» Tagebuch für Arme

Autor: Simon

Am 1. April hat sich der Osterhase mit mir einen Scherz erlaubt. Unser liebes Hoppelviech hat zwar brav eine Wii mitgebracht (an dieser Stelle ein großes Hoch auf die mildtätige Spenderin, meine Mutter), doch leider die Spiele vergessen. Ich habe also viele Spiele (klickst du hier) und eine Wii, aber keine Wii-Spiele. An dieser Stelle mal ein wenig Hype und Trauer.

Als Wii Besitzer bin ich in guter Gesellschaft - mittlerweile haben die weltweiten Verkäufe die 20Mio überschritten. In der Woche vom 24. bis zum 30. März wurde die Wii nur vom DS Lite und von der PSP überrundet - und oft genug holt sie auch die beiden ein. Hier die Charts nach MediaRanking *copy paste*:

PSP 129,986
DS Lite 58,916
Wii 48,785
PS3 11,206
PS2 10,296
Xbox 360 1,547

Eine Wii zu Ostern

Die Wii ist nur 157 mm × 215,4 mm × 44 mm groß - trotzdem weiß ich momentan nicht, wo ich sie unterbringen soll. Man kann neben der WiiRemote und dem Nunchuk auch mittels GameCube (”Classic” - ich weiß aber nicht, was daran klassisch sein soll) Controllern und dem DS seine Figürchen über den Bildschirm jagen. Die 512 MB interner Flash Speicher können mit SD Karten und GameCube Speicherkarten erweitert werden. Beziehungen erhält die weiße Kiste mittels USB, Bluetooth und Wi-Fi aufrecht und füttern kann man sie mit den 12cm Wii und 8cm GameCube Spiele-Scheibchen. Freundlicherweise war sogar noch ein Adapter beigelegt:

Wii beigelegter Adapter

Die Wii hält sich übrigens fein aus der BluRay vs HD DVD Diskussion raus, will heißen mit der Wii kann man leider nur spielen - dafür aber richtig. Hier ein paar eindrucksvolle Beispiele:



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Autor: Simon

Wie man keine Eierrolle macht.

Ihr wisst noch, was eine Eierrolle ist? Hier ist nochmal das Rezept und hier die unglaubliche News, dass ich neulich welche verspeist habe. Natürlich muss soetwas auch zubereitet werden. Nachdem man alles fein gebraten hat, wird die Rolle mit einer Sushimatte nachgeformt. Hier ein paar Bilder, wie es nicht geht:

Eierrolle vorsichtig mit Bambusmatte bedeckenEierrolle totkloppenEierrolle abwiegen (oder was sollte das werden?)

Bei dem Anblick verkroch sich mein Kater im Schrank, meine Haare erblondeten und mein Ikebana Gesteck vertrocknete:

Der Anblick war einfach zu grausam

Ich griff dann beherzt ein und rette der Eierrolle ihr Leben (um sie daraufhin grausam zu zerstückeln und hinunterzuschlingen). So geht das (wie bei Sushi):

Simon says: So geht das!

Und da ich Sushi-Rollen und meine Freundin (im Gegensatz zu mir) braten kann, kam diesmal eine echte Eierrolle bei raus und kein verkohltes Ding, wie beim letzten Mal. :P

Eine nicht verbrannte Eierrolle

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Autor: Simon

Armer schwarz gestreifter Kater. Aus purer Fieshaftigkeit, habe ich meinen tapferen Helden, der mich einst vor der Wei Xiao Pasta und dem Mochi des Grauens beschüzte, als Display Stand missbraucht. Shame on me.

Earth Boy Arjuna und meine neuen Games

Wie ich ja im letzten TfA Eintrag erwähnt hatte, habe ich am Freitag endlich meine vor fünf Monaten noch verhältnismäßig brandaktuellen Games erhalten. *hüstl* Ein kleiner Hase hat sich noch vor Ostern aus dem bösen Feindesland, wo im Wald die Mexxler hausen, nach nördlich der Weißwurstgrenze durchgeschlagen. So konnte er mir nun nach langer Fastenzeit (ich hatte zwischendurch versucht, hier Videospiele zu kaufen, musste dann aber enttäuscht feststellen, dass die Games hier keinen japanischen Text enthalten - versteh ich gar nicht ^-^;) die Schmuggelware, die der böse Bruder Datas aus dem fernöstlichen Kaiserreich geschummelt hatte, überreichen. Dank sei euch beiden. orz

Meine “neuen” Videospiele - mehr sind bestellt :P

Rogue Galaxy - Director’s Cut (PS2)
Tales of Destiny (PS2)
Tales of the Abyss (PS2)
Valkyrie Profile Lenneth (PSP)
Final Fantasy - Ring of Fates (GB DS)
Zelda - Mugen no Sunadokei (GB DS)
Lost Magic (GB DC)

Von Tales of Destiny gibt es mittlerweile sogar eine noch vercoolbesserte Version. *grummel* Egal, hauptsache der Text ist japanisch und die Musik mit Gesinge. Von der PS Version hatte ich lediglich die amerikanische Fassung, bei der diese Blasphemiker beim Opening den japanischen Sing-Sang entfernt und daraus ein Instrumentalstück gemacht hatten. Ein Grauen sondergleichen. Wie dem auch sei habe ich mich dazu entschieden, ab jetzt einfach mal mit geschlossenen Augen ins Regal zu greifen und irgendwelche Games, Manga oder auch ältere Anime vorzustellen. Wobei ich davor mal dringend wieder etwas sinnvolles à la Nachrichten schreiben sollte. In dem Sinne noch ein Close-Up meines Herzallerliebsten:

Und ich wollte doch nur auf meiner Kuscheldecke schlafen. T-T

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Autor: Simon

Nachdem im Januar die Welt einfach gegen mich war, scheint’s jetzt bergauf zu gehen. Wieso? Ich habe Ferien, ich habe Arbeit und jetzt habe ich sogar jemanden, der mich bekocht und meine Videospiele, die ich schon im November bezahlt habe. *Fingerlaola*

Zunächst muss ich noch einmal angeben: Ich habe mich heute schon wieder an Washoku überfressen. Was schöneres hat’s nicht. :) Diesmal hat meine Freundin nicht wie beim letzten Mal einfach Essen mitgebracht, sondern mit mir zusammen gekocht. Wobei ich gestehen muss, dass ich die meiste Zeit so mit Fotografieren zu tun hatte, dass ich nicht zum Kochen gekommen bin. Egal, auch wenn man faul war, schmeckt’s. :P

Kyô no Washoku

Es handelt sich übrigens um Shôga Gohan (Reis mit Ingwer und Abura-Age), Tamago-Yaki (Eierrolle), Hôrensô no Goma-ae (Spinat mit Sesam), Kartoffelsalat mit Sesam, Nasu no Miso Hishôme Ni o_O (Augergine in Miso auf kleinem Feuer geköchelt), sowie *ähm* Gurkenüberreste erträngt in Sojasoße. ^-^; Natürlicht gibt es demnächst zu allen Rezepte, damit ihr nicht immerzu Nudeln essen müsst. ;)

Meine Lebensgeschichte erzähl ich euch morgen. Jetzt lass ich es mir erst mal schmecken und zieh mir dabei “Bubble e Go” rein, den Abe Hiroshi Schinken von 2007. Bericht gibt’s demnächst.    [...mehr]


Autor: Simon

Na gut, diesmal hat Arjuna nicht mit einem Mochi des Grauens gekämpft, es war kein Weihnachten und mich wollte auch niemand mit Horror Schocki vergiften. Stattdessen hat mir meine Freundin japanisches Essen gekocht und vorbeigebracht. Und ich musste nicht mal “Oi meshi!” rufen. :P

Eigentlich geht es mir die ganze Zeit schon ziemlich mies. Nicht, dass ich krank wäre - und eigentlich ist der Uni Stress jetzt auch langsam vorbei und am Abebben. Doch irgendwie bin ich grad in einer post-klausuralen Null-Bock-uff-nix Phase. Wetter doof, Anime Season doof, Kontostand doof, alles doof. Genau da wurde ich von der Macht des Washoku (das ist Japanisch für … “japanisches Essen”) geheilt und zum Guten bekehrt. Nichts ist schöner, als nach getaner Arbeit (und ja, ich war sogar wirklich vorher arbeiten! So richtig, nicht in der Uni Kaffee Latte schlürfenderweise diskutieren) seine Füße in ein nettes, blubberiges Fußbad zu tauchen und dabei hausgemachtes japanisches Essen zu verzehren. Jetzt einfach mal die Fotos (beneidet mich gefälligst):



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Autor: Simon

Was wäre ein persönliches Plock ohne die obligatorische Danksagung an den lieben Weihnachtsmann? Der hat mir zwar meine Geschenke nicht an Weihnachten gebracht, sondern ein paar Tage vorher - und bezahlt hat auch nicht der Nordpolianer im roten Frack oder seine Mainzelmännchen, sondern meine Eltern, aber wie dem auch sei: thx Santa! Die Ausbeute an Japano-Items war eher gering, aber einiges ist doch angeschneit gekommen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Panikkäufe anlässlich des geneonalen Niedergangs.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass meine Geschenkesammlung um einen ganzen Packen Videospiele ergänzt werden würde, wenn der böse Bruder von Data mir mal die eigens aus dem gelobten Land mitgebrachten Games zuschicken würde…

Power-UP A propos Videospiele: Von Chris Kohler, seines Zeichens langjähriger Schreiberling für diverse amerikanische Gamer-Magazine, stammt “Power-UP - How Japanese Video Games Gave the World an Extra Life“. Beschrieben wird der von Amis oft und gern ignorierte Einfluss der japanischen Videospieleindustrie auf die amerikanische bzw. auf die Populärkultur weltweit. Bis jetzt liest sich das ein wenig wie eine D-Land-Historie von David Stern: Man merkt, dass der Gute schon weiß, wovon er da redet.; links und rechts wird man mit Namen bombardiert, die oftmals nur in ein zwei Worten erklärt werden und seine narzistische Erzählweise ist… sympatisch. Auf jeden Fall ein Buch, das mal geschrieben werden musste. Allerdings frage ich mich beim Anblick der Bibliographie, ob Kohler-sensei denn des Japanischen mächtig sei. Es muss doch wohl möglich sein, wenn man schon mit einem Fulbright Stipendium in Kioto abhängt, mal ein paar japanische Bücher zum Thema ausfindig zu machen.

Stelliva (bzw. “Uchû no Stellvia” oder “Stellvia of the Universe”) war schon ein netter Anime, der mir vor allem mit seinen Ohrwurmliedern den Sommer 2003 versüßt hat. Oder war es Sommer - es war auf jeden Fall heiß, als ich mit dem Titellied auf Repeat im MP3-Player trällernd durch Tokio gehüpft bin.

Stellvia die US DVD Box

Um es kurz zu machen: Im Jahre 2176 wird die Erde durch eine elektromagnetische Schockwelle zerstört, weil der 20 Lichtjahre entfernte Stern Hydrus Beta Kaboom gemacht hatte. 2356 hat sich die Menschheit nun wieder aufgerafft und erwartet die zweite Schockwelle der Supernova. Um nicht wieder von vorn anfangen zu müssen, wurden Raumstationen als quasi Deiche in den Pfad der Welle gepflanzt und auf der erdnähsten lässt sich nun unsere Heldin KATASE Shima ausbilden. Das ganze hat ein wenig was von “Battle Athletes - Daiundôkai” (besonders Shimas Charakter), nur dass in Stellvia die männliche Bevölkerung nicht verbannt wurde, sondern ganz offen und unseparatistisch mitmacht. Eigentlich müsste das etwas positives sein, doch ich empfand den Perspektivenwechsel weg von Heulsuse Shi-Pon hin zu den Heldentaten von OTOYAMA Kôta gen Mitte der Serie als ziemlich störend.

Stellvia die US DVD Box2

Die DVD Box gibt bzw. gab es übrigens im netten Metalschuber, wobei man die einzelnen DVDs, die nach und nach erschienen, in die bereits enthaltenen Thinpack-Doppelhüllen packen und sich die anderen DVD-Hüllen und Cover in die Haare schmieren durfte. Ich hab’s dann irgendwann aufgegeben und mir jetzt das Komplettset kaufen lassen, welches frecherweise genau dasselbe, nur billiger, ist. Die ersten drei DVDs habe ich jetzt doppelt. Wer will noch nich’, wer hat schon mal?

Katase ShimaOtoyama KoutaArisa und Rinna

Dazu habe ich endlich meine Haibane Renmei DVD Box vollständig bestücken können. Der bärtige Nikolaus-Verschnitt hat für mich die zweite DVD der Reihe “Wings of Sorrow” aus dem Sack gezaubert. Leider ist es die einzige, der keine Pencil Boards beiliegen. Die waren damals der Frühkäufer-Bonus - ich finde, es sollten noch Spätkäufer-Goodies eingeführt werden. Andererseits kann ich nicht meckern, da ich mir die anderen Schreibunterlagen auch nur erschlichen habe - schließlich hab ich mir die Box erst vor 2, 3 Jahren in einem Kaff in New Jersey unter den Nagel gerissen. Die hatten da natürlich seit dem Ersterscheinen der DVD 2003 rumgegammelt und jungfräulicherweise auf mich gewartet. :>

Haibane Renmei DVD BoxHaibane Renmei DVD 2 - Wings of Sorrow

Das Besondere an Haibane Renmei ist eigentlich, dass es die Verfilmung eines Dôjinshi, also eines Fancomics, ist. Yoshitoshi ABe (nicht der Abe, nach dem ich beim Galileo-Eintrag geschrien hab, sondern der Schöpfer von Serial Experiments Lain) hauchte der Welt um Old Home 1998 Leben ein und ist bis heute sehr aktiv - eigentlich scheint er mir mehr Dôjinshi rauszubringen, also “professionelle” Arbeiten (aber da einem bei Privatprojekten auch kein nerviger Chefredakteur über die Schulter lugt, ist seine Motivation wohl verständlich; außerdem ist er ja eigentlich “Künstler” und kein Mangaka). So richtig einen Reim konnte ich mir auf die Serie bis jetzt nicht machen. ABe halt.

Die versammelte Engelmannschaft

Hier noch ein paar Pencil Board Motive aus der ersten DVD:

RakkaRekiHaibane Renmei Pencil Board

Wenn ich übrigens darüber nachdenke, was so am Anfang des Jahrtausends für Anime erschienen sind, muss ich doch sagen, dass die eigentlich recht anständig waren. Warum haben wir damals geheult, dass es nix vernünftiges mehr gäbe? Wenn ich mir stattdessen anschau, was heut so alles über die Fernseher und Bildschirme flimmert, wird mir schlecht…    [...mehr]


Autor: Simon

*wei* In ein paar Stunden kommt eine neue Folge Galileo. Ist zwar ganz ohne Abe, aber trotzdem lustig.

Nachdem sich das letzte Mal alle über meine schockigen Erlebnisse gefreut haben (es ist übrigens von dem Tofuzeuchs noch reichlich übrig, falls wer probieren möchte…) erzähl ich mal wieder nen bissle aus meinem Alltag.

Am Dienstag ist mir auf dem Weg zur Bücherei (in der Hauptbibliothek der Uni gibt es jungfräulich anmutende Shadicks, die offenbar nie in die Griffel von Schummelsinologen gekommen sind) ein schnuffiger Shiba Hund über den Weg getappst. Da ich auf die Schnelle keine Kamera zur Hand hatte, gibt es stattdessen ein Foto von meinem Lieblingshund, Yuki:

yuki

Das Purzelbärchen muss leider am ADW auf halbem Weg nach Polen hausen, aber hund kann ja nicht alles haben.

Am Mittwoch hab ich im Unterricht ner Freundin ihre Ribbon geklaut. Leider habe ich deswegen nicht mitbekommen, wie Wakatakeru Tennô (genannt “Bu”, ganz ohne hui) damals Zeus (Zeuchs?) platt gemacht hat

ribon

Weil mir nach dem zuckersüßem Shôjo Geplänkel nen Happen übel war, hab ich mir Annes Mochi (nein, mein Kanji&Kana Eintrag hilft euch bei der Entzifferung der Verpackungsbeschriftung nicht weiter) für später aufgehoben. thx anywayz. :)

killermochi

Stattdessen hab ich mich von Ariane mit Käsestullen füttern lassen, bevor sie mir dann Süßkram im Asiamarkt ne S-Bahnstation weiter gekauft hat:

kokosmais1

kokosmais2

Das ganze ist Kokos… Lö… gefüllt mit… mehr Lö und - ja, ich hab’s auch erst geglaubt, als ich die einzelnen Körner ausgebuddelt hatte - Mais. Spannenderweise schmeckt das ganze auch noch gut.
Natürlich handelt es sich hierbei nicht um Wagashi, also japanische Süßigkeiten, sondern um thailändische, also… äh… Taigashi? Wie dem auch sei: Wenn euch mal sowas im Asiatsupermarkt anfällt, schleppt’s ruhig ab und vernascht’s gemütlich zu haus. Isch läcka.

Am Donnerstag rächte sich Annes Mochi dafür, dass ich es so sträflich ignoriert hatte. Als ich grad in die Küche gehen und ein bisschen Udon kochen wollte, wurde ich vom gemeingefährlichen Killer-Mochi angefallen. Doch wie ich mich unterm Tisch zusammenkauerte und um mein Leben winselte, kam Earth Boy Arjuna herbeigekrallt und bekämpfte die Reismatschplage:

killermochi3

killermochi4

killermochi5

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Nachdem mein großer Retter das böse Mochi-des-Grauens erlegt hatte, ließ ich es bei lebendigem Leib ausbluten, häutete es, schnitt bis tief in die Eingeweide und versenkte dann meine Reißzähne im zarten weißen Fleisch des Beutetiers:

killermochi2

killermochi1

Weil er mich so heldenhaft verteidigt hat, habe ich ihm auch vergeben, dass er mir einige Tage zuvor mein verbranntes Ei weggefressen hatte. (Hab drei Stückchen mitgeschleppt zum Fotografieren und den Rest inner Küche stehen lassen. Pech gehabt…)

Am Samstag habe ich dann aus Mitleid über meinen Tofutrip neue Sorten Zotter Schocki geschenkt bekommen. Rosenschocki (ohne Rosenstücke, sondern mit Rosengelee - läcka!), Essigschocki (mit Apfelessig, ebenfalls läcka) und einen Riegel Macha Trinkschokolade, an den ich mich bisher nicht rangetraut hab. Eigentlich würde ich jetzt gerne Fotos dazu reinstellen, aber leider hat mein Card-Reader grad seine Tage und will sich von mir nix reinschieben lassen und mein USB Kabel vonner Kamera wurde grad von Earth Boy Arjuna auf Klo entführt und… ich will’s gar nicht wissen…

Anti-Karma ka Meter (d.h. was habe ich diese Woche wieder böses angestellt):
- Sempai beleidigt. check
- Mensch, was hat Prüfung versaut gesagt, er sei nen Versager. check
- Freundin, die grad eine Freundin und beinah ihr ALG verloren hätte, gesagt, sie sei selbst Schuld. check.
- Kôhai dazu gezwungen drei Nächste vokabellernenderweise durchzuarbeiten. check.
- Unterricht geschwänzt und Hausaufgaben nicht gemacht. check.
- J-Drama geschaut statt japanologischen Aufsatz zu schreiben. check.
- Light Novel und Fantasyromane statt wissenschaftlicher Literatur gelesen. check.
- 2 Jahre abgelaufenes Dosenfutter (Thai-Curry) gegessen. check.
- Mich von Freundinnen und Eltern durchfüttern lassen. check.
Yep. Ich werd’s nach’m Tod auf jeden Fall schön warm haben und werd nicht dumm Harfe spielen müssen…    [...mehr]


Autor: Simon

Ein anonymer und mittlerweile gertenschlanker, potentieller Leser von kurz vor de Alpen hat sich gewünscht, dass ich doch bitte Persönlicheres schreibe. Klar, sicher, ich les auch gern, wie sich andere in ihren Blogs zum Affen machen. Gibt einem immer das wohlig-warme Gefühl, trotz aller geekiger Eigenschaften doch noch ganz normal zu sein… Ich bin nun nicht wirklich extrovertiert genug, um mich in irgendwelche Kostüme zu schmeißen und Fotos von mir und meiner Manga-Sammlung zu machen. Andererseits habe ich kein Problem mal zu zeigen, was mich die letzten Tage wirklich beschäftigt hat.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ihr bitte auch auf die Bildchen “klicken” könnt. So mit der Maus und so. Damit ich nicht umsonst im Code rumpfusche, bitteschön.

Am Samstag wurde ich zugehagelt und damit ich mir nur den Hintern und nicht auch noch die Hände abfriere, hat mir ein Freund Kairo (japanische Taschenwärmer) geschenkt. Fässt sich zwar wie Sand an, hat aber ansonsten nicht viel mit irgendwelchen Wüstenstädten gemeinsam. So sehen in Japan Wärmflaschen aus:

Kairou

Das schöne: Man kann sie nach 24 Stunden wegschmeißen. So wie Wegwerf-Kameras und Einzelverpackungen für jeden Bonbon inner Tüte. Ja, Japaner haben einen tiefverwurzelten Respekt für die Umwelt…

Weil ich mich (wegen dem Hagel) fast erkältet hätte, bekam ich auch noch Folgendes angedreht:

Nodoame

EMA is natürlich der perfekte Markenname, um bei hiesigen Otaku anzukommen. Suspekt war mir neben dem schicken Kotzgrün auch die Beschreibung. “Smooth & Crunchy” sollte das ganze sein - interessanterweise stimmt das sogar. Ein Glück, dass Hustenbonbons hierzulande nicht so schmecken - sonst würd’ ich jeden Tag ‘ne Tüte verdrücken.

Am Sonntag hab ich mir von wem anders Schokolade schenken lassen. Der Riegel von Zotter mutet recht edel an:

zotterschocki

Damit uns Ökos nach dem Schock über wegwerfbare Wärmeflaschen nicht mehr weinen müssen, ist die Schocki “BIO und FAIR”. Da wird einem schon beim Anblick warm ums Herz. Außerdem ist das ganze nicht nur “Bio”, sondern auch “vom Berg”. Ja, ja. Ich seh’s vor mir, wie el Almöi mit seiner Enkelin in liebevoller Handarbeit die Gabe der Natur abschöpften - und droben in Bergl (das steht so als Ortsangabe auf der Verpackung! o_O) umhüllt die Abendsonne liebevoll die flüsternden Fichten in romantischem Herbstlicht. *seufz* Allerdings muss der Almöi dabei Nüsse gefuttert haben - anders kann ich mir den Verpackungshinweis “Kann Spuren von Nüssen aller Art enthalten.” nicht erklären. Etwa auch Paranüsse und Kokosnüsse? Woher hat der Almöi die? Naja. Auf jeden Fall macht die Schokolade schon glücklich, bevor man abgebissen hat (oder meinethalben “dran gelutscht”, für die Genießer unter euch). Dementsprechend teuer ist so ein Riegel übrigens auch. Nicht, dass es mich stören würde - hab’s ja nicht bezahlt.

tofuschocki2

Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte voll freudiger Erwartung die Packung gleich im Laden aufgerissen. Aber eigentlich habe ich eine halbe Woche gewartet, bis ich mich da ran getraut hab. Und natürlich musste das ganze vorher dokumentarischerweise für die Nachwelt festgehalten werden.
Die Schocki schmeckt übrigens ziemlich gut - die da unten uff de Alpen, wissen zwar nicht, wie man regiert (nein, ich setzte hier jetzt keinen Link hin - denkt euch selbst was dabei) und Videospiele progammieren können se auch nicht, aber Schokolade… yep… des hamse drauf. Die Sake-Füllung ist auch wirklich lecker. Das eigentliche Problem is’ der Tofu:

tofustücke

Gezuckerte Tofustücke oder auch: “Was man nicht in seiner Schokolade finden möchte!” Schmeckt genauso lecker, wie es aussieht. Ich hab war Tofus auch schon recht perverse Dinge angetan (ja, Ron, Schuhlatschen, Animagic, drei Tage alt, und ich hab’s trotzdem gegessen - ich steh dazu!), aber das… Um sich des zu geben muss man schon sehr, sehr hungrig sein. Oder vielleicht überzeugter Öko. Ich könnte natürlich jetzt um die Tofustücke herumessen. Ich könnte das ganze auch aufheben, trocknen und als Kampfbrot verwenden. Aber ich heb lieber den Restriegel auf. Als Beweismittel für die Nachwelt. Die nächsten *abzähl* acht Besucher dürfen ein Stück probieren. (Das soll jetzt keine Drohung sein!)

Eigentlich bin ich ein doch wenig betrübt, dass ich nicht auf eine andere Schokoladensorte (”Will haben!”tte) gezeigt hab… Naja, ich habe ja immer noch eine Tafel Marabou Daim Schockolade. Die darf Stückchen haben.

Am Mittwoch wurde ich, wie ich grad friedlich meine Pilz-Gemüse-Suppe (ja, unter dem ganzen Gemüse ist auch irgendwo noch Brühe - die ist ein bisschen schüchtern und hat sich deswegen vor der Kamera versteckt) schlürfen wollte, von bösen Tentakelnudeln angegriffen:

tentakelnudeln

Aber mittels meiner “Super-Simon-Killerstäbchen-Attacke-of-Violent-Death” konnte ich das hydra-ähnliche Suppenmonster (es handelt sich hierbei um eine kleinere Abart der gemeingefährlichen Wei Xiao Pasta aus dem Königreich Tai - ursprünglich von einer Allianz der Ai Qing Muofa-Shi mit dem 37. Arahan von Kan besiegt und des Landes verwiesen, treibt es nun im Rest der Welt sein Unwesen; dabei verdrängt es wie die bösen Ausländerfische die einheimisch und harmloseren Lindtwürmer) schlussendlich bezwingen.

An diesem Samstag bekam ich von meiner Freundin, Lena, Blumen. Leider waren sie mit japanischem Ungeziefer verseucht:

blumenvonlena

Dafür hab ich sie dann mit abgelaufener Pizza und kaltem Kaffee gefüttert…

So. Persönlich genug? Ich geh dann mal was sinnvolles schreibes…    [...mehr]


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