Songs for Japan ist eine in jeder Hinsicht einzigartige Hilfsaktion für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan. Mehr als 30 weltweit erfolgreiche Musiker haben Songs zur Verfügung gestellt, die auf einem gemeinsamen Sampler auf iTunes erscheinen.
Songs for Japan heißt ein Sampler, der ab sofort für 9,99 Euro bei iTunes zum Download bereit steht. Der Erlös der verkauften Compilations geht an das Japanische Rote Kreuz und soll der Unterstützung der Katastropheneinsätze dienen. Über 30 weltweit bekannte Musiker haben jeweils einen Song zur Verfügung gestellt, der einen Platz auf dem Album erhalten hat.
Musik ist die einzige Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird. So scheint dies die wohl schönste Möglichkeit, um den Tausenden Menschen, die ihr Zuhause und zahlreiche Angehörige verloren haben, unsere Unterstützung zu zu sichern. [...mehr]
Auch wenn wir Europäer in Bezug auf Wintersport recht verwöhnt sind, lohnt sich doch ein Blick nach Japan, wo hervorragende Bedingungen für sportliche Betätigung im weissen Nass herrschen. Snowboarder und Skifahrer kommen bei einem Besuch in Nippon mit Sicherheit auf ihre Kosten.
Sport in Japan ist mehr als Karate oder Sumo - Auch in Nippon wedelt man gerne flink die beschneitenHänge herunter. Wer wollte noch nicht schon mal die schneeverhangene Spitze des Fuji-San mit dem Snowboard unsicher machen? Reichlich Gelegenheit gibt es ausserdem in den bekannten Skigebieten von Nagano und Hokkaido. Doch überall in Japan gibt es Spots, die nur darauf warten von Wintersportfans entdeckt zu werden.
Wintersport in Japan - Vielseitig bei erstklassigen Bedingungen
Viele Europäer können sich noch an Nagano erinnern, denn im Zusammenhang mit Schnee, Wintersport und Japan klingt der Name der olympischen Winterspiele 1998 noch in allen Ohren. Im Grossraum um Nagano gibt es [...mehr]
Ich muss zugeben, dass ich eigentlich nicht mehr sonderlich viel zu sagen hab, zum Schneefestival. (Lest auf jeden Fall die anderen Einträge zum Yukimatsuri!) Allerdings habe ich noch jede Menge schöne Fotos, die ich euch andrehen möchte, bevor ich noch über zwei weniger bekannte Feste im Februar und März schreibe. Also hier noch ein paar andere Goodies aus meiner Fotosammlung.
Heute möchte ich euch etwas abseits des Yukimatsuri führen, nämlich auf den Hitsujigaoka - auf den “Hügel, da wo wie Schaafe gibt”. Obwohl ich mehrmals im sommerlich-kühlen Sapporo (da wird’s nie richtig warm) verweilen durfte, hab ich den Schaafhügel nur im Winter heimgesucht. Dementsprechend gab es zwar keine Schaafe, dafür aber eine Ausstellung zum Yukimatsuri.
Auf dem Hitsujigaoka, der zugegebenermaßen etwas abgelegen liegt, gibt es ein hübsches Blockhüttenrestaurant - Empfehlung des Hauses: natürlich Schaafsfleisch, eine hübsche Blockhüttenkirche und eine hübsche … Blockhütte. In letzterer werden Modelle aller großen Yukimatsuri-Statuen der letzten Jahrzehnte ausgestellt. Den Parkplatz, will sagen die ehemalige Weide für besagte Wolllieferanten, ziert die Statue von Dr. William Smith Clark. Dieser nette Herr, seineszeichens Doktor der Philosophie und Chemie- sowie Zoologie-Experte, verbrachte zwischen 1876 und 1877 acht Monate seines Lebens an der Fachhochschule für Agrarwirtschaft in Sapporo. Dort zeigte er den frisch gebackenen Ex-Samurai die Sache mit den Schäfchen und den Bienchen und der Weide. Nebenbei soll er sich von seinen Schülern mit den Worten: “Boys, be ambitious!”, also “Jungs, seid ergeizig!”, verabschiedet und damit einen der Lieblingsslogans der Japaner geprägt haben. Und mit diesen Worten überlasse ich euch jetzt auch meinen Fotos vom “Hügel da wo wie Schaafe gibt”.
Jetzt, wo langsam der Frühling sein sonniges Gesicht zeigt und ich lieber auf’m Balkon sitze, als zu plocken, werd ich mal flugs den Winter austreiben und ein paar letzte Artikel zum Yukimatsuri bringen.
Wie ja bereits erwähnt, ist das Yukimatsuri zwar nicht eines der großen Feste wie zum Beispiel Neujahr, vermag es aber trotzdem mehrere Millionen Besucher jährlich anzulocken. Es herrscht reges Treiben in der ansonsten, für japanische Verhältnisse, recht überschaulichen Großstadt Sapporo. Im Odori Park und im Susukino Viertel sind Buden aufgestellt. Ein wenig Straßenfest, ein wenig Weihnachtsmarkt, locken die Stände sowohl mit typischen Waren - Souvenirs, Handschuhe, Kopfkissen und allerlei Klimmbimm - als auch mit dem ein oder anderen Freebie. Ich zum Beispiel bin mit den Jungs und Mädels vom Bailey’s Stand eine längerfristige Beziehung eingegangen. Jeden Tag gab es ein anderes Bailey’s Mixgetränk umsonst. Und das in einem Land, in dem Alk fast immer nur klar und fruchtig daher kommt (aber damit heul ich euch ein anderes Mal zu). Aber jetzt noch ein paar Bilder vom Fest im Susukino Viertel:
Neulich habe ich (in Sapporo Yukimatsuri- Winter in Japan Teil 3) ein wenig über das Yukimatsuri geschrieben - natürlich gibt es noch viel mehr zu sagen und vor allem zu zeigen. Jetzt erst einmal ein wenig zur Geschichte des Festes.
Anno 1950 entschieden sechs Oberschüler, dass Schneemänner Kinderkram wären und bauten stattdessen sechs Schneestatuen. Dieses Schneefestival, angeblich eine Wiederaufnahme einer älteren Tradition, wuchs an Beliebtheit und ab 1955 beschlossen auch die Selbstverteidigungsstreitkräfte, dass eine Mithilfe ihrem angekratzten Image nützen könnte. 1959 wurden die Medien auf das neueste Matsuri Japans aufmerksam und während der Winterolympiade 1972 wurde dem Fest auch ein Fernseh- und Eventspecial gewidmet. Während der Ölkrise ‘74 konnten die Schneemassen nicht mehr mit Lastern aus dem Hinterland Hokkaidôs herangekarrt werden - besonders tragisch, da damals zum ersten Mal internationale Teams ihre Schneemänner Level 99 mit Power-Ups in die nord-japanische Landschaft stellen wollten. Bis heute jedoch hat das Schneefestival überlebt, wächst und gedeiht prächtig und wird auch für Touristen (vor allem aus Russland, Korea und China, vergl. Shinjuku Tourispot Nummer 1) immer mehr zum Anlass eines Japanbesuchs. Jetzt erstmal ein paar nette Fotos der nächtlichen Yukimatsuri Idylle:
Da ich neulich im Winter in Japan Teil 2: Land unter! Eintrag darum gebeten wurde, doch noch etwas über winterliche Feste in Japan zu schreiben, kommen diese Woche einige Einträge über das Schneefestival (Yukimatsuri auf Japanisch) in Sapporo und vielleicht Otaru auf euch zu. Viel Spass dabei.
Die Fotos sind übrigens alle beim Yukimatsuri 2004 aufgenommen.
Das Schneefestival versetzt jedes Jahr im Februar die ansonsten recht beschauliche drei Millionen Einwohner-Stadt Sapporo auf der nördlichen Insel Hokkaidô in Aufruhr. An drei Ausstellungsorten, im Odori-Park, im Susukino “Vergnügungsviertel” (da gibt es ungefähr 3 Karaoke Bars und 4 Cafés ;)) und auf einem etwas abgelegenen Gelände (bis 2005 Makanai und nun Satoland), können circa 400 Schneeskulpturen aus aller Welt bestaunt werden. Jährlich begeben sich eigens dafür um die zwei Millionen Touris in den hohen Norden. Für die vielen Statuen reicht natürlich der Schnee aus Sapporo allein schon lange nicht mehr aus, so dass die Selbstverteidigungsstreitkräfte SDF (also der Armee-Ersatz) das weiß-kühle Nass in ganz Hokkaidô einsammeln und in die nördliche Metropole karren dürfen.
Während die meisten Schneeskulpturen im Odori-Park vor sich hin schmelzen, wird die Veranstaltung ob der größeren zur Verfügung stehenden Fläche außerhalb eröffnet. Auf dem Gelände finden oft auch noch einiges Spaßiges wie Tänze und Ausstellungen statt und für die lieben Kleinen sind gigantische Schneespielplätze aufgebaut, während Würstchenbuden und Co. Mama und Papa das Geld aus der Tasche ziehen. Hier ein paar Fotos vom Gelände in Makanai (daher stammt übrigens auch das Foto von dem süßen Kind bei Winter in Japan):
Eigentlich wollte ich schon vor Tagen und Wochen, kurz nachdem ich den ersten Artikel zu Schnee geschrieben hatte, schon etwas über das schlechte Wetter in Japan berichten. Leider ist das Wetter nicht immer so zahm wie auf den anderen Fotos.
Bereits Anfang des Monats hatte eine Unwetterfront Ostasien unsicher gemacht. China war ebenso betroffen wie Hokkaido, und selbst in Tokio musste wohl zweitweise der Zugverkehr aussetzen. Rund hundert Verletzte vermeldete die japanische Hauptstadt, nachdem heftiger Schneefall selbst die tokioter Innenstadt mit 3 cm Schnee eingedeckt und Kawaguchiko in der Yamanashi Präfektur (für den Sommer habe ich schöne Bilder von dem Ort) mit 26 cm völlig im kalten Weiß begraben hatte, so die Japan Times am 4. Februar. Am selben Tag erlag eine Universitätsstudentin in Otari, Nagano ihren Verletzungen, während eine weitere Studentin sich noch im Koma befand - sie waren von einer Lawine überrollt worden (hier der Mainichi Artikel). Aber auch an diesem Wochenende wüteten Blizzards über Hokkaido, wie die Japan Times berichtete.
Und damit ihr euch das auch vorstellen könnt, hier ein paar ältere Fotos von einem Schneesturm auf Hokkaido. Ich war damals grad in Otaru und hab die Zeit genutzt, um mir ein Museum anzuschauen. Allerdings hat so ein verschneestürmtes Japan doch auch was romantisches (die Hello Kitty im anderen Artikel habe ich übrigens auch dort fotografiert):
Japan, das ist das Land der Kirschblüten und des Momiji. Japan, da ist es fast immer schwül bis klebrig - und wenn man richtig Glück hat, nur unerträglich heiß. In Japan, da wachsen Palmen und die Temperaturen trauen sich beinah nicht unter Null. Trotzdem gibt es ihn trotzdem: Schnee in Japan.
Vor einigen Jahren und Jahrzehnten soll er selbst in der Millionenmetropole Tokio noch zur winterlichen Tagesordnung gehört haben, der Schnee. Mittlerweile wurde er größtenteils in die nördlichen Regionen Hokkaidôs oder ins Schneeland, also tief ins Reich der Berg-Götter auf der anderen Seite Japans, verbannt. Doch ein ums andere Mal, wird man selbst in Tokio vom kristallenen Niederschlag überrascht - meist dann freilich, wenn man weder Regenschirm noch Kaputze dabei hat. Da im Winter die Monsun-Saison vorbei ist, bietet sich einem meist ein recht beschauliches Bild, so dass man tatsächlich von leise rieselndem Schnee sprechen kann. Insbesondere auf besagter Nordinsel (Hokkaidô - dem Heimatland der Ramen) ist das Weiß eine Wohltat, denn im Gegensatz zu Deutschland muss man sich nicht mit strengen Minusgraden herumplagen. Da hat auch die Japan Times nur positives zu vermelden: Im Gegensatz zum wintergeplagten China spräche man in Japan von weißen Kirschblüten. Hier ein paar Impressionen: