» Frühling 2008

Autor: Simon

Nachdem ich über die perfekte Roboter-Liebhaber_IN_ (E.M.A.) gesprochen habe, dachte ich mir, ich könnte auch noch mal was zu Zettai Kareshi schreiben. Das J-Drama lief in der Frühlingsstaffel 2008, zusammen mit Kurenai, Toshokan Sensô, Allison & Lillia usw.

Zettai Kareshi

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Autor: Simon

Das Leben ist schön, mein Cousin wird grad von seiner kleinen Schwester ausgelacht, weil seine Mannschaft verloren hat, mein Kater schnurrt und ich hab mal wieder ein bisschen Zeit zum bloggen. :) Zeit, mal ein J-Drama dieser Staffel vorzustellen, die ich bis zu ihrem bitteren Ende verfolgt habe und über die ich trotzdem noch kein Wort verloren habe: Osen.

Osen

Osen hat zehn Episoden mit einer Durchschnittszuscherrate von 9,1% und basiert auf einem Manga von Kikuchi Shôta. Soviel zu den offiziellen Daten. Story: Ezaki “Yocchan” Yoshio macht sich in einem Restaurant, in dem mit viel Bombast und Poserei pseudo-J-Food für staunende Gaijin gezaubert wird, verkleideterweise zum Horst (oder meinethalben Tarô). Eines Tages reichts und landet auf der Suche nach echtem Slow-Food vor Osens Tür.

Yocchan

Die werte Dame, die im Manga wie eine 80ger- Jahre Tuss à la deutsche Rockröhre aussieht, trinkt gern, lebt in ihrer eigenen Welt und ist eine der besten Köchinnen des Landes. Hier beim Fähnchenschwingen *hui*:

Osen mit Fahne

Osen immer noch mit Fahne

Und weil’s so schön war: Osen noch mal mit Fahne

Im tiefsten Innern seines Herzens ist Osen eine typische Kochshow: Gäste lassen sich bewirten, wundertoll-volles Essen wird am laufenden Meter produziert und zwischendrin die Welt verändert. Denn wer so richtig, richtig gutes Futter einschmeißt, der wird ganz flugs ein besserer Mensch.

Kunden füttern

Tolles Essen

mehr tolles Futter

Zwischendrin spielen Osen und Yocchan Aschenputtel und gehen immer wieder traditionellen Beschäftigungen nach.

Aschenputtel für Anfänger

Aber auch westliches Essen hat Osen drauf. Ich möchte sie heiraten, d.h. als meine Hausfrau anstellen.

Makanai mal westlich

Osen, der tapfere kleine Toaster

Bei all dem verspielten Traditionsgebrabbel, spielen doch auch hier wieder einige ernste Töne im Hintergrund: Die böse japanische Jugend von heute möchte vom alten Essen, alten Häusern und überhaupt dem alten Japan nichts mehr wissen. Und so gehen langsam aber sicher Tradition und Kultur im Niemandsland der Internationalisierung flöten. Mitten im Strom der Zeit steht Osen und behütet die Kochkunst, die nicht von der neune Zeit hinfort gespühlt wird.    [...mehr]


Autor: Simon

Mittlerweile warte ich seit Freitag Mittag verzweifelt darauf, dass die nächste Episode von Around 40 … zugänglich wird. Aus purer Frustration ist mir aufgegangen, dass ich noch gar nichts über diese Serie geschrieben habe und das obwohl die Frühlingsstaffel 2008 sich dem Ende zuneigt (Toshokan Sensô, Itazura no Kiss, Allison und andere J-Dramen und Anime laufen natürlich weiter).

Around 40

Die 11-teilige Serie “Around 40″ wird jeden Freitag auf TBS ausgestrahlt. Wie der Titel schon sagt, geht es um Leute um die 40 und da es ein Drama ist, natürlich vor allem um Weibliche:

Die drei Herzdamen

Ogata Satoko (in der Mitte) ist 39, Psyaterin und zum Leidwesen ihrer Eltern und ihres jüngeren Bruders noch Single. Ihre Schulfreundin Takeuchi Mize (links) hingegen ist verheiratet mit Kind, hat dafür aber seit der Hochzeit das Haus nur zum Einkaufen verlassen (will sagen, sie ist Hausfrau). Morimura Nao ist mit 35 das Nesthäkchen des Trios und hat sich geschworen, nie zu heiraten - sie, ganz Karrierefrau, kann’s nämlich auch so packen. Glaubt sie zumindest. Mit von der Partie sind außerdem der Koch Ohashi “Ma-kun” Sadao, Mizues Alter, sowie der Ökofreak Okamura Keitaro.

Frauengespräche

Ganz abgesehen davon, dass es natürlich mal wieder darum geht, wer mit wem und wer nun nicht, stellt das Drama zwischendurch so einige wichtige Fragen: Was ist eigentlich Glück? Heiraten und Kinderkriegen? Erfolg im Beruf? Die Welt Verbessern? Allzu oft scheint das Urteil anderer wichtiger und so redet man sich oft das Unglück ein, wo keins ist. Es macht Spaß, den Damen und Herren dabei zuzusehen, “erst” um die 40 ihren Lebensweg zu finden. Schön auch der Opening Song, der einem rät: “Wenn der Rasen in Nachbars Garten grüner ist, dann pflanz doch dort ein Blümchen!” Ich freu mich jedes Mal, wenn ich’s hör. ^_^;

Ja, es spielt in Tokio

Für alle, die es jetzt nicht verstanden haben: Wer Ruhigeres, Slice-of-life-igeres mit RL Touch, nettem Humor und durchaus ernsten Grundthemen sucht, ist hier richtig. Action-Fans greifen zu Keitai Sousakan 7.    [...mehr]


Autor: Simon

Eigentlich sollte man wohl Empfehlungen plocken - schaut dieses J-Drama, schaut jenes Anime. Aber manchmal möchte man sein Leid auch einfach nur teilen. So wie ich jetzt. ^-^;

Keitai Sousakan 7

Production I.G., das Studio hinter Toshokan Sensô und Ghost Hound (und natürlich vielen anderen - aber über die habsch hier nicht geschrieben :P), hat uns diesen Frühling keinen lustigen Action-Anime der Marke platt zu bieten. Warum? Ihre ganze Kraft und Energie haben sie in Keitai Sousakan 7 gesteckt, ein J-Drama. Den Über-Regisseur spielt Miike Takashi (Wiki-Link), den man wohl als Macher hinter Ichi the Killer oder Izo kennen dürfte. Spannenderweise soll selbst Mamoru Oshii (Wiki-Eintrag, Werksliste) daran mitwerkeln. Super. Minus 120% Sympathie für den Genialo-Regisseur. Und Minus 300 Karma-Punkte für I.G. -_-

Das Anti-Handy Nr. 7

Ich würde gern sagen, man merkt den Anime-Einschlag. Doch eigentlich waren Anime zuletzt in den 80gern dermaßen hirnlos. Mein wahres Problem ist dabei wahrscheinlich weniger die Action und der durchaus quirkige Humor, als dieser hässliche kleine Strunzjunge und diese Anti-Handys. Das Nightrider Auto war zumindest noch schwarz und sexy - die Keitai (egal ob goody-goody 7 oder Black-Beauty) sind einfach nur … bäh. Und sie laufen.

Kaito - Mulder auf Japanisch

Emo-Loli mit Kaputze

Einigermaßen wett machen das ganze Kaito, eine wirklich niedliche Mulder-Parodie (”Es war ein Alien!”), und des Helden kleine Emo-Schwester (Kaputzenhemd *yeah*). Minirock und Weiß-Weste (seh ich aus, als hätt’ ich mir deren Namen gemerkt?) sind Fanservice pur. Nackte Beine und überschäumende Männlichkeit jetzt endlich auch für Drama-Gucker. Yeehar. Wer weniger Probleme mit 0815-Plots als Ausrede für dumpfe (und nicht besonders schöne) CGI-Action hat, der mag die 51-Serie vielleicht trotzdem. Ich befriedige mein Bedürftnis nach Techno-Babble und Action lieber mit Real Drive.

Wer braucht Story, wenn er Fanservice hat

Ein echter Mann bringt sein Phallussymbol gleich mit




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Autor: Simon

Dank sei Tezuka-ô-mi-Kami in der Höh, ein schaubares Anime und das in dieser Staffel.Ab jetzt lauf ich nur noch grinsend über’n Bebelplatz.

Zunächst einmal muss ich mich dafür entschuldigen, dass es in letzter Zeit so Entertainment-/ Anime-lastig dahergeht. Es hat grad eine neue Staffel in Japan angefangen. Wenn ihr noch nicht alles hier gelesen habt, schaut mal in die News oder die Rezepte. Artikel zum Neujahr oder Yasukuni könnten auch interessant sein. Bis dahin: Gomen. orz

Toshokan Sensô

Aber jetzt zu Toshokan Sensô: Das ganze basiert auf einer bislang vierbändigen Romanreihe von einer Adabana Sukumo - ich kenn’ weder den Roman, noch die Autorin, doch das werde ich wohl in absehbarer Zeit ändern. :) Die Animation stammt von Production I.G. und ist auf 12 Folgen ausgelegt.

Iku-chan mit Buch-chan in Blumenwieschen

Die Story:
Wir schreiben das Jahr 2019, 30 Jahre nach der Einführung des “Gesetzes für die Medienverbesserung” (Media Ryôkahô). Unter dem Vorwand der Verbesserung werden nun Bücher und andere Publikationen beschlagnahmt und zensiert, d.h. die Mitglieder des Kommitees für die Verbesserung von Medien (Media Ryôkahô Iinikai) laufen als Nazis verkleidet durch die Straßen und klauen kleinen Mädchen ihre Märchenbücher.

möh, mein buch T-T

Zum Glück gibt es noch das Gesetz der Informationsfreiheit (d.h. das Gesetz der intellektuellen Freiheit in Bücherein, hier das reale Dokument auf Englisch). Die Bibliotheken Japans haben daher eine bewaffnete Einsatztruppe (blub? hört sich ein wenig nach ROD an) gebildet, die besagten kleinen Mädchen ihre Märchenbücher wieder zurückgeben.

Ihr großer Held rettet die noch kleine Iku

Eines dieser kleinen Lolischicksen war Kasahara Iku (was is’n das für’n Name? Iku? *ts*), die nun ihrem großen Retter (Name und Gesicht unbekannt) nacheifern und für die Bibliothek ins Feld ziehen möchte. Beim Training lässt sie sich dafür von Dôjô Atsuki (und was is das jetzt schon wieder für ein Name? Dôjô? wtf?) schinden. Das Buch von damals kuschelt sie übrigens jeden Abend. *aaaaaaaw wie süß* ^-^;

Da möchte man Buch sein.

Die Streiterein der beiden - sie ist übrigens 5cm größer als er *lol* (da ich selbst in die Kategorie eingelaufener Wurzelzwerg falle, kann ich verstehen, dass der arme Atsuki ein wenig grantig is ;)) - sind süß, lustig und imho meilenweit unterhaltsamer als bei Itazura na Kiss. Zumal es hier auch noch ein bissle um was anderes geht, als wer wen am Ende ganz doll lieb haben darf.

Dôjô hat Iku beim Ablästern erwischt

Nicht nur der Zuschauer ist belustigt

Dôjô verteidigt seine Angebetete *herzchen*

Und damit kommen wir zum Wesentlichen: Die Prämisse ist ebenso interessant wie relevant. Zensur versus Informationsfreiheit - ich freu mich’ kugelig. Die Präsentation hat mich bis jetzt auch vollends überzeugt. Die Animation der ersten Episode war schlichtweg durch und durch gut (sicher wurde auch hier gespart - aber einige Produzenten machen das halt so, dass es nicht negativ auffällt!), das Erzähltempo, die nicht übertriebenen Comedy-Einlagen, der Schnitt, die Farben, die Action - wenn die Serie so weiter macht und ein bisschen was Tiefgründiges bietet (bei dem Thema sollte das drin sein), dann ist das nen Fall von DVD Special Edition mit Stickerchen und Posterchen auf Pre-Order, oh ja. :)

Das Buch der Bücher

Fazit: Anschaun.

Hier noch ein paar Random-Screenshots zu Werbezwecken:




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Autor: Simon

Jetzt wird’s dramatisch! Nachdem ich ein wenig zum Hintergrund von Allison & Lillia geschrieben habe, werd ich euch nun noch einmal mit Itazura na Kiss (dem neuen Anime aus der Frühlingsstaffel) in den Ohren liegen.

Wie ja bereits erwähnt, basiert Itazura na Kiss auf einem Manga von Tada Kaoru. Lange vor dem Anime haben sich jedoch schon zwei Drama an dessen Ruhm gelabt. Bereits 1996 wurde das 9-teilige J-Drama auf TV Asahi ausgestrahlt. Die Prämisse ist dieselbe wie beim Manga: Eines Tages rennt Aihara zu schnell den Korridor entlang und fällt Irie dabei ungeschickterweise auf die Lippen (versehentliche Küsse find ich noch schlimmer, als indirekte Küsse *kopf schüttel*).

Der Kuss nach dem Itazura na Kiss benannt wurde

Daraufhin verliebt sie sich ganz unsterblich, versucht ihm einen Liebesbrief anzudrehen und wird abgewiesen. Im Anime und der Taiwan-Fassung ist diese Szene übrigens abgeändert.

J-Drama mit schicken chinesischen Untertiteln

Als Irie und Aihara dann zusammenziehen müssen, kommt es zu lustigen Streitereien.

Aihara und Irie streiten sich gern

Nakamura Kinnosuke, also Aiharas Verehrer, finde ich hier genauso bäh, wie im Manga und Anime. Der Typ sieht aus, wie ein aus den 80gern übriggebliebener Möchtegern-GTO. *würg* Dafür hat Aihara die wohl süßesten Segelohren der J-Drama Geschichte. Man muss sie einfach lieb haben:

Aihara ist nicht nur Dumbo, sie sieht auch noch so aus

Das taiwanesische Drama, E Zuo Ju Zhi Wen (”It Started With a Kiss”), war 2005 eines der erfolgreichsten TV Programme und wurde in 13 Ländern ein Hit. Diesen Winter lief eine zweite Staffel.

Itazura na Kiss das T-Drama

Aihara, hier Yuan Xiang Qin gespielt von Ariel Lin (spielte auch Tokyo Juliet/ Dong-fang Zhu-li-Ye, eine weitere Manga-Umsetzung), sieht imho manchmal süß und manchmal pferdig aus. Weiß auch nicht. Ihmchen (Irie heißt hier Jiang Zhi Shu, gespielt von Joe Cheng) ebenso.

Aihara im T-Drama

Völlig anders ist die Interpretation von Nakamura, hier Jin Yuan Feng. Als Schauspieler wurde hier Jiro Wang, der danach auch in Hua Yang Shao Nian Shao Nü (Hanazakari no Kimi-tachi he, Taiwan-Version) den Looser mimen durfte, gewählt. Der ist erstens nicht pottig und zweitens lustig, so dass man schnell zum Aihara x Nakamura Shipper wird - besser zusammengepasst hätten die beiden in diesem Drama allemal.

Nakamura und Aihara

Probleme hat Itazura na Kiss in jeder Fassung mit der etwas anti-feministischen Erzählung. Ein dummes, faules und nicht besonders hübsches Mädchen steht auf den Obermacker der Schule - soviel zu starken Frauen. Im J-Drama ist Aihara selbst zu blöd zur Krankenschwester - die Frau nervt und ich seh ehrlich nicht, was Irie mit der wollen soll. Das T-Drama, daher wohl auch der größere Erfolg, löste das Problem besser: Einerseits wird der Geschlechterkampf auch ein wenig durch einen Klassenkampf uminterpretiert (Aiharas sind Arbeiter, während Iries eher in Richtung obere Mittelklasse tendieren), andererseits werden Aihara aber auch wirklich liebenswerte und nützliche Eigenschaften gegeben. Aus dem kleinen Fröschlein wird mehr und mehr eine ernstzunehmende Frau - und zum Schluss dreht sie den Spieß auch humoristisch um (in der letzten Folge - ich sag jetzt nix dazu, weil wozu spoilern; das Drama könnt ihr euch durchaus selbst mal reintun). Gender-Forscher hätten ihre wahre Freude. Ich auch. Auch wenn ich peinlich berührt war.    [...mehr]


Autor: Simon

Über den kleinen Prinzen hat Sigsawa bereits geschrieben - diesmal ist der Pilot dran. Nachdem ich mich gestern (hier) ein wenig zum neuen Anime Allison & Lillia vom Frühling 2008 ausgelassen habe, möchte ich nun etwas über die Light Novel (Roman) Vorlage loswerden.

Allison Band 1 Cover-scan

Allison ist eine 2002 angelaufene vierbändige Romanserie von Sigsawa (so schreibt der Gute sich selbst in seinen Romanen, die eigentliche Lesung in Romaji is Shigusawa), welche ob des Erfolges mit dem sechsbändigen Lillia & Treize und dem zweibändigen Meg & Seron bereits zwei Spin-offs das Leben schenkte.

Allison Spin-Offs

Sigsawa Keiichi ist vor allem für seinen Welterfolg Kino no Tabi (erhältlich bei Tokyopop) bekannt, welches oft mit dem Kleinen Prinzen verglichen wird. Das Motiv der Reise, der verschiedenen Länder und vor allem die Philosophie will Sigsawa jedoch von Galaxy Express 999 geklaubt haben. Wie dem auch sei, liest sich Allison als habe der Autor diesmal dem Piloten Saint-Exupérys eine Romanreihe gewidmet. Thema ist natürlich die Dummheit der Menschen und die Sinnlosigkeit des Krieges - damit passt es wunderbar zu Werken wie Hagane no Renkinjutsu-shi (Full Metal Alchemist) oder Arc the Lad - Seirei no Tasogare (Twilight Spirits) aus der selben Zeit. Leider sind die nachdenklich stimmenden Passagen etwas dünner gesäht als bei Kino no Tabi, wohl ob des Formats (schließlich kann man bei Kurzgeschichten à la Kino eine größere Anzahl verschiedener Ideen unterbringen und auch viel schöner die Erzählperspektive ändern und die zeitliche Abfolge durcheinanderschmeißen).

Eine der netteren Allsion Illustrationen

Ebenso darf man von Kouhaku Kuroboshi hier nicht die selbe Qualität erwarten, wie bei Kino no Tabi. Zwar kann der Mann nach wie vor zeichnen und malen, doch ist der Stil gewöhnlicher, ja geradezu unspektakulär Light-Novel-typisch. Hinfort sind die klaren Farben, der harte schwarz-weiß Kontrast, die Illustrationen, die wie eine moderne Reinkarnation alter Ukiyo-e Prinzipien erschienen.

Allison schwarz-weiß Illu aus Band 1

Besonders traurig ist dann auch die Anime-Umsetzung Allison & Lillia. Ignorieren wir mal die glänzende (Stichwort “Brechreiz”) Animation und konzentrieren wir uns auf die Story bzw. die Message. Zwar ist es normal, dass in einer Verfilmung weniger Hintergrundinfos geliefert werden - so werden Anime-Schauer im Unklaren über die Geschichte und Entstehungsgeschichte der beiden Reiche gelassen und Details, wie zum Beispiel der Umstand, dass in Rokushe eigentlich kaum blonde Menschen vorkommen, werden wohl ignoriert - doch gibt es auch einige Kürzungen, die das Schauen weniger spaßig machen. So wird uns Bleistiftweise die amüsante Erklärung des Lehrers erspart, der seinen Schülern im Light Novel erklärt, warum denn die Bewohner Rokushe die Vorfahren der Menschen (und generell in allem überlegen) seien. Hatten die Macher Angst, dass NHK-Schauer keine Ironie verstehen? Schade. Kino no Tabi wurde zwar für’s Fernsehpublikum auch auf verständlich getrimmt, doch gewann die Serie dadurch imho sogar noch an Eindringlichkeit. Ich fühle mich ein wenig an meine jüngsten Erfahrungen mit Ôkami to Kôshinryô (Spicy Wolf) aus der Winterstaffel erinnert. Trotzdem sollte jeder, der nicht des Japanischen mächtig ist bzw. nicht auf eine Übersetzung der Light Novel warten möchte, dem Anime eine Chance geben. Sigsawa ist einfach zu interessant, als dass man eines seiner Werke komplett ignorieren könnte. Nuff said.    [...mehr]


Autor: Simon

Allison & Lillia ist die Anime-Umsetzung einer Romanserie von Sigsawa (Shigusawa) Keiichi, dem Autor von Kino no Tabi (Kinos Reise). Dementsprechend hatte ich mich sehr auf diese Serie der Frühlingsstaffel (s. TV Programm Japan Frühling 2008) gefreut, zumal ja auch besagtes Reisetagebuch großes Kino war.

Allison und Lillia

Ersteinmal ein wenig technisches: Die Serie wird animiert von Madhouse (Kaze no Na wa Amnesia/ Wind of Amnesia, Ace wo Nerae!, CCS, Devil Hunter Yôko und und und) - zumindest steht das so in den Credits. *hüstl* Das Charakterdesign stammt natürlich von Kouhaku Kuroboshi, der Meister Sigsawas (Shigusawas) Werke seit Kino no Tabi (also seit dessen Erstlingswerk) illustriert. Vorgesehen sind wohl 26 Episoden, wozu denn auch der Titel der Serie passt - Lillia ist nämlich erst der Nachfahr der Hauptcharaktere aus den Allison Romanen. Aber dazu an anderer Stelle vielleicht noch einmal mehr. Jetzt sofort und unverblümterweise zur Story:

Allison und Lillia Homepage

Die Welt sieht aus wie eine Kartoffel (und das Gleichnis stammt nicht von mir, sondern ist O-Ton die Beschreibung aus dem Roman ^-^;), welche durch einen Fluss (Rutoni) und ein paar Berge in der Mitte, die zwei großen Reiche Rokushe (ROKUSHEÂNUKU Föderation) und Sû-Bê-Iru (Vereintes Königreich BEZERU-IRUTOA) - ich habe jetzt mal die Katakana in Romaji (s. Kanji und Kana - Japanische Schriftzeichen) wiedergegeben, weil ich die offizielle Umschrift nicht kenne (gibt es eine? o_O) - von einander trennt. Die beiden haben sich schon immer sehr lieb gehabt und deshalb regen Austausch betrieben. Will heißen: Sie haben sich seit Menschengedenken bekriegt. Ein jedes der beiden Kartoffelhälften (ich könnte mich kugelig freuen darüber - meine Spanischlehrerin wollte uns mal einreden, die Deutschen würden das für “mi media naranja” sagen *lol*) hält sich nämlich für den Vorfahren der Menschheit und damit für den legitimen Herrscher der Welt. Momentan herrscht allerdings Waffenstillstand. Soweit zur Vorgeschichte.

mi media patata

Die Hauptpersonen Allison Wittington und Wilhelm Schultz, kurz Wil (ick schreib die beiden jetzt einfach mal so), sind Kindheitsfreunde (Osananajimi Alarm!), doch da Allison im Militär Flugzeuge (nicht) fliegen darf und Wil lieber Bücher auf dem Schulhof seines Gymnasiums liest, haben sich die beiden schon eine Weile nicht gesehen.

Eigentlich sollte Allison die Hauptrolle in Aqua/ Aria bekommen, doch war sie den Produzenten am Ende nicht genug Klischee-WeibchenWil liest gern

In den Sommerferien kommt Allison Wil besuchen.

Allison und Wil

Ein lieber (ahem) alter Opa erzählt ihnen von einem Schatz, der so bedeutsam wäre, dass er den Krieg für immer beenden könnte.

Der Oppa erzählt eine andere Geschichte als im Unterricht

Kurz daraufhin wird er von ein paar Herren in Schwarz, die garantiert für den CMS (den Krebskandidaten auf schlecht Deutsch) arbeiten und so machen sich Allison und Wil auf ihn zu retten und selbst den Schatz zu finden. Yippie.

Sigsawa mag Mädels auf Motorädern

Sigsawa wäre nicht Shigusawa, wenn die Story nicht ein wenig philosophischen Tiefgang hätte. Wieviel davon am Ende in der animierten Fassung rüberkommt, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird daraus genauso wenig ein schmissiges Action-Adventure, wie bei Kino no Tabi - hoffe ich zumindest. Momentan bin ich allerdings sehr von der Animation enttäuscht. Während das Opening eigentlich noch ganz nett ist (ich hab nichts gegen ruhigere Lieder), wird im Anime selbst so viel und auf eine derart penetrante Art und Weise gespart, dass es nicht mehr feierlich ist. Die Augen sind ständig schief, Allisons Haare sehen aus wie Spaghetti und Kouhakus Stil kommt einfach nicht rüber. bäh. Offenbar hatte Madhouse nicht mal Geld, ein paar Koreaner zu engagieren und hat stattdessen auf Inder und Hinterlandchinesen zurückgreifen müssen. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Ist schlimmer als bei Itazura na Kiss.

Da ich trotzdem wissen will, wie es mit Lillia und Treize weitergeht (ich habe nur die Allison Romane, nicht die Nachfolger), werde ich ab der zweiten Folge ein Hördrama draus machen. Kann man prima bei bloggen. :P

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Autor: Simon

“Mädchen sind dafür geboren, eines Tages ihren Traumprinz zu finden und ihn (weiß-verpackterweise und in einer hübschen kleinen Kirche) zu ehelichen.” So beginnt die neueste Umsetzung von Itazura na Kiss - und hat damit bei mir zumindest rekordverdächtigerweise bereits in der ersten Minute verkackt.

Itazura na Kiss

Itazura na Kiss basiert auf dem unvollendeten Manga von Tada Kaoru - unvollendet, da die Dame unvermittelterweise verstorben ist. Aber wie man ja an Takahashi Rumikos Werken sehen kann, ist so etwas altmodisches wie ein Ende für die Popularität eines Franchises nicht unbedingt wichtig. Nach einem 9-teiligen japanischen Drama und einem 30-teiligen taiwanesischen, welches gerade in die zweite Staffel gegangen war, kommt deshalb nun diese Staffel (s. TV Programm Japan Frühling 2008) das erste Anime. Die üblichen Verdächtigen sind alle mit dabei, aber seht selbst:

ItaKiss 1

Seit sie (Aihara Kotoko)

ItaKiss 2

ihn (Irie Naoki) bei der Einschulung das erste Mal sah,

ItaKiss 3

ist das arme Mädel unsterblich verliebt.

ItaKiss 4

Deshalb beschließt sie, ihm einen Liebesbrief zu schreiben.

ItaKiss 5

Leider ist Kotoko nicht grad die schlauste, während Irie der Schulbeste ist - und dumme Weiber… naja “doof” findet.

ItaKiss 6

Heul doch! So muss die arme Kotoko wohl ihr Leben an ihre sexy Freundinnen (diese Augenbrauen, diese Lippen! *rrrrrrr* bin ich angetörnt) und

ItaKiss 7

ihrem heißen Verehrer Ikezawa Kinnosuke verschwenden. Immerhin muss sie sich bei denen nicht geistig unterlegen fühlen. Soweit, so Standard.

ItaKiss 8

Da Ikezawa ein richtiger Mann ist, fühlt er Kotokos Schmerz wie seinen eigenen und lässt ihn an der Wand des Hauses aus. Und da Ikezawa, wie gesagt, ein richtiger Mann ist, das Haus dafür aber leider kein richtiges Haus…

ItaKiss 9

ist Kotoko danach nicht nur Single, sondern auch obdachtlos. Da kommt Schadenfreude auf.

ItaKiss 10

Zum Glück hat Kotokos Papa noch einen alten Schulfreund, der ihn bei sich wohnen lässt. Wie der Name neben der Klingel aber schon sagt, hat die Sache einen Haken: Irie Naoki ist der wehrte Sohnemann der Familie und so darf Kotoko fortan mit ihrem Herzallerliebsten zusammenwohnen und (vergeblich) auf sexuelle Belästigung in der Familie warten. Zeit für den Auftritt von

ItaKiss 11

Iries Mutter, die schon immer ein Mädchen haben wollte und

ItaKiss 12

Kotoko ihr eigenes hübsches Mädchen Zimmer einrichtet. Und während Kotoko pink sieht,

ItaKiss 13

bewegt sich die Optik Naokis und seines kleinen Bruders - ein Ekel-Klopskind, wie’s im Buche (bzw. im Manga) steht - eher im rot-schwarzen Bereich. Der liebe kleine Yuuki macht gleich erst mal einen Kanji-Test.

ItaKiss 14

Da Kotokos Kanji-Kenntnis ungefähr genauso katastrophal ist, wie meine, hat sie natürlich keine Chance.

ItaKiss 15

So hat Kotoko neben Naoki gleich noch einen Anti-Fan.

ItaKiss 16

Eine Dose Mitleid für das arme kleine Bimbo-Girl. Der Koffer macht mir übrigens Angst. Vielleicht ist Kotoko ja ein Gunslinger Girl und hat darin ihre Waffensammlung versteckt? Wer weiß.

Itazura na Kiss ist auf 26 Episoden ausgelegt. Ich würde mich ja freuen, doch leider ist die Animation bestenfalls mittelmäßig. Das ist von einer Durchschnitts-Shôjo-Schmalzorgie zwar eigentlich nicht anders zu erwarten (wann haben derlei Stories schon mal eine gute/ teure Animation gehabt?), aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber Itazura na Kiss ist nicht etwa wegen der weltbewegenden Story, oder der kreativen Optik so beliebt, sondern dank seines Humors. Die Schlagabtausche zwischen Kotoko und Irie sind immer wieder zum schmunzeln bis brüllen komisch. Bis jetzt habe ich davon noch nichts gemerkt in dieser Umsetzung - aber was nicht ist, kann noch werden.    [...mehr]


Autor: Simon

Endlich ist die lahme Winterstaffel vorbei (Winter 2008) - der Frühling verspricht, besser zu werden. Hier erstmal das TV-Programm und demnächst die Tage mehr dazu. Die große Neuerung ist, dass diesmal einige Anime zeitgleich mit der TV-Austrahlung live gestreamed werden, d.h. man kann sie runterladen. *klick*

Montag
- Soul Eater, TV Tokyo, 18:00 (7. April)
- Change, FujiTV, 21:00h (12. Mai)
- Vampire Knight, TV Tokyo, 01:00 (7. April)
- Monochrome Factor, TV Tokyo, 02:00 (7. April)

Dienstag
- Zettai Kareshi, FujiTV, 21:00 (15. April)
- Muri-na Renai, FujiTV, 22:00 (8. April)
- Osen, NTV, 22:00 (22. April)
- RD Sennô Chôsashitsu, NTV, 0:59 (8. April)
- Crystal Blaze, CTC, 01:15 (8. April)
- Himitsu ~ The Revelation, NTV, 01:29 (8. April)

Mittwoch
- Keitai Sôsakan 7, TV Tokyo, 19:00 (2. April)
- Hokaben, NTV, 22:00 (16. April)
- Shûkan Maki Yôko, TV Tokyo, 01:20 (2. April)

Donnerstag
- Shin Kasôken no Onna, TV Asahi, 20:00 (17. April)
- Battery, NHK, 22:00 (3. April)
- Wataru Seken ha Oni bakari, TBS, 21:00 (3. April)
- Shichinin no Onna Bengoshi, TV Asahi, 21:00 (10. April)
- Last Friends, FujiTV, 22:00 (10. April)
- Allison & Lillia, NHK-BS2, 23:32 (3. April)
- Kaiba, WOWOW, 0:00 (10. April)
- Toshikan Sensô, CX, 0:45 (10. April)
- Junjô Romantica, FTB, 01:20 (10. April)
- Macross Frontier, MBS, 01:25 (3. April)
- xxxHOLic Kei, TBS, 01:25 (3. April)
- to LOVE-Ru, TBS, 01:55 (3. April)
- kure-nai, CTC, 2:00 (3. April)

Freitag
- Mitsumei Kangetsu Kasumi-kiri!, TV Tokyo, 20:00 (18. April)
- Puzzle, TV Asahi, 21:00 (18. April)
- Around 40, TBS, 22:00 (11. April)
- Kimi Hannin ja nai yo ne?, TV Asahi, 23:15 (11. April)
- Hisho no Kagami, TV Tokyo, 0:12 (11. April)
- The Tower of Druaga, TVK, 01:15 (4. April)
- Golgo 13, TV Tokyo, 01:23d (11. April)
- Itazura-na Kiss, TBS, 02:25 (4. April)
- Amatsuki, KBS, 02:30 (4. April)

Samstag
- Kanokon, Xebec, 10:30 (5. April)
- Otokomae!, NHK, 19:30 (12. April)
- Rookies, TBS, 20:00 (19. April)
- Gokusen 3, NTV, 21:00 (19. April)
- Top Sales, NHK, 21:00 (12. April)
- 81 Diver, FujiTV, 23:10 (3. Mai)
- Da Capo II Second Season, TVK, 0:30 (5. April)
- Kamen no Maid Guy, TVK, 01:35 (5. April)
- Blassreiter, TVK, 02:00 (5. April)
- Kyôran Kazoku Nikki, MBS, 01:00 (12. April)
- Nijû Mensô no Musume, CX, 02:05 (12. April)

Sonntag
- Zettai Karen Children, TV Tokyo, 10:00 (6. April)
- Mama no Kami-sama, TBS, 13:30 (5. Mai)
- Hana-goromo Yume-goromo, FujiTV, 13:30 (31. März)
- CODE GEASS Hangyaku no Lelouch R2, TBS, 17:00 (6. April)
- Hitomi, NHK, 20:15 (31. März)
- Ryoteki-na Kanojo, TBS, 21:00 (20. April)
- Pandora, WOWOW, 22:00 (6. April)
- Wagaya no o-Inari-sama, CTC, 0:00 (6. April)
- Nabari no Ou, TV Tokyo, 01:30 (6. April)
- Sepcial A, CTC, 01:30 (6. April)
- Neo Angelique Abyss, TV Tokyo, 02:00 (6. April)

Quellen: TokyoGraph, AnimePH, RandomCuriosity

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