Anime Herbst 2007 Teil 1

Wie angedroht ein paar Quickies hier und jetzt sofort. Wenn ich mir eine Serie weiter anschaue, gibt es am Ende der Staffel ein richtiges Review.

Dragonaut – Za Rezonansu
„Das sieht aus wie bei Stellvia.“ Das war mein erster Gedanke. Mein zweiter war: „Wo gibt’s die nächste Folge?“ Ja, ich mag Action. Und Sci-Fi. Und Sci-Fi-Action besonders. Kamishina, der einzige Überlebende eines Busunglücks (war ein wenig wie Planetes meets Stellvia), wird Zeuge eines Mordes. Als er auch grad auf dem besten Weg ist, das nächste Opfer zu werden, wird er von einem pinkhaarigen Mädel gerettet. Daraufhin wird er ein Dragonaut, der die Erde vor dem bösen Asteroiden Thanatos beschützen muss. Animation (Gonzo) is gut, OST is OK, Story hört sich momentan interessant an. Nuff said.
Fazit: Nein, ich fang jetzt nicht an, in Lebensmittelmetaphern zu reden. Ich mag auch gar kein‘ Kuchen. Dragonaut dafür schon. Is nett. Schaun mer mal.
HP: http://www.dragonaut.com/index.html

Shinreigari – Ghost Hound
3D Wald. Kein schöner 3D Wald. Die Fliege. *waaaaaaaah * die Fliege! Komori hat jede Nacht denselben Traum und jeden Morgen danach führt er brav per Voice Recorder Traumtagebuch. Zehn Jahre zuvor wurde er mit seiner Schwester entführt und offenbar in einen Brunnen gesperrt. So muss sich Sadako gefühlt haben. Die (offenbar lebendige?, aber irgendwie gestörte) Schwester könnte in der Realverfilmung auch von Nakama Yukie gespielt werden… Mysteriös sind allerdings nicht nur die Träume, die den armen Jungen mittlerweile auch tagsüber ereilen, sondern auch der schweigsame Ôgami, der Austauschschüler Nakajima und Komoris neuer Therapeut, der mir ein wenig suspekt ist. Ach ja, das ganze ist eine Kollaboration von Shirow und Production IG, das Script stammt von Konaka Chiaki und Regie führt Nakamura Ryûtarô. Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
Fazit: Ich möchte wissen, wie die Fliege heißt und ob sie noch zu haben ist.
HP: http://www.ghosthound.tv/

Shugo Chara – Power Puff Moon
Ihr sucht nach dem nächsten Now and Then, Here and There? Mit bissiger Sozialkritik à la NieA_7? Sucht nicht weiter. Sondern schaltet alle Fernseher und Monitore aus und verkraucht euch unterm nächstgelegenen Tisch. Sonst findet euch euer persönlicher Schutzgeist aus dem Ei und verwandelt euch in ein pinkes… Chara… mit Loose Socks. Aber von vorn das ganze: Bunny Tsukino hat ein Problem: Sie steht total auf Mah-Ô, der aber lieber mit seinem besten Kumpel Shao-Lan abhängt und sie für Amakatsuka Megumi hält. Natürlich leidet sie auch sehr darunter, von allen wie Tenjô Utena verehrt zu werden. Zu allem Überfluss, wird sie von drei Angel Eggs überfallen, aus denen die Power Puff Girls schlüpfen, um ihr ihm Kampf gegen den bösen Sohn von Mamoru und Luna beizustehen… Ach ja, Mahô Sensei Negima kommt später auch noch. Herrlich. Oder kurzgesagt: Amüsantes Magical Girl Mischmasch. Ich habe gut gelacht, wenn auch meist ob der eher unfreiwilligen Komik („all kids holds [sic] an egg in their soul, the egg of our hearts, our would-be selves, yet unseen“tte?!!!) und mich in der Tat unterhalten gefühlt. Mehr als eine Folge am Tag dürfte jedoch das cerebrale Gleichgewicht eines jeden Nicht-Shibuya-Girls gefährden.
Fazit: Wie sagt die Heldin (Amu oder so?) am Ende der ersten Folge noch gleich? „Wenn ihr nix besseres zu tun habt, könnt ihr es euch ja anschauen.“
HP: http://shugo-chara.com/

Moyashimon – I see dead… äh… bacteria.
Ja. Es ist innovativ. Es ist definitiv interessant. Es ist… faszinierend *augenbraue hochzieh*. Sawaki Tadayasu (Tadayasu? hört sich an wie nen verfluchter Samurai oder so) kann seit frühester Jugend Bazillen sehen, sich mit ihnen unterhalten und mit ihnen spielen. Da er nun meint, auf dem Land gäbe es besonders viele davon, tut er alles, um seinem dörflichen Kaff zu entfliehen und nach Tokio zu klettern. Dumm gelaufen, denn weniger Bakterien sieht er da auch nicht. Ganz im Gegenteil: Denn gleich am Anfang seiner Studikarriere an der Landwirtschaftsuni findet er eine verweste Leiche. Yep. Das ganze ist spannend, wenn’s auch nichts mit Mord und Mysterie am Strohhut hat. Tadayasus Fähigkeiten sind schlichtweg so verrückt im (positiven Sinne), dass es Spaß macht, ihm beim konversieren mit Krankheitserregern und Co. zuzuschauen. Besonders süß fand ich es, wie er die japanischen Yoghurt-Kulturen von den Amerikanischen unterschied…
Fazit: Anschauen, sonst glaubt man’s nicht.
HP: http://www.kamosuzo.tv/top.html

Kodomo no Jikan – Kodomo no Chikan?
Ich könnte jetzt wie jeder andere auch behaupten, ich hätte das ganze zuerst für eine Loli-Chose gehalten und dann aber gemerkt, dass doch ernsteres dahinter steckt. Aber wozu lügen? Mir wurde gesagt, dies sei ein Manga/ Anime, den man sich unbedingt geben müsste und so holte ich mir also eine (Folge) runter und schaute mal. Offengestanden ist mir beim Anblick von Kindern, die entweder Angst haben, mit erwachsenen Männern auch nur in einem Zimmer zu sein – oder gleich der Meinung sind, die würden Unterhöschen sehen wollen – das Mochi im Hals stecken geblieben. Den seicht-fröhlichen Loli-„Humor“ suche ich noch. Ich war eigentlich ziemlich… betrübt. Wenn das ganze später ernst werden soll, geh ich noch emo. Aber immerhin sind die OP und ED Lieder echt witzig. Beim Anschauen des letzteren hatte ich eine Vision von tanzenden Männern beim AM Quiz. Hey, dazu lässt es sich doch bestimmt gut schuhplattlern. Übt schon mal. 😛
Fazit: Ja, ich schau mir das irgendwann weiter an. Aber nur, wenn ich grad so rundum glücklich bin, dass mir nix mehr den Tag vermiesen kann.
HP: http://www.kojika-anime.com/

Prism Ark – Schwertschwing-äktschon
Österreich und das osmanische Reich… nein warte… wie war das doch gleich? Eigentlich auch egal. Ein ganz doller Ritter und eine Zauberin (? egal) bekämpfen die böse Macht, die ihre Heimat zerstört hat. Oh, und sie lieben sich seit ihrer Kindheit. Und das Mädel hat nen Bruder, der aber dann gestorben ist und sie musste ihm versprechen, ganz stark und mutig zu werden. Wahnsinn. Interessant fand ich, dass die Vorgeschichte als Rückblenden zwischen dem eigentlichen Endkampf erzählt wurde. Noch vor gar nicht allzu grauer Vorzeit war das mal eine super-duper kreative Schnitt- bzw. Erzähltechnik, die ich eigentlich nicht in einem kleinen Sinnlosstreifen wie dem hier erwartet hätte. Naja, vielleicht wird die Serie ja auch noch irgendwann spannend? Ja, die Artwork aus dem Originalspiel war mal nett. Das macht’s auch nicht besser.
Fazit: Ja, aber nein. Ich war nicht amüsiert (weder durch beabsichtigte, noch unfreiwillige Komik), es war nicht spannend und kreativ war’s auch nicht. Nö.
HP: http://www.p-ark.tv/

Sketchbook – Langeweile mal anders
Es ist nicht so, dass ich etwas gegen Serien hätte, in denen nichts passiert. Von Aria verschlinge ich zumindest das Manga regelmäßig. Vielleicht ist das Manga von Sketchbook ja auch gut. Die Serie ist mir zumindest während der ersten Episode ziemlich gegen den Strich gegangen: Mädel will Katze zeichnen, Katze rennt weg. Mädel bekommt in der Schule die Aufgabe, zu malen, was ihr momentan am Herzen liegt. Sie latscht mit ihren Freundinnen durch die Landschaft, folgt einem Käfer und findet einer nette Aussicht, von der aus man einer überdimensionalen ARIA-Katze beim Maneki-nekon (Winken) zuschauen kann. OK. Nett. Man kann toll bei sticken. An sich ist das ganze ja recht harmlos, aber ich hab davon Kopfschmerzen bekommen. Mal sehen, ob die nächste Folge meine Gehirnwindungen auch so anfrisst…
Fazit: Ne Folge oder zwei geb‘ ich dem noch. Besonders zu empfehlen für Fans von heißer Action übrigens. *hüstl*
HP: http://www.sketch-full.net/

Bamboo Blade – Bambuslatten und Sushibuffets
Yippie. Kleines, braunäugiges Blondie macht Kendô. Identifikationsmöglichkeit: check. Ein verfressener Kendôlehrer wettet mit seinem alten Schulkumpel, dass er eine Kendô-Damen-Mannschaft aufstellen, die dem Kumpel seine besiegen wird. Nun muss er bis auf besagtes Blondie erst mal sein Team an schwertschwingenden Samuraidamen zusammensammeln. Bis dahin hört sich das ganze ein wenig nach Prinzessin Nina an, allerdings ist die Motivation eine andere: Wenn er gewinnt, darf er sich beim Sushiladen vom Vater seines Sempai ein Jahr lang umsonst vollfressen. Endlich mal was, was ich nachvollziehen kann statt dieses ganze Emanzipationsgeplänkel immer. Sympathisch und amüsant ist dabei, dass sich die Macher durchaus bewusst sind, dass sie hiermit ein wenig in die kreative Kloschüssel gegriffen haben. So nehmen sie’s dann mit Humor und ich hatte beim Zuschauen trotz der gegen unendlich tendierenden Anzahl von Sport- und Samuraianime-Vorgängern einfach mal Spass.
Fazit: Schau ich weiter.
HP: http://www.bambooblade.jp/pc/