Ja, den International MANGA Competition gewinnen nur Profi-Comicschreibsler. Zum Glück gibt es da aber noch den M.I.M.C. Morning International Manga Competition. Bis Ende September, bis zum 30.9. genau, dürft ihr noch eure Kreationen einreichen. Nicht, dass die Chancen bedeutend besser stünden - aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
» Manga
Die Welt ist schön. Heute Morgen war ich halb tot, erkältet und bin auf den letzten Zahnfleischresten gelaufen. Und wie muntert man mich am effektivsten auf? OK, mit Eiscrème (*Zaunpfahl schwenk*), aber in Ermangelung solcher - und vor allem, wenn ich eh grad schon mit sämtlichen Sanitäranlagen der Universität intim geworden bin - tun’s auch Bücher. Insbesondere, wenn’s japanische Manga sind.
Eine Freundin zieht zurück nach Japan und während ich einerseits traurig bin (alle verlassen mich und ich hock weiter einsam in Krautland), bringen doch auch Abschiede so das ein oder andere Erfreuliche. Sprich: Umzugszeit = Beutezeit.*yippie*
Teuer japanischer Tee GET! o^__^o
Hübsch geformte Süßigkeiten, die ich nie essen werde GET! o^__^o
Kompletter Satz Nodame Cantabile Manga GET! o^__^o
Azumanga DaiOH!!! GET! o^__^o
Hübsche japanische Papierpuppe … NO GET! T-T
Während ich ein liebes, süßes, unschuldiges Schnurfelkätzchen hab, hat meine Freundin zwei Bestien direkt aus der Hölle. Also zwei Dackel, die grad ausgehungert werden, damit ihre Beherrscher kein Übergepäck bezahlen müssen. Das haben sie denn an der Bastelarbeit ausgelassen (war mal so was ähnliches wie meine Neujahrskarte). Sei’s drum. Kirschblüten, Schaum auf dem Wasser, bla …
Ach ja, ich hab natürlich noch andere Lebensmittel wie Shiitake, Kuromame und den üblichen Kram abgesahnt (Sahne zum Beispiel ^-^;). Weil mein Vorratsschrank dann zu voll war, hat meine (andere) Freudin den Ex-Inhalt (Cornflakes, Instantsuppen und was sonst noch so alles in dunklen Küchenecken haust) deselben zugeschoben bekommen. Alle glücklich, alle beschenkt und so ham wer uns ins Wochenende gerettet. [...mehr]
Yep, sorry, ich hab meine Gewürzwolf Phase immer noch nicht überwunden. Während Horo letztes Mal zum Wolf mutiert ist, geht es diesmal darum, wie sie neue Kleider bekommt.
Bisheriger Stand: Roman: 3 - Manga: 2 - Anime:1
Die Szene ist relativ simpel. Horo ist nun mal trotz aller Wolfigkeit doch nur ein Mädchen und so macht sie sich beim Fahrtantritt erst mal über Lorenz’ feinste Sonntagskleider her. Ein echter Shibuya Wolf, sozusagen. Modisch anpassen möchte sie die Klamotten am liebesten auch noch: Mit einem Loch für ihren Schwanz - doch da macht Lori nicht mit. Süß ist die Szene trotzdem. Im Roman wird noch erklärt, wie Lorenz eine Ewigkeit auf diese Kleider sparen musste und dann war’s das auch schon. Kurz und schmerzlos deswegen auch der Vergleich:
8. Des Wolfes neue Kleider
Roman
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Manga
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Anime
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Ja, im Anime, welches eigentlich _das_ visuelle Medium ist, bekommen wir keine sich fröhlich drehende Horo, nix süßes, nix lustiges, sondern einen schlichten Kamera-pan über ihre Klamotten. Ich bin vollends entgeistert. Buh! Mir ist klar, dass bei TV Animation gespart werden muss - normalerweise fällt es mir halt nur nicht auf, da ich kein Original daneben leg und vergleiche. Nicht schön. Der Roman bietet mehr Details und sogar eine nette Illu, während der Manga vom Chara-Design her zwar nur den Roman kopiert, aber durch die Wahl einer interessanteren Perspektive dasselbe Bild dynamischer gestaltet. Auch die Bildchen mit Horo und ihrem Schwänzchen geben dem ganzen noch eine gehörige Extra-Portion Kawaii-Faktor. Deshalb Punkt and Manga und Roman und für den Anime ein Tritt in den Allerwertesten.
Roman: 4 - Manga: 3 - Anime:1
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Und weiter geht’s beim Vergleich von Spice and Wolf. Letztes Mal ging es darum, wie Lorenz Horo davon überzeugen wollte, sie solle sich doch wieder in einen Wolf verwandeln - und diesmal zeige ich die Umsetzung der Verwandlung.
Bisheriger Stand: Roman: 2 - Manga: 2 - Anime:1
Hier ist nun der Kasus-Knacktus, der Punkt, an dem der Anime beginnt, eine völlig andere Geschichte zu erzählen. Im Original verwandelt Horo nur einen Teil ihrer Selbst - ihren Arm - zurück (wofür sie sich entweder Blut oder Weizen einschmeißen muss - der passende Dialog ist natürlich ebenfalls amüsant). Nach einem kurzen Schreck überwindet sich Lorenz, das Fell und die Tatze zu streicheln. Horo macht dabei einen auf niedlich, verar***t Lorenz dann aber prompt für seine Reaktion (beim großen Weizen-Gott, ich liebe Horo ^-^;). In der Anime Version fällt Lorenz in Ohnmacht, Horo rennt weg und die beiden sehen sich erst viel später in der Herberge wieder. Welche Herberge? Ja, im Anime übernachten die beiden nicht zusammen auf dem Wagen. Tja. Dafür wird Lorenz noch vom Dorfmädel (im Anime wurde aus Yarei ein Mädel namens Chloe gemacht, guckst du hier) heimgesucht.
7. Die Wolfwerdung
Roman
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Manga
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Anime
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Eigentlich habe ich ja nichts dagegen, wenn bei Umsetzungen, aber Lorenz’ Reaktion hier geht mir echt gegen den Strich. Es ist nicht lustig, es ist lang und das Verhältnis der beiden Protagonisten ist dadurch völlig anders definiert. Iiih bäh, nö, geh’ weg, ich will nicht. Das Manga setzt die Szene imo auch nicht besonders toll um, was schlicht am Platzmangel fehlt. Also geb’ ich hier einen einsamen Punkt an den Roman.
Roman: 3 - Manga: 2 - Anime:1
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Auch auf die Gefahr hin, euch mit meinem würzigen Vergleich der verschiedenen Wolfsversionen zu nerven, muss ich euch dennoch erklären, warum ich auch das einzig sinnvolle Anime aus der Winterstaffel nicht anschaue. Nachdem Lorenz das letzte mal den nackten Naturpelzträger in seiner Karre gefunden hatte, jetzt ein ganz kleines, liebenswertes Detail.
Bisheriger Stand der Dinge: Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1
Lorenz ist also auf den Wolf gekommen und die folgende Auseinandersetzung ist im Roman detailliert, spritzig und witzig. Insbesondere wie Lorenz den starken markiert, obwohl er eigentlich Angst hat und sowieso ist Horos gesamte Art zu sprechen zum Kringeln. Nach einem relativ langen Schlagabtausch, in dem Lorenz erst einmal mit sich selbst klären muss, ob er das sexy Pelzmonster nicht doch lieber an die Kirche verraten, nach hause bringen, oder am besten nicht mit ihr reden sollte (nicht, dass es sich nachher noch um eine Prostituierte handelt, die am Ende Geld verlangt für’s Anschauen), versucht er sie schließlich dazu zu überreden, sich in einen Wolf zurückzuverwandeln. Sie soll beweisen, dass sie wirklich ein Wolfsgott und nicht einfach nur eine missglückte Kreuzung zwischen einem Menschen und weiß der Teufel (also wortwörtlich genommen, jetzt) sei. Während er aber große Worte spuckt und behauptet, er hätte keinen Schiss, weißt ihn Horo in ihrer unnachahmlichen Art darauf hin, dass seine Hand zittert.
6. Kleiner Feigling
Manga und Roman:
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Anime:
Man beachte die gähnende Leere, wo eigentlich ein Screenshot sein müsste. Ja, die Szene kommt im Anime gar nicht vor. Oder hab ich geschlafen? Dafür würd ich dem Zeichentrickfilmchen am liebsten einen Punkt abziehen, aber ich bin ja nicht gemein (eigentlich doch, aber nur, wenn es sich lohnt :P). Im Manga sieht Lorenz aus, als ob er grad erschossen werden soll oder grad den YMCA Tanz nachäffen will. “Put you hands up in the air and say yeah!”, oder so. Deshalb geht die Runde an den Roman. Bas hai (aj ke liye, i alla fall).
Roman: 2 - Manga: 2 - Anime:1
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Damit mein Spice and Wolf Vergleich (hier Teil 1 und Teil 2) einmal zügig zu Ende geht, hier gleich einmal kurz und schmerzlos die nächste Runde. Diesmal geht es um eine Szene während der aberwitzigen Diskussion zwischen Lorenz und Horo.
Gegenwärtiger Stand: Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1
5. Trockenfleisch
Während Lorenz noch am Grübeln ist, erspäht Horo das Stück vormoderne BiFi auf dem Boden - unser bärtige Krämer hatte es vor Schreck fallen lassen, als er die nackte Verführung auf seinem Wagen entdeckte - hebt es auf und steckt es in den Mund. Interessant, dass die drei Versionen diese Szene so unterschiedlich interpretieren. Da es nur vier Bilder sind, teile ich sie nicht in Roman, Manga und Anime auf. Ihr seid bestimmt mit genügend Sehkraft ausgestattet, um den Unterschied auch selbst zu erkennen.
Ich finde es offengestanden ein wenig schwer, sich hier zu entscheiden. Der Roman wittmet der Szene natürlich mehr Raum, sich zu entfalten, der Anime bleibt der Vorlage treu (und wie Horos Schwanz so lustig im Nachthimmel wedelt - einfach nur süß), während der Manga durch diese witzige Abwandlung Horos frechen Charakter eigentlich noch einmal gut betont. Da ich nicht so richtig weiß, was ich besser finde (O.K. ich mag die Animation nicht, aber wir wollen ja halbwegs fair bleiben), gibt es diesmal eine Nullrunde. Also, wie gehabt:
Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1
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Vor einer ganzen Weile hatte ich angefangen, Spice and Wolf aus der Herbststaffel mit sich selbst zu vergleichen. Mein Hauptziel ist dabei übrigens, glaube ich, zu erklären, warum ich den Anime nicht schaue.
Gegenwärtiger Stand: Roman: 1 - Manga: 1 - Anime:1
Passend zum Valentinstag gibt es die Szene, in der sich unser 25-jähriger, wie mindestens 40 aussehender Krämer-Held, einen würzigen Wolf anlacht:
4. Das erste Date - Es geschah im sanften Lichte des Vollmondes
Lorenz zieht missmutig aus Pasroe ab und zeigt sich unzufrieden über sein Single-Dasein. Als er sich grad unter den Fellen verkriechen möchte, liegt unter dem Pelzberg ein Mädel, dass erstens schön ist und zweitens nackt. Kaum hat sich unser mittelalterlicher Händler gefragt, ob es sich wohl eher um eine Prostituierte oder doch um ein weggelaufenes Dorfmädel handelt, folgt Horo dem Ruf der Natur. Nein, sie geht nicht für kleine Wölfe, sondern heult den Mond an. Die Szene schreit gerade zu nach gekonntem Fanservice, den einem der Roman natürlich nicht bieten kann. Oder doch? Seht selbst:
Für mich, muss ich sagen, ist die Sache eindeutig. Der Anime nervt durch “gekonnt” eingesetzte Standbilder, Sparanimation und diesen Fokus - und ach ja, der Sound ging mir auch gegen den Strich. Der Roman hat an dieser Stelle einfach nicht die bunten Bilder, die ich mir für diese Szene gewünscht habe. Daher, und das obwohl ich das Chara-Design von Lorenz nicht mag:
Roman: 1 - Manga: 2 - Anime:1
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Spice and Wolf, Wolf and Spice Spicy Wolf oder ganz einfach mal Ôkami to Kôshinryô lässt momentan jeden Dienstag das Korn wachsen. Im japanischen TV, versteht sich. Da ich die vorletzte Woche statt zu bloggen meine verstauchten Arme mit Nichts-tun geheilt habe, bin ich vor einem persönlichen Anime-Marathon in den Genuss der Romanvorlage und der Mangaumsetzung vom “Wolf mit Lebensmittelzusätzen” gekommen. Da sich die verschiedenen Versionen unserer goldigen Landwirtschaftsgöttin nur bedingt grün sind, möchte ich euch an dieser Stelle einmal anhand der ersten Folge einige Unterschiede vorführen.
Da der Beitrag die ganze erste Seite des Blogs füllen würde, würde ich mich auch noch zum Inhalt auslassen, hier ein kurzes Review und hier ein humorvoller Blick auf die erste Folge. Momentan ist es ein wenig schwer, etwas auf Deutsch zu finden. Wer des Englischen mächtig ist, kann sich natürlich auch auf AnimeNewsNetwork, Wikipedia und Co. umschauen.
Spice and Wolf, so laut Anime der internationale Titel des Films, basiert auf einer Romanvorlage von HASEKURA Isuna - ich denke jetzt lieber nicht darüber nach, dass der Junge ein Jahr und ein paar zerquetschte Tage jünger ist als ich und schon eine ganze Romanserie nebst Filmumsetzung auf dem Kerbholz hat. Um mir über diesen Anflug von depressivem Minderwertigkeitskomplex hinweg zu helfen hier erst mal ein hübsches Farbbild von AYAKURA Jû (der ist zumindest älter - um zwei Wochen, naja), nämlich das Romancover:
Im vergangenen September erblickte das Manga das Licht der östlichen Sonne und seit zwei Wochen gibt es den Spicey Wolf auch in Farbe mit so bewegt und so. Das Label Dengeki Bunko gehört übrigens zum Verlag MediaWorks, welcher das 15-jährige Töchterchen der Kadokawa Verlagsgruppe ist und auch so Hits wie Kino no Tabi, Boogiepop wa warawanai oder Baccano! seinen Stempel aufgedrückt hat.
Hier einige ausgewählte Szenen im Vergleich. Die Version, die mir jeweils am besten gefällt, bekommt einen Punkt:
1. das Opening
Abgesehen mal davon, dass das Anime natürlich ein offizielles Anfangsgedudel hat (Youtube Video hier), welches ich übrigens nach mehrmaligem Hinhören doch als recht stimmig und passend empfinde, wird mit fortschreitender Graphifizierung (also von Roman zu Manga zu Anime) immer mehr an Details gleich hier verraten. Während der Manga noch die erste Romanseite beinah Wort für Wort vor ein paar schwarz-weiß Zeichnungen setzt, gibt es im Anime goldene Ären und den großen Wolf, nebst der Festtagsvariante, zu bestaunen, während dort auch gleich das Versprechen und der Grund für dessen Bruch (in Form aufgebrachter Bauern) gezeigt wird.
Der Roman und das Manga:
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Der Anime:
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Ich muss sagen, dass ich die Animeversion hier eigentlich am nettesten finde. Zwar hat der Roman natürlich durch seinen Informationsmangel durchaus den charmanten Hauch des Mysteriösen, doch habe ich mich einfach in die nervtötende Dudelmusik des Zeichentrickfilmchens verliebt. Die Mistegabeln hinschmeißenden Bauern waren auch ein netter Touch. Ich stehe auf aufgebrachte Mobse.
Roman: 0 - Manga: 0 - Anime:1
2. Die Ritter Szene
Gleich nach der bukolischen Einführung ins Drama erfährt unsere Held Lorenz von einem Ritter, dass die Kirche grad nach Ungläubigen jagt, die andere Götter als den einzig wahren verehren. Im Roman verführt Lorenz (oder meinethalben Lawrence) den Ritter mit Süßigkeiten, während die im Manga eher nach halb vergammelten Käsestücken aussehen. Vielleicht wurde das ganze im Anime deshalb weggelassen
Der Roman:
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Manga und Anime:
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Eindeutig hat hier der Roman die Nase vorn.
Roman: 1 - Manga: 0 - Anime:1
3. Die Ernte
Als Lorenz ins Dorf Pasroe kommt, überrascht ihn die Animeversion mit einem zur Frau mutierten Yarei (sie hört auf den Namen Chloe). Dafür ist das Erntefest, welches im Manga graphisch sehr treffend in Szene gesetzt wurde, etwas langweilig geraten. Chloe mutet eher genervt an und die Festatmosphäre will nicht so richtig rüber kommen. Da hilft auch eine Kleiderträgerin extra nicht.
Der Roman und das Manga:
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Der Anime:
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Hier hat mir offengestanden die Mangavariante am besten gefallen. Zwar wird lediglich die Szene im Roman verzeichnifiziert, doch sind Bilder und Speedlines bei diesem dadurch actionreichen Geschehen einer wahrer Mehrwert.
Roman: 1 - Manga: 1 - Anime:1
Damit herrscht vorerst Gleichstand und Frieden unter dem Himmel. Weitere Szenen morgen, *ähm* heute, bevor ich vorm Bildschirm einschlafe. Oder halt, wenn ich Muße habe, was zu meinen weiteren Screenshots zu schreiben.
Ich würde übrigens gerne der kleinen chinesischen (oder koreanischen? taiwanesischen? uzbekischen?) Fee danken, die ihre Magazine auseinandergerissen hat, um die Bilder einzuscannen. Ich kann leider keine Namen nennen (weil ich sie mir nicht gemerkt hab :P), aber ich hatte viele Stunden Freude auf ihre Kosten. :> [...mehr]
Spreeathlet hat neulich bei mir Nachgefragt: Beim Lesen von Adolf ni Tsugu (zu Deutsch schlicht und ergreifen Adolf) habe er mehrere Fehler entdeckt.
Hier Spreeathlets Anfrage:
1) Als Berliner und Student der Humboldt-Universität freue ich mich natürlich wenn meine Heimatstadt und –uni den historischen Hintergrund für dieses Meisterwerk darbietet aber soweit ich informiert bin ist Herrn Tezuka oder dem Übersetzerkollektiv auf Seite 16 und 167 ein kleiner Fehler unterlaufen, da 1936 die Humbolt-Universität noch nicht existierte. Vielmehr hieß die Uni damals Friedrich Wilhelms Universität.
2) Auch auf Seite 116 belehrt mich meine Olympiazeitung aus dem Jahre 1936 eines besseren wenn der Vater von Adolf behauptet nur 2 Nationen hätten mehr Goldmedaillen als Deutschland erhalten.
3) Eine letzte Frage kam bei mir gleich zu Beginn des Buches auf. Der Panoramablick ins Stadion auf Seite 10/11 warf bei mir die Frage auf, ob vielleicht durch die Umspiegelung des japanischen Mangas auf westliches Leseverständnis dieses Bild verkehrt herum gespiegelt wurde, da die Läufer in die falsche Richtung rennen.
Die erste und die letzte Frage ließen sich natürlich leicht als Übertragungsfehler abtun: Ja, das Manga wurde gespiegelt und deswegen sprinten die Läufer falsch herum. Die Humboldt-Universität wird im Original als “BERURIN daigaku”, also als “Universität (von) Berlin” bezeichnet. Dies war zumindest in Japan die gängige Bezeichnung und da es in Berlin damals auch nur eine statt vier Universitäten gab, wird man das in Deutschland wohl ebenfalls gesagt haben.
Jetzt kommt die eigentliche Frage, die ich gern ans Podium stellen möchte: Hat Tezuka wirklich geschlampt? Der Medaillienspiegel (hier zum Vergleich die Aufstellung bei Wiki) sieht Deutschland (falls ihr jetzt nach der deutschen Flagge sucht: Das ist das rote Teil mit dem Hakenkreuz in der Mitte) an Platz 1 und Japan an Platz 8 (Japan hatte Tezuka an Stelle 6 plaziert). Wie kann das sein?
Hier einmal ein Scan vom Original:
Da Tezuka generell zu wissen scheint, wovon er schreibt (die Idee, dass Adolpf Hitlär das Kind eines Verhältnisses seiner Mutter mit derem jüdischen Arzt sei, bzw. aus irgenwelchen anderen Gründen ein Jude sei, stammt nicht von Tezuka und war besonders damals relativ populär). Noch auf derselben Seite zeigt er sich zum Beispiel von der ironischen Seite, als erwähnt wird, dass Japan seinen Rang im Medaillienspiegel dadurch gewann, dass es den ersten und dritten Platz im Marathon ergatterte (bei den Läufern handelte es sich um verzwangs-japanerte Koreaner, die zuvor “heim ins Reich” geholt worden waren). Das heißt doch für mich eigentlich, dass Tezuka sich mit dem Thema beschäftigt hat. Ganz abgesehen davon, dass ich nicht glauben will, dass mein Tezuka-o-miKami einen Fehler machen würde. Zumal noch so einen selten dummen. Deshalb die Frage:
Kann ich (und der Übersetzer) kein Japanisch? Versteht ihr das irgendwie anders?
Wurde der Medaillienspiegel damals vielleicht anders wiedergegeben? Gibt es Widersprüche oder historische Gründe dafür?
Gäbe es vielleicht eine story-technische Begründung dafür, dass der Vater evtl. beabsichtigterweise Mist von sich gibt?
Ich hoffe, irgendein Tezuka- oder Geschichts-Fan kann mir helfen. [...mehr]




