Ōsaka: Drittgrößte Stadt Japans

Die Stadt Ōsaka war einst das unumstrittene Handelszentrum des Inselstaates, und auch heute noch haben viele traditionelle Unternehmen dort ihren Firmensitz. Trotz ökonomischer Krisen der Vergangenheit ist Ōsaka für die japanische Industrie noch immer essentiell.

Denn in Ōsaka findet man einen der wichtigsten Handelshäfen Japans, womit die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum für den nationalen Warenaustausch sowie den Import und Export wird. Doch Ōsaka ist auch als „Küche der Nation“ bekannt und landesweit berühmt für die kulinarischen Fähigkeiten ihrer Einwohner. Und schließlich schätzen die Japaner Ōsaka für die Vielzahl talentierter Unterhaltungskünstler, die der komödiantischen Tradition des Manzai nachgehen.

Ōsaka: Japanische Handelsmetropole und Paradies für Gourmets

In Ōsaka selbst leben derzeit etwa zweieinhalb Millionen Einwohner, im gesamten Ballungsraum der Stadt sind es sogar 17,5 Millionen. Einst schlug hier das Herz der Handelsnation Japan, doch die Wirtschaftskrise in den 1980er Jahren traf die Stadt besonders hart und viele Firmen verlegten in der Folge ihren Sitz in die japanische Hauptstadt Tokio. Dank der günstigen Lage ist der Hafen von Ōsaka jedoch noch immer eine der wichtigsten Handelsstationen des Landes.

Doch die Stadt kann noch mehr: Wie bereits erwähnt wird sie die „Küche der Nation“ genannt und genießt in Sachen japanische Spezialitäten einen exzellenten Ruf. Was für den europäischen Gaumen fremdartig anmuten mag, ist in ganz Japan beliebt und berühmt. So erfreuen sich Besucher besonders an den Tintenfischtaschen, Takoyaki genannt, den begehrten Gemüsespießen Yakitori oder den Kohlpfannkuchen, Okonomiyaki, aber auch die Fisch- und Reisgerichte der Stadt sind eine kulinarische Reise wert.

Sehenswürdigkeiten in Ōsaka

Wer als Tourist in Ōsaka von den einheimischen Spezialitäten lieber die Finger lassen möchte, kann trotzdem jede Menge erleben, und sei es nur eine Fahrt mit dem modernen Hochgeschwindigkeitszug in eine der umgebenden Orte. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Ōsakas selbst gehört der gut 100 Meter hohe Turm Tsūtenkaku, von dem aus man die ganze Stadt in Augenschein nehmen kann. Außerdem ist die restaurierte Burg Ōsaka sehenswert, die in der japanischen Geschichte eine wichtige Rolle spielte.

In all seiner Pracht erhalten ist heute noch der Sumiyoshi-Taisha-Schrein, der als Hauptschrein aller verehrenden Sumiyoshi-Schreine gilt. Seine Wurzeln liegen wahrscheinlich im 3. Jahrhundert, in jedem Fall wurden hier bereits seit langer Zeit die Kami angerufen, Wesenheiten, die vor allem Reisende auf See und zu Land sowie Fischer zu beschützen vermögen. Auch der Ōsaka Tenman-gū Schrein steht in dieser Tradition, er wurde allerdings erst im 10. Jahrhundert errichtet und ist damit deutlich jünger.

Schließlich wird Besuchern der Stadt auch ein Ausflug zum Kaiyūkan, einem der größten für die Öffentlichkeit zugänglichen Aquarien der Welt, empfohlen. Hier kann man verschiedenste Meeresbewohner in unterschiedlichen Becken beobachten, die den jeweiligen Lebensraum der Tiere nachahmen. Und wer des Japanischen mächtig ist, wird in einem der vielen Theater oder bei einem Manzai-Abend mit traditioneller japanischer Stand-up-Comedy sicher gut amüsieren.