Yasuko to Kenji – Yasuko und Kenji, das Drama

YasuKen ist vorbei. So sehr ich mich auch auf die letzte Episode gefreut habe, wird mir ohne dieses verrückte und liebe J-Drama aus der Sommerstaffel etwas fehlen. Ich werde meinen Kummer bekämpfen, indem ich euch die Serie einmal kurz vorstelle.

Die Handlung ist eigentlich relativ schnell erklärt. Die 17-jährige Oberschülerin Yasuko Oki hat eigentlich nur ein Problem in ihrem Leben: Ihr großer Bruder Kenji, der seit dem Tod ihrer Eltern die 2-Mann Familie mit Mangazeichnen über Wasser hält, ist erstens strenger als jeder vorsintflutliche Patriarch und zweitens ein Ex-Biker. Legt er den Otaku-Look, den er zuhaus bevorzugt, ab und schmeißt sich in seine „normalen“ Klamotten, haben alle Angst – während dessen feiert er unter dem Pseudonym Sakuraba Reika (unmännlicher geht’s bald nicht mehr) einen Shôjo-Manga Erfolg nach dem anderen. Natürlich weiß niemand außer seinen Assistenten und seiner Editorin, dass er eigentlich kein armes, süßes Loli ist. Eines Tages ziehen die Tsubakis in die Stadt und wie’s sich so ergibt, erobert der Oberschüler Jun in Yasukos Schule sogleich die Herzen aller Frauen. Doch auch dessen ältere Schwester Erika ist nicht ohne. Die attraktive Dame ist eine Ex-Bikerin und liebt seit 10 Jahren den damaligen Anführer der verfeindeten Gang …

Yasuko to Kenji ist die Umsetzung des mittlerweile 4-bändigen Manga von Aruko (Chôtisu! Momo no Kikôkô,  High Score), welches vom April 2005 bis zum November 2006 die Seiten des Bessatsu Margaret Manga-Magazins (Itazurana Kiss, Cat Street, Five, Aishite NAITO)  schmückte. Aruko heißt mit bürgerlichen Namen Ryôko – Aruko ist die verjanglischte Abkürzung ihres Namens R-ko (muss hier noch jemand außer mir an Project A-ko denken? :3). Yasuko to Kenji ist trotz seiner Biker-Thematik ein Shôjo-Manga, was sich vor allem darin ausdrückt, dass die Liebesgeschichten (Mehrzahl und auch nicht Dual!) der einzelnen Chara trotz aller Nebenstränge die eigentliche Handlung darstellen. Oh, und natürlich im Zeichenstil. 😛 Der Humor ist trotzdem schräg und schlägt auch Schraubball-Komödien à la ItaKiss oder HanaDan (so verrückt wie HanaKimi in der Drama Version ist’s nun allerdings zum Glück nicht ^-^; ). Ein wenig ist YasuKen also GTO (bzw. Dragon Zakura, Gokusen und wie sie nicht alle heißen) für Mädchen und alle anderen Romantiker. Die Macher des Drama kannten denn auch ihre Zielgruppe: Während Yasuko von der verhältnismäßig unscheinbaren Tabe Mikako gemimt wird (O.K. Erika ist Hirosue Ryôko), bekommen die weiblichen (bzw. homosexuellen ^-^; ) Zuschauer den optischen Leckerbissen Matsuoka Masahiro (YaOh, Psychometer Eiji) von der Tokio Truppe vorgesetzt. Das Leben ist ungerecht. Von mir gibt’s aber kein Mitleid. 😛

Fazit: Wer Liebenskomödien mag, kommt bei YasuKen voll auf seine Kosten. Anschaun! :)