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Autor: Simon

Über den kleinen Prinzen hat Sigsawa bereits geschrieben - diesmal ist der Pilot dran. Nachdem ich mich gestern (hier) ein wenig zum neuen Anime Allison & Lillia vom Frühling 2008 ausgelassen habe, möchte ich nun etwas über die Light Novel (Roman) Vorlage loswerden.

Allison Band 1 Cover-scan

Allison ist eine 2002 angelaufene vierbändige Romanserie von Sigsawa (so schreibt der Gute sich selbst in seinen Romanen, die eigentliche Lesung in Romaji is Shigusawa), welche ob des Erfolges mit dem sechsbändigen Lillia & Treize und dem zweibändigen Meg & Seron bereits zwei Spin-offs das Leben schenkte.

Allison Spin-Offs

Sigsawa Keiichi ist vor allem für seinen Welterfolg Kino no Tabi (erhältlich bei Tokyopop) bekannt, welches oft mit dem Kleinen Prinzen verglichen wird. Das Motiv der Reise, der verschiedenen Länder und vor allem die Philosophie will Sigsawa jedoch von Galaxy Express 999 geklaubt haben. Wie dem auch sei, liest sich Allison als habe der Autor diesmal dem Piloten Saint-Exupérys eine Romanreihe gewidmet. Thema ist natürlich die Dummheit der Menschen und die Sinnlosigkeit des Krieges - damit passt es wunderbar zu Werken wie Hagane no Renkinjutsu-shi (Full Metal Alchemist) oder Arc the Lad - Seirei no Tasogare (Twilight Spirits) aus der selben Zeit. Leider sind die nachdenklich stimmenden Passagen etwas dünner gesäht als bei Kino no Tabi, wohl ob des Formats (schließlich kann man bei Kurzgeschichten à la Kino eine größere Anzahl verschiedener Ideen unterbringen und auch viel schöner die Erzählperspektive ändern und die zeitliche Abfolge durcheinanderschmeißen).

Eine der netteren Allsion Illustrationen

Ebenso darf man von Kouhaku Kuroboshi hier nicht die selbe Qualität erwarten, wie bei Kino no Tabi. Zwar kann der Mann nach wie vor zeichnen und malen, doch ist der Stil gewöhnlicher, ja geradezu unspektakulär Light-Novel-typisch. Hinfort sind die klaren Farben, der harte schwarz-weiß Kontrast, die Illustrationen, die wie eine moderne Reinkarnation alter Ukiyo-e Prinzipien erschienen.

Allison schwarz-weiß Illu aus Band 1

Besonders traurig ist dann auch die Anime-Umsetzung Allison & Lillia. Ignorieren wir mal die glänzende (Stichwort “Brechreiz”) Animation und konzentrieren wir uns auf die Story bzw. die Message. Zwar ist es normal, dass in einer Verfilmung weniger Hintergrundinfos geliefert werden - so werden Anime-Schauer im Unklaren über die Geschichte und Entstehungsgeschichte der beiden Reiche gelassen und Details, wie zum Beispiel der Umstand, dass in Rokushe eigentlich kaum blonde Menschen vorkommen, werden wohl ignoriert - doch gibt es auch einige Kürzungen, die das Schauen weniger spaßig machen. So wird uns Bleistiftweise die amüsante Erklärung des Lehrers erspart, der seinen Schülern im Light Novel erklärt, warum denn die Bewohner Rokushe die Vorfahren der Menschen (und generell in allem überlegen) seien. Hatten die Macher Angst, dass NHK-Schauer keine Ironie verstehen? Schade. Kino no Tabi wurde zwar für’s Fernsehpublikum auch auf verständlich getrimmt, doch gewann die Serie dadurch imho sogar noch an Eindringlichkeit. Ich fühle mich ein wenig an meine jüngsten Erfahrungen mit Ôkami to Kôshinryô (Spicy Wolf) aus der Winterstaffel erinnert. Trotzdem sollte jeder, der nicht des Japanischen mächtig ist bzw. nicht auf eine Übersetzung der Light Novel warten möchte, dem Anime eine Chance geben. Sigsawa ist einfach zu interessant, als dass man eines seiner Werke komplett ignorieren könnte. Nuff said.    [...mehr]


Autor: Simon

Yep, sorry, ich hab meine Gewürzwolf Phase immer noch nicht überwunden. Während Horo letztes Mal zum Wolf mutiert ist, geht es diesmal darum, wie sie neue Kleider bekommt.

Bisheriger Stand: Roman: 3 - Manga: 2 - Anime:1

Die Szene ist relativ simpel. Horo ist nun mal trotz aller Wolfigkeit doch nur ein Mädchen und so macht sie sich beim Fahrtantritt erst mal über Lorenz’ feinste Sonntagskleider her. Ein echter Shibuya Wolf, sozusagen. Modisch anpassen möchte sie die Klamotten am liebesten auch noch: Mit einem Loch für ihren Schwanz - doch da macht Lori nicht mit. Süß ist die Szene trotzdem. Im Roman wird noch erklärt, wie Lorenz eine Ewigkeit auf diese Kleider sparen musste und dann war’s das auch schon. Kurz und schmerzlos deswegen auch der Vergleich:

8. Des Wolfes neue Kleider
Roman
Roman Neue Kleider S.64Roman Neue Kleider S.65Roman Neue Kleider S.66
Manga
Manga Neue Kleider S.28Manga Neue Kleider S.29
Anime
Anime Neue Kleider Szene 1

Ja, im Anime, welches eigentlich _das_ visuelle Medium ist, bekommen wir keine sich fröhlich drehende Horo, nix süßes, nix lustiges, sondern einen schlichten Kamera-pan über ihre Klamotten. Ich bin vollends entgeistert. Buh! Mir ist klar, dass bei TV Animation gespart werden muss - normalerweise fällt es mir halt nur nicht auf, da ich kein Original daneben leg und vergleiche. Nicht schön. Der Roman bietet mehr Details und sogar eine nette Illu, während der Manga vom Chara-Design her zwar nur den Roman kopiert, aber durch die Wahl einer interessanteren Perspektive dasselbe Bild dynamischer gestaltet. Auch die Bildchen mit Horo und ihrem Schwänzchen geben dem ganzen noch eine gehörige Extra-Portion Kawaii-Faktor. Deshalb Punkt and Manga und Roman und für den Anime ein Tritt in den Allerwertesten.

Roman: 4 - Manga: 3 - Anime:1

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Autor: Simon

Und weiter geht’s beim Vergleich von Spice and Wolf. Letztes Mal ging es darum, wie Lorenz Horo davon überzeugen wollte, sie solle sich doch wieder in einen Wolf verwandeln - und diesmal zeige ich die Umsetzung der Verwandlung.

Bisheriger Stand: Roman: 2 - Manga: 2 - Anime:1

Hier ist nun der Kasus-Knacktus, der Punkt, an dem der Anime beginnt, eine völlig andere Geschichte zu erzählen. Im Original verwandelt Horo nur einen Teil ihrer Selbst - ihren Arm - zurück (wofür sie sich entweder Blut oder Weizen einschmeißen muss - der passende Dialog ist natürlich ebenfalls amüsant). Nach einem kurzen Schreck überwindet sich Lorenz, das Fell und die Tatze zu streicheln. Horo macht dabei einen auf niedlich, verar***t Lorenz dann aber prompt für seine Reaktion (beim großen Weizen-Gott, ich liebe Horo ^-^;). In der Anime Version fällt Lorenz in Ohnmacht, Horo rennt weg und die beiden sehen sich erst viel später in der Herberge wieder. Welche Herberge? Ja, im Anime übernachten die beiden nicht zusammen auf dem Wagen. Tja. Dafür wird Lorenz noch vom Dorfmädel (im Anime wurde aus Yarei ein Mädel namens Chloe gemacht, guckst du hier) heimgesucht.

7. Die Wolfwerdung
Roman
Roman Wolfwerdung S.49Roman Wolfwerdung S.50Roman Wolfwerdung S.51Roman Wolfwerdung S.52
Manga
Manga Wolfwerdung S.14Manga Wolfwerdung S.15
Anime
Anime Wolfwerdung Szene 1Anime Wolfwerdung Szene 2Anime Wolfwerdung Szene 3Anime Wolfwerdung Szene 4

Eigentlich habe ich ja nichts dagegen, wenn bei Umsetzungen, aber Lorenz’ Reaktion hier geht mir echt gegen den Strich. Es ist nicht lustig, es ist lang und das Verhältnis der beiden Protagonisten ist dadurch völlig anders definiert. Iiih bäh, nö, geh’ weg, ich will nicht. Das Manga setzt die Szene imo auch nicht besonders toll um, was schlicht am Platzmangel fehlt. Also geb’ ich hier einen einsamen Punkt an den Roman.

Roman: 3 - Manga: 2 - Anime:1

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Autor: Simon

Auch auf die Gefahr hin, euch mit meinem würzigen Vergleich der verschiedenen Wolfsversionen zu nerven, muss ich euch dennoch erklären, warum ich auch das einzig sinnvolle Anime aus der Winterstaffel nicht anschaue. Nachdem Lorenz das letzte mal den nackten Naturpelzträger in seiner Karre gefunden hatte, jetzt ein ganz kleines, liebenswertes Detail.

Bisheriger Stand der Dinge: Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

Lorenz ist also auf den Wolf gekommen und die folgende Auseinandersetzung ist im Roman detailliert, spritzig und witzig. Insbesondere wie Lorenz den starken markiert, obwohl er eigentlich Angst hat und sowieso ist Horos gesamte Art zu sprechen zum Kringeln. Nach einem relativ langen Schlagabtausch, in dem Lorenz erst einmal mit sich selbst klären muss, ob er das sexy Pelzmonster nicht doch lieber an die Kirche verraten, nach hause bringen, oder am besten nicht mit ihr reden sollte (nicht, dass es sich nachher noch um eine Prostituierte handelt, die am Ende Geld verlangt für’s Anschauen), versucht er sie schließlich dazu zu überreden, sich in einen Wolf zurückzuverwandeln. Sie soll beweisen, dass sie wirklich ein Wolfsgott und nicht einfach nur eine missglückte Kreuzung zwischen einem Menschen und weiß der Teufel (also wortwörtlich genommen, jetzt) sei. Während er aber große Worte spuckt und behauptet, er hätte keinen Schiss, weißt ihn Horo in ihrer unnachahmlichen Art darauf hin, dass seine Hand zittert.

6. Kleiner Feigling
Manga und Roman:
Manga Zitterhand S.12Roman Zitterhand S.47
Anime:

Man beachte die gähnende Leere, wo eigentlich ein Screenshot sein müsste. Ja, die Szene kommt im Anime gar nicht vor. Oder hab ich geschlafen? Dafür würd ich dem Zeichentrickfilmchen am liebsten einen Punkt abziehen, aber ich bin ja nicht gemein (eigentlich doch, aber nur, wenn es sich lohnt :P). Im Manga sieht Lorenz aus, als ob er grad erschossen werden soll oder grad den YMCA Tanz nachäffen will. “Put you hands up in the air and say yeah!”, oder so. Deshalb geht die Runde an den Roman. Bas hai (aj ke liye, i alla fall).

Roman: 2 - Manga: 2 - Anime:1

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Autor: Simon

Damit mein Spice and Wolf Vergleich (hier Teil 1 und Teil 2) einmal zügig zu Ende geht, hier gleich einmal kurz und schmerzlos die nächste Runde. Diesmal geht es um eine Szene während der aberwitzigen Diskussion zwischen Lorenz und Horo.

Gegenwärtiger Stand: Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

5. Trockenfleisch
Während Lorenz noch am Grübeln ist, erspäht Horo das Stück vormoderne BiFi auf dem Boden - unser bärtige Krämer hatte es vor Schreck fallen lassen, als er die nackte Verführung auf seinem Wagen entdeckte - hebt es auf und steckt es in den Mund. Interessant, dass die drei Versionen diese Szene so unterschiedlich interpretieren. Da es nur vier Bilder sind, teile ich sie nicht in Roman, Manga und Anime auf. Ihr seid bestimmt mit genügend Sehkraft ausgestattet, um den Unterschied auch selbst zu erkennen. :P

Roman Hoshiniku S.35Roman Hoshiniku S.36Manga Hoshiniku S.2 (Kapitel 2)Anime Hoshiniku Szene 1

Ich finde es offengestanden ein wenig schwer, sich hier zu entscheiden. Der Roman wittmet der Szene natürlich mehr Raum, sich zu entfalten, der Anime bleibt der Vorlage treu (und wie Horos Schwanz so lustig im Nachthimmel wedelt - einfach nur süß), während der Manga durch diese witzige Abwandlung Horos frechen Charakter eigentlich noch einmal gut betont. Da ich nicht so richtig weiß, was ich besser finde (O.K. ich mag die Animation nicht, aber wir wollen ja halbwegs fair bleiben), gibt es diesmal eine Nullrunde. Also, wie gehabt:

Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

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Autor: Simon

Vor einer ganzen Weile hatte ich angefangen, Spice and Wolf aus der Herbststaffel mit sich selbst zu vergleichen. Mein Hauptziel ist dabei übrigens, glaube ich, zu erklären, warum ich den Anime nicht schaue. :P

Gegenwärtiger Stand: Roman: 1 - Manga: 1 - Anime:1

Passend zum Valentinstag gibt es die Szene, in der sich unser 25-jähriger, wie mindestens 40 aussehender Krämer-Held, einen würzigen Wolf anlacht:

4. Das erste Date - Es geschah im sanften Lichte des Vollmondes
Lorenz zieht missmutig aus Pasroe ab und zeigt sich unzufrieden über sein Single-Dasein. Als er sich grad unter den Fellen verkriechen möchte, liegt unter dem Pelzberg ein Mädel, dass erstens schön ist und zweitens nackt. Kaum hat sich unser mittelalterlicher Händler gefragt, ob es sich wohl eher um eine Prostituierte oder doch um ein weggelaufenes Dorfmädel handelt, folgt Horo dem Ruf der Natur. Nein, sie geht nicht für kleine Wölfe, sondern heult den Mond an. Die Szene schreit gerade zu nach gekonntem Fanservice, den einem der Roman natürlich nicht bieten kann. Oder doch? Seht selbst:

Der Roman:
Roman Wolffinden S.31Roman Wolffinden S.32Roman Wolffinden S.33Roman Wolffinden S.34

Der Manga:
Manga Wolffinden S.27Manga Wolffinden S.28-29Manga Wolffinden S.30

Der Anime:
Anime Wolffinden Szene 1Anime Wolffinden Szene 2Anime Wolffinden Szene 3Anime Wolffinden Szene 4

Für mich, muss ich sagen, ist die Sache eindeutig. Der Anime nervt durch “gekonnt” eingesetzte Standbilder, Sparanimation und diesen Fokus - und ach ja, der Sound ging mir auch gegen den Strich. Der Roman hat an dieser Stelle einfach nicht die bunten Bilder, die ich mir für diese Szene gewünscht habe. Daher, und das obwohl ich das Chara-Design von Lorenz nicht mag:

Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1

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Autor: Simon

Spice and Wolf, Wolf and Spice Spicy Wolf oder ganz einfach mal Ôkami to Kôshinryô lässt momentan jeden Dienstag das Korn wachsen. Im japanischen TV, versteht sich. Da ich die vorletzte Woche statt zu bloggen meine verstauchten Arme mit Nichts-tun geheilt habe, bin ich vor einem persönlichen Anime-Marathon in den Genuss der Romanvorlage und der Mangaumsetzung vom “Wolf mit Lebensmittelzusätzen” gekommen. Da sich die verschiedenen Versionen unserer goldigen Landwirtschaftsgöttin nur bedingt grün sind, möchte ich euch an dieser Stelle einmal anhand der ersten Folge einige Unterschiede vorführen.

Da der Beitrag die ganze erste Seite des Blogs füllen würde, würde ich mich auch noch zum Inhalt auslassen, hier ein kurzes Review und hier ein humorvoller Blick auf die erste Folge. Momentan ist es ein wenig schwer, etwas auf Deutsch zu finden. Wer des Englischen mächtig ist, kann sich natürlich auch auf AnimeNewsNetwork, Wikipedia und Co. umschauen.

Spice and Wolf, so laut Anime der internationale Titel des Films, basiert auf einer Romanvorlage von HASEKURA Isuna - ich denke jetzt lieber nicht darüber nach, dass der Junge ein Jahr und ein paar zerquetschte Tage jünger ist als ich und schon eine ganze Romanserie nebst Filmumsetzung auf dem Kerbholz hat. Um mir über diesen Anflug von depressivem Minderwertigkeitskomplex hinweg zu helfen hier erst mal ein hübsches Farbbild von AYAKURA Jû (der ist zumindest älter - um zwei Wochen, naja), nämlich das Romancover:

Spice and Wolf: Das Cover der Romanvorlage

Im vergangenen September erblickte das Manga das Licht der östlichen Sonne und seit zwei Wochen gibt es den Spicey Wolf auch in Farbe mit so bewegt und so. Das Label Dengeki Bunko gehört übrigens zum Verlag MediaWorks, welcher das 15-jährige Töchterchen der Kadokawa Verlagsgruppe ist und auch so Hits wie Kino no Tabi, Boogiepop wa warawanai oder Baccano! seinen Stempel aufgedrückt hat.

Hier einige ausgewählte Szenen im Vergleich. Die Version, die mir jeweils am besten gefällt, bekommt einen Punkt:

1. das Opening
Abgesehen mal davon, dass das Anime natürlich ein offizielles Anfangsgedudel hat (Youtube Video hier), welches ich übrigens nach mehrmaligem Hinhören doch als recht stimmig und passend empfinde, wird mit fortschreitender Graphifizierung (also von Roman zu Manga zu Anime) immer mehr an Details gleich hier verraten. Während der Manga noch die erste Romanseite beinah Wort für Wort vor ein paar schwarz-weiß Zeichnungen setzt, gibt es im Anime goldene Ären und den großen Wolf, nebst der Festtagsvariante, zu bestaunen, während dort auch gleich das Versprechen und der Grund für dessen Bruch (in Form aufgebrachter Bauern) gezeigt wird.
Der Roman und das Manga:
Roman Opening S.1Roman Opening S.2Manga Opening S.1Manga Opening S.2-3Manga Opening S.4
Der Anime:
Anime Opening Screenshot 1Anime Opening Screenshot 2Anime Opening Screenshot 3Anime Opening Screenshot 4Anime Opening Screenshot 5Anime Opening Screenshot 6Anime Opening Screenshot 7Anime Opening Screenshot 8Anime Opening Screenshot 8

Ich muss sagen, dass ich die Animeversion hier eigentlich am nettesten finde. Zwar hat der Roman natürlich durch seinen Informationsmangel durchaus den charmanten Hauch des Mysteriösen, doch habe ich mich einfach in die nervtötende Dudelmusik des Zeichentrickfilmchens verliebt. Die Mistegabeln hinschmeißenden Bauern waren auch ein netter Touch. Ich stehe auf aufgebrachte Mobse.

Roman: 0 - Manga: 0 - Anime:1

2. Die Ritter Szene
Gleich nach der bukolischen Einführung ins Drama erfährt unsere Held Lorenz von einem Ritter, dass die Kirche grad nach Ungläubigen jagt, die andere Götter als den einzig wahren verehren. Im Roman verführt Lorenz (oder meinethalben Lawrence) den Ritter mit Süßigkeiten, während die im Manga eher nach halb vergammelten Käsestücken aussehen. Vielleicht wurde das ganze im Anime deshalb weggelassen
Der Roman:
Roman Ritterszene S.18Roman Ritterszene S.19Roman Ritterszene S.20Roman Ritterszene S.21Roman Ritterszene S.22Roman Ritterszene S.23
Manga und Anime:
Anime Ritterszene ScreenshotManga Ritterszene S.9Manga Ritterszene S.12

Eindeutig hat hier der Roman die Nase vorn.

Roman: 1 - Manga: 0 - Anime:1

3. Die Ernte
Als Lorenz ins Dorf Pasroe kommt, überrascht ihn die Animeversion mit einem zur Frau mutierten Yarei (sie hört auf den Namen Chloe). Dafür ist das Erntefest, welches im Manga graphisch sehr treffend in Szene gesetzt wurde, etwas langweilig geraten. Chloe mutet eher genervt an und die Festatmosphäre will nicht so richtig rüber kommen. Da hilft auch eine Kleiderträgerin extra nicht.
Der Roman und das Manga:
Roman Ernte S.25Roman Ernte S.26Manga Ernte S.16Manga Ernte S.17
Der Anime:
Anime Ernste Screenshot 1Anime Ernste Screenshot 2Anime Ernste Screenshot 3Anime Ernste Screenshot 4Anime Ernste Screenshot 5Anime Ernste Screenshot 6

Hier hat mir offengestanden die Mangavariante am besten gefallen. Zwar wird lediglich die Szene im Roman verzeichnifiziert, doch sind Bilder und Speedlines bei diesem dadurch actionreichen Geschehen einer wahrer Mehrwert.

Roman: 1 - Manga: 1 - Anime:1

Damit herrscht vorerst Gleichstand und Frieden unter dem Himmel. Weitere Szenen morgen, *ähm* heute, bevor ich vorm Bildschirm einschlafe. Oder halt, wenn ich Muße habe, was zu meinen weiteren Screenshots zu schreiben.

Ich würde übrigens gerne der kleinen chinesischen (oder koreanischen? taiwanesischen? uzbekischen?) Fee danken, die ihre Magazine auseinandergerissen hat, um die Bilder einzuscannen. Ich kann leider keine Namen nennen (weil ich sie mir nicht gemerkt hab :P), aber ich hatte viele Stunden Freude auf ihre Kosten. :>    [...mehr]


Autor: Simon

“Schenke mir bloß nie wieder so ein Buch! Daran liest man ja nur einen Tag lang! Man sollte sein Geld zurückverlangen!” Mit diesen Worten drückte mir meine Mutter gestern den ersten Band von “Die Zwölf Königreiche” in die Hand. Gut. Sich beschweren, weil man das Buch zu schnell ausgelesen hat? Tolle Idee. Vielleicht sollte ich so mal mein Geld für Harry Potter und Co. zurückverlangen. Meine Mutter bekommt auf jeden Fall zum nächsten Fest Das Kapital oder etwas ähnlich langlebiges.

12kokki deutsch

Wenn ihr spoilerfreieweise etwas über den Inhalt erfahren wollt, schaut euch die offizielle Sektion auf der Tokyopop HP an. Ich habe gerade keine Lust, noch mal den Inhalt runterzubeten. Vielmehr geht es mir um die deutsche Version des Buches:

Aufmachung

Gleich beide Bände von Tsuki no Kage, Kage no Umi, d.h. nunmehr Der Schatten des Mondes - Das Meer der Schatten (und ich dachte, die Sheridan und Co. hätten die besiegt?), dem ersten Teil von der Saga der zwölf Ländereien, findet man in der 19,99 Euro teuren gebundenen Ausgabe. Das Cover macht einen vernünftigen Eindruck, auch wenn dazu YAMADA Akihiros Illustrationen kastriert wurden. Mein Problem ist vielmehr, dass man die dann innen zwar abgedruckt hat - aber nicht in Farbe. Ich würde jetzt gern einen lustig-kritischen Kommentar dazu abgeben, aber mein Humor hat grad mit mir Schluss gemacht. Netterweise ist das ganze auch im A5 Format gehalten (die japanischen Bände sind gerade mal halb so groß), so dass wir unsere Augen nun mit extragroßen Illus von Yamada-sensei verhätscheln können. Ein netter Touch ist auch das Lesebändchen (dafür hätten sie lieber die Coverillus in Farbe abdrucken sollen!), während ich es eher schade finde, dass es keinen Schutzumschlag gibt. Ich steh auf die Dinger - in Japan hat prinzipiell jedes Buch sowas, egal wie billig (na gut, es gibt auch Combini Manga Ausgaben zu Dumping Preisen ohne, aber…).

Das eigentliche Problem ist die Bindung. Einmal Lesen und das Teil zeigt Auflösungserscheinungen. Meine japanischen Originalausgaben waren keine 20 Euro Luxus-Ausgaben, sondern stinknormale Tascchenbücher - die sehen noch völlig jungfräulich aus….

Übersetzung

Den beiden Übersetzerinnen (Heike Boudalfa und Kimiko Nakayama-Ziegler) kann ich nur mein herzliches Beileid aussprechen. Bei so einem Werk hat man irgendwie schon von vornherein verloren. Die Autorin, ONO Fuyumi, hat die nette Angewohnheit, viele (ja, wirklich richtig viele) neue Wörter zu erfinden, die dann einfach mal eine Aneinanderreihung ihrer derzeitigen Lieblings-Kanji sind. Die Kanji haben natürlich auch, je nach Tagesform, eine mehr oder minder passende Bedeutung - so bringt die bloße Wiedergabe der Namen in Romaji eigentlich keinem Fabelwesen was. Da allerdings die Alternative eine Übersetzung der Namen gewesen wär (allein beim Gedanken wird mir ziemlich unwohl in der Magengegend), können wir wohl noch von Glück reden. Verwirrend ist ein wenig, dass Vokallängen bei Namen nicht angegeben werden. So wird aus Yôko schlicht Yoko. Das entspricht natürlich der gängig-deutschen Idiotentaktik. Personen, die im Original mit Dialekt reden, labern auch in der Übersetzung frisch fröhlich auf Proletariersprech ‘rum. Das könnte man natürlich auch kritisieren, aber ich hab’ grad keine Lust dazu. Schön ist es, dass die Übersetzerinnen noch Fußnoten und ein Glossar beigefügt haben. Außerdem stehen da auch jedes Mal Kanji, wenn die Charas grad “Zeichen schreiben”.

Traurig ist auch irgendwie, dass Die Zwölf Königreiche ohne den kulturellen Zusammenhang eher wie nett-dumme Teeny-Literatur anmuten. Alte asiatische Konzepte von Ideal-Herrschaft und Co. werden hier mal in die Tat umgesetzt, philosophische Ideen wie das Mandat des Himmels werden absolut wort-wörtlich genommen, alte Fabelwesen laufen einem links und rechts über den Weg… es ist im Prinzip das, was Tolkien mit Herr der Ringe gemacht hatte: Die heutige Realität und unsere Mythen zusammenfassend mit der eigenen Fantasygeschichte Erklären. So wie Tolkien sich seine eigene Elfenversion zurecht spann (alles, was wir heute über Elfen wissen, sei ja völliger Mumpitz, so der Großmeister), ist Ono-sensei z.B. herrlich kreativ mit Kirin umgesprungen. Abgesehen davon, faszinierte mich schon immer dieses beinah aufklärerische Ideal, welches bei der Geschichte mitschwingt: Yôko erkämpft sozusagen selbst ihren Weg aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Erwachsenwerden für Fortgeschrittene. Besonders deutlich wird das dann in Kaze no Banri, Meirei no Sora (gleich drei Heldinnen werden von rummeckernden, hilflos-zickigen Opfern der Umstände zu coolen, erwachsenen Weibsbildern). Natürlich setzt das ganze auch einen nicht gerade eben halbherzigen Schritt ins Feld der Kulturkritik. Durchschnittsjapaner werden dargestellt als relativ überzeugungslos - sie mobben, beten und leben halt einfach so vor sich hin, ohne sich was dabei zu denken. Der Weg des geringsten Widerstandes, der in Japan sogar noch ein Sahnetortenstück beliebter ist, als hierzulande, wird im Prinzip als Wurzel des Üblen dagestellt. Naja, imo natürlich. (Dies ist der perfekte Anlass, nen Kommentar abzulassen. *wink mit Zaunpfahl*)

Ach ja, zu dem ganzen gibt es natürlich auch noch einen Anime, der in D-Land bei Anime-Virtual erschienen ist. Der ist keine schlecht Umsetzung, allerdings zu Beginn etwas sehr kreativ…

Habe ich im Übrigen schon erwähnt, dass YAMADA Akihiro es echt und ernsthaft drauf hat? Hier mal zwei Scans von seinen Illus:

12kokki illu 1

Ein weiteres Bild:

12kokki illu 2

Der Mensch kann mit den verschiedensten Medien umgehen und überrascht immer wieder mit neuen Stil-Ideen. Ach ja, er hat auch bei RahXephon das Charadesign gemacht, wie eigentlich recht schwer zu übersehen is, wenn man zwei gesunde Augen und nen funktionierendes Hirn hat.

Hier noch mal die uns vorenthaltenen Originalcover von ihm:

Tsukinokage-kagenoumi1Tsukinokage-kagenoumi2

Eigentlich wär heute auch noch der Tag für’s nächste Japan Aktuell, aber ich bin grad viel zu fertig. Morgen dann.    [...mehr]


Autor: Simon

山田くんありがとう!

本虫の私には、完璧なプレゼントだったにゃ。o^_____^o

hayate

yeah~ Eine “Hayate no gotoku”, “Hayate the Combat Butler“, Spielkarte. “Asakaze Risa” heißt die gute und offenbar ist sie so untalentiert, dass einem beim Zücken der Karte 5HP abgezogen werden. Nein, ich habe “Hayate no gotoku” nie gesehen.

Yamada-kun sei Dank kann ich meinem Hirn wieder mit ein paar neuen Light Novel, japanischer Teeny Literatur, schaden. Demnächst werd ich die Cover abbasteln und in der Uni damit angeben, dass ich mir japanische Literatur zu Gemüte führe. :P
Hier ein kleiner Überblick. Das Schlechte: Natürlich habe ich die Bücher noch nicht gelesen und so geh ich nur vom Covertext aus. Das Gute: Ich könnte nicht Spoilern, wenn ich es wollte.

D.C. P.C. – Da Capo Plus Communication

Autor: OKAZAKI Izumi; Illus: Mikeo
Verlag: Famitsû Bunko

DCPC

Und noch mal von vorn das Ganze: Auf der Insel Hatsunejima blühen mal wieder das ganze Jahr hindurch die Kirschblüten und ASAKURA Nemu hat immer noch ihr Geheimnis: Sie liebt nämlich ihren Stiefbruder Jun’ichi. Und weil die Situation noch nicht vertrackt genug ist, taucht jetzt noch der Albtraum eines jeden verliebten Mädels auf: Sakura, die Osananajimi (Kindheitsfreundin; die bekommen am Ende schon aus Prinzip immer den männlichen Hauptchara ab) Jun’ichis… Der Einband informiert uns noch, dass mit dem Auftritt von Sakura im Herzen Nemus ein Frühlingssturm zu wüten beginnt. *aha* Nein, Tiefgang erwarte ich bei der Verbuchlichung eines Ero-Games nicht. Da ich den Animeumsetzungen bis jetzt aus dem Weg gegangen bin, ist dies vielleicht die Gelegenheit diese *ähm* populäre Serie kennenzulernen… Am begeistersten bin ich momentan von den Illus im Buch, auf denen die Mädels alle detailliert gezeichnet sind, während Jun’ichi nicht mal Gesichtszüge hat. Psychologen hätten ihre helle Freude.

BAITO de Wizard バイトでウィザード
Autor: SHIINO Miyuki
Verlag: Kadokawa Sneaker Bunko

baitowizard

Kyôsuke und Yutaka sind Bruder und Schwester, an der beiden Schule und zelebrieren ihre Geschwisterliebe am liebsten mit ständigen Wortgefechten. Damit’s nicht allzu langweilig wird, scheinen sich die beiden in ihrer Freizeit auch noch ein wenig mit Zauberei zu befassen – irgendwas von wegen jobben beim Magierladen der Vollmondnächte. *aha*? Um die Magie der in Japan überall verbuddelt schlummernden Geister zu beschützen. Okay. Beim Lesen des Covertextes überkam mich spontan ein Gefühl von: “Ihr mich auch mal!” Das erste Kapitel hat sich aber nur so runtergelesen – ich wollte “mal reinschauen” und schon war’s vorbei – und tatsächlich hat el Schreiber-sensei damit nicht nur Autorenpremiere gefeiert, sondern dafür auch gleich noch ‘nen Preis eingeheimst. Ich bin gespannt.

baitowizard2

Im siebten Band von “BAITO de Wizard” wird Kyôsuke anscheinend immer wieder von den Killern einer rätselhaften Organisation belästigt. Die kleinen Unannehmlichkeiten – ständig so Leichen von Feinden wegschaffen zu müssen kann auf die Dauer schon ‘nen Happen nerven – werden zu einem wirklichen Problem, als besagte Org Kyôsukes eigentlich mausetote Ex-Freundin auf ihn los lässt. Irrungen und Wirrungen des Herzens folgen, bla bla.
Mein Problem ist hauptsächlich, dass ich irgendwie an die fünf Bände dazwischen kommen muss. Ich könnt’ sie mir natürlich auch einfach kaufen…

Scheherazade
Autor: ASADA Jirô
Verlag: Kôdansha

scheherazade

Schon am äußerst aufregenden Cover – *hui* mir wird ganz heiß, ich kann mich kaum retten vor Fanservice (wenn ihr lang genug schielt oder vorher Alk intus habt, seht ihr auch die nackte Frau am Strand) – erkennt man, dass es sich nicht um eine Light Novel handelt. Illus gibt es natürlich auch keine – natürlich eine harte Probe für die Jugend von heute. So’n Buch, so mit Text und ganz ohne Bilder. Soll vorkommen. Wie dem auch sei: Anno 1945 versenkte einst ein Sturm vor der Küste Taiwans ein Schiff samt seiner vollen Laden Goldbarren. Ach ja, 2.300 Menschen sind auch noch ums Leben gekommen; für die aber interessieren sich zumindest die Abenteurer eher weniger, als sie sich auf machen, das Schiff zu bergen. Doch – haltet euch fest, jetzt kommt die unvorhersehbare Storywendung schlechthin! – alle kommen sie nacheinander auf mysteriöseste Weise ums Leben. Nun geht irgendwer (Scheherazade?) auf die Suche nach der Vergangenheit des so verendeten Lovers um hinter das Geheimnis des Schiffes zu kommen. Das Ganze soll die Würde der Japaner hinterfragen. Ich hoffe, es ist nicht allzu spannend, sonst müsste ich mir darüber Gedanken machen, wie ich Band 2 organisiere.

Übrigens: Es ist spät und wer Rechtschreibfehler findet, kann sie erst mal behalten. Oder noch besser: Mir mitteilen und ich korrigiere das ganze, wenn ich mir die Augenringe weggeschlafen hab’.    [...mehr]