Kirschblütentee

Autor: Simon

In Japan ist die Kirschblüten- und Hanami-Zeit vorbei, bei uns fängt sie gerade erst an. Doch Kirschblüten muss man sich nicht nur von weitem anschaun und dabei Bier einschütten - nein, man kann auch die Kirschblüten selbst trinken. Hier ein “Rezept“:

Sakura Tee

Zuerst müsst ihr natürlich ein paar Kirschblüten einsammeln - ob ihr pflückt oder am Boden liegendes auflest, ist dabei unerheblich. Es gibt mehrere Arten von Kirschblüten, doch dieses Rezept funktioniert mit allen.

Sakura einsammeln

Die Blüten müsst ihr mit reichlich Salz bestreuen und circa einen Tag ignorieren.

Sakura mit Salz trocknen lassen

Dann pro Tasse 1-2 Blüten mit heißem Wasser erschrecken und ein wenig warten. Sinnvoll ist es, den Tee noch einmal durch ein Sieb zu kippen, denn die abgebrühte Kirschblüte selbst schmeckt nur bedingt.

Sakura abgießen

Fertig ist der Tee:

Sakura fertiger Tee

Ich muss allerdings gestehen, dass ich eher Genmaicha Trinker bin und so hab ich die Salzblüten zu Katzenfutter umfunktioniert. :3

Sakura als Katzenfutter




verwandte Beiträge

avatar
Anja schreibt
am 6. Mai 2008 um 00:08 Uhr

So Nachbarskatzen sind richtig praktisch, was. Wir hatten in “unsrem” Ferienhaus nen Nachbarshund, der quasi alles gefressen hat. Nur rohe Zwiebeln und Zitronen mochte der nicht. *seufz* Ein Traumhund war das! Nicht besonders hübsch, aber ein Herz aus Gold. Und dann kamen die Regengüsse in Südfrankreich, der liebe kleine ca 50m unter uns dahinplätschernde Fluß überflutete das Haus. Und seitdem dürfen wir nicht mehr dort hin. Abrutschgefahr… *schnüff*

avatar
Anja schreibt
am 6. Mai 2008 um 00:29 Uhr

Ich wollte doch noch was fragen, wo ich deinen Teebecher sehe. Hast du schonmal Teezeremonie probiert? Ist unheimlich interessant. Diesen macha mag ich zwar gar nicht, aber die Süßigkeiten machen den wieder wett. :D

avatar
Simon schreibt
am 7. Mai 2008 um 21:59 Uhr

*lol* Ich stell mir grad vor, wie hier (3. Stock, Hinterhof) ne Nachbarskatze angeflogen kommt. *rumkugel* ;) Arjuna ist MEIN. My Prrrecious. :>
Zu dem Hund und der Überflutung fällt mir jetzt nicht viel ein. ^-^;
Also, die Teebecher stammen aus einem 100-Shop (und zwar der, der hier http://www.lifeinjapan.de/uebermelonen-vs-shop-99/ auf dem Foto zu sehen ist :P) und ne Teezeremonie haben die auch noch nie gesehen. Will sagen: Bei mir zu haus, habsch sowas noch nicht gemacht. Wär auch leicht unsexy so mit westlichen Stühlen und Tischen. ^-^; Das beste, was mir bis jetzt an “richtigen” Teezeremonien untergekommen ist, war die bei nem Bekannten einer Freundin. Der gute Mann ist reicher Architekt und hat sich ein Haus nur für Teezeremonien gebaut. Allerdings war ich in solch erlesenem Ambiente dermaßen nervös, dass ich meinen Tee mit einem Schluck vertilgt hab. ^-^;;;
Ich find den Tee ganz OK. Eigentlich kann man mir alles andrehen, außer Mugicha. Viel geiler als die Süßigkeiten (und geil passt in dem Zusammenhang wirklich - ich werd ganz wuschig, beim Gedanken dran :P), ist es, wenn du vorher noch traditionell passendes Essen serviert bekommst, imo. :> Das machen natürlich die wenigsten.
Spannend sind auch chinesische Teezeremonien. Ne Freundin von mir hat mal eine Gehalten. Völlig anderer Tee, völlig andere Süßigkeiten, aber lecker. :)

Bei was für’ner Teezeremonie warst du denn? War es eher eine mit vielen Leuten oder wenigen? Modern oder traditionell? :)

avatar
Anja schreibt
am 8. Mai 2008 um 10:47 Uhr

Bin mir gar nicht so sicher, ob es modern oder traditionell war. ^^; Ich hatte ein Mädel kennengelernt und sie und ihre Mutter hatten mich gefragt, ob ich nicht mit zum Teezeremonie-Unterricht kommen wollen würde. Klar hab ich zugesagt und vier Monate lang war ich jeden zweiten Sonntag beschäftigt. Sehr sehr nette Leute! Sollte ihnen mal wieder schreiben!
Ich war die einzige, die immer Gast sein durfte (das ist gar nicht so einfach wie’s sich anhört!), die ohne Yukata kommen durfte (musste bis Machida anderthalb Stunden mit der Bahn fahren und hatte keine Lust noch mehr als sonst (1,83m) angestarrt zu werden) und ich durfte auch normal auf dem Hintern sitzen. Eine Stunde und länger knieend, oder wie man das auch nennen mag, hätten mich umgebracht! Übrigens, ist die aufgefallen, dass viele ältere Japaner O-Beine haben? Beim Unterricht dort sagte man mir, dass das eben an dieser Sitzart liegt. ^^

avatar
Simon schreibt
am 8. Mai 2008 um 12:25 Uhr

Hui, das hört sich cool an, dann hast du ja richtig Ahnung von Tee-Zeremonie, ne. :) Es gibt natürlich viele Schulen mit eigenen “Traditionen”, von wegen traditionell, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die ne Moderne Massenzeremonie im Großraum veranstaltet haben. ^-^;
Ja, im Japanersitz sitzen ist nicht lustig. Ich weiß, dass ich das mal mindestens eine Stunde lang durchgehalten hab - danach brauchte ich 10 Min bis ich meine Beine wieder bewegen konnte. *g* Also Schneidersitz ist da wesentlich netter. Ohne Yukata o.ä. macht das ganze doch aber nur halb soviel Spass. :P
*lol* Ja, Japaner haben O-Beine. Jüngere doch aber auch. :P Mein Kendo-Lehrer wollte mir mal einreden, dass der Männersitz (also die Beine vorne auseinander, ne) gesünder wär. Auf jeden Fall haben Frauen häufiger O-Beine, imho. ^-^;
Machida (da = Feld? ^-^;) hört sich weit weg an. Ist das so’n Odakyûsen-Ort oder stört eher der Flugzeuglärm? ^-^;

avatar
Anja schreibt
am 8. Mai 2008 um 15:09 Uhr

Massenzeremonie? Das ist ja total am eigentlichen Sinn vorbei, oder? Ich hatte gemütliche Stundenmit ungefähr 6-8 Hausfrauen, die sich seit urzeiten kennen und deren Kinder zusammen auf der Schule waren oder so. Und von wegen Japaner sind höflich und zurückhaltend. Die haben sich so herrlich angestichelt und sich gegenseitig aus- und mitgelacht. Einfach herrlich.
hmmm…wo lag nochmal Machida? Ich hab in der Nähe von Kamakura (in Fujisawa) gewohnt und von da aus die odakyusen nach Tokyo genommen, wobei Machida irgendwo vor Tokyo sein müsste. ^^; Ich und Geografie ist ungefhr genauso schlimm wie ich und Wachbleiben in Transportmitteln. ^^V
Zur letzten Stunde hatte ich mich dann auch aufgebretzelt, aber vorher war einfach doof. Da es ja sonntags stattfand, war ich vorher immer in einer Messe, hab dann 2-3 Stunden im Internetcafe verbracht und bin dann losgefahren. War schon gut so.
Schneidersitz kann ich auccch nicht so lange. Meistens saß ich im “Puppensitz” (ich habe besclossen, der heißt jetzt so), die Beine von mir getreckt, und versucht meine Füsse meinen “Mitschülern” nicht allzu sehr in den Weg zu legen.
Hach ja, es hat sich wirklich gelohnt! *träum*

avatar
tokio oshima schreibt
am 9. Mai 2008 um 16:54 Uhr

Ich hatte zweimal die Gelegenheit eine Teezeremonie bei einer Meisterin zu erleben. Es war für mich ein fazinierendes Erlebnis, mit welcher Ruhe und Genauigkeit alle “Handlungen” ausgeführt werden. Die Zubereitung dauerte ganz schön lange (nix mit Wasser drauf und 10 Min. ziehen lassen) und ich war am Ende “verschreckt” als die Japaner den Tee richtig laut schlürften.

avatar
Ari schreibt
am 10. Mai 2008 um 12:38 Uhr

Bisher habe ich nur “halb” an einer Teezeremonie teilgenommen, sprich: wir sind in die Mori Ogai Gedenkstätte eingeladen worden und haben dann quasi einer Teezeremonie zuschauen dürfen (und natürlich dann auch Tee und Süßes verkosten)
Dein Kirschblütentee interessiert mich, frag mich ja,wie der schmeckt..werd ich vllt ma probieren ^^ so langsam haben wir ja auch wieder Kirschen im Garten ^^ Aber ich stimme dir zu, Genmaicha is lecker :D

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: