» Film

Autor: Florian

Die Trommlergruppe „Kodo“ trägt seit 1981 den musikalischen Herzschlag Japans in die Welt.

Die japanische Trommelgruppe „Kodo“ gilt als Vorreiter der japanischen Trommelkunst. Seit sie 1981 ihr Debüt im geteilten Berlin gegeben haben, haben sie über 3400 Auftritte absolviert. Damit bringen sie der Welt die japanische Kultur ein wenig näher, aber interpretieren auch traditionelle japanische Musik auf ihre Weise. In diesem Jahr konnten sie ihr 30 jähriges Bestehen feiern. Auf ihrer Tour im nächsten Jahr werden sie auch ein paar Konzerte in Deutschland geben. Da wird es Zeit für einen Rückblick, sowie einen Blick nach vorne. Was verbirgt sich hinter der Trommelgruppe „Kodo“, die sogar auf einer Insel in einer Art „Community“ leben?




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Autor: Florian

Das Filmfestival Nippon Connection wird erst wieder im Mai 2012 stattfinden, doch im November gibt es bereits ein kleines Schmankerl, das die Wartezeit für Liebhaber des japanischen Films verkürzen soll.

So soll das Nippon Connection Film Special im Rahmen der Japan Week im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main den Austausch zwischen Filmemachern und Publikum ermöglichen. Im Hinblick auf das Japan-Jahr, das 2011 die mittlerweile 150-jährigen deutsch-japanischen Beziehungen ehrt, legen die Veranstalter auch in der Vorbereitung auf das Filmfestival den Fokus ganz auf ein interkulturelles Verständnis.    [...mehr]


Autor: Florian

Ken Watanabe ist ein japanischer Schauspieler und sehr spiritueller Mensch. Nicht nur in Japan, sondern auch in Hollywood und somit international sehr erfolgreich ist er dennoch auf dem Boden der Realität geblieben.

Der Schauspieler Ken Watanabe spielt in Japan oft in Komödien, Dramen und Actionfilmen mit, in Hollywood ist er besonders für seine prägnanten Nebenrollen bekannt, die er absolut überzeugend darstellt.    [...mehr]


Autor: Simon

Galileo, eine meiner Lieblings-J-Drama-serien aus der Herbststaffel 2007 bekommt nicht nur einen Kinofilm - nein, es läuft am gleichen Tag auch noch ein Special im Fernsehen.

Galileo Title

Am 4. Oktober wird es soweit sein: Der Galileo-Film, der den 3. Band der Romanreihe behandeln soll, kommt in die japanischen Kinos. Gleichzeitig - damit die Macher mehr Gold und Exp sammeln können, freilich - läuft im TV (auf FujiTV, 21:00h, für alle die da sind und einschalten können) ein Special mit dem schnöden Titel “Galileo: Episode Zero”. Das Special wird ein Prequel zum J-Drama sein und dementsprechend die Vorgeschichte des verrückten (und genialen) Professor Yukawa erzählen. Drei Jahre vor Beginn des TV-Spaßes ermittelt Kusanagi, damals noch nicht der Star des Büros, in Sachen Mord - als er nicht mehr weiter weiß, bittet er seinen Kumpel Yukawa um Hilfe. Ironischerweise dürfte das Special damit auch ein wenig näher am Original-Roman sein, denn wie’s aussieht dürfen wir auf Yukawas weibliches Anhängsel diesmal verzichten. Dafür wird es noch ein paar Szenen aus Yukawas Zeit als Studi zeigen.

Quelle und generell mehr dazu: Tokyograph
Hier die Kurzvorstellung des Drama (runtersrollen).    [...mehr]


Autor: Simon

Am Sonntag, den 24. August zeigt Das Vierte um 20:15 Uhr Schnee der auf Zedern fällt. Wer diesen Film nicht kennt, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen.Es ist ja nicht so, als ob einem die gegenwärtige J-TV Staffel groß Zeit rauben würde.

Schnee der auf Zedern fällt, bzw. Snow Falling on Cedars, ist die filmische Umsetzung von David Gutersons Roman mit dem gleichen Titel. 1954 kehrt in einer Kleinstadt an der nördlichen Westküste der USA ein Fischer mit dem klingenden Namen Carl Heine nicht von der Arbeit zurück. Was eigentlich unter Berufsrisiko abzuhaken ist, entwickelt sich bald zu einer Ermittlung in Sachen Mord. Hauptverdächtiger ist sein Kollege Kabuo Miyamoto. Das liegt weniger daran, dass der am Abend zuvor mit dem Toten gesehen wurde, denn daran, dass er japanischer Abstammung ist. Denn eines wissen die Amerikaner in den 50gern ganz genau: Japaner sind hinterhältige Meuchelmörder. Allesamt - auch wenn sie von der US Army ne Ehrenmedaille an die Brust gesteckt bekommen haben. Hier erstmal ein (englischsprachiger) Trailer:

Ebenso wie im Buch ist die eigentliche Handlung eingebettet in die Geschichte um den Reporter Ishmael Chambers und Hatsue Imada, die Ehefrau des Angeklagten. Der wirkliche Inhalt hingegen ist noch ein ganz anderer: Die Behandlung der Japaner im zweiten Weltkrieg in den USA. Aus Angst (bzw. Paranoia) vor japanischen Spionen, wurden sämtliche Japaner und japanischstämmige Menschen in Internierungslager gesteckt, bei denen es sich vornehmlich um stacheldrahtumzäunte Baracken in der Wüste handelte. Die Männer durften während des Krieges in der Armee dienen - Miyamotos Erfahrungen im Kampf um Italien sind dabei keine Fantasiegebilde des Autors, sondern relativ nüchterne Wiedergabe der Realität. Als die japanischen Amerikaner mit Ehrenmedaillien und Lagertrauma im Gepäck nach hause kamen, trafen sie bestenfalls auf die Gleichgültigkeit ihrer Mitbürger. Enteignetes Land und Gut wurden oft nicht zurückerstattet, alte Verträge nicht eingehalten und die persönliche Zukunft sah oft düster aus. Spannenderweise wurden deutschstämmige Mitbürger nicht solchen Traktierungen ausgesetzt. Natürlich ist dies, wohl vor allem dank der deutschen und russisch-kommunistischen Parallelen, für die Amerikaner nicht das angenehmste Thema, so dass der Roman entsprechend für Furore sorgte. Quasi Yasukuni Diskussion mal andersrum. Der Film verschweigt dies nicht, konzentriert sich jedoch auf die unglückliche Liebesgeschichte zwischen Chambers und Hatse. Da Guterson auf seinen 500 Seiten Roman wirklich viel Stoff liefert, musste auch eine Auswahl getroffen werden - und die ist größtenteils gut gelungen. Während der Roman stellenweise den Charme von dreimalgekautem Kaugummi hat, sind Tempo und vor allem Optik des Films sind schlichtweg gelungen. Ob Film oder Roman, beide zeigen die Ausweglosigkeit des Rassismus und die Sinnlosigkeit des Krieges. Zurück bleibt bei beiden ein Gefühl tiefster Ungerechtigkeit.

Wer keine Lust auf bzw. Zeit für’s Fernsehen hat (oder sinnvollerweise dem O-Ton Lauschen möchte), sollte sich in die Videothek begeben.  Es lohnt sich.    [...mehr]


Autor: Simon

Wer genug von J-Drama und Anime aus der Frühlingsstaffel hat, der muss trotzdem nicht unbedingt auf sein J-Entertainment verzichten, denn es gibt ja auch noch Filme (und Games, aber davon mal abgesehen :P). Bubble e Go! zum Beispiel ist ein netter Streifen des vergangenen Jahres, bei dem ich mich köstlich amüsiert hab. Deshalb hier eine kurze Vorstellung.

Bubble Fiction: Boom or Bust - Bubble e Go!

Die eigentliche Story ist an und für sich nur bedingt kreativ: Mariko Tanaka (Yakushima Hiroko), eine Erfinderin und Single-Mama, erdenkt aus Versehen eine Zeitmaschine und reist so ins Jahr 1990 zurück, um die japanische Wirtschaftskrise zu verhindern. Leider geht sie dort verschütt und so schickt ihr die Regierung, personifiziert von Isao Shimokawaji (Abe Hiroshi, s. Dragon Zakura), das Töchterchen Mayumi (Hirosue Ryoko) hinterher. Es folgen die üblichen Irrungen und Wirrungen, die jeder Zurück-in-die-Zukung-Erprobte wiedererkennen wird. Das wirklich nette, amüsante, einzigartige ist allerdings das Setting und der abgedrehte Humor: Mayumi reist zurück in die Zeit der Bubble Economy (hier nen Wiki-Artikel, damit ich mir nicht die Finger wund tipp) - der Blick auf’s Japan Anno 1990 ist urkomisch und leider nicht wirklich übertrieben. ^-^; Die Charaktere sind einfach nur knuffig und ich hab mich 116 Minuten lang gekugelt. Auf jeden Fall was für die gute Laune. :)

Das einzige, was mir ein wenig auf den Keks ging: Während Marty MacFly aus seinem Vater einen coolen Übermacker (will sagen Autor) macht, hilft Mayumi leider nicht ihrer Mutter auf die Sprünge. Der familiäre Erfolg funzt am Ende auch nur wieder über den männlichen Erzeuger. Warum eigentlich? (Nein, das hat nix mit fehlender Gleichberechtigung in Japan zu tun - was Medien Charaktere dort angeht, ist es weit weniger nervig als bei uns.)

Hier ein paar Snapshots:

Mayumi denkt, ihre Mutter sei tot.

Mayumi denkt, ihre Mutter sei tot.

Die über-coole Zeitmaschine:

Die über-coole Zeitmaschine:

Shimokawaji schickt Mayumi zurück

Schock: 1990 gab es noch keine Handys!

Schock: 1990 gab es noch keine Handys!

Der Bösewicht:

Der Bösewicht

Shimokawaji entpuppt sich als nerviger Weiberheld:

Shimokawaji entpuppt sich als nerviger Weiberheld

So sahen damals Studentenpartys aus:

So sahen damals Studentenpartys aus

Dies war einer der Momente, bei denen ich unterm Tisch gelegen hab. Ja, man muss den Film gesehen haben, um das zu verstehen. :P

Genetik für Anfänger

Der schrecklichste Moment im Leben eines heutigen Mädels: “Mein Handy … ist tot!” T-T

Keitai wa …

… shinda! T-T

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Autor: Simon

“Kumasaka erhält Preis auf Berlinale!” verlautbart die Japan Today. Naja, ganz so dramatisch ist’s zwar nicht, aber immerhin war die Berlinale trotz der eigens noch einmal in die Minusgrade abgestürzten Witterung kein kompletter Reinfall für Japanfans.

Ich spare mir jetzt das obligatorische, von flickr oder sonstwo geklaute Bild vom Bärchen oder irgendein Fotolein und linke lieber gleich, ohne jegliche kapitalistische Absicht, auf die Preisliste der Berlinale: Klickst du hier. Auf Seite drei erfahren wir dann, dass besagter Kumasaka Izuru zwar keinen Bären gleich welcher Couleur bekommen hat, doch 50.000 Euro Preisgeld sind wohl auch nicht zu verachten. Die hat er nämlich für sein Erstlingswerk “Asyl - Park and Love Hotel” erhalten. Die Hebamme des Films um die Besitzerin eines Love Hotels spielte die Nachwuchs-Förderung des Pia Film Festivals in Japan. Zwar konnten die Kreativen aus dem Land der Kirschblüten dieses Mal nicht an den Erfolg von Chihiro anknüpfen - es lief ja auch kein Anime mit Exotenthematik :P - doch flimmerten immerhin genug japanische Filme über die Leinwänder, als dass man sich beschweren hätte können. Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung des japanrelevanten Filmfutters.    [...mehr]


Autor: Simon

Momentan und gerade noch tobt die Berlinale durch die winterliche Hauptstadt der Kartoffelfresser-Republik und obwohl diesmal kein Ghibli Jagd auf goldige Bären macht, gibt es doch trotzdem einiges zu sehen für Japanfans.

Gesondert vorgestellt wird auf der Berlinale der Regisseur Wakamatsu Koji, will sagen neben seinem neuen Film “United Red Army” lauffen auch frühere Werke, angefangen mit dem 1965ger Schinken “Secrets Behind the Walls”, über die Berliner Leinwände - eigentlich eine gute Idee, denn gerade mit Filmemachern, die Abseits von Hollywood am Schaffen sind, weiß ein internationales Publikum oft überhaupt nichts anzufangen und so fehlt ihm oft nicht nur der kulturelle Zusammenhang, sondern auch der kreative Hintergrund zum brandneuen Hitstreifen. Von Interesse für unsereins war sicherlich auch “Eat and Run - 6 Beautiful Grifters” von Mamoru Oshii - ein Link auf die deutsche Wikipedia Seite wird ihm leider nicht gerecht, denn der Mann hat bei allen möglichen berühmt bis berüchtigten Projekten von “Urusei Yatsura” über “Angel’s Egg” hin zu “Ghost in the Shell” seine Finger mit ihm Spiel - und außerdem “KABEI - Our Mother” von Yamada Yoji (mit Yoshinaga Sayuri, so wurde mir gesagt). Letzteren werd ich einmal vorstellen, wenn ich ihn mir zu Gemüte geführt habe. Sicherlich hätte ich auch einfach letzte Woche ins Kino gehen können. Aber dann hätte ich ja bei der Kälte raus gehen müssen. Geht ja gar nicht an. ;)

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