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Autor: Simon

Jetzt zuschlagen - die Famitsû (Japan’s größtes Videospieleheftchen) verschenkt Klopapier (klickst du hier). Ach Mist, schon zu spät. Verschissen. :P

Letzte Woche haben die Journalisten des Gamermagazins das gemacht, was ich inner Uni auch immer mach: Toilettenpapier mitgehen lassen. Das ganze geschah am 23.11. gegen Abend, mitten im Shibuya NEO, während der Promoveranstaltung zu Marvelous Entertainments neuestem Langweiler “No More Heroes” (nicht heulen, es geht nicht um die amerikanische TV Serie - die wird’s bestimmt weiter geben… irgendwann…) . Erschreckend eigentlich, wie wenig die Schreiberlinge da offensichtlich verdienen, dass sie nicht nur Häppchen schnorren, sondern auch noch Klopapier klauben müssen. Weil es der Chefredaktion dann wohl auch peinlich war, hat sie die 20 Rollen eingesammelt und tut nun so, also ob es eine beabsichtigte Promoaktion war…    [...mehr]


Autor: Simon

Arte hat einen Bericht über den Einfall der japanischen Armee während des zweiten Weltkrieges gesendet. Ich möchte damit weniger eine Diskussion auslösen, als darauf hinweisen, dass man sich den Bericht auf der Arte HP nur noch bis Mittwoch anschauen kann. Interessant sollte es eigentlich sein.    [...mehr]


Autor: Simon

Zusammenfassung der japanischen Nachrichten für die Woche vom 19. bis 25.11.2007
News der vorhergehenden Woche

Langsam könnte ich schon für die Woche drauf was schreiben. War leider sehr beschäftigt (= habe mir Galileo bis Folge 7 reingezogen. Sorry, ging nicht anders. ^-^;;;) Zwischen Dienstag und Donnerstag habe ich aber sowie so irgendwie keine Zeit zum bloggen. Ich sollte mich mit den “News” auf den Sonntag verlegen…

Update zu KW 46: Japaner doch nicht feige
Der Dalai Lama tourt durch die Welt und die Chinesen finden’s gar nicht toll. Dafür, dass die USA dem religiösen Führer eine Medaille gegeben haben, verweigerte China z.B. deren Schiffen an Thanx-Giving das Anlegen in HongKong. Nun zeigen sich die Regierenden Japan’s doch weniger feige, also geplant: HATOYAMA Yukio, Rädelsführer bei der demokratischen Partei, gab bei einem öffentlichen Kaffeeklatsch mit dem Tibeterfürsten zu, ein Sympatisant zu sein. Schaun mer mal, was die Chinesen dazu sagen werden…
Quelle: The Japan Times

Update zu KW 44: Kirschblüte mitten im Winter
Oh, holde Vergänglichkeit. Vor einigen Wochen noch redete ich über Herbstblätter und die Liebe der Japaner zu solchen. Natürlich gibt es da etwas, was den Japanern noch lieber ist: Kirschblüten. Die blühen leider nur im Frühjahr. Eigentlich. In Fujioka, Gunma, kann man sich auch jetzt an ca. 7000 pink-weißen Bäumchen erfreuen. Nein, nicht aus Plastik, sondern so richtig echt. Der Park heißt passenderweise Sakurayama (Kirschblütenberg) Shinrin. Ein Bildchen gibt es hier.
Quelle: Mainichi Shimbun

Update zu KW 44: Proteste gegen Fingerabdrücke
Jetzt hat selbst der Spiegel dem Phänomen einen kleinen Bericht gewittmet (mit dem freundlichen Hinweis darauf, dass Ausweise mit Fotos ja auf der ganzen Welt, außer halt Japan, üblich seien - schönen Gruß von Planet Germany, ne). Interessant fand ich die Bemerkung, dass die gesammelten biometrischen Daten auch mit anderen Behörden geteilt werden dürfen. Demnächst weiß also alles von BKA bis Mossad, wenn ich nach Japan fahre? Schön. Sind die US Fingerabdrückchensammler eigentlich ebenso kooperativ? Wie dem auch sei, protestieren in Lalaland derweil einheimische Bürgerrechtler, wie auch internationale Organisationen gegen die Sammelwut. Am Montag, den 19. November (also zwei Tage vor dem Start der Aktion), erklärten sich 67 versammelte Bewegungen öffentlich nicht einverstanden, während die Fans der neuen Gesetzgebung Ende der Woche bereits die Ausweisung bzw. Ablehnung der ersten 11 bösen Ausländer feierten. Sich einfach mal weigern hilft übrigens nicht, denn die Zollbeamten dürfen zur Not auch ein bisschen ruppig bis handgreiflich werden. Aufgrund der internationeln Proteste scheint es jedoch noch möglich, dass sich japanische Politiker doch noch einmal genauer mit dem Thema befassen und vielleicht merken, dass Terroristen eigentlich eher von der Insel selbst kommen. Dann können sie sich endlich dazu bekennen, dass es eigentlich gar nicht um Terrorabwehr oder ähnliches geht, sondern schlichtweg darum, dass die ganzen Blondies und Dunkelhäutigen den Japanern langsam aber sicher auf den Reiskeks gehen.
Quelle: Breitbart.com

Die letzten Samurai
Eigentlich möchte man meinen, die Ära der schwertschwingenden Samuraiklans, die sich um japanische Burgen und Schlösser (langweilige, mehrstöckige Häuser) kloppen, sei vorbei. Aber Pustekuchen mit Schokosoße. In Nakatsu, seines Zeichens drittgrößte Stadt in der Oita Präfektur (also am AdW), kämpft der Klan der Okudaira erbittert um den Stammsitz der Fürstenfamilie. Leider nicht fimchenreif auf Pferden mit antiken Waffen, sondern ganz modern vor Gericht. Das ganze liest sich wie eine Episode Lindenstraße: Masayuki O. ließ sich beim Amt als adoptierter Sohn von Takako O. eintragen. Takako wollte aber gar nicht Mama werden, doch weil sie in Tokio wohnte und keinen Bock hatte, nach Kyûshu zu fahren, ignorierte sie das ganze zunächst. Doch nun beabsichtigt Masayuki O. niederträchtigerweise das Familiengut zu verkaufen. Die Stadtverwaltung von Nakatsu war schockiert und petzte bei Takako O. Ach ja, bevor Masayuki O. zu einem Okudaira wurde, hatte er sich schon mal von einer Kazuo S. zum Sakamoto adoptieren lassen… Das neueste Meisterwerk von Akira KUROSAWA wird vielleicht nicht draus, aber als J-Dorama oder Telenovela eignet sich das ganze durchaus…
Quelle: Mainichi Shimbun

One-Seg: DS TV Hit in Japan
Yep. Japaner lieben Zusatzfunktionen für ihre Konsolen. Ich erinnere mich liebevoll an ein Bügeleisen für’s SNES (allerdings kenn ich das nur als Foto aus der… Total! oder war es die SuperPlay? oder noch was anderes?). Egal. Es gibt neuesterweise einen TV Tuner für den GameBoy DS. Jeder, der ein wenig im Web rumgeistert sollte auch schon entsprechende Meldungen z.B. bei N-Zone oder vielleicht einer englischsprachigen Business-Seite gesehen haben: Obwohl Ninty eigentlich keine Werbung für ihr neuestes Spielzeuchs gemacht haben, konnte ihre Homepage der japanischen Vorbestellwut kaum Stand halten und landete zwischendurch immer wieder auf der Nase. Da andere schon wortgewaltigerweise festgestellt haben, dass das DS TV beliebt sei, kann ich der Zahlhascherei geschickt ausweichen und mich gleich der richtigen Info hingeben.
Im Gegensatz zu den meisten anderen MobilTV-Geräten hat das DS zwei Bildschirme. Deshalb kann man praktischerweise beim Fernsehen nicht nur per Touchpad leichter die Kanal wechseln oder Lautstärke und Helligkeit einstelligen, sondern auch jeden möglichen anderen Unfug mit dem Gerät anstellen, wie zB Notizen schreiben, Screenshots machen usw. Wenn einem das Bild auf dem DS Bildschirm zu groß ist, kann man das ganz auch gedreht anschauen (frag mich mal einer nach dem Sinn). Zudem kann man sich per zweitem Bildschirm zeitgleich Videotext, Untertitel und sonstige Zusatzinfos lesenderweise zu Gemüte führen. Ein echter Vorteil gegenüber Handy und Co. Interessieren würde mich auch mal, ob man währenddessen auch GameBoy Advanced Games auf dem unteren Bildschirm spielen kann. Bevor ihr in Freudentaumel verfallt: Das DS TV wird es nach jetztigem Technikstand bei uns wohl erst mal so nicht geben. In Japan läuft MobilTV nämlich über One-Seg. In Japan wird der terrestrische Rundfunk in 13 Segmente geteilt ausgestrahlt. Seit dem 1. April 2006 wird davon speziell für mobile Rundfunkempfänger, z.B. mit das Handy oder ein Navigationssystem im Auto, davon ein Segment (”One-Seg”) ausgestrahlt. Zur Komprimierung wird der h264 Standart im MPEG4 Format mit dem HE-ACC Audio-Codec verwendet. Die Auflösung beträgt maximal 320×240 pixel bei einer Bitrate von 220-320kbit/s. NTT DoCoMo hat für diejenigen von euch, die des Englischen mächtig sind, eine kleine Einführung ins Thema One-Seg. Ja, ich habe zu dem Thema mal eine Hausarbeit geschrieben. Fragt mich nach Details!
Hier noch das offizielle Werbevideo:

Fotos und zwischendurch nen paar begeisterte Worte gibt es bei dannchoo.com.
Quelle: J-Cast, copy&past aus meinem Wii Plock (sorry, warum zweimal schreiben? :P)

Mehrwertsteuererhöhung 50/50
Die Yomiuri will in einer Umfrage ermittelt haben, dass sich 50% aller Japaner für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer aussprechen, um das Sozialsystem zu retten. Wenn ich an die horrenden Medikamentenzuzahlungen und niedrigen staatlichen Renten denke, frage ich mich dabei, von welchem Sozialsystem die reden. Dabei sollte vielleicht erwähnt werden, dass 48% dagegen stimmten, aber hey. Interessant auch, dass wiederum nur 32% sich bereiterklärten, mehr Steuern zu bezahlen. Wie jetzt? Sind die restlichen 18% Arbeitslose? (Wo haben die die Umfrage gemacht? Im Ueno Park unter den Bewohnern der hübschen Siedlungen mit den blauen Zelten?)
Wenn nun aber, wie offenbar der Fall, der Trent zu einer größeren Zustimmung zur Mehrwertsteuer geht, dann könnte das auch die Politiker dazu bewegen, sich entsprechende mit dem Thema zu befassen. Dazu muss man sagen, dass in Japan die Mehrwertsteuer mit 5%, ähnlich wie in den USA, ziemlich niedrig veranlagt ist. Man vergleiche das ganze mit den 19% in Teutschland, wo die Mehrwertsteuer mit dem Hinweis auf viel höhere Werte in anderen Ländern erhöht wurde… Was bedeutet das eigentlich für uns? Ganz klar: Möglichst jetzt gleich noch möglichst viel einkaufen. ;)
Quelle: Yomiuri Shimbun

Louis Vuitton wird Lackaffe
Wer einmal mit offenen Augen durch Shibuya gelaufen ist, wird wissen, was Louis Vuitton ist. Naja, zumindest hat er schon mal eine LV gesehen, denn die hässlichen, kackbraunen hängen von jedem zweiten dünnen Girlyärmchen. Nun wird es bald nicht nur Täschchen, sondern auch Lackware von Louis Vuitton geben: Pierre (Louis Vuitton, der 6. - mit Pierre haben sie dem Louis echt noch einen drauf gesetzt, was Kreativität in der Namensgebung angeht) hat sich bereits die fertigen Lackboxen mit dem LV Blümchenmuster angeschaut. Die 157.500 Yen Dinger mit dem Codenamen “Wajima” sind übrigens hauptsächlich schwarz mit nur einigen Stellen im traditionellen Ekelbraun. Die Japanerinnen werden freilich zuschlagen. Also nicht mit der Tasche auf den Dieb, sondern beim Einkauf jetzt. Ist auch gar nicht mal böse kapitalistisch, denn die Erträge werden den Erdbebenopfern aus der Ishikawa Präfektur (im März 2007 hatte es auf der Noto Halbinsel eine solche Naturkatastrophe gegeben) zu Gute kommen. Da sage mal einer, die Kaufwut der Japanogirlies hätte nicht auch was Gutes.
Quelle: Mainichi Shimbun, Louis Vuitton HP    [...mehr]


Autor: Simon

Zusammenfassung der japanischen Nachrichten für die Woche vom 12. bis 18.11.2007
News der vorhergehenden Woche
Diesmal mit ein wenig Verspätung, aber da es sich ja sowieso um eine Zusammenfassung und keinen tagesaktuellen Newsletter handelt, könnt’ ihr das hoffentlich verkraften. :)

Update zu KW45: Disney und Softbank
Disney und Softbank sind nun offizielle ein Paar. Ab der nächsten Kirschblüte wird es Handies und Downloads im offiziellen Disney Design geben. Softbank vermietet dafür ihre unbenutzten Frequenzbereiche an die Mickey Mouse Macher. Somit wäre die Nummer 2 des amerikanischen Entertainment Marktes die erste ausländische Firma, die den Sprung in die japanische Mobilfunkwelt geschafft hätte. Dies galt aufgrund der Verwendung anderer Technologien bzw. Frequenzbereiche, vor allem aber auch wegen der eigenbrötlerischen Haltung von DoCoMo und Co. als ein Ding der Unmöglichkeit. (Vodafone hatte auch lediglich J-Phone übernommen und ist damit auch relativ schnell auf die Nase geplumpst.)

DoCoMo und KDDI wurden währenddessen von der FTC für ihr Schummelmarketing gerügt: Sie hatten damit geworben, jeder könne seine tägliche Dosis K-Tai zum halben Preis haben und dabei vergessen zu erwähnen, dass man sie erst einmal ihre Firma heiraten muss: Wer den Ehevertrag vor dem Ablauf einer zweijährigen Frist kündigt, muss 10.000 Yen blechen. Nicht, dass in Krautland nicht ähnliche Zustände herrschen würden…
Quelle: ACB News    [...mehr]


Autor: Simon

Zusammenfassung der japanischen Nachrichten für die Woche vom 5. bis 11.11.2007

News der vorhergehenden Woche.

Ich les Zeitung, damit ihr es nicht tun müsst!

Mehr Yen für Softbank
Als Softbank – fragt mich nicht, es gibt Namen, auf die kommen auch nur Japaner – vor einem Jahr das Marktsegment von Vodafone Japan aufkaufte, hatten sie mickrige 1,8 Mio User. Mit einer knallharten (Vorsicht, schlechter Witz) Geschäftsstrategie – will heißen, die feinste neue Technik gepaart mit “Geiz ist geil”-Angeboten – konnte die Kundenanzahl um eine Kommastelle verschoben werden, sprich auf jetzt 17 Mio.

Und jetzt für alle Ero-Fans die nackten Zahlen: 46,46 Billionen Yen (im Vergleich zu 14,44 im Vorjahr), 22% plus bei den Verkäufen und 30% mehr Verkaufsstellen (hey, ich wittere einen Zusammenhang). Diese Marktanteile hat die Firma übrigens dem Imperium, also NTTDoCoMo abgerungen, die vor zwei Wochen öffentlich über ihre gefallenen Umsätze heulten. Fragt sich nur, wo KDDI (au), das dritte Rad am japanischen Mobilfunkwagen, abbleibt.
Als Belohnung für den Erfolg wurde Softbank außerdem am Montag ein Deal mit Walt Disney versprochen. Details im nächsten Japan Aktuell (hoffentlich).
Quelle: Mainichi Shimbun.

7.022 Japaner fordern Todesstrafe für Jose Yagi
7.022 Japaner unterschrieben die vom Vater des Opfers initiierte Petition, die Todesstrafe gegen den 35-jährigen Kindesmörder Jose Manuel Torres YAGI auszusprechen. Yagi, der im November 2007 die siebenjährige KINOSHITA Airi in Hiroshima sexuell missbraucht und anschließend umgebracht hatte, wurde bereits zu lebenslanger Haft verurteilt und muss sich momentan vor dem Hohen Gericht von Hiroshima für seine Tat verantworten. Die Unterschriften wurden vorwiegend über Internet-Blogs gesammelt. Abgeschafft wurde die Todesstrafe in Japan noch nicht, doch wird sie selten verhängt. Dieses Jahr wurden bislang drei Männer hingerichtet, letztes Jahr waren es vier und 2005 ereilte lediglich einen dies Schicksal. Insgesamt warten gut einhundert Verurteilte auf die Vollstreckung.
Quelle: Yomiru Shimbun, Amnesty International

NOVA a New Hope
NOVA Corp., seines Zeichens landesgrößter Sprachenschulenbetreiber und bis zum Hals im Skandalsumpf feststeckend, wird ein Drittel seiner Schulen an “G.education”, einen Nachhilfeschulenbetreiber mit Home Base in der Expo-Stadt Nagoya verscherbeln. Das METI hatte im Juni einen sechsmonatigen Bann auf Neukundenwerbung gegen NOVA, die Kunden mit Niedrigpreisen in Langzeitverträge lockte, verhängt. Im Oktober meldete der Konzern Bankrott und steht momentan am Pranger der japanischen Gerichtsbarkeit. 30 der 669 Schulen sollen sofort übernommen werden; es bestehen Pläne für bis zu 200 weitere. Zudem werden alle 4.900 Angestellten übernommen, Ausländer wie Japaner. So kommen denn bei geprellten Kunden und Schülern von NOVA Corp. Hoffnungen auf Entschädigungen bzw. Auszahlung ausstehender Gehälter auf. Ob G.education die Schäfchen wieder aufs trockene Grün bringen und die Unterrichtssituation – so ganz ohne Betrügereien – verbessern kann, bleibt abzuwarten. Das Englisch der Japaner kann jedenfalls nur besser werden.
Fremdsprachlich Begabte können/sollten sich noch mit dem Wiki Beitrag und folgenden Youtube-Videos vergnügen:
Eine Anti-Werbung für NOVA.

für Japanisch-Könner: Die Originalnews vom Juni.

Quelle: Kyodo News, Yomiuri Shimbun, Youtube (doh!)

PlayStation3 – 40GB-Modell veröffentlicht
Am Sonntag, genau ein Jahr nach dem Erstverkauf der PS3 am 11.11.2006, wurde das lang erwarte 40GB-Modell der kränkelnden Konsole veröffentlicht – strategisch günstig gelegt, denn sonntags begeben sich Otaku eh traditionellerweise nach Akihabara, von Fans, Geeks und anderen Ungläubigen meist als Mekka bezeichnet, um die zur Fußgängerzone erklärte Hauptstraße zu verstopfen und im Rudel oder als Einzelkämpfer nach billigen Ero-Dôjinshi zu jagen. Berichten zufolge sollen diese dann hauptsächlich mit Dynasty Warrior 6 (In Japan Shin Sangoku Musô 5 真・ä國無双) zocken beschäftigt gewesen sein. Laut AkibaOS gibt es die 40GB-PS3 in schwarz und weiß; im Gegensatz zu den 20- und 60GB-Modellen hat das Maschinchen jetzt zwei USB-2.0-Slots, dafür aber keinen Card-Reader (wie beim 60GB-Modell) mehr.

Hier der DW 6 Trailer:


Die offiziellen Werbefilmchen gibt es hier anzusehen.
Quelle: Akihabara Channel, AkibaOS

Böse ausländische Fische im Biwa-See
Ausländer nehmen guten Japanern die Arbeitsplätze weg, überschwemmen Shibuya und Shinjuku mit indischen Restaurants, bringen ihre belanglosen Feste mit, laufen selbst noch in den entlegensten Gegenden in aller Öffentlichkeit groß und blond durch die sonst so wunderherrlich urtümlich japanische Landschaft und jetzt verdrängen auch noch ihre Fische die guten einheimischen im größten japanischen See, Biwa. Zum Glück hat Kaiser Akihito am Sonntag auf dem 27. landesweiten Großtreffen für die Herstellung eines reichen Meeres 第27回全国豊かな海づくり大ä (Dai27-kai Zenkoku yutakana Umi-zukuri Daikai) am Biwa-See (Kommt es nur mir seltsam vor, dass die Bewohner eines Inselstaates an ihren einzigen richtigen See fahren, um sich über das Meer zu unterhalten? Haben sie verzweifelt versucht, Abstand zu gewinnen? Jaja, mit “umi” ist Gewässer oder die See gemeint – aber trotzdem. ^-^;) zugegeben, dass er der Bösewicht war. Vor 50 Jahren hatte er den Fisch aus den USA entführt, um ihn daheim gleich ins kalte Wasser zu werfen. Die Rache des Fisch-Imperiums. Hätte er als Meeresbiologe eigentlich besser wissen müssen. Naja, war damals halt ein nationaler Trend, Sachen aus’m Ausland zu klauen.

Natürlich muss ich an dieser Stelle anmerken, dass die Verdrängung einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch ausländisches Getier und Gestrüpp durchaus ein wenig humorvolles Thema ist und nicht nur ernsthafte, sondern auch schlimme Folgen haben kann. Statt idealistischen Kronprinzen sind die Übertäter allerdings meist internationaler Handel und dumme Ideen, wie die mit der “biologischen Bekämpfung” von Schädlingen.
Quelle: Mainichi Shimbun    [...mehr]


Autor: Simon

Zusammenfassung der japanischen Nachrichten für die Woche vom 29.10. bis 4.11.2007

Ab heute werde ich mich zwingen, Nachrichten zu lesen und jede Woche die News ein wenig zusammenzufassen. Möchte ja nicht werden, wie ein gewisser (sprich: ich hab den Namen vergessen) Professor, der vom zweiten Weltkrieg erst 1943 durch den Brief eines Freundes erfahren haben soll. Also eröffne ich hiermit den “Life-in-Japan-News-Digest“. :)

Ausländer = potentieller Terrorist
Wie in den USA bereits gang und gäbe, werden ab diesem Monat allen ins Land kommenden Ausländern über 16 Jahren bei der Abreise Fingerabdrücke abgeknöpft; das ganze natürlich für den seltenen Fall, dass die Terroristen im Gegensatz zur Aum-Sekte oder der japanischen Roten-Armee-Fraktion auch mal aus dem Ausland kommen - wie z.B. Lionel Dumont, der während seines Japanaufenthaltes 2002/3 mit seinen Freunden von der Al-Quaida eine lokale Terrorzelle aufbauen wollte. Anders als unsere amerikanischen Freunden verlangen die Behörden im Land des Lächelns dasselbe auch von bereits dort lebenden Gaijin. Das wiederum ist nur mitnichten neu, denn bereits früher durfte man sich bei der Registrierung zum offiziellen Alien wie ein gewöhnlicher Krimineller behandeln lassen. Aufgewecktere Linke sehen dies freilich als einen Vorwand zur strengeren Kontrolle ausländischer Besucher und (mutmaßlich illegaler) Einwanderer.
Quelle: Mainichi Shimbun

Delphin-Jagd
Und noch eine Meldung zu Lebensmitteln: Alle Jubeljahre wieder regen sich Ökos und Vegetarier (versteht mich nicht falsch, ich bin auch einer) über das japanische Delphinschlachten auf. Aktueller Anlass der neuesten Gift- und Galle-Spuck-Aktion ist ein Rettungsversuch nebst Aufruf von Hollywood-Sternchen Hayden Panettiere, die die Tochter von Ally MacBeal mimte bzw. gerade als die sexy-süße Heroes-Variante von Wolverine zu bestaunen ist. Hier das ganze bewegt und in Farbe:


Quelle: Mainichi Shimbun, Youtube

Tokyo Motor Show
Vom 26.10. bis 11.11. findet auf dem Gelände der Makuhari-Messe in Chiba, bekannt als Veranstaltungsort zahlreicher großer Ausstellungen wie der “Tokyo Game Show”, die “40. Tokyo Motor Show” statt. Fünf Events mit verschiedenen Testfahrten und 77 Weltneuheiten warten auf die Besucher. Wen die rund 12 Euro Fahrtkosten von Tokio aus plus 1300 Yen (ca. 9-10 Euro) Eintritt nicht abschrecken, der darf sich seit dem 27. auch als Privatperson auf den Weg zur rechten Gesäßhälfte von Tokio (die Fahrt dauert ca. eine Stunde) machen. Veranstalter ist die JAMA; da meist Vorabmodelle und Industrieneuheiten ausgestellt werden, zählt die “Tokyo Motor Show” zu den fünf wichtigsten Autoausstellungen der Welt.
Quelle: Asahi Shimbun, Tokyo Motor Show Homepage

Japanisches Essen: Nein, Danke!
Wie auch hierzulande jagt in Japan momentan ein Lebensmittelskandal den nächsten. Am Mittwoch stellte sich nun die internationale Kette “Mister Donut”, bei uns als “Dunkin’ Donut” bekannt, selbst an den Pranger. Kürzlich erst waren die beiden Fleischproduzenten “Meat Hope” und “Hinaidori” beim Lügen erwischt worden – der Präsident von “Hinaidori” wollte sich gar das Leben nehmen. Daraufhin gestanden die beliebten Pralinchenhersteller “Akafuku”, “Shiroi Koibito” und “Fujiya”, verdorbene Ware zu süßen Leckereien verarbeitet zu haben. Wem der Appetit bei all den Meldungen vergangen ist, kann ja immer noch selbst kochen .
Quelle: The Herald Tribune, CBC

Neritan – 12-teilige Fernsehserie zu Anime
In Tokios Stadtbezirk Nerima, da wo einst Tezuka hauste und McDonald’s schon um 19 Uhr die Pforten dicht macht (ja, wirklich!), feiert die Bezirksregierung seine Animewurzeln – hier produzierte Toei Animation einst Japans erstes Farbzeichentrickfilmchen “Hakujaden (白蛇ä) – mit einer zwölfteiligen Dokuserie über Anime. Ausgestrahlt werden die Infotainment Häppchen mehrmals wöchentlich auf dem japanischen Kabelsender J:COM. Zu den Gästen wird auch Leiji Matsumoto gehören, an dessen “Königin der 1000 Jahre” sich die über 20-Jährigen evtl. noch dunkel erinnern können. Da AniOta ja zu den besonders Aktiven gehören, werden wir hoffentlich nicht lange auf das Youtube-Videos nebst FanSubs warten müssen.
Quelle: Mainichi Shimbun

Momiji – Herbstblätter
Mit einer Woche Verspätung können sich Japaner über die alljährliche Laubfärbung freuen. Während unsereins gelangweilt dran vorbeiläuft und Autofahrer über die fallenden Blätter, die im Spätherbst ihre geliebten Fahrzeuge einschneien, motzen, ist die herbstliche Farbenpracht in Lalaland ein Grund zur kollektiven Freude. In Massen pilgern vor allem Rentner und andere chronisch Gelangweilte an die wenigen Orte, wo noch ein paar mehr Bäume rumstehen als in der Stadt, und verstopfen die Straßen. So begab es sich an diesem Wochenende in Nikkô, berühmt für seine hübschen Herbstfarben und so’n paar alte Gebäude, dass Touribusse und Privatkutschen eine ebenso hübsche Schlange durch die Berge bildeten. Seht selbst: Link zum Bild
Quelle: Yomiuri Shimbun

Damit ihr nicht traurig seid, weil ihr die hübschen Herbstblätter in Japan nicht sehen könnt, hier zum Trost ein Foto vom deutschen Herbst:momiji

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