Japan Aktuell – Dez/1 – KW48

Zusammenfassung der japanischen Nachrichten für die Woche vom 26.11. bis 02.12.2007
News der vorhergehenden Woche

Irgendwie muss ich mir mal was anderes, also nen anderes Format, überlegen für den Newsletter. Deswegen ein bissle weniger.

Update zu KW44: Lebensmittelskanal und das goldene M der Zivilisation
Diesmal haben MacDonald’s Mitarbeiter und Verantwortliche zugegeben, Lebensmittel auch nach dem Verfallsdatum zu verwenden. Zutaten für Milchshakes, Eier und der gleichen mehr wurden lustig weiter zu Lebensmitteln verarbeitet. Salate bekamen nach der Ablaufzeit von 12 Stunden schlicht ein neues Label statt weggeschmissen zu werden. Skandal. Gut, alles ganz schrecklich, aber mal ehrlich: Sollen Lebensmittel in der Tonne landen, weil ein fiktives Durchschnittsdatum verstrichen ist?! Ich weiß, für die zivilisationsgestörten Stadtkinders ist es unvorstellbar, aber nen Ei, was am 5.12. „abgelaufen is“ aber nicht stinkt, ist auch noch am 6.12. gut. Ja, wirklich. Wenn man auf’m Land sich die Eier vom Federviech im Stall selbst holt, dann haben die da kein Datum raufgepickt und man muss sich selbst nen Reim drauf machen. Klar, Gammelfleisch und Co. möchte ich nicht auf dem Teller haben – aber 13 Stunden alten Salat? Ich bitte euch.
Quelle: Japan News Review

Update zu KW46: DoCoMo jetzt international
Nachdem Disney mit Softbank… hat, fährt jetzt auch DoCoMo mit der neuen 905i Serie (Fotostrecke hier) die internationale Schiene. Jedoch andersrum. Wie ja erwähnt, war es für ausländische Anbieter der Einstieg in den japanischen Markt schwer (und andersrum dasselbe Spiel), weil schlichtweg andere Rundfunkfrequenzen verwendet wurden. Nun hat sich DoCoMo aufgemacht, das zu ändern und so funkt ihre neue Handyreihe auf dem weltweit beliebten GSM Standart. Heißt das, dass wir auch bald mit DoCoMo Handys rumlaufen können?
Quelle: The Japan Times

Schulmädchenreport jetzt ohne Handy
Wer mal in Japan war, weiß es längst: Dort braucht man sich keine Taschentücher kaufen. Wenn man nämlich durch die Straßen läuft, bekommt man ganz einfach so welche in die Hand gedrückt. Da sind dann kleine Werbezettelchen eingefügt, mit so lustigen Telefonnummern. Ruft man die an, bekommt man Kontakt zu freundlichen Schülerinnen, die mit einem Dinge machen. Das war die Methode von gestern. Heutzutage läuft das ganze über Internet-Dating-Sites. Die sind auch über Handy erreichbar. Und schon haben wir das Schlammassel: Die Taschentuchverteiler werden arbeitslos und tausende Japaner können sich nicht mehr die Nase schnauben. Um dem entgegenzuwirken haben die Jungs von der Demokratischen Partei in Japan nun die Köpfe zusammengesteckt und einen Gesetzesentwurf erdacht, der eine Sperre für Dating-Sites vorsieht. Geht ein Handy-Händler einen Vertrag mit einem Minderjährigen (bzw. wohl eher einer Minderjährigen) ein, muss ins Mobilfon eine entsprechende Kindersicherung eingebaut werden. Und ja, das ist sinnvoll, denn in Japan ist diese Art von Kinderprostitution weit genug verbreitet, um ein gesellschaftliches Problem darzustellen.
Quelle: Yomiuri Shimbun

Krebsforschungspreis an japanischen Forscher
Das „Deutsche Zentrum für Krebsforschung“ hat dem japanischen Forscher Prof. Yamanaka von der Kyoto-Universität einen mit 50.000 Euro dotierten Preis verliehen. Der gute Mann war ziemlich überrascht – er forscht nämlich gar nicht zu Krebs. Dafür hat er wohl eines der Probleme gelöst, die deutsche Ökos seit Jahren beschäftigen: Stammzellen. Diese werden ja auch Embryos gewonnen und da ja bekanntlicherweise 3 Tage alte Menschenembryos im Gegensatz zu 4 Jahre alten Rindern schützenswertes Leben sind, weiß man nicht so recht, wie man das ganze verantworten soll. Stammzellen sind aber für die Krebsforschung von großer Bedeutung. Der gute Professor von zwischen de Berge hat nun eine Methode gefunde, menschliche Hautzellen so umzupolen, dass sie die wichtigsten Eigenschaften von Stammzellen übernehmen. Darüber waren die deutschen Krebsforscher so glücklich, dass sie ihn dafür symbolisch mal ne Runde knuddeln wollten. Ein Hoch auf die japanische Forschung.
Quelle: Breitbart