» Nudeln

Autor: Simon

Man soll mir ja nicht nachsagen, dass ich nicht nehme, was ich (friedlich) kriegen kann. Da sich meine Freundin nun wirklich verabschiedet hat, habe ich noch einmal ein paar Tüten in die Hand gedrückt bekommen. Unter anderem viel für den Magen.

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ich werde zurückgelassen, einsam und allein, während so eine Elende sich auf und davon ins Land der Pflaumenblüten und Melon Floats macht. Kriminellerweise bin ich nur halb traurig. Schließlich staub ich so zünftig ab. Wer mir nicht glaubt klickt hier, hier, hier oder hier. Anyhow war es nun soweit und was nicht in den Koffer ging, dass steht jetzt in meiner Speisekammer. Erstmal zum J-Food:

Mugi Cha

Das hier ist Mugi Cha. Japanischer Getreidetee, der meist im Sommer eisgekühlt geschluckt wird. An sich kann ich das Zeuchs nicht leiden (es sei denn, es ist wirklich mordheiß und jemand gibt mir das Zeuchs umsonst), aber einem  geschenkten Gaul …

Japanische Lebensmittel

Eine Packung Instant Miso Suppe wurde mir anheim. Die Packung mit der hübschen Aufschrift Sekihan ist als Reisbeilage gedacht. Also der Inhalt, nicht die Packung (das ganze wird dann wie beim Shôga Gohan mit in den Reiskocher getan und einfach mit gekilled).  Die Soba Tsuyu ist genau das: Soba-Soße. Muss man dann nicht selbst machen. Das “Shiitake” Zeuchs soll ein Tee aus Shiitake werden (für was mit Shiitake, schaust du hier) - ich bin gespannt. ^_^;

Soba Nudeln

Last but not least: Ramen und Soba. Letztere sind besonders öko-taugliche Buchweizennudeln, reich an allem möglichen, was groß und stark macht. Traditionellerweise sind Soba übrigens das Gegenteil von Udon (as in Kitsune Udon, meine Freunde) und werden bevorzugt in Tokio gegessen. Was das angeht bin ich allerdings ein waschechter Kansai-aner. ^_^;    [...mehr]


Autor: Simon

Da ich im Winter die Arme verstaucht hatte - ich bekam mitten auf der Straße einen Schwächeanfall und hab mich hingepackt, und zwar nicht einmal, sondern dreimal - habe ich ziemlich lang nichts gekocht. Es sei denn natürlich, Dosen-Öffnen und Mikrowellenknöpfe drücken zählt als Kochen. Meine Genesung habe ich heute mit einer Nudelsuppe gefeiert. Nachdem ich den Plock mit einem Rezept zu Udon angefangen habe, kommt jetzt das asiatische Essen, mit dem wohl schon jeder Mal in Berührung gekommen ist: Ramen.

Ramen - die beliebteste asiatische Nudelsuppe

Ich zeige euch dieses Foto übrigens im vollen Bewusstsein seiner künstlerischen Unzulänglichkeiten und bitte um eure Nachsicht - einen Preis für Food-Design bekomme ich damit nicht. Egal. Wie meine Freundin Yuko immer sagte: “Naka ni haireba onaji.” (Wenn es im Magen ist, ist es gleich. Mein Vater hat einen ähnlichen Spruch drauf, der die Angelegenheit ein wenig später im Verdauungsprozess betrachtet. Aber das ist wohl in einem Rezept fehl am Platze.)

Natürlich gibt es viele Varianten von Ramensuppen. So kann man seine Nudeln in Misosuppe, klarer Brühe oder meinethalben auch in urteutscher Gemüsesuppe genießen - glaubt es oder nicht, letzteres mache ich des Öfteren. Die folgende Bastelanleitung basiert auf dem Rezept aus einem Kochbuch “Japanisch Kochen” von Emi Kazuko, geschickt angewandt auf den gegenwärtigen Inhalt meines Kühlschranks.

Zutaten

  • Ramen (ca. 80g pro Person)
  • Spinat
  • Bohnen (gekocht; Bambussprossen oder ähnliches machen sich natürlich auch sehr gut)
  • Frühlingszwiebeln (ca. 1 Stange pro Person, gehackt)
  • getrocknete Pilze
  • Tofu (ca 1/2 pro Person bzw. 2, wenn ihr Tofu so mögt, wie ich :P)

Suppe

  • ca. 1l Pilzwasser (wenn ihr mehr braucht, streckt das ganze mit Dashi oder Gemüsebrühe; wenn ihr “nur” frische Pilze habt, wird das mit dem Pilzwasser natürlich nix)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • Sojasoße (ca 6-7 EL)

Optional

  • Chillipulver
  • Austernsoße
  • Ei (pro Person eins)

Zubereitung

1. Pilze einweichen. Die Pilze in Wasser ertränken und mindestens eine Stunde ignorieren. Wie gesagt, mindestens - wenn ihr die Pilze einen Tag einweicht, werden sie nicht beleidigt wegrennen. Sprich: Wenn ihr morgens schon wisst, dass ihr zum Mittag- oder Abendessen eingeweichte Pilze braucht, schmeißt sie gleich morgens ins frisch-kalte Nass.

 

Bevor ihr loskocht, müsst ihr die Pilze abgießen (durch ein Sieb) und dabei das Wasser vorm Abguss retten (am besten mit einem Topf unter’m Sieb). Die Pilze sollten dann nach Möglichkeit ein wenig trocknen, während aus dem Wasser die Suppe wird.

Ramenrezept - Pilze abgießen (ja, unter dem Sieb ist ein Topf)

2. Nudeln kochen. Da die Nudeln beim obligatorischen Abspülen eh kalt werden, könnt ihr die ruhig als erstes kochen, während ihr die anderen Zutaten vorbereitet. Die vollständige Anleitung findet ihr beim Udonrezept (die genaue Kochzeit wird sich natürlich unterscheiden, also solltet ihr mal einen genaueren Blick auf die Verpackung schmeißen).

Ramen aus’m Asialaden - das hier ist das Billigste, was wo gibt. Frisch (?) aus China. Es steht euch natürlich frei, teure Ramen im Feinkostladen zu kaufen.Ramen - Nudeln in’ Topf schmeißenRamen fertig im Spaghettisieb (wenn ihr sowas nicht habt, tut’s auch ein stink-normales Plastesieb)

3. Für die Suppe müsst ihr den Knoblauch und den Ingwer schälen und dann “andrücken”, damit der Geschmack auch wirklich vom Stück Wurzel in die Suppe gelangt. Das ganze kommt dann in’s Pilzwasser (bzw. das Pilzwasser in den Topf, so wie bei mir auf den Fotos) und wird aufgekocht. Dann könnt ihr entweder ganz tolle Meisterköche sein und die Knoblauch- und Ingwerstücken wieder rausfischen, oder aber das ganze als weitere Suppenbeilage betrachten (da das ganze natürlich mitgekocht wird, schmeckt es eigentlich ganz gut). Dann fügt ihr noch die Sojasoße hinzu. Ich habe noch ein wenig mit Austernsoße (weniger japanisch geht’s nicht mehr, aber Ramen ist ja eigentlich auch chinesisch) und Mirin nachgeholfen. Vor dem Schaum braucht ihr übrigens keine Angst haben - das hat Pilzwasser so an sich.

Ramenrezept - Knoblauch und Ingwer schälenRamenrezept - Knoblauch andrückenRamenrezept - Knoblauch andrücken - perfekter Stressabbau *Attacke*
Ramenrezept - Brühe aufkochen
4. Die Pilze und die Bohnen ein wenig abtropfen lassen und anbraten - wenn die Suppe nachher wirklich schön aussehen soll, dann am besten getrennt, sonst ist das Resultat so einen Pott, wie auf dem ersten Foto. Die Pilze könnt ihr natürlich auch einkochen wie im Udonrezept. Wenn ihr frischen Tofu habt, schmeckt er auch nicht unbedingt schlechter, wenn ihr ihm auch noch eine Weile Feuer unterm Hintern macht. Da Gebratenes prinzipiell besser schmeckt, als Gekochtes, habe ich übrigens auch noch einmal die Nudeln mit in die Pfanne geworfen (das Resultat wäre dann wohl Yakisoba, bzw. -ramen, aber das Rezept gibt es im Sommer, zur Hanabi-Zeit).
Ramenrezept - Bohnen kochen und dann abtropfen lassenRamenrezept - Bohnen und Pilze anbraten (das ganze ist bei mir so braun, weil ich auch hier Austernsoße draufgetan hab)
5. Jetzt müsst ihr nur noch auf dem Tofu und den Zwiebeln ein wenig rumhacken. Ich hatte diesmal Dank einer Lebensmittelspende (thx @Lena :)) Räuchertofu und habe den Sojabohnenkäse deshalb nicht weiter misshandelt (ansonsten hilft Braten oder Frittieren immer). Da mein Spinat diesmal à la TK war, habe ich ihn mit der Brühe aufgekocht. Wie man’s richtig macht, steht im Udonrezept. Außerdem könnt ihr euch zusätzlich noch ein Ei antun: Entweder gekocht und halbiert, gebraten und in Streifen geschnitten wie im Udonrezept, oder aber in Streifen geschnittene Überreste einer Eierrolle (falls euch eine misglückt, machen sich die Eierfetzen immer gut als Ramenzusatz).

Ramenrezept - RäuchertofuRamenrezept - Räuchertofu getötet und zerstückeltRamenrezept - feingehackte Zwiebeln
6. Zum Schluss wird das ganze kombiniert, d.h. ihr gebt die Nudeln und dann die Suppe in einen Topf, bevor ihr das ganze mehr oder minder kunstfertig mit den restlichen Zutaten garniert. Darüber streut die Genießer noch ein wenig (oder je nach Geschmack ein wenig mehr) Chilli-pulver. Wenn die einzelnen Zutaten zu fad sind, kann man sich auch gut einzeln aus der Suppe fischen und in verdünnte Austernsoße (oder Sojasoße mit Chilli) dippen.

Ramenrezept - fertige Suppe (das ist auf meinem Fensterbrett, extra für’s Foto)
Und ja: Man kann auch Schweinesteaks, Saumägen und sonstige Leichenteile in die Suppe tun. In Ramen passt prinzipiell alles, was in eurer Küche so an Essbarem rumfleucht, so lange es nicht ausgerechnet süß ist. Guten Appetit.    [...mehr]


Autor: Simon

Ein anonymer und mittlerweile gertenschlanker, potentieller Leser von kurz vor de Alpen hat sich gewünscht, dass ich doch bitte Persönlicheres schreibe. Klar, sicher, ich les auch gern, wie sich andere in ihren Blogs zum Affen machen. Gibt einem immer das wohlig-warme Gefühl, trotz aller geekiger Eigenschaften doch noch ganz normal zu sein… Ich bin nun nicht wirklich extrovertiert genug, um mich in irgendwelche Kostüme zu schmeißen und Fotos von mir und meiner Manga-Sammlung zu machen. Andererseits habe ich kein Problem mal zu zeigen, was mich die letzten Tage wirklich beschäftigt hat.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ihr bitte auch auf die Bildchen “klicken” könnt. So mit der Maus und so. Damit ich nicht umsonst im Code rumpfusche, bitteschön.

Am Samstag wurde ich zugehagelt und damit ich mir nur den Hintern und nicht auch noch die Hände abfriere, hat mir ein Freund Kairo (japanische Taschenwärmer) geschenkt. Fässt sich zwar wie Sand an, hat aber ansonsten nicht viel mit irgendwelchen Wüstenstädten gemeinsam. So sehen in Japan Wärmflaschen aus:

Kairou

Das schöne: Man kann sie nach 24 Stunden wegschmeißen. So wie Wegwerf-Kameras und Einzelverpackungen für jeden Bonbon inner Tüte. Ja, Japaner haben einen tiefverwurzelten Respekt für die Umwelt…

Weil ich mich (wegen dem Hagel) fast erkältet hätte, bekam ich auch noch Folgendes angedreht:

Nodoame

EMA is natürlich der perfekte Markenname, um bei hiesigen Otaku anzukommen. Suspekt war mir neben dem schicken Kotzgrün auch die Beschreibung. “Smooth & Crunchy” sollte das ganze sein - interessanterweise stimmt das sogar. Ein Glück, dass Hustenbonbons hierzulande nicht so schmecken - sonst würd’ ich jeden Tag ‘ne Tüte verdrücken.

Am Sonntag hab ich mir von wem anders Schokolade schenken lassen. Der Riegel von Zotter mutet recht edel an:

zotterschocki

Damit uns Ökos nach dem Schock über wegwerfbare Wärmeflaschen nicht mehr weinen müssen, ist die Schocki “BIO und FAIR”. Da wird einem schon beim Anblick warm ums Herz. Außerdem ist das ganze nicht nur “Bio”, sondern auch “vom Berg”. Ja, ja. Ich seh’s vor mir, wie el Almöi mit seiner Enkelin in liebevoller Handarbeit die Gabe der Natur abschöpften - und droben in Bergl (das steht so als Ortsangabe auf der Verpackung! o_O) umhüllt die Abendsonne liebevoll die flüsternden Fichten in romantischem Herbstlicht. *seufz* Allerdings muss der Almöi dabei Nüsse gefuttert haben - anders kann ich mir den Verpackungshinweis “Kann Spuren von Nüssen aller Art enthalten.” nicht erklären. Etwa auch Paranüsse und Kokosnüsse? Woher hat der Almöi die? Naja. Auf jeden Fall macht die Schokolade schon glücklich, bevor man abgebissen hat (oder meinethalben “dran gelutscht”, für die Genießer unter euch). Dementsprechend teuer ist so ein Riegel übrigens auch. Nicht, dass es mich stören würde - hab’s ja nicht bezahlt.

tofuschocki2

Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte voll freudiger Erwartung die Packung gleich im Laden aufgerissen. Aber eigentlich habe ich eine halbe Woche gewartet, bis ich mich da ran getraut hab. Und natürlich musste das ganze vorher dokumentarischerweise für die Nachwelt festgehalten werden.
Die Schocki schmeckt übrigens ziemlich gut - die da unten uff de Alpen, wissen zwar nicht, wie man regiert (nein, ich setzte hier jetzt keinen Link hin - denkt euch selbst was dabei) und Videospiele progammieren können se auch nicht, aber Schokolade… yep… des hamse drauf. Die Sake-Füllung ist auch wirklich lecker. Das eigentliche Problem is’ der Tofu:

tofustücke

Gezuckerte Tofustücke oder auch: “Was man nicht in seiner Schokolade finden möchte!” Schmeckt genauso lecker, wie es aussieht. Ich hab war Tofus auch schon recht perverse Dinge angetan (ja, Ron, Schuhlatschen, Animagic, drei Tage alt, und ich hab’s trotzdem gegessen - ich steh dazu!), aber das… Um sich des zu geben muss man schon sehr, sehr hungrig sein. Oder vielleicht überzeugter Öko. Ich könnte natürlich jetzt um die Tofustücke herumessen. Ich könnte das ganze auch aufheben, trocknen und als Kampfbrot verwenden. Aber ich heb lieber den Restriegel auf. Als Beweismittel für die Nachwelt. Die nächsten *abzähl* acht Besucher dürfen ein Stück probieren. (Das soll jetzt keine Drohung sein!)

Eigentlich bin ich ein doch wenig betrübt, dass ich nicht auf eine andere Schokoladensorte (”Will haben!”tte) gezeigt hab… Naja, ich habe ja immer noch eine Tafel Marabou Daim Schockolade. Die darf Stückchen haben.

Am Mittwoch wurde ich, wie ich grad friedlich meine Pilz-Gemüse-Suppe (ja, unter dem ganzen Gemüse ist auch irgendwo noch Brühe - die ist ein bisschen schüchtern und hat sich deswegen vor der Kamera versteckt) schlürfen wollte, von bösen Tentakelnudeln angegriffen:

tentakelnudeln

Aber mittels meiner “Super-Simon-Killerstäbchen-Attacke-of-Violent-Death” konnte ich das hydra-ähnliche Suppenmonster (es handelt sich hierbei um eine kleinere Abart der gemeingefährlichen Wei Xiao Pasta aus dem Königreich Tai - ursprünglich von einer Allianz der Ai Qing Muofa-Shi mit dem 37. Arahan von Kan besiegt und des Landes verwiesen, treibt es nun im Rest der Welt sein Unwesen; dabei verdrängt es wie die bösen Ausländerfische die einheimisch und harmloseren Lindtwürmer) schlussendlich bezwingen.

An diesem Samstag bekam ich von meiner Freundin, Lena, Blumen. Leider waren sie mit japanischem Ungeziefer verseucht:

blumenvonlena

Dafür hab ich sie dann mit abgelaufener Pizza und kaltem Kaffee gefüttert…

So. Persönlich genug? Ich geh dann mal was sinnvolles schreibes…    [...mehr]


Autor: Simon

Es ist ziemlich schwer im Dschungel der überwuchernden Blogger-Gemeinde nicht sofort unterzugehen wie ein kleines Quietscheentchen “mit ohne Luft”. Deshalb habe ich auch grad keine Hemmungen, mich auf die Ebene der billigen Tricks herabzuseilen: “Liebe geht durch den Magen”, hat mir meine Mutter seit frühester Jugend – damals, als ich angeblich noch unschuldig war (kann mich nicht dran erinnern) – eingebläut. Also gibt es als ersten Eintrag als ganz unverblümter Bestechungsversuch ein Rezept: Kocht’s nach, lasst’s euch schmecken und habt mich lieb. :P

Kitsune Udon alt

“Kitsune Udon” ist eine Nudelsuppe und damit perfekt für die mittlerweile ziemlich fröstelig geratene Jahreszeit. “Udon” ist der Name der weißen, dicken Nudeln; “Kitsune” ist das japanische Wort für Fuchs – deutsche Teeny-Anime-Fans, die sich mit Vorliebe “Kitsune-chan” zu nennen scheinen, wissen das natürlich längst – und meint eigentlich, dass die Suppe mit Tofu serviert wird, auf den Füchse wiederum angeblich scharf sind - Japanische Füchse. Deutsche Füchse werden nach meinen Erfahrungen eher bissig, wenn man sie mit Tofustücken bewirft. Aber wie dem auch sei:

Zutaten

  • Udon (ach ne): pro Person 100-150g
  • Abura’age-Tofu: pro Person eine Scheibe frittierter Tofu (es sei denn, man mag Tofu… :3)
  • Frühlingszwiebeln: pro Person ½ bis 1 Stange

Brühe (für Tofu)

  • 2 EL Zucker
  • 2 EL helle Sojasoße
  • 300ml (Niban) Dashi

Alternativ tun’s übrigens auch 2 EL Mirin, 2 EL normale Sojasoße und klare Gemüsebrühe.

Suppe

  • 3 EL Mirin
  • 4 EL Sojasoße
  • 1l (Ichiban) Dashi bzw. Gemüsebrühe

Die Zutaten sollten für drei Personen reichen. Der Gedanke hinter dieser Mischung ist, dass man sie auch so gern schlürfenderweise essen würde. Schmeckt also ab und tut ruhig mehr Mirin und Sojasoße rein, wenn das ganze zu lasch ist.

Optional

  • Spinat: frischer Blattspinat (nix Iglo), gewaschen.
  • Shiitake-Pilze: je ca. eine Hand voll bzw. soviel ihr euch leisten könnt; vorher mind. 30 min. in Wasser ertränken (die bösen Pilzgeister müssen mausetot sein, sonst kann man krank werden).
  • Eier: pro Person eins.
  • Gurke
  • Sesam, Chillipulver o.ä. zum raufstreuen.

Auf der Kikkoman-Homepage findet ihr im Glossar übrigens noch Bilder und Beschreibungen (auf Englisch) von einigen Zutaten, wie Abura’age, Shiitake, Würze (zum später drüberstreuen) und Udon. Wenn ich irgendwann mal zu viel Zeit habe, schreibe ich vielleicht auch noch mal sowas.

Zubereitung

1. Hände waschen. Mit Seife bitte.

2. Udon kochen. Bringt einen großen Topf Wasser (angeblich mindestens 1l pro 100g – wie bei Spaghetti) zum kochen, streut die Nudeln hinein und rührt dann noch ein wenig unmotiviert im Topf umher. Wenn das ganze blubbernd kocht, schüttet ein wenig (ca. 1/4 Tasse) kühles Nass dazu. Wartet. Wenn es wieder anfängt fröhlich zu blubbern, schüttet nochmals Wasser in den Topf, wartet bis es wieder blubbert und nehmt die Nudeln vom Feuer.

Udon Rezept 1Udon Rezept 2

3. Udon waschen. Im Gegensatz zu Spaghetti, die auch dann noch schmecken, wenn man sie nicht abschreckt, verkommen ungewaschene Udon ziemlich schnell zu einem unansehlich-matschigem Brei. Also schüttet das ganze am besten sofort in ein Sieb und wascht die Udon mind. 5 Minuten lang im Wasserfall hinterm Haus (oder meinethalben auch ganz unromantisch unter dem Wasserhahn). Dann könnt ihr die Nudeln bis zum Ende des Rezepts in die Ecke stellen und ignorieren.

4. Abura’age-Zubereitung: Scheiben mit kochendem Wasser übergießen und/oder einige Minuten aufkochen lassen; dann auspressen – damit zieht man ein wenig Fett raus (”Abura” heißt Öl und das Zeuchs trieft davon).

Udon Rezept 4

Abtrocknen (mit einem sauberen Handtuch bitte). Brühe zusammenbrauen, Tofu reinschmeißen und warten, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist.

Udon Rezept 5

Da der Tofu das auch alleine kann, dürft ihr zwischendurch was anderes machen – Kaffee Trinken, Ero-Games zocken oder vielleicht sogar die anderen Zutaten vorbereiten…

5. Frühlingszwiebeln schneiden. In Ringe. Je fein desto schick.

Udon Rezept 6

Optional:

Shiitake mit Einweichwasser in einen Topf schütten, ein wenig Mirin und Sojasoße (je ca 1-2 EL) und ggf. Dashi oder Gemüsebrühe hinzu und genauso wie beim Abura’age einkochen lassen.

Spinat blanchieren (für einige Sekunden in bereits kochendes Wasser schmeißen, in Sieb kippen, abspülen).

Udon Rezept 7Udon Rezept 8

Ei zu einem bzw. mehreren dünnen Omeletts braten (wer eine von diesen schmucken eckigen Pfannen hat, ist klar im Vorteil), dann in feine Streifen schneiden.

Udon Rezept 9Udon Rezept Schritt 10: So schneidet man das Omelette.Udon Rezept 11

Gurke in möglichst dünne Stifte schneiden.

Das fertige Abura’age könnt ihr noch in je vier Dreiecke schneiden, damit es sich leichter essen lässt.

7. Suppe kochen. Das ist das einzige, was wirklich wirklich heiß sein muss, also lasst sie nicht zu lange rumstehen.

Udon Rezept 12

8. Zusammenbasteln: Pro Person eine Schüssel. Udon gerecht aufteilen (ein wahrer Freund nimmt freiwillig eine Nudel weniger), dann Suppe raufschütten. Die restlichen Zutaten einfach so raufpacken, wie’s eurem ästhetischem Empfinden am besten zu Gute kommt. Könner basteln Smileys, Türmchen oder “Hello Kitty”-Gesichter.

Udon Rezept 14

Udon Rezept 15

Das ganze wird logischerweise mit Stäbchen gegessen. Schlürfen nicht vergessen.

Udon-Nudeln und Abura’age (im TK Schrank) gibt es zumindest bei den Asia-Supermärkten, die ich kenne, meist im Dreier-(Pack). Also ladet zwei Freunde oder vielleicht eure Eltern ein und legt los. :)

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