Der Clan der Otori: Das Schwert der Stille

Mir ist aufgefallen, dass ich zwar ständig lese, jedoch genau darüber eigentlich nichts schreibe. Ist doch ein wenig traurig, dass seit meiner letzten Buchvorstellung (zu 12 Königreiche) schon ein halbes Jahr vergangen ist (es sei denn, man zählt Allison, aber da ging’s um den Anime ^-^;). Deshalb und an dieser Stelle mal ein Kurzbericht zu einem der Romane, die ich in letzter Zeit verschlungen habe.

„Across the Nightingale Floor“ von Lian Hearn, aus mir unerfindlichen Gründen mit „Das Schwert der Stille“ (was für’n Schwert bitte?!) ins Deutsche übertragen, ist der erste Roman der Otori Trilogie. (Natürlich wird es noch eine Fortsetzung und eine Vorgeschichte geben – so wie bei allen guten Trilogien. ;)) Obwohl es sich beim Autor um einen waschechten Wessi handelt, spielt die Geschichte in einem halb-fiktiven Japan des Feudalzeitalters: Tomasu wächst in einem Bergdorf der friedliebenden Verborgenen (Hidden) auf. Doch eines regnerischen Tages kommt der gar bösartige Kriegsherr Iida mit seinem Heer von Rabauken angeritten und metztelt alle Bewohner nieder. Mit Ausnahme von Tomasu, natürlich, der sich daraufhin vom durch und durch edelmütigen und gutaussehenden Adeligen Otori Shigeru retten lässt. In dessen bescheidenem, aber wunderschönen Haus in Hagi (zwischendurch gibt es immer mal wieder Realnamen, damit man sich zu orientieren weiß ^-^;) angekommen, wird er nun Takeo getauft, von Otori adoptiert und in allem unterrichtet, was ein junger Samurai so braucht. Dabei zeigt Takeo ganz erstaunliche Talente, wie zum Beispiel ein Gehör, auf das selbst Superman noch neidisch wär. Dank dieser kann er schließlich ein Attentat auf seinen heißgeliebten Stiefvater Shigeru verhindern. Und damit fangen seine Sorgen eigentlich erst richtig an.

Across the Nightingale Floor ist eher für ein jüngeres Publikum geschrieben, doch hat es mir durchaus Freude bereitet, den Abenteuern von Takeo und Co. zu folgen. Allerdings freu ich mich wie ein Kind über literarische oder realweltliche Anspielungen – dieser seltsame Sinn für Humor hat mich selbst durch ungefähr zehn Bände Dragon Ball gebracht. Hintergrundwissen (nicht allzu viel, denn Lian Hearn ist nicht Lafcadio und hat wohl auch selbst nicht allzu viel Ahnung :P) hilft. Mit diesem und einem gesunden Maß an Schadenfreude, zum Beispiel angesichts der Namensgebungen (Takeo, Shigeru, Kaede, Kenji, Yuki, Makoto) oder ob der feministischen Erzählweise, lässt sich mit den Otori richtig viel Spaß haben. :>

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