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Autor: Simon

Jetzt habe ich wieder eine ganze Weile nichts geschrieben. Hatte zwar eine Reihe Ideen, aber ganz einfach keine Zeit. Sorry. ^-^; Wie ich mir die Themenliste so angeschau, bin ich der Meinung, es könnte mal wieder ein Rezept geben. Diesmal gibt es Spinat mit Sesam. Zusammen mit dem Shôga-Gohan, Aubergine in Miso, Konnyaku und Yaki-Tamago (und vielleicht sogar dem Kirschblütentee) habt ihr damit schon mal ein mögliches Komplettmenü für einen japanischen Abend (oder Mittag). :)

Spinat mit Sesam - Hourensou Goma-ae

Zutaten:
- frischer Blattspinat (also auf jeden Fall mit ohne “Blub”)
- Sojasoße
- gestoßener Sesam
- Zucker

Als erstes muss natürlich der Spinat gekocht werden. Das funktioniert eigentlich genauso wie beim Udon-Rezept. Einfacher ist es, wenn man den Spinat nicht komplett mit einem Mal in den Topf schmeißt, sondern immer nur soviel, wie man im Blick hat. Zusammenfallen lassen, abschöpfen (am besten mit einer Kelle mit Löchern - ich hab nur sowas leider nicht ^-^;) und anderweitig unterbringen.

Spinat Kochen 1Spinat Kochen 2Spinat Kochen 3Spinat Kochen 4

Sinnvoll ist es, ein Sieb in einen Topf/eine Schüssel mit kaltem Wasser zu legen, damit der Spinat gleich abgeschreckt (und nicht matschig) wird.

Spinat Kochen 5Spinat Kochen 6

Dann abspülen und Wasser gut (!!!) auspressen. Das braucht Kraft und Zeit, ist aber sehr wichtig - also nicht einfach den Schritt auslassen!

Spinat Abwaschen 1Spinat Abwaschen 2Spinat Abwaschen 3

Als nächstes den ausgewrungenen Spinat ein wenig auseinanderziehen - schließlich soll das Ergebnis keine in Sesam getunkten Klumpen sein. ^-^;

Ausgedrückter SpinatSpinat auseinander ziehen

Als nächstes den gestoßenen Sesam, Sojasoße und Zucker (versucht’s für den Anfang mit 1-2 EL Sojasoße und 1 TL Zucker und schmeckt dann ab - wenn es zu trocken oder ölig ist, muss mehr Sojasoße ran) reinkippen und unterrühren. Sinnvollerweise malträtiert man den Spinat mit langen Kochstäbchen, weil sich das ganze dann weniger verfängt als zum Beispiel in einer Gabel.

Sesam und Zucker hinzugebenSojasoße drüberAlles gut mischen

Guten Appetit! :) 

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Autor: Simon

In Japan ist die Kirschblüten- und Hanami-Zeit vorbei, bei uns fängt sie gerade erst an. Doch Kirschblüten muss man sich nicht nur von weitem anschaun und dabei Bier einschütten - nein, man kann auch die Kirschblüten selbst trinken. Hier ein “Rezept“:

Sakura Tee

Zuerst müsst ihr natürlich ein paar Kirschblüten einsammeln - ob ihr pflückt oder am Boden liegendes auflest, ist dabei unerheblich. Es gibt mehrere Arten von Kirschblüten, doch dieses Rezept funktioniert mit allen.

Sakura einsammeln

Die Blüten müsst ihr mit reichlich Salz bestreuen und circa einen Tag ignorieren.

Sakura mit Salz trocknen lassen

Dann pro Tasse 1-2 Blüten mit heißem Wasser erschrecken und ein wenig warten. Sinnvoll ist es, den Tee noch einmal durch ein Sieb zu kippen, denn die abgebrühte Kirschblüte selbst schmeckt nur bedingt.

Sakura abgießen

Fertig ist der Tee:

Sakura fertiger Tee

Ich muss allerdings gestehen, dass ich eher Genmaicha Trinker bin und so hab ich die Salzblüten zu Katzenfutter umfunktioniert. :3

Sakura als Katzenfutter

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Autor: Simon

Ich hab schon eine ganze Weile keine Rezepte mehr geschrieben - was weniger daran liegt, dass ich nicht gekocht hab, sondern einfach daran, dass ich keine Lust auf Fotografieren und Schreiben hatte. Nach einem Rezept für Shôga-Gohan Reis, Yaki-Tamago und der umstrittenen Aubergine in Miso, gibt es diesmal mit Konnyaku ein Gericht, welches Teil eines vollständigen Menüs sein kann.

Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sieht das ganze am Ende so aus:

Konnyaku

Als erstes braucht man natürlich Konnyaku, auch Konjak oder Konjac geschrieben und ausgesprochen wie die Alk-Sorte. Die Pflanze, aus der der Gelantine-Ersatz hergestellt wird, heißt Teufelszunge (hier im Wikipedia Artikel könnt ich euch schlau lesen). Das Endprodukt sieht aus wie ein fester, glipschiger Block Wurzelschleim, der obendrein auch noch giftig ist und stinkt. Lecker. Immerhin gibt es das ganze in zwei Farben:

Konnyaku in VerpackungKonnyaku in Verpackung 2Konnyaku gibt es in zwei Farben

Ich werd’ jetzt vormachen, wie man aus einem giftigen Schleimklotz etwas essbares zubereitet.

Zutaten:
- 1 Konnyaku (Empfehlung: dunkler Konnyaku 1/2 und weißer Konnyaku 1/2)
- Öl zum Braten (am besten Sesamöl)
- Soße: 4 EL Sake, 2 El Sojasoße, 1 TL Zucker
- zum Garnieren: Chillipulver (Ichimi Tôgarashi), weißer Sesam

Zuerst werden dem Konnyaku die Giftstoffe entzogen - dazu wird das Zeuchs 2-3 Minuten gekocht (und wirklich kochen und nicht mit der Mikrowelle schummeln). Danach das Wasser wegkippen (ich fang den Konnyaku immer in einem Sieb auf) und dann sinnvollerweise erst einmal was anderes machen.

Konnyaku im TopfKonnyaku muss gekocht werdenGekochter Konnyaku

Als nächstes muss der Konnyaku nämlich per Hand in kleine Stückchen zerrichen werden. Insbesondere wenn der Konnyaku grad noch gekocht hat, macht ein echter Mann das natürlich nur ohne fließend kalten Wasser und schreit auch nicht, wenn ihm die Finger ankokeln! Ich bin der Meinung, man sollte das statt eines Sprachpropädeutikums zur Aufnahmeprüfung für die Japanologie machen. :P

Konnyaku in kleine Stücke rupfenden Konnyaku immer unter kaltem Wasser zerkleinern

Als nächstes muss der Konnyaku in Öl angebraten werden bis er ein pfeifendes Geräusch von sich gibt bzw. angebraten ist (das hört sich seltsam an, aber ja, das Zeuchs fängt echt an wie nen kleiner Vogel zu zwitschern ^-^;;;).

Konnyaku anbratengebratener Konnyaku

Dann wird die fertig gemischte Soße draufgekippt und abgewartet, bis die Flüssigkeit aufgesogen beziehungsweise eingekocht ist. Bitte achtet darauf, dass der Konnyaku nicht zu lange im Topf bleibt und anbrennt. Bei Bratkartoffeln schmeckt ein bisschen angekokelt vielleicht besser, aber bei Giftwurzel eher nicht. ^-^;

Soße in Konnyaku gebenKonnyaku in Soße kochenImmer schön aufpassen, dass das Konnyaku nicht ankokelt

Das fertige Konnyaku muss jetzt nur noch in eine Schale gefüllt und ein wenig mit Chilli-pulver und weißem Sesam bestreut werden. Das orignale, richtige Pulverchen ist übrigens das hier:

Ichimi Tougarashi

Guten Appetit dann. Oder auch nicht. Es gibt durchaus einige, die auch das fertige Gericht für nicht essbar halten - am besten bildet ihr euch selbst eine Meinung.    [...mehr]


Autor: Simon

Wie schon im letzten Monat (Tagebuch für Arme 4) versprochen, kommt hier nach dem Rezept für Shôga Gohan das Rezept für Aubergine in Miso. Das ganze sieht eher nach einem indischen Gericht (d.h. wie schon mal gegessen) aus, passt aber perfekt in jedes japanische Menü und ist auch noch leicht, schnell und kostengünstig herzustellen.

Aubergine in Miso

Zutaten:
- 1 Aubergine
- Salatöl (= was auch immer an Öl grad da is)
- 1 EL Miso
- 1 Tasse Dashi/ Brühe

1. Aubergine schneiden. Da die Stücke beim andünsten zusammenfallen, solltet ihr wie hier gezeigt etwas größere Stücke schneiden.

Aubergine schneiden 1

Aubergine schneiden 2

2. Die Aubergine eine Weile in eisigem Wasser ertränken und ca. 20 Minuten ignorieren. Da euer japanisches Festmahl idealerweise aus mehreren kleinen Gerichten besteht, ist dies der Zeitpunkt, sich erst mal um den Reis/ das Konyaku/ den Spinat oder sonstwas zu kümmern.

Stirb, du Gemüse, du!

3. Jetzt heißt es, den Auberginenstückchen Feuer unterm Hintern zu machen. Einfach in Öl anbraten (idealerweise soll das ganze frittieren - will sagen nehmt lieber zu viel Öl, als zu wenig, wenn ihr nicht grad auf Diät seid).

Ab in die Pfanne

4. Wenn die Auberginen schön angekokelt (oder auf Rezeptbuch-Deutsch “gold-braun”) sind, gebt die Tasse Dashi und das Miso dazu. Jetzt muss das ganze nur noch auf kleiner Flamme einziehen und fertig ist die Sättigungsbeilage. :>

Dashi zu den Auberginen geben

Miso an die Aubergine tun



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Autor: Simon

Reis ist nett, Reis ist fein, aber manchmal möchte man das Zeuchs auch mit ein wenig Geschmack. Die Japaner haben da ihre eigenen Methoden. Zum Beispiel kann man Reis mit Ingwer und Abura’age versetzen. Und so macht man das ganze:

Shôga Gohan

Zutaten:
- Reis 2 Tassen
- Abura’age 1 Scheibe
- Ingwer, frisch
- Salz, Sojasoße, Sake

1. Zuerst müsst ihr das Ingwer zu Kleinholz verarbeiten, also die Haut der Wurzel abschälen und dann den Rest in Streifchen schneiden.
Ingwer schneidenfertig zerstückelter Ingwer

2. Als nächstes bereitet ihr das Abura’age vor. Das könnt ihr einerseits zubereiten, wie im Rezept für Udon und dann in Streifen schneiden, oder einfach nur mit heißem Wasser übergießen, um dem ganzen ein wenig das Öl zu entziehen.
Abura’age mit kochendem Wasser verbrühenAbura’age Schnitt-Technik 1Abura’age Schnitt-Technik 2

3. Der Reis muss abgemessen und dann abgewaschen werden. Wie ihr seht, habe ich einen Reiskocher komplett mit eigener Mess-Tasse. Wenn nicht, klaubt euch eine kleine Kaffeetasse (Tasse, nicht Pott oder Becher) aus dem Schrank und messt damit.
Reis abmessenReis waschen 1Reis waschen 2

4. Auf den Reis schüttet ihr die anderen Zutaten. Nehmt ruhig soviel Wasser, wie vorgesehen (im Reiskocher ist eine Markierung, bzw. nehmt ihr ca. halb soviel Tassen Wasser wie Reis) und gebt dann noch ordentlich Sake und Sojasoße hinzu. Laut Vorschrift gehören ca. 2 EL Sojalö und 1 EL Reiswein in den Reis, aber damit schmeckt das ganze nach Nix (bzw. nur nach Reis). Probiert selbst ein wenig - ihr wisst ja selber am besten, ob ihr’s lieber gewürzt oder mild mögt. Dann packt ihr entweder das ganze in den Reiskocher, drückt ein Knöpfchen und geht eine Runde Ero-Games zocken, oder aber ihr kocht das ganze auf kleiner Flamme bis die gesamte Flüssigkeit aufgesaugt ist. Wie lang das braucht, weiß ich nicht, also setzt euch mit einem Buch (z.B. Die Zwölf Königreiche) daneben und esst Kirschen (oder Horrorschocki). ^-^;

Alle Zutaten zusammenmischen

5. Der fertig gekochte Reis muss noch durchgewühlt werden, damit er locker-flockig ist und nicht klebt.
fertig gekochter ReisReis umrührenReis umrühren 2Reis fertig

Danach füllt ihr den Reis natürlich in gerechte Portionen aufgeteilt in möglichst hübsche Schälchen und schlagt zu.    [...mehr]


Autor: Simon

Da ich im Winter die Arme verstaucht hatte - ich bekam mitten auf der Straße einen Schwächeanfall und hab mich hingepackt, und zwar nicht einmal, sondern dreimal - habe ich ziemlich lang nichts gekocht. Es sei denn natürlich, Dosen-Öffnen und Mikrowellenknöpfe drücken zählt als Kochen. Meine Genesung habe ich heute mit einer Nudelsuppe gefeiert. Nachdem ich den Plock mit einem Rezept zu Udon angefangen habe, kommt jetzt das asiatische Essen, mit dem wohl schon jeder Mal in Berührung gekommen ist: Ramen.

Ramen - die beliebteste asiatische Nudelsuppe

Ich zeige euch dieses Foto übrigens im vollen Bewusstsein seiner künstlerischen Unzulänglichkeiten und bitte um eure Nachsicht - einen Preis für Food-Design bekomme ich damit nicht. Egal. Wie meine Freundin Yuko immer sagte: “Naka ni haireba onaji.” (Wenn es im Magen ist, ist es gleich. Mein Vater hat einen ähnlichen Spruch drauf, der die Angelegenheit ein wenig später im Verdauungsprozess betrachtet. Aber das ist wohl in einem Rezept fehl am Platze.)

Natürlich gibt es viele Varianten von Ramensuppen. So kann man seine Nudeln in Misosuppe, klarer Brühe oder meinethalben auch in urteutscher Gemüsesuppe genießen - glaubt es oder nicht, letzteres mache ich des Öfteren. Die folgende Bastelanleitung basiert auf dem Rezept aus einem Kochbuch “Japanisch Kochen” von Emi Kazuko, geschickt angewandt auf den gegenwärtigen Inhalt meines Kühlschranks.

Zutaten

  • Ramen (ca. 80g pro Person)
  • Spinat
  • Bohnen (gekocht; Bambussprossen oder ähnliches machen sich natürlich auch sehr gut)
  • Frühlingszwiebeln (ca. 1 Stange pro Person, gehackt)
  • getrocknete Pilze
  • Tofu (ca 1/2 pro Person bzw. 2, wenn ihr Tofu so mögt, wie ich :P)

Suppe

  • ca. 1l Pilzwasser (wenn ihr mehr braucht, streckt das ganze mit Dashi oder Gemüsebrühe; wenn ihr “nur” frische Pilze habt, wird das mit dem Pilzwasser natürlich nix)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • Sojasoße (ca 6-7 EL)

Optional

  • Chillipulver
  • Austernsoße
  • Ei (pro Person eins)

Zubereitung

1. Pilze einweichen. Die Pilze in Wasser ertränken und mindestens eine Stunde ignorieren. Wie gesagt, mindestens - wenn ihr die Pilze einen Tag einweicht, werden sie nicht beleidigt wegrennen. Sprich: Wenn ihr morgens schon wisst, dass ihr zum Mittag- oder Abendessen eingeweichte Pilze braucht, schmeißt sie gleich morgens ins frisch-kalte Nass.

 

Bevor ihr loskocht, müsst ihr die Pilze abgießen (durch ein Sieb) und dabei das Wasser vorm Abguss retten (am besten mit einem Topf unter’m Sieb). Die Pilze sollten dann nach Möglichkeit ein wenig trocknen, während aus dem Wasser die Suppe wird.

Ramenrezept - Pilze abgießen (ja, unter dem Sieb ist ein Topf)

2. Nudeln kochen. Da die Nudeln beim obligatorischen Abspülen eh kalt werden, könnt ihr die ruhig als erstes kochen, während ihr die anderen Zutaten vorbereitet. Die vollständige Anleitung findet ihr beim Udonrezept (die genaue Kochzeit wird sich natürlich unterscheiden, also solltet ihr mal einen genaueren Blick auf die Verpackung schmeißen).

Ramen aus’m Asialaden - das hier ist das Billigste, was wo gibt. Frisch (?) aus China. Es steht euch natürlich frei, teure Ramen im Feinkostladen zu kaufen.Ramen - Nudeln in’ Topf schmeißenRamen fertig im Spaghettisieb (wenn ihr sowas nicht habt, tut’s auch ein stink-normales Plastesieb)

3. Für die Suppe müsst ihr den Knoblauch und den Ingwer schälen und dann “andrücken”, damit der Geschmack auch wirklich vom Stück Wurzel in die Suppe gelangt. Das ganze kommt dann in’s Pilzwasser (bzw. das Pilzwasser in den Topf, so wie bei mir auf den Fotos) und wird aufgekocht. Dann könnt ihr entweder ganz tolle Meisterköche sein und die Knoblauch- und Ingwerstücken wieder rausfischen, oder aber das ganze als weitere Suppenbeilage betrachten (da das ganze natürlich mitgekocht wird, schmeckt es eigentlich ganz gut). Dann fügt ihr noch die Sojasoße hinzu. Ich habe noch ein wenig mit Austernsoße (weniger japanisch geht’s nicht mehr, aber Ramen ist ja eigentlich auch chinesisch) und Mirin nachgeholfen. Vor dem Schaum braucht ihr übrigens keine Angst haben - das hat Pilzwasser so an sich.

Ramenrezept - Knoblauch und Ingwer schälenRamenrezept - Knoblauch andrückenRamenrezept - Knoblauch andrücken - perfekter Stressabbau *Attacke*
Ramenrezept - Brühe aufkochen
4. Die Pilze und die Bohnen ein wenig abtropfen lassen und anbraten - wenn die Suppe nachher wirklich schön aussehen soll, dann am besten getrennt, sonst ist das Resultat so einen Pott, wie auf dem ersten Foto. Die Pilze könnt ihr natürlich auch einkochen wie im Udonrezept. Wenn ihr frischen Tofu habt, schmeckt er auch nicht unbedingt schlechter, wenn ihr ihm auch noch eine Weile Feuer unterm Hintern macht. Da Gebratenes prinzipiell besser schmeckt, als Gekochtes, habe ich übrigens auch noch einmal die Nudeln mit in die Pfanne geworfen (das Resultat wäre dann wohl Yakisoba, bzw. -ramen, aber das Rezept gibt es im Sommer, zur Hanabi-Zeit).
Ramenrezept - Bohnen kochen und dann abtropfen lassenRamenrezept - Bohnen und Pilze anbraten (das ganze ist bei mir so braun, weil ich auch hier Austernsoße draufgetan hab)
5. Jetzt müsst ihr nur noch auf dem Tofu und den Zwiebeln ein wenig rumhacken. Ich hatte diesmal Dank einer Lebensmittelspende (thx @Lena :)) Räuchertofu und habe den Sojabohnenkäse deshalb nicht weiter misshandelt (ansonsten hilft Braten oder Frittieren immer). Da mein Spinat diesmal à la TK war, habe ich ihn mit der Brühe aufgekocht. Wie man’s richtig macht, steht im Udonrezept. Außerdem könnt ihr euch zusätzlich noch ein Ei antun: Entweder gekocht und halbiert, gebraten und in Streifen geschnitten wie im Udonrezept, oder aber in Streifen geschnittene Überreste einer Eierrolle (falls euch eine misglückt, machen sich die Eierfetzen immer gut als Ramenzusatz).

Ramenrezept - RäuchertofuRamenrezept - Räuchertofu getötet und zerstückeltRamenrezept - feingehackte Zwiebeln
6. Zum Schluss wird das ganze kombiniert, d.h. ihr gebt die Nudeln und dann die Suppe in einen Topf, bevor ihr das ganze mehr oder minder kunstfertig mit den restlichen Zutaten garniert. Darüber streut die Genießer noch ein wenig (oder je nach Geschmack ein wenig mehr) Chilli-pulver. Wenn die einzelnen Zutaten zu fad sind, kann man sich auch gut einzeln aus der Suppe fischen und in verdünnte Austernsoße (oder Sojasoße mit Chilli) dippen.

Ramenrezept - fertige Suppe (das ist auf meinem Fensterbrett, extra für’s Foto)
Und ja: Man kann auch Schweinesteaks, Saumägen und sonstige Leichenteile in die Suppe tun. In Ramen passt prinzipiell alles, was in eurer Küche so an Essbarem rumfleucht, so lange es nicht ausgerechnet süß ist. Guten Appetit.    [...mehr]


Autor: Simon

Da ich nicht will, dass ihr verhungert und vor allen Dingen mit meinem coolen Equipment angeben will, hier nen Rezept für eine Yaki-Tamago Eirolle. Geht nur mit eckiger Pfanne. Wer keine hat, hat Pech gehabt. Oder ihr probiert das mal mit ner Runden. Dann hätte ich davon aber gern mal nen Foto…

Zutaten (für 4 Personen - 4 Japaner, d.h. 1 1/2 Deutsche)

  • 5 Eier
  • Würze:
    • 1 1/2 EL Zucker
    • 1/2 TL Sojasoße
    • 1/4 TL Salz
    • 1 EL Sake
    • 5 EL (Katsuo)Dashi (oder Brühe)

Zubereitung

1.Die Zutaten gut miteinander verquirlen.

tamagoyaki1

2.Nun ca. 1/3 in leicht angefettete Pfanne (Öl rein und mit Küchenkrepp verteilen) geben und dann entweder gemütlich stocken lassen, oder dabei noch ein wenig anquirlen.

tamagoyaki2

3.Wenn das ganze zu eurer Zufriedenheit gestockt ist, einrollen, d.h. ca. zweimal umklappen. Danach Eierrolle nach vorne schieben (die eckige Pfanne ist vorne nicht rechtwinklig, so dass man besser mit Kochstäbchen oder -spatel (heißt das Teil so?) drunterkommt.
4.Pfanne mit beöltem Tuch noch einmal nachfetten und dann zweites Drittel zuschütten.

tamagoyaki3

Eierrolle leicht anheben und Flüssigzeuchs runterlaufen lassen.

tamagoyaki4

5.Wiederholen bis Eimasse aufgebraucht ist.

tamagoyaki5

Fertig. Ganz gewitzte nehmen jetzt noch ihre Sushi-Rollmatte aus dem Schubfach und pressen die Eierrolle damit in eine eckige Form.

tamagoyaki6

Dann könnt ihr das ganze auch noch sinnvollerweise in gleichgroße Stücke schneiden.

tamagoyaki7

Je nach Belieben kann man die einzelnen Schichten dünner oder dicker machen, bzw. weniger oder stärker durchbruzeln. Ein echter Japaner mag es innen noch weich. Ich nicht, weshalb das ganze wie frisch aus’m Solarium entlaufen aussieht. Jedem das Seine.
Das ganze macht sich übrigens gut mit Reis, Daikon oder auch als Rohmaterial für Tamago Sushi.




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Autor: Simon

Es ist ziemlich schwer im Dschungel der überwuchernden Blogger-Gemeinde nicht sofort unterzugehen wie ein kleines Quietscheentchen “mit ohne Luft”. Deshalb habe ich auch grad keine Hemmungen, mich auf die Ebene der billigen Tricks herabzuseilen: “Liebe geht durch den Magen”, hat mir meine Mutter seit frühester Jugend – damals, als ich angeblich noch unschuldig war (kann mich nicht dran erinnern) – eingebläut. Also gibt es als ersten Eintrag als ganz unverblümter Bestechungsversuch ein Rezept: Kocht’s nach, lasst’s euch schmecken und habt mich lieb. :P

Kitsune Udon alt

“Kitsune Udon” ist eine Nudelsuppe und damit perfekt für die mittlerweile ziemlich fröstelig geratene Jahreszeit. “Udon” ist der Name der weißen, dicken Nudeln; “Kitsune” ist das japanische Wort für Fuchs – deutsche Teeny-Anime-Fans, die sich mit Vorliebe “Kitsune-chan” zu nennen scheinen, wissen das natürlich längst – und meint eigentlich, dass die Suppe mit Tofu serviert wird, auf den Füchse wiederum angeblich scharf sind - Japanische Füchse. Deutsche Füchse werden nach meinen Erfahrungen eher bissig, wenn man sie mit Tofustücken bewirft. Aber wie dem auch sei:

Zutaten

  • Udon (ach ne): pro Person 100-150g
  • Abura’age-Tofu: pro Person eine Scheibe frittierter Tofu (es sei denn, man mag Tofu… :3)
  • Frühlingszwiebeln: pro Person ½ bis 1 Stange

Brühe (für Tofu)

  • 2 EL Zucker
  • 2 EL helle Sojasoße
  • 300ml (Niban) Dashi

Alternativ tun’s übrigens auch 2 EL Mirin, 2 EL normale Sojasoße und klare Gemüsebrühe.

Suppe

  • 3 EL Mirin
  • 4 EL Sojasoße
  • 1l (Ichiban) Dashi bzw. Gemüsebrühe

Die Zutaten sollten für drei Personen reichen. Der Gedanke hinter dieser Mischung ist, dass man sie auch so gern schlürfenderweise essen würde. Schmeckt also ab und tut ruhig mehr Mirin und Sojasoße rein, wenn das ganze zu lasch ist.

Optional

  • Spinat: frischer Blattspinat (nix Iglo), gewaschen.
  • Shiitake-Pilze: je ca. eine Hand voll bzw. soviel ihr euch leisten könnt; vorher mind. 30 min. in Wasser ertränken (die bösen Pilzgeister müssen mausetot sein, sonst kann man krank werden).
  • Eier: pro Person eins.
  • Gurke
  • Sesam, Chillipulver o.ä. zum raufstreuen.

Auf der Kikkoman-Homepage findet ihr im Glossar übrigens noch Bilder und Beschreibungen (auf Englisch) von einigen Zutaten, wie Abura’age, Shiitake, Würze (zum später drüberstreuen) und Udon. Wenn ich irgendwann mal zu viel Zeit habe, schreibe ich vielleicht auch noch mal sowas.

Zubereitung

1. Hände waschen. Mit Seife bitte.

2. Udon kochen. Bringt einen großen Topf Wasser (angeblich mindestens 1l pro 100g – wie bei Spaghetti) zum kochen, streut die Nudeln hinein und rührt dann noch ein wenig unmotiviert im Topf umher. Wenn das ganze blubbernd kocht, schüttet ein wenig (ca. 1/4 Tasse) kühles Nass dazu. Wartet. Wenn es wieder anfängt fröhlich zu blubbern, schüttet nochmals Wasser in den Topf, wartet bis es wieder blubbert und nehmt die Nudeln vom Feuer.

Udon Rezept 1Udon Rezept 2

3. Udon waschen. Im Gegensatz zu Spaghetti, die auch dann noch schmecken, wenn man sie nicht abschreckt, verkommen ungewaschene Udon ziemlich schnell zu einem unansehlich-matschigem Brei. Also schüttet das ganze am besten sofort in ein Sieb und wascht die Udon mind. 5 Minuten lang im Wasserfall hinterm Haus (oder meinethalben auch ganz unromantisch unter dem Wasserhahn). Dann könnt ihr die Nudeln bis zum Ende des Rezepts in die Ecke stellen und ignorieren.

4. Abura’age-Zubereitung: Scheiben mit kochendem Wasser übergießen und/oder einige Minuten aufkochen lassen; dann auspressen – damit zieht man ein wenig Fett raus (”Abura” heißt Öl und das Zeuchs trieft davon).

Udon Rezept 4

Abtrocknen (mit einem sauberen Handtuch bitte). Brühe zusammenbrauen, Tofu reinschmeißen und warten, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist.

Udon Rezept 5

Da der Tofu das auch alleine kann, dürft ihr zwischendurch was anderes machen – Kaffee Trinken, Ero-Games zocken oder vielleicht sogar die anderen Zutaten vorbereiten…

5. Frühlingszwiebeln schneiden. In Ringe. Je fein desto schick.

Udon Rezept 6

Optional:

Shiitake mit Einweichwasser in einen Topf schütten, ein wenig Mirin und Sojasoße (je ca 1-2 EL) und ggf. Dashi oder Gemüsebrühe hinzu und genauso wie beim Abura’age einkochen lassen.

Spinat blanchieren (für einige Sekunden in bereits kochendes Wasser schmeißen, in Sieb kippen, abspülen).

Udon Rezept 7Udon Rezept 8

Ei zu einem bzw. mehreren dünnen Omeletts braten (wer eine von diesen schmucken eckigen Pfannen hat, ist klar im Vorteil), dann in feine Streifen schneiden.

Udon Rezept 9Udon Rezept Schritt 10: So schneidet man das Omelette.Udon Rezept 11

Gurke in möglichst dünne Stifte schneiden.

Das fertige Abura’age könnt ihr noch in je vier Dreiecke schneiden, damit es sich leichter essen lässt.

7. Suppe kochen. Das ist das einzige, was wirklich wirklich heiß sein muss, also lasst sie nicht zu lange rumstehen.

Udon Rezept 12

8. Zusammenbasteln: Pro Person eine Schüssel. Udon gerecht aufteilen (ein wahrer Freund nimmt freiwillig eine Nudel weniger), dann Suppe raufschütten. Die restlichen Zutaten einfach so raufpacken, wie’s eurem ästhetischem Empfinden am besten zu Gute kommt. Könner basteln Smileys, Türmchen oder “Hello Kitty”-Gesichter.

Udon Rezept 14

Udon Rezept 15

Das ganze wird logischerweise mit Stäbchen gegessen. Schlürfen nicht vergessen.

Udon-Nudeln und Abura’age (im TK Schrank) gibt es zumindest bei den Asia-Supermärkten, die ich kenne, meist im Dreier-(Pack). Also ladet zwei Freunde oder vielleicht eure Eltern ein und legt los. :)

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