Kimi ga Yo – oder auch nicht

„Kimi ga Yo“ so heißt die japanische Nationalhymne und obwohl sie seit 1999 wieder offiziellen Status erlangt hat, geht die Kontroverse weiter. Der Grund ist natürlich derselbe wie in Deutschland auch, wie schon öfters in den News (KW52, 51 und 49) erwähnt und natürlich in unserer heißgeliebten Yasukuni Diskussion.

Und damit ihr auch wisst, worum es überhaupt geht, hier einmal die Nationalhymne von Japan (für die unter euch, die Janglisch mögen, schaut mal hier):

[youtube m7KvgKqROy8]

Jetzt zum eigentlichen Thema: Wie Kyodo, die japanische Nachrichtenagentur, verlautbahrte (hier le Link zur Breitbart Version), geht es den japanischen Lehrern doch um’s Prinzip. Aber rollen wir die Geschichtsrolle mal von vorne auf: In Tokio war einem 12-er Grüppchen Lehrer eine Wiedereinstellung nach ihrer Pensionierung verweigert worden, da sie während des gemeinsamen Nationalhymnisierens bei Schulzeremonien faul sitzen blieben, statt – wie es sich für einen echten kleinen Prachtjapaner gehört – mit Hand über’m Herzen stehenderweise laut dem Kaiser ein ewiges Reich zu brüllwünschen. Wir erinnern uns: Selbst Obama wurde wegen ähnlichem angepflaumt (und CNN verpasst es nicht, es jeden Tag noch einmal zu erwähnen). Am 7. Februar gab nun das tokioter Bildunsbrett *äh* -ausschuss der Klage der Gesangsfaulen statt und sprach ihnen je 2,1 Mio Yen zu. Damit handelte der Bildungsausschuss übrigens gegen seinen eigenen Beschluss von 2003 beziehungsweise 2006. Die allerdings wollen nun vor das Hohe Gericht ziehen, um einmal offiziell bestätigt zu bekommen, dass diese Art der Behandlung verfassungswidrig ist. Schaun mehr mal, was bei raus kommt.

Hier noch einmal der Text zum Mitgröhlen und eine spontane Übersetzung (wer Fehler findet, darf sie behalten). Mehr Infos gibt es logischerweise auf der Wiki, besonders wenn ihr denn auch noch Englisch könnt.

Kimi ga Yo wa
Chi Yo ni
Yachi Yo ni
Sazare Ishi no
Iwao to narite
Koke no musu made

Herr, deine Herrschaft (Reich, Generation, was auch immer) [soll bestehen]
für Tausend Generationen
für Achttausend Generationen
Bis aus Kieselsteinen
ein Fels entsteht und
darauf Moos wächst