Shintoismus und Buddhismus: Religion in Japan

Shintoismus und Buddhismus sind die in Japan die am meisten vertretenen Religionen. So gehören etwa 119 Millionen der japanischen Bewohner dem Shinto an. Dem Buddhismus fühlen sich hingegen etwa 94 Millionen Japaner zugehörig.

Shintoismus und Buddhismus sind die zwei größten Religionen Japans ©Flickr/themonnie

Glauben und Religion sind in Japan sehr eng miteinander verwoben. Dabei wird der Shintoismus als Japans einheimische Religion bezeichnet. Dieser zeichnet sich durch eine sehr enge Verbindung mit der Natur aus und befasst sich zudem mit der Ahnenverehrung.

Shintoismus – Aus der Natur in die Natur

Anhänger des Shintoismus glauben daran, dass alles Leben auf der Erde aus der Natur kommt und auch in diese wieder zurückkehrt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Menschen, Tiere oder Pflanzen handelt. Jedes Leben hat nur eine kurze Verweildauer auf Erden und kehrt dann wieder zurück zu einem großen Leben.
Im Gegensatz zu den anderen japanischen Religionen gibt es im Shinto keine kanonischen Texte. Der Name der Religion bedeutet übersetzt ins Deutsche soviel wie „Weg der Götter„.

Lange Zeit wurde diese Religion von Elementen des Buddhismus und Konfuzianismus geprägt. Erst mit Beginn der so genannten Meiji-Restauration wurde sie zu einer einheitlichen Religion umgewandelt, wobei sie schließlich den Status einer japanischen Urreligion erhielt.

Debatten um Definition des Shintoismus

Allerdings gibt es heute noch Debatten um eine einheitliche Definition dieser Religion. So bezeichnet der japanische Religionshistoriker Obayashi Taryo den Shintoismus im weiteren Sinne als die japanische Urreligion, im engeren Sinn hingegen als ein politisches System, das sich aus der Urreligion und chinesischen Elementen zusammengesetzt hat.
Bei einer Reise in das Land der aufgehenden Sonne wird man allerorts mit der Religion konfrontiert. Etwa 84 Prozent der Bevölkerung hängen dieser Religion an.

Buddhismus

Der Buddhismus ist eine wahrlich sehr faszinierende Religion, die mit spezifischen Bräuchen einhergeht, wobei sich einige Personen hingegen nicht sicher sind, ob es sich wirklich um eine Religion handelt. So gehen zum Beispiel Philosophen davon aus, dass es sich vielmehr um eine philosophische und sehr friedfertige Betrachtung des Lebens handelt.

Weltweit kann der Buddhismus mehr als 400 Millionen Anhänger verbuchen und bildet nach dem Christentum, dem Hinduismus und dem Islam die viertgrößte Religion auf der Welt. Die Religion basiert auf den Lehren des Siddharta Gautama, der als der historische Buddha angesehen wird.