» Bräuche

Autor: Simon

Gerade eben habe ich noch in einem Kommentar zu Winter in Japan Teil 2 versprochen, noch ein wenig zum japanischen Winter zu schreiben. Immerhin habe ich das Yukimatsuri noch mit keinem Wort erwähnt und hier und da gibt es an kalten japanischen Wintertagen noch das ein oder andere nette Lichterfest, über das es sich lohnt, ein paar Worte zu verlieren. Doch aus aktuellem Anlass wird es jetzt erst einmal ein wenig frühlingshaft.

Am letzten Sonntag, während es hier hagelte und schneite, begann in Tokio ein wenig verfrüht der Frühling: Sechs Tage vor ihrem üblichen Termin begannen sich die Kirschbäume in Tokio und Shizuoka in ihrer pink-weißen Herrlichkeit zu zeigen. Erst zum vierten Mal seit der Wetteraufzeichnung beginnt die Kirschblüte damit in der Hauptstadt - meist sind es eher die südlicheren Gebiete, die sich zuerst im Blütenkleid zeigen. Schuld ist ein Hochdruckgebiet, welches Japan am Wochenende mildes Wetter und Sonnenschein bescherte. So öffneten sich die ersten Blüten zaghaft vor einer Woche - mittlerweile sieht es in Japan aus, wie in einem schmalzigen Shôjo-Manga. Wem das zuviel Romantik auf einmal ist, der kann es machen, wie die Japaner und sich mit Sake und Co. zuschütten. :P Im Übrigen wurden die Kirschblüten um den Yasukuni als Beispiel für die Nation auserwählt. Daher jetzt ein paar Bilder von der Kirschblüte am Yasukuni - freilich nicht aus diesem Jahr, aber das werdet ihr wohl verkraften können. ;)

Quelle: Japan Times




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Autor: Simon

Nun ist der Januar rum und damit das Neujahrsfest wohl erst einmal endgültig vorbei. Um mal die ganzen Artikel zum Fest ein wenig zusammenzusammen und euch nen Angelpunkt zu geben, hier ne Zusammenfassung der einzelnen Feste mit Links etc. Dabei habe ich das Neujahrsfest in fünf Abschnitte unterteilt (nach Ishii Kenji):

[0. Mitte/Ende Dezember, mit seinen vorbereitenden Tätigkeiten wie z.B. Fasten (Monoimi 物忌み) und Reinemachen (Susuharai 煤払い, aber auch dem Aufstellen des Altars (Kamidana 神棚) und des Neujahrsbaumes (Kadomatsu 門松), sowie der Vorbereitung des Neujahrsessens.]
1. Vor/nach dem 1. (Gantan 元旦) - vom Ōmisoka 大晦日 bis zum 4. [Verehrung des Jahresgottes (Toshigami-Matsuri 年神祭り): Brechen des Fastens (Naorai 直ä) mit Neujahrssuppe (Zōni 雑煮), Toshidama 年玉 Ausgabe/Annahme, Schöpfen des ersten Wassers (Wakamizukumi 若水汲み), Erster Schreinbesuch (Hatsumōde 初詣.]
2. Der 7. und 6. [Zubereitung und Verzehr des Siebenkräuterbreis (Nanakusagayu ä草粥) und Vorbereitung des 15.]
3. Der 11. [Wiederaufnahme des Alltagsgeschäftes, Kagami-Biraki]
4. Vor/nach dem 15. (13. bis 16.): kleines Neujahr (Shōshōgatsu 小正月) [Die Regionalen Variationen sind groß, jedoch gibt es im großen und ganzen sieben Arten von Festen: Beten um landwirtschaftliches Glück (農ä物のä祝とその関連行ä), Austreibung der Biester (害鳥獣類追放), Jahreswahrsagung (年占), Empfang des Götterbesuchs (来訪神の接待), Feuerfest (火祭り), Exorzismus (厄落し) und buddhistisches Neujahr (äの正月)]
5. Der 20.

Weitere Plockeinträge zum Thema:

Kagami-Mochi: Mochiverkloppen

Fukubukuro: Neujahrswundertüten

Neujahr früher und heute - ein Vergleich

Fukudas Neujahrsansprache

Meine Neujahrskarte

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Autor: Simon

Es ist schon ein wenig her, doch um die Vorstellung vom japanischen Neujahr zu komplettieren, möchte ich hier noch etwas zu den sieben Kräutern loswerden.

Das Sieben Kräuterfest wird am 7. Januar begangen und ist eines der Gosekku ä節句 - in Japan gibt es fünf große Jahresfeste - die eigentlich fast keinen mehr interessieren, weil KURISUMASU (Weihnachten) und BARENTAINDEE (Valentinstag) ja doch viel mehr Spaß machen. ;) Begangen wird das ganze mit dem Verzehr des Sieben Kräuter Breis, einem Matsch aus sieben eigens auf dem Feld einzeln gesammelten (bzw. im Supermarkt um die Ecke im “7 Kusa Pack” erstandenen :P) Kräuter mit Reis. Der vergesundete Reisbrei dient nicht nur der Entschlackung nach dem Neujahrsschmaus, sondern ist natürlich auch durch das verwendete Wildgrün besonders gesund. Die alte Tradition wird mit allerlei Hokus Pokus begründet (hier an der Stelle ein Link zum recht nett geratenen Wiki Eintrag), doch eigentlich ist die Sache für mich relativ klar: Nach dem Neujahrsessen war die Speisekammer leer und neues Grün spross um die Jahreszeit (nein, auch zur alten Neujahrszeit wuchs noch net so viel) noch nicht. Die hatten also damals gar keine andere Wahl. :P

Leider habe ich kein Bild von den sieben Kräutern des Neujahrsfestes, dafür aber einen süßen Screenshot aus Mokke, wo das kleine Schwesterchen sich in Folge eins aufmacht, um die sieben Herbstblüten zu finden (dahinter steckt ein ähnlicher Gedanke):

Screenshot aus Mokke: Die 7 Herbstblüten.

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Autor: Simon

Da ich neulich über Kagami-Mochi geredet habe, sollte ich vielleicht auch noch erwähnen, was man damit dann macht. Kagami-Biraki nämlich: Das “Brechen/ Öffnen des Spiegels” (Kagami-Mochi heißt “Spiegel-Mochi”). Da ich sowas leider nie gemacht habe, dafür aber beim Nodame Neujahrs Special soetwas mit Sake veranstaltet wurde, habe ich statt Fotos Screenshots von der Folge. :)

Das in liebevoller Kleinstarbeit eigenes gebastelte (bzw. im Daisô um die Ecke gekaufte) Kagami-Mochi Türmchen wird, nachdem es eine Weile rumgegammelt und Staub gefangen hat (traditionellerweise am zweiten Sonntag nach Neujahr, d.h. so um den 11. rum) zerbrochen. Die einzelnen Teilchen werden dann aufgeteilt und verspeist. Da das Kagami-Mochi Gebilde ja vorher der Jahresgottheit geweiht wurde, isst man dann dasselbe wie der Gott/ die Götter. Zudem ist die runde Form des Mochi glücksverheißend (rund = richtig = göttlich). Damit garantiert man sich einen glücklichen und gesunden Start ins neue Jahr. Nach dem Kagami-Biraki werden dann auch alle Alltagsgeschäfte wieder aufgenommen; es handelt sich also um eine Zeremonie des “Beginns”.

Da die Wohnungen heute beheizt sind und auch sonst keiner Lust auf 10 Tage alten Reiskuchen hat, gibt es auch Kagami-Mochi aus Plastik - in dem Falle kauft man sich dann frisches Mochi im Supermarkt - oder aber Plastiküberzieher für den echten Mochi. Allerdings gibt es auch Kagami-Biraki ohne Mochi. Einerseits gibt es auch Gegenden in Japan, an denen Neujahr gänzlich ohne Mochi auskomme, andererseits reicht so ein Klumpen Reiskuchen auch nicht für alle. Lösung: Sake. Ebenso aus Reis hergestellt und damit dem (ursprünglich landwirtschaftlichem) Jahresgott weihbar, lässt sich damit auch besser feiern. ;) Und weil es auch noch andere Anfänge gibt, als den alljährlichen, wird Kagami-Biraki mit Sake auch fleißig bei Hauseinweihungen, Eheschließungen und dergleichen mehr praktiziert. Hier eine kleine Screenshotstrecke:

Kagami-Biraki Bild 1
Kagami-Biraki: Das Fass wird zerschlagen
Kagami-Biraki: Einmal eine Runde große Freude.
Kagami-Biraki: Sake wird verteilt

Da dieses Jahr das Jahr der Ratte ist und dieser niedliche Katzenverräter das erste Tierkreiszeichen im chinesischen Kalender ist, ist dieses Jahr auch ein doppelter Beginn. Nicht nur des Jahres, sondern eines ganzen Zyklus. Darauf wies uns auch freundlicherweise der Teemeister Sen Soshitsu während der ersten Teezeremonie des Jahres in Kioto hin. Gefeiert wurde bis zum 13. mit 3000 Gästen. (Quelle: Mainichi)

An dieser Stelle möchte ich noch einmal Nodame hypen: SCHAUT NODAME! Das Anime ist ziemlich daneben und nachdem ich das Drama gesehen habe, find ich den Manga selbst auch ein wenig fad. Chiaki-Sempai rulez!
Ich werd das demnächst auch mal plocken. Alles andere in dieser Season ist irgendwie völlig daneben (Shigofumi hab ich nach der Hälfte abgebrochen, Minamike nach zwei Minuten, Honey & Clover ist mittelmäßig, Spice and Wolf… geht so…) aber das Nodame Special hat ganz einfach gerockt. Milchi all za way! :)

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Autor: Simon

Zwar unterlag im Verlauf von Modernisierung und Verwestlichung die japanische Kultur einem radikalem Wandelder japanische Festtagskalender wurde ausgedünnt und eine stetig wachsende Zahl an europäischen Festen importiert so scheint es doch eine große Konstante zu geben: Das Neujahrsfest. Dies ist mit Abstand das wichtigste Fest des Jahres und Dreh und Angelpunkt der japanischen Jahresfeste – zumindest wenn man den Landeskundeforschern Glauben schenkt. ISHII Kenji untersucht in einem Abschnitt seines Buches “Toshi no Nenjûgyôji”, ob das Neujahrsfest wirklich die moderne Welt unverändert überstanden hat.

Um die Unterschiede zwischen dem heutigen und dem damaligen Neujahrsfest aufzuzeigen, vergleicht Ishii den entsprechenden Eintrag im 1953 erschienenen Nenjyūgyōji zusetsu (年ä行ä図説) mit der beobachteten und untersuchten Realität der Gegenwart. Dort wird das Neujahrsfest als eine Reihe von kleineren und größeren Feierlichkeiten beschrieben, die sich in fünf Abschnitte unterteilen lassen (zuzuglich der Vorbereitungszeit im Dezember)

Mädchen in Kimono an Neujahr (Nodame Screenshot)

In Umfragen stellte Ishii fest, dass einerseits ein Großteil der Einzelfeierlichkeiten in den letzten Jahrzehnten wegfielen – so werden nur das Schmücken, der Verzehr von Neujahrsessen (Neujahrssoba, Zōni, Otoso), der Hausputz, der erste Schreinbesuch und das Feiern im Kreis der Familie von 50% oder mehr der Bevölkerung begangen – andererseits habe sich der Charakter der begangenen Feierlichkeiten bisweilen radikal verändert und unterlag zudem einer Bedeutungsverschiebung.
Während der vorbereitende Hausputz früher eine dem männlichen Familienoberhaupt überlassene Tätigkeit mit religiös-reinigendem Charakter besaß, handelt es sich heute um eine Art Familienunternehmen, bei dem auch der Mann und die Kinder einmal der Hausfrau helfen. Der Hausaltar findet in immer weniger japanischen Haushalten einen Platz und nicht einmal der Schrein für den Jahresgott wird noch aufgestellt. Neujahrsbäume werden im Supermarkt gekauft – Ishii weist zudem auf die perfekte Koordinierung mit dem Weihnachtsfest hin, nach der am 25.12. der Weihnachtsschmuck aus den Läden verschwindet und Neujahrswaren angeboten werden. Das erste Wasser wird aus dem Wasserhahn geschöpft, um den eventuell noch eine heilige Schnur (Shimenawa しめ縄) gebunden wurde. Neujahrsspeisen werden zu 60% im Supermarkt gekauft und der Speiseplan an den Geschmack der Familie angepasst, weshalb auch westlich oder chinesisch gegessen wird. Dabei sind ca. 50% der Befragten der Meinung, Neujahrsessen verzehre man nur am ersten Tag, während sich weitere 50% eher auf drei Tage einigten. Der Siebenkräuterbrei erlebte in den letzten Jahren ein Revival, nachdem Supermärkte fertige Kräuterpacks als gesundheitsfördernd anpriesen.

Dem ersten Schreinbesuch ist ein weiterer Abschnitt gewidmet, indem Ishii feststellt, dass zwar scheinbar mehr Leute zum Hatsumōde aufbrechen, aber auch darauf hinweist, dass die entsprechenden Zahlen aus der Polizeistatistik stammen (der Eingang zu Schreinen wird an Neujahr überwacht, um Gedränge zu vermeiden). Im Verlauf der letzten Jahrzehnte, insbesondere seit den Wirtschaftswunderjahren, konzentrieren sich die neujahrlichen Schreinbesuche auf einige wenige Schreine, insbesondere den Meiji-Schrein, während mittlere und kleinere Schreine immer weniger Besuche verzeichnen. Auch gibt es selbst in den Dörfern wenige, die noch die Neujahrsnacht im Schrein verbringen, wie früher offenbar mancherorts üblich. Ishii schlussfolgert, dass die Japaner ihre Heimat- und Blutsbande nicht mehr wichtig nähmen bzw. beim Umzug in die Stadt hinter sich gelassen hätten.
Während 50% der Befragten den Schrein mit ihrer Familie besuchten, wachen sich die andere Hälfte mit Freunden oder ihrer Freundin/ihrem Freund auf den Weg. Die angegebenen Gründe sprechen auch für sich: Neben Gewohnheit (”Es ist einfach nur eine Sitte” 単なる習慣) spielt Opportunismus (”Ich wollte Gott um etwas bitten” 神äにお願いäをするため) eine große Rolle. Zum Abschluss stellt er fest, dass die Besucher, die den kleinen Schreinen verloren gehen, nicht unbedingt alle den größeren zustreben: Stattdessen nimmt die Zahl derer, die ins Ausland fahren, Disney-Land und. Co. besuchen, oder aber ein Neujahrssonderangebot in einem japanischen Hotel in Anspruch nehmen, stetig zu. Der Großteil der Bevölkerung scheint, nach Ishiis Umfragen zu urteilen, das Neujahrsfest vor allem als Zeit der Entspannung, als Ruhephase zwischen den Jahren zu sehen.

Durch das gesamte Kapitel hindurch fragte sich Ishii, was denn nun eigentlich das Ende des Neujahrsfestes sei. Heutzutage, so stellt er gen Ende trocken fest, sei es wohl der Tag, an dem die Japaner endgültig ihren Neujahrsbaum entsorgen: Der Tag der ersten Müllabholung nämlich.

Als Literaturempfehlung eignet sich das Buch evtl. nicht, da Ishii bisweilen ein wenig unwissenschaftlich vorgeht (schon allein, dass sämtliche Graphen ohne Markierungen auskommen müssen, ist einfach mal… daneben), doch war es eine gute Grundlage für diesen kleinen Überblick. :)
Wenn die Kanji wieder nicht zu lesen sind, macht mich nicht dafür verantwortlich, sondern holt eure Mistgabeln und Fackeln vom Dachboden und stürmt die Wordpress Zentrale. Und macht Fotos davon.

Hier die Quellenangabe:
Ishii Kenji 石ä研士: Das Neujahrsfest heute (Shōgatsu no Genzai 正月の現在). Aus: Die Jahresfeste in der Stadt – Der Wandel des japanischen Geistes. (Toshi no Nenjyūgyōji - Henyō suru Nihonjin no Shinsei 都市の年ä行ä・変容する日本äの心性), S. 37-81. Tokio: Shunjūsha 春秋社, 1994.    [...mehr]


Autor: Simon

Wie uns NTV berichtet - unter meinen japanischen RSS Newsfeeds habe ich vergeblich nach einer vergleichbaren Meldung gesucht - sind an Neujahr wieder mal vier Menschen in Tokio an Mochi erstickt. Ich folge deshalb mal flugs der Anfrage von Speeathlet beim “Tokio ist Asiens wichtigste Metropole” Artikel und lasse mich ein wenig zu Mochi aus.

Bis auf den Fotos vom Kampf des großen Pandra Kriegers mit dem Mochi des Grauen (kuckst du hier) habe ich leider keine Fotos vom Klebereis und da auch keiner meiner Freunde, die ich in den letzten Tagen damit genervt habe, mir ein Bild präsentieren konnte, habe ich was bei flickr und Drama zusammengeklaubt.

Mochi lässt sich am besten mit Reiskuchen übersetzen: Das ganze besteht aus gestampftem Reis und hat eine rundlich kloßige Form. Die klebrige Konsistenz ist einerseits der Grund für die Neujahrstoten (vor allem Rentner ersticken gern daran) und auch dafür, dass Ausländer mit dieser Süßspeise nix anfangen können. Zur traditionellen Herstellung - heute wird das ganze herzloser(-und müheloser-)weise in extra Mochi-Küchenmaschinen zubereitet - hier ein netter Comic (beim entsprechenden Wiki Eintrag gibt es auch nen Bildchen und ein flickr Member hat ne kleine Fotoserie zusammenstellt).

Mochi Herstellung

Neben begeisterten Gaijin finden sich die willigsten Mochi-Verklopper vor allem unter den Kindern, will heißen, nach alter Sitte dürfen die Kinder an Neujahr auch mal den großen Hammer schwingen.

An Neujahr wird aus Mochi traditionellerweise ein hübsches Türmchen mit (idealerweise bitterer “DaiDai”) Mandarine oben drauf gebastelt, Kagami-mochi getauft und dann symbolisch dem Jahresgott (Toshigami) auf dem Neujahrsaltar (Toshidana) “geopfert”. Da viele heute keine Lust mehr haben, einen Neujahrsaltar zu basteln, und in modernen Wohnungen auch das Tokunoma genannte Hausaltareckchen fehlt, gibt es bisweilen nur eine kleine Plastikvariante, die dann auf irgendeinem Schreib- oder Küchentisch eine Weile lang vor sich hin staubt. Andere schleppen die Opfergaben sinnvollerweise gleich zum nächsten Tempel.

Kagami-Mochi (aus Plaste und Elaste, wohl nicht aus Schoppau)Kagami-Mochi vor Hasedera Tempel

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Autor: Simon

Fukubukuros - Japanische Neujahrs-Wundertüten

Die Japan Times hatte grad nen netten Artikel zu Fukubukuro-Käufern und das nehme ich mal zum Anlass, auch ein bisschen was zu sagen. Wundertüten gibt es hüben wie drüben, nur dass das ganze dort Glückstüten heißt. Macht auch Sinn, denn immerhin ist es ein absoluter Glückstreffer, wenn man mal etwas sinnvolles erwischt hat…

Es begab sab sich aber zu der Meiji-Zeit (die Zeit, die nach dem Kaiser Meiji benannt wurde, der im Meiji-Schrein spuken tut :)), als das Matsuya-Warenhaus auf der Ginza zuviel Kram übrig hatte. Da es Unglück bringt, das neue Jahr mit altem Kram im Schlepptau zu beginnen, wurde der Ramsch in Tüten gepackt und für die Hälfte des Wertes rausgeschmissen. Diese Zeiten sind nun lange Vorbei, aber Wundertüten gibt es noch immer.    [...mehr]


Autor: Simon

Ein Frohes Neues euch allen!

Da das Neujahr ein so wichtiges Fest bei den Japanern ist, folgen an dieser Stelle natürlich noch ein paar Fotos und und ein bisschen kulturell hintergründiges Geplapper. Leider hatte ich früher keine Digitalkamera und muss deswegen erst mal Fotos einscannen. Aber jetzt gönne ich mir erst mal einen Kaffee und versuch die Augenringe zu vertreiben, also gibt es bis heute abend erst mal nur diesen hier:

kingashinnen

Ich habe mal eben ein selbstgebasteltes Kurumi-e (dazu schreibe ich vielleicht auch noch mal irgendwann was) eingescannt und einen traditionellen Neujahrsgruß draufgeschrieben. Wer wissen will, wie man das ganze liest, muss das Bild anklicken und sich den Kommentar anschauen. :)

In Japan schickt man sich zu Neujahr - und eigentlich zu so ziemlich jedem anderen Anlass auch :P - Karten mit Grüßen und Glückwünschen. Eigentlich wurden die immer so verschickt, dass sie am 1.1. ankommen sollten, doch seit es das Internet gibt, scheint mir alles ein wenig durcheinander geraten zu sein.    [...mehr]


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