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Autor: Simon

Oder zumindest können sie öfters. Schenkt man dem japanischen Online Magazin R25 Glauben (hier der entsprechende Artikel), sind die meisten Blogs der Welt in japanischer Sprache verfasst!

Zwar sind laut der UN ungefähr 80% aller Internetinhalte auf Englisch verfasst (und ja, ich zusammenfass-übersetze jetzt grad nur den japanischen Artikel :P), doch haben sich die Japaner beim Blogger-Kuchen ganze 37% abschneiden können. Man muss dazu sagen, dass diese Zahlen das Jahr 2006 betreffen - oh, und davon auch nur das vierte Quartel, *hm* und Englisch folgt mit 36% Prozent unserem liebsten Linguisten-Foltermittel auf dem Fuß. Trotzdem ist dies natürlich beeindruckend. Der liebe Herr von und zu Altfluss von SHOOTI (nein! Die stellen offenbar Blog-Artikel u.ä. vor) führt dies sogleich darauf zurück, dass Japan ja eine Tagebuch Kultur sei. Wie schön, dass ich auch einen Nikki Tag im diesem meinem Plock habe. Macht mich das zum Japaner?

Wie dem auch sei, sind rund 80% aller japanischer Blogs Tagebücher, während europäische Blogs eher auf amateur-journalistische Art und Weise die News wiederkäuen (also das, was ich grad hier mache :P). Dies würde gut zum japanischen Charakter passen, denn Japaner möchten zwar einerseits nichts von sich preisgeben, sich aber andererseits gerne mitteilen. Aus dem gleichen Grund sollen Japaner auch immer so fleißig Leserbriefe geschrieben haben (ich glaube, es liest wohl eher daran, dass die vorgedruckten Postkarten in Japan umsonst verschickt werden können und man dafür auch noch nette Preise einheimsen kann). Perfekt für das Internet, welches jedermanns Privatsphäre auf ein Millionenpublikum erweitert und einem ermöglicht, seine Anonymität genau soweit aufzugeben, wie man möchte. Ein weiterer Grund für den Posting-Wahn der Japaner sei auch die Verbreitung von mobilen Blogs, als jenen, die via Handy befüllt werden. Damit lässt sich prima die dreistündige Bahnfahrt zu Schule oder Arbeit überbrücken.

Japanisch die neue Weltsprache! Deutsch taucht in der Statistik übrigens gar nicht erst auf. Auch sehr schön. ^-^; Immerhin sind wir bei den Wikipedia Einträgen ganz vorn mit dabei.    [...mehr]


Autor: Simon

Nachdem ich nun endlich wieder ein paar neue Videospiele habe, wurde ich von Valkyrie Profile darauf hingewiesen, dass der Trend bei Filmchen in Videospielen in letzter Zeit immer mehr in Richtung Computer generierte FMVs geht. Ist Anime generell auf dem absteigenden Ast, haben sich die Geschmäcker geändert oder sind die Produktionskosten von CG Movies schlicht in den Keller gerutscht? Viel interessanter finde ich aber den ästhetischen Aspekt.

Vorab erst einmal das Opening von Valkyrie Profile in den zwei Versionen, damit ihr wisst, wovon ich überhaupt rede.

Das Anime Video aus der PlayStation Version:

Das CG Video aus der PSP Version:

Während zum Beispiel die Tales of Serie selbst in neueren Teilen wie Tales of Symphonia, Tales of the Abyss oder Tales of Rebirth dem animierten Video treu blieb und auch bei der neuen PS2 Version von Tales of Destiny nicht vom Anime abgekommen ist, sind Spielereihen wie Grandia (Teil 1 versus Teil 3 - das Video eignet sich natürlich auch super zu einer Diskussion über Janglish *hüstl*) oder Xenogears (Xenogears versus Xenosaga) umgestiegen. Bei Star Ocean, welches von Anfang an auf CG setzte (Teil 2, Teil 3 und Teil 4), wurde für die Neuauflage des ersten Teils für die PSP allerdings wieder ein Anime Video produziert. Offenbar gehört zu älteren RPGs ganz einfach ein deftiges Filmschnippselchen im Anime Look mit J-Pop Sing-Sang. Ein weiterer Held der Anime Variante ist Wild Arms (Teil1 versus Teil 4). Für die Neuauflage von Teil 1 - Alter code: F wurde sogar spannenderweise ein neues Animevideo produziert.

Mir persönlich ist es relativ egal, ob es nun ein Anime oder ein FMV ist - es soll nur gut gemacht sein. Gerade Square-Enix darf sich gern austoben und ich werd wohl auch nie vergessen, wie ich beim Anblick vom Onimusha 3 Video mit offenem Mund mitten im Menschengewimmel von Shinjuku zur Salzsäule erstarrte. Da sich außer Square-Enix aber eigentlich kaum ein Rollenspielhersteller auf vernünftige Computergrafiken versteht, liegt mir die CG Macke der meisten Studios ziemlich schwer im Magen. So sind Arc the Lad (Teil3, Teil4) oder Shadow Hearts (Teil 1 und From the New World) durch die steifen Gesichter und die generelle Animation der Chara einfach nicht der Genuss, der sie sein könnten. Das gleiche Problem sehe ich übrigens auch bei den Grafiken generell: Gut gemachte 2D Optik wie in Legend of Mana oder Saga Frontier 2 ist mir tausendmal lieber, als die kargen 3D Welten, die nach “gewollt aber nicht gekonnt” aussehen.

Was gefällt euch besser? 2D oder 3D, Anime oder CG? Sind Videosequenzen im Animelook für euch ein Relikt aus PlayStation Tagen oder sind Anime einfach nur out? Oder streift das JRPG mit den Animevideos auch gleichzeitig den Hauch des Infantilen, Otaku-haften ab und macht sich damit attraktiver für’s westliche Mainstream Publikum?    [...mehr]


Autor: Simon

Auf nimmer Wiedersehen HD DVD?

Die Ankündigung, Toshiba würde über einen Wechsel weg vom HD DVD zum BR Format wechseln, habe ich vor mittlerweile einer Woche im U-Bahn TV gesehen. Mir ist balder das Pausenbrot aus dem Mund gefallen - immerhin hatten wir uns hier grad erst darüber unterhalten. Jetzt wurde der Entschluss, bis Ende März die Produktion von HD DVDs einzustellen, offiziell bekannt gegeben - hier ein englisch sprachiger Mainichi Artikel.Damit wird meine einzige HD Scheibe wohl als einsame alte Jungfer enden müssen, da hilft auch ein heroisch dreinschauender Jet Li nix:

HD DVD

Nachdem der Trend in Richtung Blu-ray zu gehen begann - in Japan sind 96% der Next Gen DVD Verkäufe BDs - und Warner Bros. letztes Jahr auf das Format umgestiegen waren, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Toshiba selbst einknicken und sich Sony und Co. ergeben würde. Da Toshiba im Prinzip die treibende Kraft hinter der HD DVD war, scheint der Krieg damit eigentlich verloren. Interessant ist nun, was Microsoft und Intel machen, die ehemaligen Mitstreiter Toshibas.

Die Blu-Ray ist von hause aus auf der PlayStation 3 abspielbar, während für die XBox 360 extra ein Zusatzlaufwerk gekauft werden muss - die Wii von Nintendo hält sich vornehm raus und kann gar nix. Besonders nach der Markteinführung der billigeren 40GB Version der PS3 im Herbst schnellten die Verkäufe der Sony Konsole in die Höhe und somit hat die BD nicht nur den technischen, sondern auch den taktischen Vorteil. Das Umsatteln aufs fremde Ross wird die Herren bei Toshiba zwar in ihrer Ehre als Technik-Samurai kränken, doch ist es allemal besser als durch den HD Seppuku langsam auszubluten. Die Aktien stiegen prompt um 5.7%. Der Klügere gibt halt doch nach.    [...mehr]


Autor: Simon

Während japanische Studenten fleißig Viren programmieren, haben die Hälfte der Japaner Angst vorm Internet.

Diese Woche amüsierten mich zwei Zeitungsartikel: An sich ist am Yomiuri Shimbun Artikel über den 24-jährigen Netzverbrecher genauso wenig lustiges, wie am Mainichi Shimbun Artikel über die Internetfurcht der Durchschnittsjapaner. Doch in Kombination lassen einen diese Nachrichten doch schon schmunzeln.

Masato Nakatsuji, seines Zeichens Student aus Osaka, soll einen Computer Virus über das Internet verbreitet haben - und zwar über kopiergeschütztes animiertes Filmmaterial (das heißt auf gut Deutsch wohl illegale Anime Downloads und lässt die Diskussion um’s legale und illegale Runterladen von Animes und den Niedergang der Industries mal in ganz anderem Licht erscheinen). Da haben die Hälfte der Japaner, die laut einer Studie des Kabinets Angst vor dem Internet haben, offenbar Recht. Befragt wurden Japaner, Männlein wie Weiblein, im Alter zwischen 20 und scheintot. Zwar überrascht es zumindest mich nicht wirklich, dass die über 50-järhigen sich zu 55% nicht ganz wohl in ihrer Haut fühlten in der Weite des Netzes, doch dass auch über die Hälfte der 30ger Beklemmungen hätten, war ein wenig… seltsam? Und das in Technik-Wunderland? Angst haben sie vor allem vor Viren, Spionage und Password Phishern. Das ist wohl mit der Grund (neben einer schlichten Unfähigkeit), warum Japaner lieber mit dem Handy im Netz unterwegs sind.    [...mehr]


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