» Tradition

Autor: Florian

Wer schon einmal ein Frühstück auf japanisch genoßen hat, weiß wie gut man sich danach fühlt. Die eigene Energie steigt, und nichts liegt schwer im Magen.

Ein japanisches Frühstück ist ganz anders als unsere deutsche Variante. Es ist leicht und geschmackvoll und sollte so richtig zelebriert werden. Eine ruhige Atmosphäre ist dabei besonders wichtig, damit man jede einzelne Zutat genießen kann.    [...mehr]


Autor: Florian

Auf den ersten Blick wird der Kampfsport für viele wahrscheinlich äußerst komisch aussehen. Zwei schwergewichtige Männer stehen sich halbnackt, lediglich bekleidet mit einem Lendenschurz, der etwas an eine überdimensionale Windel erinnert, gegenüber und versuchen einander aus dem Ring zu werfen. Was hierzulande jedoch etwas belächelt wird, ist in Japan ein ernst genommener Sport.

Sumo bzw. Ōzumō wird in Japan schon seit Jahrhunderten betrieben. Im japanischen Altertum gingen die Kämpfe anders als heute, dabei noch sehr blutig aus. Meist ohne Regeln wurde so lange gekämpft, bis einer der Sumotori (so bezeichnet man die Sumo-Kämpfer) getötet wurde. Zwar sind die Regeln bis heute nicht sehr komplex, dafür jedoch human. Gekämpft wird nicht etwa bis zum Tod, sondern bis einer der Sumotori aus dem podestartigen Ring geworfen wird. Wenn man vermeiden möchte dass einem ein ca. 200 Kilo schwerer Ringer von oben umreißt, sollte man beim Zuschauen besser nicht zu nahe am Kampfplatz stehen.    [...mehr]


Autor: Florian

Irezumi ist die Kunst der japanischen Tätowierung. Eine bekannte Art zu tätowieren ist Tebori. Dies wird mit Hand ausgeführt. Wo liegt der Ursprung?

Die japanische Tattookunst hat eine alte Tradition. Da früher nur Kriminelle tätowieren wurden, waren Tätowierungen in Japan lange Zeit verboten und wurden erst 1948 wieder legalisiert. Irezumi ist das japanische Wort für Tattoo. Sie zeichnen sich durch einen sehr speziellen Stil aus. Dieser ist stark mit der japanischen Mythologie und Kultur verbunden. Traditionell wird in Japan mit der Technik die man Tebori nennt, per Hand, tätowiert. Wie ist die Geschichte japanischer Tattookunst? Wie hat sie sich zu dem entwickelt, wie sie heute ist?

Irezumi - Japanische Tätowierkunst

Tätowierungen, Irezumis, haben in Japan eine sehr alte Geschichte. Irezumi meint wörtlich das Einstechen von Farbe unter die Haut.  Ihre Anfänge werden bereits in der Yayoi-Zeit vermutete. Doch mit Fortschreiten der Zeit bekamen Tätowierungen zunehmend einen negativen Beigeschmack. Es wurde nicht mehr nur rituell oder spirituell tätowiert, sondern Tätowierungen wurden zunehmend als Strafe bzw. Brandmarkung für Kriminelle eingesetzt. Ihnen wurde in der Breite eines Fingers, ein Strichcode, an dem man sogar ablesen konnte, was der Kriminelle verbrochen hatte, eintätowiert. Daher war vor allem in der breiten Öffentlichkeit, das Tragen von Tattoos weitestgehend verpönt. Leute die tätowiert waren, wurden von der Gesellschaft ausgegrenzt und konnten sich nicht wieder eingliedern. Dies führte zur Herausbildung der eigenen Schicht, den Yakuza (die japanische Mafia). 1870 wurden Tätowierungen endgültig verboten. Dieses Verbot wurde erst 1948 wieder aufgehoben.    [...mehr]


Autor: Florian

Hanami bedeutet im Grunde „Blüten schauen”, ist aber stets mit der Kirschblüte in Japan gleichzusetzen. Im Laufe der Jahre hat sich die Zeit, in der die Kirschbäume blühen, zu einem beliebten Volksfest im ganzen Land entwickelt.

Das Kirschblütenfest Hanami verehrt die Sakura, wie die zarte Blüte genannt wird. Sie ist ein wichtiges Symbol in der japanischen Kultur und wurde schon von den Samurai verehrt. Da die Blüte erst nach einer langen Reifezeit für nur wenige Tage erblüht, um dann in ihrer vollkommen Schönheit zu fallen, steht sie für die Vergänglichkeit und einen jungen, aber würdigen Tod. Auch die Kamikaze-Flieger des Zweiten Weltkriegs schmückten sich mit der Blüte der Zierkirsche.    [...mehr]


Autor: Florian

Der Walfang in Japan und anderen Teilen der Welt ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon vor mehreren Tausend Jahren machten Menschen Jagd auf die größten aller Meeressäugetiere, doch noch nie waren ihre Methoden so effektiv wie heute.

Zudem halten die meisten Menschen den Walfang in Japan, Norwegen, Island und anderen Nationen für unnötig brutal. Viele haben Bilder von riesigen Schiffen vor Augen, die erbarmungslos gegen die Meeressäuger vorgehen und die Gewässer mit dem Blut der Tiere tränken. Problematisch ist vor allem die schiere Zahl der in den vergangenen Jahren getöteten Wale – Nicht umsonst wurden durch ein internationales Übereinkommen bestimmte Fangquoten festgesetzt. Doch halten sich auch alle daran? Und wie sieht der Walfang heute aus?    [...mehr]


Autor: Simon

Die traditionelle Geisha gehört genauso zu Japan wie Kirschblüten und Kimono. Weiß geschminkte Gesichter, rote Lippen und bunte Gewänder zeichnen die streng ausgebildeten Frauen bis heute aus. Doch ihre Erotik wird mit Prostitution verwechselt und ihre Kunst mit Sklaverei.


Im Land der aufgehenden Sonne ruhen viele Geheimnisse. Eines davon ist der Zauber der Geishas mit ihrer, nach dem japanischen Ideal, auffallenden Schönheit und einzigartigen Kunstfertigkeit. Die japanische Unterhaltungskünstlerin hat eine lange Tradition und passt sich vorsichtig an das sich wandelnde Frauenbild in Japan an.    [...mehr]


Autor: Anna-Kathrin

Das Ryokan hat in Japan Tradition. Ein solches kleines Hotel findet man fast überall in Japan. Die Preise sind relativ moderat und die Einrichtung traditionell japanisch. Schlechte Karten haben allerdings Last-Minute-Ankömmlinge, denn Ryokans sind auch öfters mal ausgebucht.

Ryokan. © Flickr / jeffk.

Ein Ryokan-Besuch ist schon was Feines. Futonbetten auf Tatami - so wie man es sich bei seinem ersten Besuch in Japan in einem japanischen Hotel eben vorstellt. Kein Wunder also, dass im Film “Kirschblüten-Hanami” von Doris Dörrie natürlich in einem Ryokan übernachtet wird um zu sehen ob der Fuji-Yama mal nicht vom Nebel eingeschlossen ist.    [...mehr]


Autor: Simon

Damals wie heute feiert man im Osten das Kinderfest im Juni. In Japan ganz offiziell und traditionell am 5.5. Damit haben die Gemeinsamkeiten aber auch schon ein Ende. Karpfenfahnen und Ritterrüstungen zieren die japanischen Ortschaften und Haushalte im Juni, so dass selbst die Uneingeweihten gleich mitbekommen, dass etwas los ist in Kirschblütenland.

Koinobori - Karpfenfahnen zum Knabenfest in Japan (OiMax/flickr)

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