Cat Street Drama

Autor: Simon

Mitten in der Sommerstaffel lief nun auch das Drama zu Cat Street an. Der späte Sendestart erfolgte aufgrund der verringerten Episodenanzahl - NHK ist nämlich ein wenig geizig und wird und gerade einmal 6 Episoden lang die Katzenstraße. Spaß sollte sich trotzdem damit haben lassen.

Cat Street das Drama

Die Story ist prinzipiell noch dieselbe wie im Manga (s. Cat Street Manga), aber auch nur prinzipiell. Rei, der eine zentrale Rolle im Manga spielt, wurde einfach gegen den harmlosen Suzuki Gota ausgetauscht. Statt dem Fußball hat sich der nun auch dem Hip-Hop verschrieben, bekommt kaum ein Wort über die Lippen und ist an Keito auch nur freundschaftlich interessiert. Kôichi hingegen ist zur regelrechten Quasselstrippe mutiert und man weiß ziemlich schnell, wo der Hase vor sich inhoppelt - im Manga waren die Leiden der jungen Keito erst ab Band 7 bis 8 einigermaßen überstanden. Wahrscheinlich wollte NHK seinem jungen Publikum keine verwirrenden Liebesdrei- und -vierecke vorsetzen. Das Drama ist verhältnismäßig billig (die NHK schmeißt ihr gesamtes Budget für die Taiga-Dramen raus) und leider (und das ist viel schlimmer) familienfreundlicher. Mir fehlt die Ruhe und Subtilität, die mich am Manga so angesprochen haben.

Cat Street Charaktere und Schauspieler Chara Chart

Auch die Schauspieler gefallen mir nur bedingt. Irgendwie sind die mir einfach nicht hübsch genug. Kôichi sieht noch ganz vernünftig aus, während der Gota-Mime einer der “Ikemen” aus HanaKimi ist (wie man den Haufen als gutaussehend bezeichnen konnte, ist mir bis heute schleierhaft) ist. Keito aber kaufe ich den Filmstar irgendwie nicht ab - ich hoffe da auf die letzte Episode am 2. Oktober, denn mit Make-Up lässt sich ne Menge machen. Nach ein paar Episoden muss ich sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Ab der zweiten Episode wird es zwar besser, doch irgendwie hätte ich mir eine Umsetzung wie bei Hana yori Dango gewünscht. Cat Street hat was von deutschem Fernsehen. Und das ist kein Kompliment.

Fazit: Man kann’s gucken, man kann’s aber auch lassen.  Gehet dahin und lest lieber den Manga.




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Sayo schreibt
am 24. Dezember 2008 um 00:27 Uhr

Bis jetzt habe ich die ersten 4 Folgen von Cat Street gesehen und ich muss sagen, dass es mir eigentlich recht gut gefällt. (Den Manga habe ich nicht gelesen)
Lustigerweise ist mir der größte Teil, der Dinge, die du bemängelst, als gut aufgefallen. Das ist jetzt aber auf keine Fall negativ gemeint - ich finde es eher interessant.
Dass das Dorama eher schlicht gehalten ist und auch die Schauspieler mal vom japanischen Idol-Look abweichen halte ich für eine gelungene Abwechslung. Von Sparmaßnahmen weiß ich zum Glück nichts ;)
Es ist erstaulich, wie unterschiedlich sowas doch ist - mir gruselt es sogar ein bischen, wenn ich es mir in Hana yori dango - Version vorstelle…
Vielleicht ist es einfach so wie mit Romanverfilmungen im Kino - sie verlieren fast immer gegen das Original.
Gruß,
Sayo

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Simon schreibt
am 4. Februar 2009 um 06:24 Uhr

Naja. Mal was anderes, dass dieses Drama weniger “Hochglanz” war. Auf jeden Fall bin ich erleichtert, dass es nicht so eine hyperaktive Slapstick wie bei HanaKimi war. Aber so richtig ans Herz gewachsen ist es mir trotzdem nicht. Wahrscheinlich liegt’s wirklich daran, dass ich den Manga gelesen hab. Der ist ganz einfach um Meilen besser.

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