Hiroo Onoda – der japanische Soldat, der fast 30 Jahre im Dschungel lebte

Hiroo Onoda – der japanische Soldat, der fast 30 Jahre im Dschungel lebte

Japanische Soldaten im 2. Weltkrieg waren gefürchtet für ihren Siegeswillen, ihr Kämpferherz und ihr Durchhaltevermögen. Ein Soldat namens Hiroo Onoda ist in die Geschichte eingegangen. Anstatt 1945 zu kapitulieren, lebte er bis 1974 im Dschungel der Insel Lubang auf den Philippinen.

Überlebenskampf im Dschungel

Hiroo Onoda war erst 22 Jahre alt, als zum Kämpfen auf die 25 mal 10 Kilometer kleine Insel Lubang geschickt wurde. Kurz vor Kriegsende wurde die für Japan strategisch wichtig gelegene und besetzte Insel von US-amerikanischen Truppen zurückerobert. Die meisten japanischen Streitkräfte wurden gefangengenommen oder getötet. Einige konnten sich verstecken, darunter auch der ausgebildete Guerillakämpfer Hiroo. Ein Flugblatt mit der Kapitulation des Kaiserreichs hielten sie für trügerische Propaganda der Alliierten und ignorierten die Nachricht. Aufgeben? Keine Option!

Doch nach und nach dezimierte sich die Zahl seiner Mitstreiter. Sie wurden alle während ihres Katz- und-Maus-Spiels erschossen. Unschuldig waren sie keinesfalls, angeblich sollen sie über die Jahre schätzungsweise 30 einheimische Zivilisten umgebracht haben, die sie fälschlicherweise für Feinde hielten. Um zu überleben, aßen sie Bananen, Kokosnüsse und stahlen den umliegenden Bauern Reis.

1974 erfuhr ein japanischer Student namens Suzuki Norio von dem Schicksal des hartnäckigen Leutnants und machte sich zur Aufgabe, ihn zu finden, was ihm auch gelang. Doch Onoda weigerte sich nach wie vor als sogenannter „Holdout“ zu kapitulieren und beharrte auf den direkten Befehl seines Vorgesetzten. Dieser war inzwischen Buchhändler. Als er von seinem sturen Soldaten erfuhr, reiste er nach Lubang und befahl dem immer noch uniformierten Hiroo seine Waffen niederzulegen und nach Japan zurückzukehren – Onada trug ein Schwert, ein Gewehr mit reichlich Munition und mehrere Handgranaten bei sich. Das akzeptierte der „Lone Survivor“. Kurioserweise wurde er von der philippinischen Regierung begnadigt. 2014 starb Hiroo Onoda im Alter von 91 Jahren in Tokyo.

Okinawa: Echter Mangroven-Dschungel in Japan

Was viele nicht wissen, auch in Hiroos Heimat gibt’s einen Dschungel. Als Besucher des Mangroven-Dschungels auf der Insel Ishigaki-jima, im äußersten Süden Japans, fühlen sich Besucher, umgeben von Palmen, Lianen, Mangroven und einem feuchtwarmen Klima über 25 Grad, wie Mogli in der Wildnis. Sie wissen nicht, wer das ist? Unter Jungle Books Slot können Sie sich online ein spielerisches Bild vom „Dschungelbuch“ machen. Die Geschichte des Findelkinds, das von wilden Wölfen aufgezogen wurde und sich mit Bär Balu anfreundete, war auch als Anime-Serie made in Japan in TV zu sehen.

Das noch relativ unbekannte Archipel samt Ishigaki-jima gehört zur Präfektur Okinawa und liegt nahe Taiwan. Die Flugzeit bis zum japanischen Festland beträgt drei Stunden, als Belohnung für die beschwerliche Anreise winken neben des Mangroven-Waldes idyllische Sandstrände und Kajaktouren auf zwei der mangrovengesäumte Inselflüssen mitten durch das Naturschutzgebiet.


 
Bildquelle: Youtube.com
(https://www.youtube.com/watch?v=YGKhdf0_wZg)