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Autor: Simon

Wie schon im letzten Monat (Tagebuch für Arme 4) versprochen, kommt hier nach dem Rezept für Shôga Gohan das Rezept für Aubergine in Miso. Das ganze sieht eher nach einem indischen Gericht (d.h. wie schon mal gegessen) aus, passt aber perfekt in jedes japanische Menü und ist auch noch leicht, schnell und kostengünstig herzustellen.

Aubergine in Miso

Zutaten:
- 1 Aubergine
- Salatöl (= was auch immer an Öl grad da is)
- 1 EL Miso
- 1 Tasse Dashi/ Brühe

1. Aubergine schneiden. Da die Stücke beim andünsten zusammenfallen, solltet ihr wie hier gezeigt etwas größere Stücke schneiden.

Aubergine schneiden 1

Aubergine schneiden 2

2. Die Aubergine eine Weile in eisigem Wasser ertränken und ca. 20 Minuten ignorieren. Da euer japanisches Festmahl idealerweise aus mehreren kleinen Gerichten besteht, ist dies der Zeitpunkt, sich erst mal um den Reis/ das Konyaku/ den Spinat oder sonstwas zu kümmern.

Stirb, du Gemüse, du!

3. Jetzt heißt es, den Auberginenstückchen Feuer unterm Hintern zu machen. Einfach in Öl anbraten (idealerweise soll das ganze frittieren - will sagen nehmt lieber zu viel Öl, als zu wenig, wenn ihr nicht grad auf Diät seid).

Ab in die Pfanne

4. Wenn die Auberginen schön angekokelt (oder auf Rezeptbuch-Deutsch “gold-braun”) sind, gebt die Tasse Dashi und das Miso dazu. Jetzt muss das ganze nur noch auf kleiner Flamme einziehen und fertig ist die Sättigungsbeilage. :>

Dashi zu den Auberginen geben

Miso an die Aubergine tun



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Autor: Simon

Reis ist nett, Reis ist fein, aber manchmal möchte man das Zeuchs auch mit ein wenig Geschmack. Die Japaner haben da ihre eigenen Methoden. Zum Beispiel kann man Reis mit Ingwer und Abura’age versetzen. Und so macht man das ganze:

Shôga Gohan

Zutaten:
- Reis 2 Tassen
- Abura’age 1 Scheibe
- Ingwer, frisch
- Salz, Sojasoße, Sake

1. Zuerst müsst ihr das Ingwer zu Kleinholz verarbeiten, also die Haut der Wurzel abschälen und dann den Rest in Streifchen schneiden.
Ingwer schneidenfertig zerstückelter Ingwer

2. Als nächstes bereitet ihr das Abura’age vor. Das könnt ihr einerseits zubereiten, wie im Rezept für Udon und dann in Streifen schneiden, oder einfach nur mit heißem Wasser übergießen, um dem ganzen ein wenig das Öl zu entziehen.
Abura’age mit kochendem Wasser verbrühenAbura’age Schnitt-Technik 1Abura’age Schnitt-Technik 2

3. Der Reis muss abgemessen und dann abgewaschen werden. Wie ihr seht, habe ich einen Reiskocher komplett mit eigener Mess-Tasse. Wenn nicht, klaubt euch eine kleine Kaffeetasse (Tasse, nicht Pott oder Becher) aus dem Schrank und messt damit.
Reis abmessenReis waschen 1Reis waschen 2

4. Auf den Reis schüttet ihr die anderen Zutaten. Nehmt ruhig soviel Wasser, wie vorgesehen (im Reiskocher ist eine Markierung, bzw. nehmt ihr ca. halb soviel Tassen Wasser wie Reis) und gebt dann noch ordentlich Sake und Sojasoße hinzu. Laut Vorschrift gehören ca. 2 EL Sojalö und 1 EL Reiswein in den Reis, aber damit schmeckt das ganze nach Nix (bzw. nur nach Reis). Probiert selbst ein wenig - ihr wisst ja selber am besten, ob ihr’s lieber gewürzt oder mild mögt. Dann packt ihr entweder das ganze in den Reiskocher, drückt ein Knöpfchen und geht eine Runde Ero-Games zocken, oder aber ihr kocht das ganze auf kleiner Flamme bis die gesamte Flüssigkeit aufgesaugt ist. Wie lang das braucht, weiß ich nicht, also setzt euch mit einem Buch (z.B. Die Zwölf Königreiche) daneben und esst Kirschen (oder Horrorschocki). ^-^;

Alle Zutaten zusammenmischen

5. Der fertig gekochte Reis muss noch durchgewühlt werden, damit er locker-flockig ist und nicht klebt.
fertig gekochter ReisReis umrührenReis umrühren 2Reis fertig

Danach füllt ihr den Reis natürlich in gerechte Portionen aufgeteilt in möglichst hübsche Schälchen und schlagt zu.    [...mehr]


Autor: Simon

Wie man keine Eierrolle macht.

Ihr wisst noch, was eine Eierrolle ist? Hier ist nochmal das Rezept und hier die unglaubliche News, dass ich neulich welche verspeist habe. Natürlich muss soetwas auch zubereitet werden. Nachdem man alles fein gebraten hat, wird die Rolle mit einer Sushimatte nachgeformt. Hier ein paar Bilder, wie es nicht geht:

Eierrolle vorsichtig mit Bambusmatte bedeckenEierrolle totkloppenEierrolle abwiegen (oder was sollte das werden?)

Bei dem Anblick verkroch sich mein Kater im Schrank, meine Haare erblondeten und mein Ikebana Gesteck vertrocknete:

Der Anblick war einfach zu grausam

Ich griff dann beherzt ein und rette der Eierrolle ihr Leben (um sie daraufhin grausam zu zerstückeln und hinunterzuschlingen). So geht das (wie bei Sushi):

Simon says: So geht das!

Und da ich Sushi-Rollen und meine Freundin (im Gegensatz zu mir) braten kann, kam diesmal eine echte Eierrolle bei raus und kein verkohltes Ding, wie beim letzten Mal. :P

Eine nicht verbrannte Eierrolle

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Autor: Simon

Nachdem im Januar die Welt einfach gegen mich war, scheint’s jetzt bergauf zu gehen. Wieso? Ich habe Ferien, ich habe Arbeit und jetzt habe ich sogar jemanden, der mich bekocht und meine Videospiele, die ich schon im November bezahlt habe. *Fingerlaola*

Zunächst muss ich noch einmal angeben: Ich habe mich heute schon wieder an Washoku überfressen. Was schöneres hat’s nicht. :) Diesmal hat meine Freundin nicht wie beim letzten Mal einfach Essen mitgebracht, sondern mit mir zusammen gekocht. Wobei ich gestehen muss, dass ich die meiste Zeit so mit Fotografieren zu tun hatte, dass ich nicht zum Kochen gekommen bin. Egal, auch wenn man faul war, schmeckt’s. :P

Kyô no Washoku

Es handelt sich übrigens um Shôga Gohan (Reis mit Ingwer und Abura-Age), Tamago-Yaki (Eierrolle), Hôrensô no Goma-ae (Spinat mit Sesam), Kartoffelsalat mit Sesam, Nasu no Miso Hishôme Ni o_O (Augergine in Miso auf kleinem Feuer geköchelt), sowie *ähm* Gurkenüberreste erträngt in Sojasoße. ^-^; Natürlicht gibt es demnächst zu allen Rezepte, damit ihr nicht immerzu Nudeln essen müsst. ;)

Meine Lebensgeschichte erzähl ich euch morgen. Jetzt lass ich es mir erst mal schmecken und zieh mir dabei “Bubble e Go” rein, den Abe Hiroshi Schinken von 2007. Bericht gibt’s demnächst.    [...mehr]


Autor: Simon

Na gut, diesmal hat Arjuna nicht mit einem Mochi des Grauens gekämpft, es war kein Weihnachten und mich wollte auch niemand mit Horror Schocki vergiften. Stattdessen hat mir meine Freundin japanisches Essen gekocht und vorbeigebracht. Und ich musste nicht mal “Oi meshi!” rufen. :P

Eigentlich geht es mir die ganze Zeit schon ziemlich mies. Nicht, dass ich krank wäre - und eigentlich ist der Uni Stress jetzt auch langsam vorbei und am Abebben. Doch irgendwie bin ich grad in einer post-klausuralen Null-Bock-uff-nix Phase. Wetter doof, Anime Season doof, Kontostand doof, alles doof. Genau da wurde ich von der Macht des Washoku (das ist Japanisch für … “japanisches Essen”) geheilt und zum Guten bekehrt. Nichts ist schöner, als nach getaner Arbeit (und ja, ich war sogar wirklich vorher arbeiten! So richtig, nicht in der Uni Kaffee Latte schlürfenderweise diskutieren) seine Füße in ein nettes, blubberiges Fußbad zu tauchen und dabei hausgemachtes japanisches Essen zu verzehren. Jetzt einfach mal die Fotos (beneidet mich gefälligst):



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Autor: Simon

Da ich im Winter die Arme verstaucht hatte - ich bekam mitten auf der Straße einen Schwächeanfall und hab mich hingepackt, und zwar nicht einmal, sondern dreimal - habe ich ziemlich lang nichts gekocht. Es sei denn natürlich, Dosen-Öffnen und Mikrowellenknöpfe drücken zählt als Kochen. Meine Genesung habe ich heute mit einer Nudelsuppe gefeiert. Nachdem ich den Plock mit einem Rezept zu Udon angefangen habe, kommt jetzt das asiatische Essen, mit dem wohl schon jeder Mal in Berührung gekommen ist: Ramen.

Ramen - die beliebteste asiatische Nudelsuppe

Ich zeige euch dieses Foto übrigens im vollen Bewusstsein seiner künstlerischen Unzulänglichkeiten und bitte um eure Nachsicht - einen Preis für Food-Design bekomme ich damit nicht. Egal. Wie meine Freundin Yuko immer sagte: “Naka ni haireba onaji.” (Wenn es im Magen ist, ist es gleich. Mein Vater hat einen ähnlichen Spruch drauf, der die Angelegenheit ein wenig später im Verdauungsprozess betrachtet. Aber das ist wohl in einem Rezept fehl am Platze.)

Natürlich gibt es viele Varianten von Ramensuppen. So kann man seine Nudeln in Misosuppe, klarer Brühe oder meinethalben auch in urteutscher Gemüsesuppe genießen - glaubt es oder nicht, letzteres mache ich des Öfteren. Die folgende Bastelanleitung basiert auf dem Rezept aus einem Kochbuch “Japanisch Kochen” von Emi Kazuko, geschickt angewandt auf den gegenwärtigen Inhalt meines Kühlschranks.

Zutaten

  • Ramen (ca. 80g pro Person)
  • Spinat
  • Bohnen (gekocht; Bambussprossen oder ähnliches machen sich natürlich auch sehr gut)
  • Frühlingszwiebeln (ca. 1 Stange pro Person, gehackt)
  • getrocknete Pilze
  • Tofu (ca 1/2 pro Person bzw. 2, wenn ihr Tofu so mögt, wie ich :P)

Suppe

  • ca. 1l Pilzwasser (wenn ihr mehr braucht, streckt das ganze mit Dashi oder Gemüsebrühe; wenn ihr “nur” frische Pilze habt, wird das mit dem Pilzwasser natürlich nix)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • Sojasoße (ca 6-7 EL)

Optional

  • Chillipulver
  • Austernsoße
  • Ei (pro Person eins)

Zubereitung

1. Pilze einweichen. Die Pilze in Wasser ertränken und mindestens eine Stunde ignorieren. Wie gesagt, mindestens - wenn ihr die Pilze einen Tag einweicht, werden sie nicht beleidigt wegrennen. Sprich: Wenn ihr morgens schon wisst, dass ihr zum Mittag- oder Abendessen eingeweichte Pilze braucht, schmeißt sie gleich morgens ins frisch-kalte Nass.

 

Bevor ihr loskocht, müsst ihr die Pilze abgießen (durch ein Sieb) und dabei das Wasser vorm Abguss retten (am besten mit einem Topf unter’m Sieb). Die Pilze sollten dann nach Möglichkeit ein wenig trocknen, während aus dem Wasser die Suppe wird.

Ramenrezept - Pilze abgießen (ja, unter dem Sieb ist ein Topf)

2. Nudeln kochen. Da die Nudeln beim obligatorischen Abspülen eh kalt werden, könnt ihr die ruhig als erstes kochen, während ihr die anderen Zutaten vorbereitet. Die vollständige Anleitung findet ihr beim Udonrezept (die genaue Kochzeit wird sich natürlich unterscheiden, also solltet ihr mal einen genaueren Blick auf die Verpackung schmeißen).

Ramen aus’m Asialaden - das hier ist das Billigste, was wo gibt. Frisch (?) aus China. Es steht euch natürlich frei, teure Ramen im Feinkostladen zu kaufen.Ramen - Nudeln in’ Topf schmeißenRamen fertig im Spaghettisieb (wenn ihr sowas nicht habt, tut’s auch ein stink-normales Plastesieb)

3. Für die Suppe müsst ihr den Knoblauch und den Ingwer schälen und dann “andrücken”, damit der Geschmack auch wirklich vom Stück Wurzel in die Suppe gelangt. Das ganze kommt dann in’s Pilzwasser (bzw. das Pilzwasser in den Topf, so wie bei mir auf den Fotos) und wird aufgekocht. Dann könnt ihr entweder ganz tolle Meisterköche sein und die Knoblauch- und Ingwerstücken wieder rausfischen, oder aber das ganze als weitere Suppenbeilage betrachten (da das ganze natürlich mitgekocht wird, schmeckt es eigentlich ganz gut). Dann fügt ihr noch die Sojasoße hinzu. Ich habe noch ein wenig mit Austernsoße (weniger japanisch geht’s nicht mehr, aber Ramen ist ja eigentlich auch chinesisch) und Mirin nachgeholfen. Vor dem Schaum braucht ihr übrigens keine Angst haben - das hat Pilzwasser so an sich.

Ramenrezept - Knoblauch und Ingwer schälenRamenrezept - Knoblauch andrückenRamenrezept - Knoblauch andrücken - perfekter Stressabbau *Attacke*
Ramenrezept - Brühe aufkochen
4. Die Pilze und die Bohnen ein wenig abtropfen lassen und anbraten - wenn die Suppe nachher wirklich schön aussehen soll, dann am besten getrennt, sonst ist das Resultat so einen Pott, wie auf dem ersten Foto. Die Pilze könnt ihr natürlich auch einkochen wie im Udonrezept. Wenn ihr frischen Tofu habt, schmeckt er auch nicht unbedingt schlechter, wenn ihr ihm auch noch eine Weile Feuer unterm Hintern macht. Da Gebratenes prinzipiell besser schmeckt, als Gekochtes, habe ich übrigens auch noch einmal die Nudeln mit in die Pfanne geworfen (das Resultat wäre dann wohl Yakisoba, bzw. -ramen, aber das Rezept gibt es im Sommer, zur Hanabi-Zeit).
Ramenrezept - Bohnen kochen und dann abtropfen lassenRamenrezept - Bohnen und Pilze anbraten (das ganze ist bei mir so braun, weil ich auch hier Austernsoße draufgetan hab)
5. Jetzt müsst ihr nur noch auf dem Tofu und den Zwiebeln ein wenig rumhacken. Ich hatte diesmal Dank einer Lebensmittelspende (thx @Lena :)) Räuchertofu und habe den Sojabohnenkäse deshalb nicht weiter misshandelt (ansonsten hilft Braten oder Frittieren immer). Da mein Spinat diesmal à la TK war, habe ich ihn mit der Brühe aufgekocht. Wie man’s richtig macht, steht im Udonrezept. Außerdem könnt ihr euch zusätzlich noch ein Ei antun: Entweder gekocht und halbiert, gebraten und in Streifen geschnitten wie im Udonrezept, oder aber in Streifen geschnittene Überreste einer Eierrolle (falls euch eine misglückt, machen sich die Eierfetzen immer gut als Ramenzusatz).

Ramenrezept - RäuchertofuRamenrezept - Räuchertofu getötet und zerstückeltRamenrezept - feingehackte Zwiebeln
6. Zum Schluss wird das ganze kombiniert, d.h. ihr gebt die Nudeln und dann die Suppe in einen Topf, bevor ihr das ganze mehr oder minder kunstfertig mit den restlichen Zutaten garniert. Darüber streut die Genießer noch ein wenig (oder je nach Geschmack ein wenig mehr) Chilli-pulver. Wenn die einzelnen Zutaten zu fad sind, kann man sich auch gut einzeln aus der Suppe fischen und in verdünnte Austernsoße (oder Sojasoße mit Chilli) dippen.

Ramenrezept - fertige Suppe (das ist auf meinem Fensterbrett, extra für’s Foto)
Und ja: Man kann auch Schweinesteaks, Saumägen und sonstige Leichenteile in die Suppe tun. In Ramen passt prinzipiell alles, was in eurer Küche so an Essbarem rumfleucht, so lange es nicht ausgerechnet süß ist. Guten Appetit.    [...mehr]


Autor: Simon

Von teuren japanischen Melonen, wie der Yubari, habt ihr alle schon mal gehört. In Japan ist es Sitte, zum Sommer Verwandten und Freunden fruchtige Geschenke zu machen - und die kosten dann. Hier nochmal ein selbstgeschossenes Beweisfoto für alle, die noch nicht haben oder noch mal wollen (das Label sagt 23.000 Yen - das sind ca. 180 Euro; ja es gibt noch teurere Melonen):

Melonen Japan

Allerdings sind in Japan nicht nur Melonen teuer. Ihrer Geldverschwendersucht haben die Japaner z.B. gerade mit einer platinbesetzten Torte gefröhnt. Auch Haustiere sind schweine- bzw. eigentlich hundeteuer. Das Kätzchen hier ist mit seinen 700 Euro noch ein wahres Schnäppchen (über die Behandlung von Tieren in japanischen Zoohandlungen möchte ich mich an dieser Stelle nicht aufregen):

teure katze

Das ganze ist natürlich ein wenig übertrieben. Otto-normal-Japaner kauft keine Platintorten, verschenkt solcher Melonen vielleicht einmal im Jahr (wenn überhaupt) und streichelt lieber die zahlreichen Straßenkatzen, als sich selbst eine zu holen. Im Supermarkt gibt es Lebensmittel - ob nun Melonen oder nicht (na gut, vielleicht keine eckigen) - wesentlich günstiger. Hier mal ebenso hübsch eingepacktes Obst, zu relativ humanen Preisen.

billige Melonen

Die Melone gibt es schon für 8 Euro, das ganze Sommerobstset für schlappe 30. Was? Das ist immer noch zu teuer?
Natürlich besteht auch in Japan die Möglichkeit, vom Bauern zu kaufen (wenn man nicht grad mitten in Tokio wohnt), oder in einen billigen Großhandel zu gehen. Außerdem tendieren Supermärkte gen Ladenschluss dazu, Obst, Bentôboxen, Mochi und ähnliche Frischware immer billiger zu machen. Am allergünstigsten ist allerdings immer noch die Variante “100 Yen Shop” - also 1 Euro (bzw. eigentlich 60-70 Cent) Läden. Für Lebensmittel gibt es da den Shop99. Hier bekommt man zwar keine ganzen Melonen für 100 Yen, aber schon ziemlich große Stücken, die den Fruchthunger erst einmal stillen sollten. (Man kann sich ja vorher eine komplette Packung Spaghetti oder sonstige Nudeln für 100 Yen hinterhelfen - dann reicht’s auf jeden Fall.) Leckeres Eis gibt es dort übrigens auch für besagte 100 Yen.

Variante 100 Shop Teil zwei - für nicht Lebensmittel - hört v.a. auf den Namen Daisô:

daisou außen

Daisô ist die größte 100 Yen-Laden-Kette in Japan und auch international tätig. Vertrieben wird eigentlich alles, was man in irgendeiner Form noch halbwegs tragen kann (also keine Autos oder Fahrräder, aber Kuscheltiere, Bücher, CDs und allerlei Küchengerät schon). Man bekommt neben Lippenstiften, Unterhosen, Buntstiften, Sprachkursen, klassischer Literatur, Pfannen, Gläsern, Kunstpflanzen, Japantusche, Regenschirmen und Co. auch verschiedenstes Garten- und Bentôzubehör. Dies macht natürlich v.a. für uns Wessis einen Großteil des Daisô Reizes aus.

daisou innen

Einige Gegenstände kosten auch mehr als 100 Yen, so dass es auch 200er oder 300er Packs und damit “wertvolles” bzw. qualitativ hochwertigeres gibt. Wer am Ende der mehrstöckigen Einkaufstour trotzdem noch eine Münze übrig hat, kann in größeren Daisôs auch noch gleich ein Purikura machen lassen. Hier noch ein Foto von einem Daisô Goodie:

daisou uhr

Die Uhr läuft nach über zwei Jahren immer noch einwandfrei. Hat auch nur 100 Yen gekostet (erstanden in einem Daisô in äh *im Album blätter* Ôtsu, direkt im JR Bahnhof, nettes Kaff das), und gab’s in mehreren Farben, die ich auch alle gekauft hab. Pink ist allerdings der King of Billiguhren. Pink rulez!!! :)

Bevor ihr jetzt komplett verzweifelt: Daisô gibt es mittlerweile auch in Europa. Ja, richtig gehört. Hier bei uns. Naja, fast zumindest. In London hat sich Daisô mit dem Japan Center zusammengeschlossen und um die Ecke am Piccadilly Circus die europäischen Pforten aufgemacht. Hier ne entsprechende Newsmeldung von Breitbart und ein netter Plock-Eintrag auf Just Hungry.    [...mehr]


Autor: Simon

*wei* In ein paar Stunden kommt eine neue Folge Galileo. Ist zwar ganz ohne Abe, aber trotzdem lustig.

Nachdem sich das letzte Mal alle über meine schockigen Erlebnisse gefreut haben (es ist übrigens von dem Tofuzeuchs noch reichlich übrig, falls wer probieren möchte…) erzähl ich mal wieder nen bissle aus meinem Alltag.

Am Dienstag ist mir auf dem Weg zur Bücherei (in der Hauptbibliothek der Uni gibt es jungfräulich anmutende Shadicks, die offenbar nie in die Griffel von Schummelsinologen gekommen sind) ein schnuffiger Shiba Hund über den Weg getappst. Da ich auf die Schnelle keine Kamera zur Hand hatte, gibt es stattdessen ein Foto von meinem Lieblingshund, Yuki:

yuki

Das Purzelbärchen muss leider am ADW auf halbem Weg nach Polen hausen, aber hund kann ja nicht alles haben.

Am Mittwoch hab ich im Unterricht ner Freundin ihre Ribbon geklaut. Leider habe ich deswegen nicht mitbekommen, wie Wakatakeru Tennô (genannt “Bu”, ganz ohne hui) damals Zeus (Zeuchs?) platt gemacht hat

ribon

Weil mir nach dem zuckersüßem Shôjo Geplänkel nen Happen übel war, hab ich mir Annes Mochi (nein, mein Kanji&Kana Eintrag hilft euch bei der Entzifferung der Verpackungsbeschriftung nicht weiter) für später aufgehoben. thx anywayz. :)

killermochi

Stattdessen hab ich mich von Ariane mit Käsestullen füttern lassen, bevor sie mir dann Süßkram im Asiamarkt ne S-Bahnstation weiter gekauft hat:

kokosmais1

kokosmais2

Das ganze ist Kokos… Lö… gefüllt mit… mehr Lö und - ja, ich hab’s auch erst geglaubt, als ich die einzelnen Körner ausgebuddelt hatte - Mais. Spannenderweise schmeckt das ganze auch noch gut.
Natürlich handelt es sich hierbei nicht um Wagashi, also japanische Süßigkeiten, sondern um thailändische, also… äh… Taigashi? Wie dem auch sei: Wenn euch mal sowas im Asiatsupermarkt anfällt, schleppt’s ruhig ab und vernascht’s gemütlich zu haus. Isch läcka.

Am Donnerstag rächte sich Annes Mochi dafür, dass ich es so sträflich ignoriert hatte. Als ich grad in die Küche gehen und ein bisschen Udon kochen wollte, wurde ich vom gemeingefährlichen Killer-Mochi angefallen. Doch wie ich mich unterm Tisch zusammenkauerte und um mein Leben winselte, kam Earth Boy Arjuna herbeigekrallt und bekämpfte die Reismatschplage:

killermochi3

killermochi4

killermochi5

killermochi6

Nachdem mein großer Retter das böse Mochi-des-Grauens erlegt hatte, ließ ich es bei lebendigem Leib ausbluten, häutete es, schnitt bis tief in die Eingeweide und versenkte dann meine Reißzähne im zarten weißen Fleisch des Beutetiers:

killermochi2

killermochi1

Weil er mich so heldenhaft verteidigt hat, habe ich ihm auch vergeben, dass er mir einige Tage zuvor mein verbranntes Ei weggefressen hatte. (Hab drei Stückchen mitgeschleppt zum Fotografieren und den Rest inner Küche stehen lassen. Pech gehabt…)

Am Samstag habe ich dann aus Mitleid über meinen Tofutrip neue Sorten Zotter Schocki geschenkt bekommen. Rosenschocki (ohne Rosenstücke, sondern mit Rosengelee - läcka!), Essigschocki (mit Apfelessig, ebenfalls läcka) und einen Riegel Macha Trinkschokolade, an den ich mich bisher nicht rangetraut hab. Eigentlich würde ich jetzt gerne Fotos dazu reinstellen, aber leider hat mein Card-Reader grad seine Tage und will sich von mir nix reinschieben lassen und mein USB Kabel vonner Kamera wurde grad von Earth Boy Arjuna auf Klo entführt und… ich will’s gar nicht wissen…

Anti-Karma ka Meter (d.h. was habe ich diese Woche wieder böses angestellt):
- Sempai beleidigt. check
- Mensch, was hat Prüfung versaut gesagt, er sei nen Versager. check
- Freundin, die grad eine Freundin und beinah ihr ALG verloren hätte, gesagt, sie sei selbst Schuld. check.
- Kôhai dazu gezwungen drei Nächste vokabellernenderweise durchzuarbeiten. check.
- Unterricht geschwänzt und Hausaufgaben nicht gemacht. check.
- J-Drama geschaut statt japanologischen Aufsatz zu schreiben. check.
- Light Novel und Fantasyromane statt wissenschaftlicher Literatur gelesen. check.
- 2 Jahre abgelaufenes Dosenfutter (Thai-Curry) gegessen. check.
- Mich von Freundinnen und Eltern durchfüttern lassen. check.
Yep. Ich werd’s nach’m Tod auf jeden Fall schön warm haben und werd nicht dumm Harfe spielen müssen…    [...mehr]


Autor: Simon

Da ich nicht will, dass ihr verhungert und vor allen Dingen mit meinem coolen Equipment angeben will, hier nen Rezept für eine Yaki-Tamago Eirolle. Geht nur mit eckiger Pfanne. Wer keine hat, hat Pech gehabt. Oder ihr probiert das mal mit ner Runden. Dann hätte ich davon aber gern mal nen Foto…

Zutaten (für 4 Personen - 4 Japaner, d.h. 1 1/2 Deutsche)

  • 5 Eier
  • Würze:
    • 1 1/2 EL Zucker
    • 1/2 TL Sojasoße
    • 1/4 TL Salz
    • 1 EL Sake
    • 5 EL (Katsuo)Dashi (oder Brühe)

Zubereitung

1.Die Zutaten gut miteinander verquirlen.

tamagoyaki1

2.Nun ca. 1/3 in leicht angefettete Pfanne (Öl rein und mit Küchenkrepp verteilen) geben und dann entweder gemütlich stocken lassen, oder dabei noch ein wenig anquirlen.

tamagoyaki2

3.Wenn das ganze zu eurer Zufriedenheit gestockt ist, einrollen, d.h. ca. zweimal umklappen. Danach Eierrolle nach vorne schieben (die eckige Pfanne ist vorne nicht rechtwinklig, so dass man besser mit Kochstäbchen oder -spatel (heißt das Teil so?) drunterkommt.
4.Pfanne mit beöltem Tuch noch einmal nachfetten und dann zweites Drittel zuschütten.

tamagoyaki3

Eierrolle leicht anheben und Flüssigzeuchs runterlaufen lassen.

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5.Wiederholen bis Eimasse aufgebraucht ist.

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Fertig. Ganz gewitzte nehmen jetzt noch ihre Sushi-Rollmatte aus dem Schubfach und pressen die Eierrolle damit in eine eckige Form.

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Dann könnt ihr das ganze auch noch sinnvollerweise in gleichgroße Stücke schneiden.

tamagoyaki7

Je nach Belieben kann man die einzelnen Schichten dünner oder dicker machen, bzw. weniger oder stärker durchbruzeln. Ein echter Japaner mag es innen noch weich. Ich nicht, weshalb das ganze wie frisch aus’m Solarium entlaufen aussieht. Jedem das Seine.
Das ganze macht sich übrigens gut mit Reis, Daikon oder auch als Rohmaterial für Tamago Sushi.




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Autor: Simon

Ein anonymer und mittlerweile gertenschlanker, potentieller Leser von kurz vor de Alpen hat sich gewünscht, dass ich doch bitte Persönlicheres schreibe. Klar, sicher, ich les auch gern, wie sich andere in ihren Blogs zum Affen machen. Gibt einem immer das wohlig-warme Gefühl, trotz aller geekiger Eigenschaften doch noch ganz normal zu sein… Ich bin nun nicht wirklich extrovertiert genug, um mich in irgendwelche Kostüme zu schmeißen und Fotos von mir und meiner Manga-Sammlung zu machen. Andererseits habe ich kein Problem mal zu zeigen, was mich die letzten Tage wirklich beschäftigt hat.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ihr bitte auch auf die Bildchen “klicken” könnt. So mit der Maus und so. Damit ich nicht umsonst im Code rumpfusche, bitteschön.

Am Samstag wurde ich zugehagelt und damit ich mir nur den Hintern und nicht auch noch die Hände abfriere, hat mir ein Freund Kairo (japanische Taschenwärmer) geschenkt. Fässt sich zwar wie Sand an, hat aber ansonsten nicht viel mit irgendwelchen Wüstenstädten gemeinsam. So sehen in Japan Wärmflaschen aus:

Kairou

Das schöne: Man kann sie nach 24 Stunden wegschmeißen. So wie Wegwerf-Kameras und Einzelverpackungen für jeden Bonbon inner Tüte. Ja, Japaner haben einen tiefverwurzelten Respekt für die Umwelt…

Weil ich mich (wegen dem Hagel) fast erkältet hätte, bekam ich auch noch Folgendes angedreht:

Nodoame

EMA is natürlich der perfekte Markenname, um bei hiesigen Otaku anzukommen. Suspekt war mir neben dem schicken Kotzgrün auch die Beschreibung. “Smooth & Crunchy” sollte das ganze sein - interessanterweise stimmt das sogar. Ein Glück, dass Hustenbonbons hierzulande nicht so schmecken - sonst würd’ ich jeden Tag ‘ne Tüte verdrücken.

Am Sonntag hab ich mir von wem anders Schokolade schenken lassen. Der Riegel von Zotter mutet recht edel an:

zotterschocki

Damit uns Ökos nach dem Schock über wegwerfbare Wärmeflaschen nicht mehr weinen müssen, ist die Schocki “BIO und FAIR”. Da wird einem schon beim Anblick warm ums Herz. Außerdem ist das ganze nicht nur “Bio”, sondern auch “vom Berg”. Ja, ja. Ich seh’s vor mir, wie el Almöi mit seiner Enkelin in liebevoller Handarbeit die Gabe der Natur abschöpften - und droben in Bergl (das steht so als Ortsangabe auf der Verpackung! o_O) umhüllt die Abendsonne liebevoll die flüsternden Fichten in romantischem Herbstlicht. *seufz* Allerdings muss der Almöi dabei Nüsse gefuttert haben - anders kann ich mir den Verpackungshinweis “Kann Spuren von Nüssen aller Art enthalten.” nicht erklären. Etwa auch Paranüsse und Kokosnüsse? Woher hat der Almöi die? Naja. Auf jeden Fall macht die Schokolade schon glücklich, bevor man abgebissen hat (oder meinethalben “dran gelutscht”, für die Genießer unter euch). Dementsprechend teuer ist so ein Riegel übrigens auch. Nicht, dass es mich stören würde - hab’s ja nicht bezahlt.

tofuschocki2

Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte voll freudiger Erwartung die Packung gleich im Laden aufgerissen. Aber eigentlich habe ich eine halbe Woche gewartet, bis ich mich da ran getraut hab. Und natürlich musste das ganze vorher dokumentarischerweise für die Nachwelt festgehalten werden.
Die Schocki schmeckt übrigens ziemlich gut - die da unten uff de Alpen, wissen zwar nicht, wie man regiert (nein, ich setzte hier jetzt keinen Link hin - denkt euch selbst was dabei) und Videospiele progammieren können se auch nicht, aber Schokolade… yep… des hamse drauf. Die Sake-Füllung ist auch wirklich lecker. Das eigentliche Problem is’ der Tofu:

tofustücke

Gezuckerte Tofustücke oder auch: “Was man nicht in seiner Schokolade finden möchte!” Schmeckt genauso lecker, wie es aussieht. Ich hab war Tofus auch schon recht perverse Dinge angetan (ja, Ron, Schuhlatschen, Animagic, drei Tage alt, und ich hab’s trotzdem gegessen - ich steh dazu!), aber das… Um sich des zu geben muss man schon sehr, sehr hungrig sein. Oder vielleicht überzeugter Öko. Ich könnte natürlich jetzt um die Tofustücke herumessen. Ich könnte das ganze auch aufheben, trocknen und als Kampfbrot verwenden. Aber ich heb lieber den Restriegel auf. Als Beweismittel für die Nachwelt. Die nächsten *abzähl* acht Besucher dürfen ein Stück probieren. (Das soll jetzt keine Drohung sein!)

Eigentlich bin ich ein doch wenig betrübt, dass ich nicht auf eine andere Schokoladensorte (”Will haben!”tte) gezeigt hab… Naja, ich habe ja immer noch eine Tafel Marabou Daim Schockolade. Die darf Stückchen haben.

Am Mittwoch wurde ich, wie ich grad friedlich meine Pilz-Gemüse-Suppe (ja, unter dem ganzen Gemüse ist auch irgendwo noch Brühe - die ist ein bisschen schüchtern und hat sich deswegen vor der Kamera versteckt) schlürfen wollte, von bösen Tentakelnudeln angegriffen:

tentakelnudeln

Aber mittels meiner “Super-Simon-Killerstäbchen-Attacke-of-Violent-Death” konnte ich das hydra-ähnliche Suppenmonster (es handelt sich hierbei um eine kleinere Abart der gemeingefährlichen Wei Xiao Pasta aus dem Königreich Tai - ursprünglich von einer Allianz der Ai Qing Muofa-Shi mit dem 37. Arahan von Kan besiegt und des Landes verwiesen, treibt es nun im Rest der Welt sein Unwesen; dabei verdrängt es wie die bösen Ausländerfische die einheimisch und harmloseren Lindtwürmer) schlussendlich bezwingen.

An diesem Samstag bekam ich von meiner Freundin, Lena, Blumen. Leider waren sie mit japanischem Ungeziefer verseucht:

blumenvonlena

Dafür hab ich sie dann mit abgelaufener Pizza und kaltem Kaffee gefüttert…

So. Persönlich genug? Ich geh dann mal was sinnvolles schreibes…    [...mehr]


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