Origami

Autor: Simon

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Daisô - naja, nicht ganz, es war ein stinknormaler 1 Euro Laden - ein Origami-Bastel-Set gefunden. Und nachdem ich zwar bereits einiges zu japanischer Kultur, aber seit dem Eintrag über leckeraussehende Radiergummis, nichts mehr über den hübschen Klimmbimm, der diese so liebenswert macht, dachte ich, verbinde ich mal beides.

Hier erstmal ein Beweisfoto:

Origami Bastel Set

Origami entstand aus der chinesischen Papierfaltkunst, die heute zum Beispiel noch für Neujahrsschmuck und ähnliches zur Anwendung kommt und wahrscheinlich im 6. Jahrhundert zusammen mit dem Buddhismus in Japan einfiel. Seit jeher spielten Papierfaltereien eine große Rolle in der japanischen Kultur und wurden bei Shinto-Zeremonien, Hochzeiten und anderen zeremoniellen Anlässen verwendet. Popularität erlangten die Basteleien in der Edo-Zeit, als auch das bedruckte Japanpapier als eine Art “Arme-Leute-Version” schmucker westlicher Ledertapeten und -waren (die dank der Landesabschließung absolute Raritäten waren) aufkam bzw. dank Massenproduktion erschwinglich wurde. Von Verziehrungen über Kinderspielzeug bis hin zu Portemoinees lässt sich fast alles nachfalten und sogar verwenden.


Das berühmteste Origami-Motiv ist wohl der Kranich (Orizuru). Der Kranich ist in Japan ein glücksbringendes Tier und eine Legende besagt, dass demjenigen, der 1000 Papierkraniche faltet, ein Wunsch erfüllt wird. Um die Welt ging dies als die tragische Geschichte von Sasaki Sadako. Sie hatte den Atom-Bomben-Abwurfs auf Hiroshima zwar überlebt, erkrankte jedoch aufgrund der radioaktiven Strahlung an Leukämie. Ehe ich mir den Mund fusselig rede, könnt ihr hier den entsprechenden Wiki-Eintrag lesen. Auch heute noch sind Kränze aus Papierkranichen ein Ausdrucks des Wunsches nach Weltfrieden. Hier ein Foto aus der temporären Gedenkstätte für den 11. September (in der kleinen Kirche direkt daneben):




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tokio oshima schreibt
am 9. April 2008 um 18:56 Uhr

Diese Gebilde aus lauter Kranichen habe ich auch gesehen und es war so beeindruckend das die Tränen genau wie in Hirochima, wo ich sie auch in dieser Anzahl sah, von ganz allein kamen.
Ich habe schon mehrere Versuche gemacht so etwas auch zu basteln, aber es ist nie so schön geworden. Es gibt Anleitungen im Internet, also übe ich es immer wieder mal.

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Elisa schreibt
am 10. April 2008 um 20:03 Uhr

Kranich falten kann ich sogar auswendig! ^_^

Und jetzt sag doch mal in welchem 1 EUR Laden man die Teile bekommt, damit ich da nächste Woche einfallen kann oder du besorgst mir 2 (ich spendier dir im Gegenzug dazu einen großen Latte Machiato).

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