Keitai Sousakan 7

Eigentlich sollte man wohl Empfehlungen plocken – schaut dieses J-Drama, schaut jenes Anime. Aber manchmal möchte man sein Leid auch einfach nur teilen. So wie ich jetzt. ^-^;

Production I.G., das Studio hinter Toshokan Sensô und Ghost Hound (und natürlich vielen anderen – aber über die habsch hier nicht geschrieben :P), hat uns diesen Frühling keinen lustigen Action-Anime der Marke platt zu bieten. Warum? Ihre ganze Kraft und Energie haben sie in Keitai Sousakan 7 gesteckt, ein J-Drama. Den Über-Regisseur spielt Miike Takashi (Wiki-Link), den man wohl als Macher hinter Ichi the Killer oder Izo kennen dürfte. Spannenderweise soll selbst Mamoru Oshii (Wiki-Eintrag, Werksliste) daran mitwerkeln. Super. Minus 120% Sympathie für den Genialo-Regisseur. Und Minus 300 Karma-Punkte für I.G. -_-

Ich würde gern sagen, man merkt den Anime-Einschlag. Doch eigentlich waren Anime zuletzt in den 80gern dermaßen hirnlos. Mein wahres Problem ist dabei wahrscheinlich weniger die Action und der durchaus quirkige Humor, als dieser hässliche kleine Strunzjunge und diese Anti-Handys. Das Nightrider Auto war zumindest noch schwarz und sexy – die Keitai (egal ob goody-goody 7 oder Black-Beauty) sind einfach nur … bäh. Und sie laufen.

Einigermaßen wett machen das ganze Kaito, eine wirklich niedliche Mulder-Parodie („Es war ein Alien!“), und des Helden kleine Emo-Schwester (Kaputzenhemd *yeah*). Minirock und Weiß-Weste (seh ich aus, als hätt‘ ich mir deren Namen gemerkt?) sind Fanservice pur. Nackte Beine und überschäumende Männlichkeit jetzt endlich auch für Drama-Gucker. Yeehar. Wer weniger Probleme mit 0815-Plots als Ausrede für dumpfe (und nicht besonders schöne) CGI-Action hat, der mag die 51-Serie vielleicht trotzdem. Ich befriedige mein Bedürftnis nach Techno-Babble und Action lieber mit Real Drive.