist, dann pflanz doch dort ein Blümchen!” Ich freu mich jedes Mal, wenn ich’s hör. ^_^;

Ja, es spielt in Tokio

Für alle, die es jetzt nicht verstanden haben: Wer Ruhigeres, Slice-of-life-igeres mit RL Touch, nettem Humor und durchaus ernsten Grundthemen sucht, ist hier richtig. Action-Fans greifen zu Keitai Sousakan 7.    [...mehr]


Autor: Simon

Eben haben wir uns noch über mangelnde Gleichberechtigung beklagt (Frauen und Gleichberechtigung in Japan), schon haben Forscher herausgefunden: Den Japanerinnen stinken ihre Männer, zumindest laut einem N-TV Artikel (hier zu lesen).

Ein Viertel aller Japanerinnen waschen die Klamotten ihrer werten Gatten getrennt, da sie der Duft besagter Kleidung stören würde. Sehr schön. Eigentlich ist das Waschen doch dazu da, den Geruch herauszu… naja, waschen eben, oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden? Ich versteh zwar noch, dass käsige Socken abtörnen, aber Kopfkissenbezüge? Wie wenig muss man jemanden leiden können, damit er einem so sehr stinkt? ^_^; Vielleicht liegt’s auch daran, dass Japaner - zumindest meinen Erfahrungen nach - eher mit kaltem Wasser waschen. Da macht’s sich natürlich schwer mit der Geruchtilgung.

thx@spreeathlet    [...mehr]


Autor: Simon

Buchumschläge aus Japan und wie man sie benutzt. So haltet ihr eure Sammlung staub- und knickfrei! :)

Bücher kaufen ist was feines - sie zu lesen oder gar länger aufzubewahren artet oft in einem Trauerspiel aus, denn das liebe Altpapier staubt schnell ein, knickt und reißt. Da hilft nur eins: Einschlagen. Leider sieht das ganze wenig sexy aus und außerdem haben Buchumschläge prinzipiell immer die falsche Größe. Die Leseweltmeister unserer Lieblingsinselgruppe haben daher die standardisierten Klarsicht-Umschläge erdacht. Zum Preis von circa 1 Euro für 10 Umschläge (bzw. umsonst, wenn man bei Animate kauft), bekommt man so ein nettes Tütchen:

Mangatüten

Die praktischen Plastikkondome für Romane, Manga und Co. gibt es in der Standart-Roman- (japanische Romane sind kleiner als unsere; Light-Novel haben diese Größe) und Tankôbon-größe (damit könnte ihr die meisten hier erscheinenden Manga einschlagen; v.a. Shônen- und Shôjo-Manga haben diese Größe). Außerdem auch in B6, A5 und A4. Hier mal ein Beispiel, was man nicht so alles einschlagen kann (das einzige “nackte” Buch ist das Hardcover in der Mitte):

eingeschlagene Bücher

Für alle Überzeugten hier eine Bilderstrecke zum Einschlagvorgang (die Anleitung ist natürlich auf Japanisch). Falls ihr noch Fragen habt, bitte sehr. :)




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Autor: Simon

Ja, ich habe lange lange nichts geschrieben. Spaßige Konferenzen, Freizeitprojekte (will heißen Arbeit), Uni und last but not least das (reale) Leben haben mich rund um die Uhr auf Trab gehalten. Aufgegeben habe ich LifeinJapan deswegen aber nicht, also zu früh gefreut. :P Zur Feier des Tages erzähl ich euch, wovon ich mich in der Zeit ernährt hab.

Instant Ramen aus Korea (angeblich scharf)

Sie ist die treue Gefährtin eines jeden Geringverdieners bzw. Bafoeg-Empfängers: Die Instant-Ramen. Trockennudelsuppe FTW! Oben seht ihr eine koreanische Luxusausgabe, die mehr als die standardisierten 50 Cent kostet - dafür wird man auch satt davon.

Instant Ramen - gelber Klotz Kohlenhydrate

Leider ist der Nährwert des Zeuchs genauso, wie es aussieht. Ein großer, gelber Klotz Kohlenhydrate. Dazu fettige Soße und wenn man Glück hat, ein paar vertrocknete Gemüseüberreste. Lecker. Das will nicht mal mein Kater.

Not fit for …

Zum Glück kann man seine Ramen aber auch aufmotzen. Hier eine Liste von empfohlenen Zutaten:

- Für die Eiligen eignen sich vorgekochte Pilze besonders gut. Einfach zusammen mit den Nudeln ins Wasser und freuen. Noch besser sind natürlich Shiitake (für die Zubereitung s. Kitsune Udon).

Pilze

- Tofu (bzw. beliegige Leichenteile in allen Variationen, meinethalben auch in Darm verpackt) schmeckt sowohl roh, als auch gebraten. In Asiat-Läden gibt es oft auch speziellen vorfrittierten Tofu und in Bioläden sind mir bereits Räuchertofu untergekommen. Passt alles (natürlich nicht alles auf einmal).

- Frühlingszwiebeln in kleine Ringe geschnitten (erst nachher drüberstreuen), wie auch bei Udon und Ramen.

- Kleingeschnittenes Bratei (s. Kitsune Udon).

- Spinat, gekocht wie in Spinat mit Sesam.

- Frischer Knoblauch (vorher im Topf angebraten).

Für weitere Tipps und Vorschläge bin ich natürlich dankbar. :)

Suppe mit dem gewissen mehr

Wenn man übrigens alles richtig macht, sieht man danach Gott (seht ihr das Kreuz? ES ist ein Zeichen! ;)) …

Zeichen und Wunder

Wenn nicht, kann man’s auch gleich lassen und Fastfood von “den anderen Asiaten” essen (für alle Inselbewohner sollte man hinzufügen, dass es das auch im Don-Ki gibt!):

Indisches Fastfood

Zum Wohle!

Viel Spaß mit Ramen

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