Harajuko: Stadtteil von Tokio und Begriff in der Modewelt

Die US-Amerikanische Sängerin Gwen Stefani wurde durch diesen Stadtteil von Tokio zu einem kompletten Album inspiriert. Sie ging mit den Songs und ihren Harajuko Girls auf Welttournee. Dieser Ort, der auch ein fester Begriff in der Modewelt ist, diente nicht nur der Musikerin als Inspiration. Hier werden Trends gesetzt. Die Menschen kommen gern hier her.
Nicht nur Gwen Stefani, auch Bands wie „Belle and Sebastian“ haben diesen Stadtteil von Tokio besungen. Modedesigner pilgern förmlich nach Harajuku. Die Jungen Menschen, die sich dort tummeln sind zu einem wichtigen Faktor in der Modewelt geworden: Sie setzen Trends.

Alt und Neu: Harajuku der Schmelztiegel von Tokio

Rings um den Tokioter Bahnhof Harajuku erstreckt sich das bunte Viertel, indem sich alt und neu begegnen. Hier tummeln sich vor allem viele junge Japaner, wild durchmischt mit der immer größer werdenden Zahl an Touristen. Dank der vielen verschiedenen Läden und Boutiquen, ist Harajuku eines der wichtigsten Modezentren Japans.

Mitten in all dem bunten Treiben, befindet sich aber auch der größte Schrein Japans. Der Meiji-Schrein wurde im Jahr 1915 errichtet, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört und durch abertausende an Freiwilligen wieder aufgebaut. Gerade in den ersten Tagen des neuen Jahres, verzeichnet der Schrein Millionen von Besuchern.

Cosplay, Punk und Harajuku

Im Kinderfernsehen laufen schon seit Jahrzehnten Animeserien rauf und runter. Der ein oder andere wird auch schon einmal nach einem Kostüm der Figuren gesucht haben. Diese Cosplay-Kostüme sind in Japan unheimlich beliebt und erfreuen sich auch im Rest der Welt einer steigenden Beliebtheit. Und zugegeben: Wer wollte noch nicht als Mila Superstar oder eine andere Heldin verkleidet zum Karneval gehen?

Neben dem Cosplay finden sich auch viele Gothic-Lolitas in ihren kurzen Rüschenkleidchen und den Schleifchen im Haar. Alles ist so herrlich bunt und anders. Auch Punk und Rockabilly kommen in Harajuko nicht zu kurz. Kein Wunder, dass der Stadtteil Trends setzt. Die Anhänger jeder einzelnen Bewegung sind unfassbar kreativ. Gwen Stefani hat sich von ihrem Aufenthalt dort, wie schon erwähnt, ein paar Harajuko Girls mit auf Tour genommen. Vielleicht nimmt der ein oder andere von uns aus dem nächsten Japanurlaub ein neues interessantes Outfit mit nach Hause. Und wer nichts kaufn möchte: Im Stadtteil selbst kann man hier und da auch ein paar richtig coolen Bands lauschen.