Bubble Fiction: Boom or Bust – Bubble e Go!

Wer genug von J-Drama und Anime aus der Frühlingsstaffel hat, der muss trotzdem nicht unbedingt auf sein J-Entertainment verzichten, denn es gibt ja auch noch Filme (und Games, aber davon mal abgesehen :P). Bubble e Go! zum Beispiel ist ein netter Streifen des vergangenen Jahres, bei dem ich mich köstlich amüsiert hab. Deshalb hier eine kurze Vorstellung.

Die eigentliche Story ist an und für sich nur bedingt kreativ: Mariko Tanaka (Yakushima Hiroko), eine Erfinderin und Single-Mama, erdenkt aus Versehen eine Zeitmaschine und reist so ins Jahr 1990 zurück, um die japanische Wirtschaftskrise zu verhindern. Leider geht sie dort verschütt und so schickt ihr die Regierung, personifiziert von Isao Shimokawaji (Abe Hiroshi, s. Dragon Zakura), das Töchterchen Mayumi (Hirosue Ryoko) hinterher. Es folgen die üblichen Irrungen und Wirrungen, die jeder Zurück-in-die-Zukung-Erprobte wiedererkennen wird. Das wirklich nette, amüsante, einzigartige ist allerdings das Setting und der abgedrehte Humor: Mayumi reist zurück in die Zeit der Bubble Economy (hier nen Wiki-Artikel, damit ich mir nicht die Finger wund tipp) – der Blick auf’s Japan Anno 1990 ist urkomisch und leider nicht wirklich übertrieben. ^-^; Die Charaktere sind einfach nur knuffig und ich hab mich 116 Minuten lang gekugelt. Auf jeden Fall was für die gute Laune. 🙂

Das einzige, was mir ein wenig auf den Keks ging: Während Marty MacFly aus seinem Vater einen coolen Übermacker (will sagen Autor) macht, hilft Mayumi leider nicht ihrer Mutter auf die Sprünge. Der familiäre Erfolg funzt am Ende auch nur wieder über den männlichen Erzeuger. Warum eigentlich? (Nein, das hat nix mit fehlender Gleichberechtigung in Japan zu tun – was Medien Charaktere dort angeht, ist es weit weniger nervig als bei uns.)

Hier ein paar Snapshots:

Mayumi denkt, ihre Mutter sei tot.

Die über-coole Zeitmaschine:

Schock: 1990 gab es noch keine Handys!

Der Bösewicht:

Shimokawaji entpuppt sich als nerviger Weiberheld:

So sahen damals Studentenpartys aus:

Dies war einer der Momente, bei denen ich unterm Tisch gelegen hab. Ja, man muss den Film gesehen haben, um das zu verstehen. 😛

Der schrecklichste Moment im Leben eines heutigen Mädels: „Mein Handy … ist tot!“ T-T