Sushi isst man nicht bei Deutschen, Pizza nicht bei Russen, Brot bitte nicht in Amerika und Curry … naja, Curry: Selbst Japaner wissen mittlerweile, dass ihr Curry (KAAREE ausgesprochen) mit dem ursprünglich indischen Gericht nicht mehr viel gemein hat. Egal, denn es schmeckt trotzdem, wenn auch eher nach KAAREE statt Curry. Und hier das Rezept.
» Gemüse
Vor geraumer Zeit gab es in der Rezepte-Rubrik mal einen Eintrag zu Gurkensalat aus Resten. Um fair zu bleiben (ja, Japaner haben noch andere Salatsoßen als Sojasoße pur), wollte ich euch mal das Rezept für echten japanischen Gurkensalat vorstellen.
Eigentlich wollte ich euch ein Rezept für Soumen (kalte Nudeln, ein nett erfrischendes Sommergericht) geben, aber in den letzten Tagen ist es derart pervers kalt, dass ich einfach keinen Bock drauf hattte. Stattdessen habe ich neben meinen üblichen Auberginen- und Sesamgerichten Dämpfgemüse und Kimpira verschnabbuliert. Hier das Rezept für Kimpira:
Ja, mit Tahin kann man viel Schönes machen (guckst du hier). Aber natürlich kann ich grad auch noch andere Dinge kochen. Zum Beispiel Aubergine. Neben Miso (s. Aubergine in Miso) kann man dem werten Gemüse auch andere Soßen antun. Wobei ich zugeben muss, dass ich einige Auberginenstücke gebraten und eiskalt mit Gomadare verdrückt habe.
Zutaten:
- Auberginen (Soße reicht für 6 kleine)
- Zucker 1 gehäufter EL
- Reisessig 2 EL
- Sojasoße 2 EL
- Wasser 2 EL
- Sesamöl 1/2 TL
- optional: Sesam
1. Es gibt bestimmt abertausende Arten, einer Aubergine die Schale zu entreißen. Hier die einfachste: Wie auf dem Foto die Aubergine einschneiden,
dann in einer mit Klarsichtfolie bedeckten Schüssel in die Mikro (einige Minuten, zur Not macht’s halt noch mal rein).
Danach lässt sich die Schale relativ leicht abziehen.
2. Aubergine zerfleischen, d.h. sanft und im Geiste des Zen auseinander ziehen.
3. Soße mischen und drüberschütten. Eine Weile ziehen lassen. Sesam drüberstreuen. Sich ne Kekspackung freuen, aufessen und zu satt sein, um Aubergine zu essen.
Zum Abschluss der Rezepte-Reihe “was man nicht alles tolles in Sesam ertränken kann” (s. Spinat mit Sesam, Surigoma, Gomadare und Bohnen mit Sesam 1) jetzt einmal ein Goma-ae Rezept für Deutsche. Wenn es keine tollen Brechbohnen und echt japanisches Goma-ae gibt, dann macht man’s eben so:
Zutaten:
- irgendwelche Bohnen
- Tahin (türkisches - oder meinetwegen auch arabisches, isrealisches oder ägyptisches Sesam-lö)
- Sojasoße
- evtl. Zucker
- gestoßener Sesam nach belieben
1. Bohnen halbbieren (Enden Abschneiden nicht vergessen) und bissfest kochen, danach abgießen und in Schüssel geben.
2. Tahin mit Sojasoße mischen (ungefähr 3:1 - je nach Geschmack) und ein wenig Zucker dazugeben (abschmecken!),
das ganze dann auf die Bohnen gießen und mischen.
Meist gieß ich noch ein wenig Sojasoße nach.
3. Optional: Gestoßenen Sesam drüberschütten und mischen.
Ja, man kann nicht nur Spinat mit Sesam machen, sondern auch Bohnen. Halleluja. Hier die Kochanleitung (auch Rezept genannt).
Spinat ist momentan ziemlich teuer, während einem die Reste der vorjährlichen Bohnenernte überall hinterher geschmissen werden. Eigentlich ist die Zubereitung genau gleich, nur dass man halt die Bohnen vernünftig kochen muss. Zum Glück kann man dabei weniger falsch machen, als mit Spinat - also eignet sich das ganze auch ganz gut als Einstieg oder als ein Gericht, das auch weniger Kochgeübte relativ gefahrlos ihrer großen Flamme vorsetzen können (ohne beten zu müssen, dass Liebe doch nicht durch den Magen geht).
Zutaten:
- Grüne Bohnen (TK Bohnen eignen sich übrigens NICHT! schmeckt einfach nicht)
- Sesamsoße
- gestoßener Sesam
Nicht besonders kompliziert, aber dennoch:
1. Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Wenn die Dinger Fäden haben, sollte man die logischerweise ziehen. Geht auch ohne Medizinerausbildung. Ja, wirklich.
2. Kochen. Sprich: Für einige Minuten ins bereits kochende Wasser schmeißen. Je nach Bohnen ist die Kochzeit verschieden. Sinnvollerweise fischt ihr ab und an eine raus und probiert. Die Bohnen sollten schon noch Biss haben.
3. Wie in Spinat mit Sesam beschrieben, das Grünzeuchs inne Schüssel und mit Sesamsoße übergießen (s. Gomadare) mischen und eventuell noch mit ein wenig gestoßenem Sesam/ Suri-Goma (Gestoßener Sesam - Suri-Goma) überstreußeln.
Guten Appetit. [...mehr]
Jetzt habe ich wieder eine ganze Weile nichts geschrieben. Hatte zwar eine Reihe Ideen, aber ganz einfach keine Zeit. Sorry. ^-^; Wie ich mir die Themenliste so angeschau, bin ich der Meinung, es könnte mal wieder ein Rezept geben. Diesmal gibt es Spinat mit Sesam. Zusammen mit dem Shôga-Gohan, Aubergine in Miso, Konnyaku und Yaki-Tamago (und vielleicht sogar dem Kirschblütentee) habt ihr damit schon mal ein mögliches Komplettmenü für einen japanischen Abend (oder Mittag).
Zutaten:
- frischer Blattspinat (also auf jeden Fall mit ohne “Blub”)
- Sojasoße
- gestoßener Sesam
- Zucker
Als erstes muss natürlich der Spinat gekocht werden. Das funktioniert eigentlich genauso wie beim Udon-Rezept. Einfacher ist es, wenn man den Spinat nicht komplett mit einem Mal in den Topf schmeißt, sondern immer nur soviel, wie man im Blick hat. Zusammenfallen lassen, abschöpfen (am besten mit einer Kelle mit Löchern - ich hab nur sowas leider nicht ^-^;) und anderweitig unterbringen.
Sinnvoll ist es, ein Sieb in einen Topf/eine Schüssel mit kaltem Wasser zu legen, damit der Spinat gleich abgeschreckt (und nicht matschig) wird.
Dann abspülen und Wasser gut (!!!) auspressen. Das braucht Kraft und Zeit, ist aber sehr wichtig - also nicht einfach den Schritt auslassen!
Als nächstes den ausgewrungenen Spinat ein wenig auseinanderziehen - schließlich soll das Ergebnis keine in Sesam getunkten Klumpen sein. ^-^;
Als nächstes den gestoßenen Sesam, Sojasoße und Zucker (versucht’s für den Anfang mit 1-2 EL Sojasoße und 1 TL Zucker und schmeckt dann ab - wenn es zu trocken oder ölig ist, muss mehr Sojasoße ran) reinkippen und unterrühren. Sinnvollerweise malträtiert man den Spinat mit langen Kochstäbchen, weil sich das ganze dann weniger verfängt als zum Beispiel in einer Gabel.
Guten Appetit! :)
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Wie schon im letzten Monat (Tagebuch für Arme 4) versprochen, kommt hier nach dem Rezept für Shôga Gohan das Rezept für Aubergine in Miso. Das ganze sieht eher nach einem indischen Gericht (d.h. wie schon mal gegessen) aus, passt aber perfekt in jedes japanische Menü und ist auch noch leicht, schnell und kostengünstig herzustellen.
Zutaten:
- 1 Aubergine
- Salatöl (= was auch immer an Öl grad da is)
- 1 EL Miso
- 1 Tasse Dashi/ Brühe
1. Aubergine schneiden. Da die Stücke beim andünsten zusammenfallen, solltet ihr wie hier gezeigt etwas größere Stücke schneiden.
2. Die Aubergine eine Weile in eisigem Wasser ertränken und ca. 20 Minuten ignorieren. Da euer japanisches Festmahl idealerweise aus mehreren kleinen Gerichten besteht, ist dies der Zeitpunkt, sich erst mal um den Reis/ das Konyaku/ den Spinat oder sonstwas zu kümmern.
3. Jetzt heißt es, den Auberginenstückchen Feuer unterm Hintern zu machen. Einfach in Öl anbraten (idealerweise soll das ganze frittieren - will sagen nehmt lieber zu viel Öl, als zu wenig, wenn ihr nicht grad auf Diät seid).
4. Wenn die Auberginen schön angekokelt (oder auf Rezeptbuch-Deutsch “gold-braun”) sind, gebt die Tasse Dashi und das Miso dazu. Jetzt muss das ganze nur noch auf kleiner Flamme einziehen und fertig ist die Sättigungsbeilage. :>


