Typisch Japanisch!?

Vorurteile und Klischees über die Japaner gibt es viele. Sie sind klein, haben O-Beine, arbeiten viel, reisen mit ihrem Fotoapparat in 4 Tagen durch ganz Europa und sind sehr freundlich? Wir sind den Vorurteilen über Japaner einmal auf den Grund gegangen.

Ein relativ ungewöhnliches, sich jedoch hartnäckig haltendes Vorurteil lautet, dass Japaner O-Beine haben. Und tatsächlich gibt es in Japan spezielle Praxen, die sich auf die Behandlung von O-Beinen spezialisiert haben.

Eine Behandlung dieser „Fehlstellung“ durch Massagen kostet etwa 1000 Euro und dauert ein halbes Jahr. Die Beinform kommt vor allem daher, dass Asiaten weichere Knochen haben als beispielsweise Europäer, und diese sich dadurch leichter verschieben.

Typisches Vorurteil: Japaner sind klein und arbeiten viel!?

Der Japaner ist tatsächlich durchschnittlich 8cm kleiner als der Deutsche, dafür wiegt er aber auch im Durchschnitt 19kg weniger. Die Kultur der Japaner zeichnet sich vor allem durch hohe Fleißigkeit aus. Offiziell arbeiten sie 6 Stunden mehr in der Woche und gehen 9 Jahre später in Rente als die Deutschen.

Typisch japanisch: Hightech-Toiletten?!

In Japan gibt es sich wirklich: Hochmoderne Toiletten. Selbst in einem normalen Hotel in Japan findet man eine Toilette, die über eine spezielle Reinigungsmöglichkeit verfügt. Eine weitere Duschmöglichkeit gibt es extra für Damen. In Elektronikmärkten gibt es Dutzende von hochmodernen Modellen. Das Topmodell kostet über 2000€. Dort kann man die Position des Wasserstrahls und die Temperatur einstellen. Es gibt eine spezielle Massagefunktion durch einen Wasserstrahl und einen Föhn, der das Ganze danach wieder trocknet. Und da der Japaner die Pinkelgeräusche nicht so gerne mag, verfügt die Toilette über eine Funktion, die eine Toilettenspülung nachahmt.

Vorurteil: Japaner fahren viel U-Bahn!?

Täglich fahren 8 Millionen Japaner mit der U-Bahn zur Arbeit, da will richtiges Einsteigen gelernt sein. Die Letzten steigen immer mit dem Rücken zuerst ein. Sollten doch mal nicht alle rein passen, helfen sogenannte U-Bahnstopfer nach. Häufiger kommt es zum Begrapschen von weiblichen Fahrgästen. Dafür wurden nun extra Frauenwagen eingerichtet. Die Straßen sind in Tokio erstaunlich leer, denn in Japan muss man, bevor man ein Auto anmelden darf, zunächst einen Parkplatz nachweisen. Nur 68% der japanischen Haushalte verfügen über einen fahrbaren Untersatz, in Deutschland sind es 83%.

Typisch Japanisch: Express-Urlaub?

Japaner haben durchschnittlich 18 Tage Urlaub, davon nehmen sie aber maximal 8 weil sie sich nicht mehr Urlaub als ihre Kollegen nehmen wollen und nicht vor ihrem Vorgesetzen schlecht darstehen möchten. Am liebsten fahren sie nach Hawaii oder in asiatische Länder wie Korea oder Thailand.

Klischee: Japaner sind besonders höflich?

Ständiges Lächeln und Verbeugen haben einen hohen Stellenwert in Japan und werden von Kind an trainiert. Japaner versuchen stets den Respekt vor anderen Menschen zu wahren und niemandem etwas abzuschlagen. Das Wort „nein“ gibt es dort praktisch nicht und wird eher umschrieben. Die Japaner halten die Deutschen wohl auch deshalb nur für mittelmäßig höflich.