Geschichte Japans: Die Kamakura-Zeit

Buddha in Kamakura

Die Kamakura-Zeit ist eine Epoche der japanischen Geschichte, die von 1185 – 1333 n. Chr. reicht. Kennzeichnend für diese Periode ist der Machtverlust des Hofadels und der Aufstieg der Krieger (Samurai). Der Kriegerklasse kam immer mehr Bedeutung zu.

 

Aus Auseinandersetzungen zwischen den großen Kriegerfamilien, gingen die Minamoto siegreich hervor. Daraufhin übernahm Minamoto no Yoritomo auf Grund seiner militärischen Leistungen die Regierungsgeschäfte in Kamakura.

Geschichte Japans: Minamoto no Yoritomo

Nachdem Minamoto no Yoritomo an die Macht gekommen war, ergänzte er das Regierungssystem durch militärische Elemente. Er war nun der Shogun, der Anführer aus dem Kriegeradel. Damit lag die zentrale Macht über Japan allein bei den Kriegerfamilien. Die Kaiserfamilie hatte stark an Einfluss verloren.

Von Beginn an baute Yorimoto ein Netzwerk der Macht. Er war eng verbandelt mit der Hōjō Familie, die ebenfalls zu den Kriegerfamilien zählte. Yorimoto heiratete die Tochter der Familie, Hōjō Masako. Nach seinem Tod 1199 gewann die Hōjō Familie immer weiter an Bedeutung. Äußerlich herrschte Frieden, da die Hōjō intern die Geschicke des Landes bestimmten, indem sie die Rangfolge der Kaiser festlegten.

Japan und die Mongolen

Nach der Eroberung Chinas 1264 durch die Mongolen unternahmen diese immer wieder Versuche auch Japan unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Shogune, also Anführer des Kriegeradels, konnten zwei Versuche der Mongolen Japan einzunehmen in den Jahren 1274 und 1281 erfolgreich abwehren.

Auf Grund des Erfolges forderten viele Samurai eine Belohnung für ihren Einsatz von den Shongunen, da aber in den kriegerischen Auseinandersetzungen kein Gewinn davongetragen werden konnte, war es den Anführern nicht möglich, die Samurai zu entlohnen.

Das stärkte wiederum die kaiserliche Familie, die wieder mehr Zuspruch vom Volk erfuhr. Der Kaiser Go-Daigo machte sich dies zu Nutze um das Shogunat der Hōjō 1333 zu stürzen.

Die Zeit der Kriegerfamilien war damit vorerst beendet.

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