Cosplay in Japan, Deutschland und überall

Anlass dieses Posts ist eigentlich der morgen stattfindende Cosplay-Event im Japan Shop in Berlin – ich hatte überlegt, dort hinzugehen, aber Zeit, IRL und Uni erlauben mir solche Ausflüge einfach nicht. ^_^; Deshalb gibt’s jetzt nebenher ein paar allgemeine Worte zu Cosplay.

Die erfahrenen Otaku unter euch, wissen natürlich längst, was Cosplay ist. Für alle anderen mal den obligatorischen Disclaimer: Cosplay kommt von Costume (Kostüm) und Play (Spielen). Cosplayer, so heißen diejenigen, die diesem Hobby nachgehen, nähen die Kostüme oft in aufwendigster Handarbeit selbst. Spezialgegenstände wie Waffen, Ketten o.ä. – zum Beispiel die originalgetreue Kette von Tidus aus FFX – wird (in Japan bzw. im Internet) in speziellen Cosplay-Läden verkauft. Die Kostüme können Figuren aus Anime, Games, Manga, J-Drama darstellen, dem Lieblings-J-Rock-Sänger nachempfunden oder einfach ganz frei erfunden sein. Bewundern kann man Cosplayer zwar ab und an auch in freier Wildbahn – so treffen sich manchmal ganze Horden, um zum Beispiel den japanischen Garten in Berlin oder München unsicher zu machen (einfach so; ein Verhalten, das selbst Vampire LARPsen und Freizeit-Klingonen selten an den Tag legen) – doch eigentlich gibt es neben Harajuku nicht wirklich einen Ort, an dem man sie garantiert antreffen kann. In freier Wildbahn, wie gesagt. Ansonsten tummeln sie sich auf Events, Cons und weiß der Deibel. In Deutschland konnte man früher die Cosplayer an einer Hand abzählen (meist reichte ein Finger – und Cosplayer meinte damals „nen paar Catgirl-öhrchen auf’m Kopf“), doch die Zeiten sind vorbei und mittlerweile fällt man „in zivil“ fast schon auf. Wer Cosplay mal live miterleben will, kann z.B. morgen (also Samstag, den 6.9. zwischen 13 und 17h beim JapanShop in Berlin aufkreuzen – link hier) bzw. sich gleich zur Connichi (12. bis 14. September) oder zur nächsten Animagic aufmachen. Hier noch ein paar Impressionen vom Comiket 2001: